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Samsung GQ65QN85A


HDTV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 16.07.2021

Mit dem QN85A bringt Samsung die Neo-QLED-LCD-Qualitäten in preislich attraktivere Regionen, als es die Modelle QN900A und QN95A bislang ermöglichten. Im Test zeigte sich einmal mehr: Auch dieser Neo-QLED-LCD- TV ist einzigartig.

Die Tuner-Ausstattung inklusive der Möglichkeiten beim TV-Empfang und der USB-Aufzeichnungsfunktionen lassen kaum Wünsche aufkommen und dank einer HD-Plus-Freischaltung (6 Monate kostenlos) über eine Internetverbindung ist der HD-Nachschub nach dem Kauf des Fernsehers erst einmal sichergestellt. Sky- und Magenta-TV-Kunden können ebenfalls auf entsprechende Apps zurückgreifen. Die beiliegende Fernbedienung unterscheidet sich mangels Zifferntasten deutlich von anderen TV-Vertretern und lehnt sich stark an die Smart- Remotes der weitverbreiteten Streaming-Boxen von Amazon und Apple an. Um eine Bluetooth-Verbindung zum Fernseher aufzubauen, können Sie die Tasten für „Zurück“ ...

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Bildquelle: HDTV Magazin, Ausgabe 4/2021

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... und „Play“ gedrückt halten. Der Clou: Auf der Rückseite der Fernbedienung ist eine Solarzelle integriert und der interne Akku wird über einfallendes Licht gespeist. Für eine Schnellaufladung empfiehlt sich der USB-Anschluss.

GAMING-TIPP KAUFTIPP

Testurteil: gut Preis/Leistung: sehr gut

Quick Check

Anschlüsse: 4 × HDMI (HDMI 1 & 2 & 3: 4K 60 Hz HDR oder 1 440p 120 Hz HDR, HDMI 4: 4K 120 Hz HDR), 1 × eARC (HDMI 3), 2 × USB, Netzwerk (oder WLAN), kein analoger Videoeingang, 1 × digital optisch Audio, Kopfhörer nur über Bluetooth

Gaming-Funktionen: 4K in HDR mit bis zu 120 Hz (HDMI 4), VRR, Freesync Premium Pro (zu Nvidia-G-Sync-Signalen inoffiziell kompatibel), ALLM, 1440p- Support, HGiG, Input Lag: ca. 10 ms (60 Hz) bzw. ca. 5 ms (120 Hz), Motion Plus auch im Spielmodus verfügbar (ca. 22 ms Input Lag)

Tuner-Funktionen: Twin-Tuner für DVB-S/-C/-T, Unicable-Support, 1 × CI (Adapter), Festplattenaufnahme über USB (Aufnahme und Senderwechsel oder zweifache Aufnahme), Time-Shift, HD-Plus-Freischaltung via App

Streaming-Apps: Netflix, Amazon Video, Disney+, Apple TV, Airplay, Youtube (inklusive AV1-Decoding), Sky, Magenta TV, DAZN, Rakuten TV u. v. m.

Ausleuchtung und Kontrastfilter: gute Ausleuchtung bis in die Randbereiche (ca. 80 % Homogenität), aber teilweise unregelmäßige oder im Ausnahmefall horizontale Schatten sichtbar, keine Nachleuchteffekte, Kontrastfilter mindert Spiegelungen, sattes Schwarz bei Umgebungslicht, Lichtquellen zeigen leichte Regenbogeneffekte

HDR- und Audio-Formate: HDR10, HDR10+ (Adaptive), HLG, kein Dolby Vision, Dolby Digital, Dolby Atmos nur über eARC, Mehrkanal-PCM, kein DTS, kein DTS:X, Q-Symphony-Soundbar-Erweiterung, Surround-Lautsprecher über Bluetooth

Die richtige Quelle

Im Vergleich zur QLED-TV-Konkurrenz fallen die unterstützten HDR- und Audioformate des QN85A vergleichsweise limitiert aus. Dolby-Vision-Signale akzeptiert der QN85A nicht. Samsungs HDR10-Plus-Format wird aktuell nur von wenigen Anbietern genutzt und mittels einer UHD-Blu-ray-Wiedergabe im HDR10-Plus-Format zeigte der QN85A eine fehlerhafte, weil zu dunkle Darstellung. Standard-HDR10-Signale zeigt der Fernseher in mittlerer Dimming-Einstellung aufgehellt und in höchster Dimming- Einstellung kontrastverstärkt – dazu später mehr. Sollten Sie in den Werkseinstellungen des Fernsehers teilweise Aussetzer bei Kameraschwenks in Filmen wahrnehmen, dann könnte der Grund in der Auto-Voreinstellung der Zwischenbildberechnung liegen: Schalten Sie auf eine manuelle Einstellung um und reduzieren Sie die Judder-Minderung, ist das Ergebnis fehlerfreier. Apropos fehlerfrei: Die Rauschunterdrückung dient zugleich als Filter gegen Banding-Artefakte, was störende Abstufungseffekte bei stark komprimierten Videoquellen mindert. Aufgrund der ebenfalls ablaufenden Rauschfilterung sollten Sie diese Funktion allerdings nur aktivieren, wenn die Quelle störende Bildfehler aufweiset. Dolby-Atmos-Klänge lassen sich bei diesem Fernseher nur zuspielen, wenn der eARC-Anschluss zur Anwendung kommt. DTS- Klänge bleiben direkt zugespielt oder indirekt weitergeleitet verwehrt. Immerhin bietet der QN85A die Option, Mehrkanal-PCM-Signale wiederzugeben, wodurch sich DTS-Signale über einen UHD-Blu-ray-Player zumindest ins Mehrkanal-PCM-Format wandeln lassen. Damit der Klang des Fernsehers positionsgetreu und nicht zu blechern erschallt, integriert Samsung Stereolautsprecher, die durch zwei weitere Speaker an der oberen Gehäuseseite unterstützt werden. Zugleich wertet ein Mittel-Tieftonlautsprecher das Klangfundament auf. Selbst in nebensächlichen Anwendungen wie im elektronischen Programmführer wandert der Ton von der Bildmitte nach rechts, passend zum dargestellten verkleinerten Bildfenster. Mittels Mikrofon erkennt der Fernseher beispielsweise Umgebungsgeräusche und ist in der Lage, die Tonwiedergabe dynamisch anzugleichen. Die „intelligenten“ Toneinstellungen haben uns im Test sogar mehr überzeugt als die automatischen Bildmechanismen. Kombinieren Sie den QN85A mit einer aktuellen Samsung-Soundbar, spielen die oberen Lautsprecher des Fernsehers mit der Soundbar im Duett (Q-Symphony- Funktion).

Neo-QLED-Qualitäten

Auch bei diesem Neo-QLED-LCD-Fernseher gelingt die LED-Ansteuerung in knapp 800 Dimming-Feldern (44 × 18 Zonen) und der QN85A zeigt deutlich sanftere Helligkeitsübergänge, als es die Vorjahres-QLED-Fernseher ermöglichten. Beim zweiten Grundbestandteil, dem LCD-Panel, unterscheidet sich der QN85A allerdings grundlegend vom teureren QN95A. Samsung setzt beim QN85A auf ein LCD-Panel, das starke Ähnlichkeiten zu einem IPS-LCD- Panel aufweist. Dadurch verbessern sich die Blickwinkeleigenschaften und Lichtreflexionen erscheinen nicht in der Breite verzerrt – der Zusatzfilter des QN95A, der diese Nebeneffekte auslöst, findet hier keine Anwendung. Lichtspiegelungen erscheinen mit dem QN85A deshalb deutlich ansehnlicher. Zugleich kann die Bildausleuchtung meist überzeugen, wenngleich leichte unregelmäßige Schattenmuster erkennbar sind. Der native Pixelkontrast des QN85A-LCD-Panels beträgt jedoch nur knapp ein Drittel des VA-LCD-Panels des QN95A. Die prinzipiell guten Blickwinkeleigenschaften werden bei einer HDR-Zupielung häufig ins Gegenteil verkehrt, denn wenn Sie das Display leicht seitlich oder von oben oder unten betrachten, werden Sie starke Blooming-Effekte (Restlicht der einstrahlenden LED-Felder) erkennen. Das LCD-Panel im QN85A ist nicht in der Lage, sattes Schwarz abzubilden, weshalb Samsung die Ansteuerung des Mini-LED-Backlights bis in die Grenzbereiche auslotet: Dunkle Bildbereiche erscheinen häufig satt, aber durch die extrem geringe Helligkeit zeigen sich kaum noch erkennbare Details. Überraschend ist die vergleichsweise sehr gute Bewegtbildschärfe: Typische LCD-Nebeneffekte wie Nachzieher sind selbst in dunklen Bildbereichen kaum erkennbar. Doch auch hier zeigt sich, dass die LED-PWM-Ansteuerung dieses Ergebnis erst ermöglicht, was im Gegenzug Stroboskop-Effekte begünstigt. Erst im Spielmodus wandelt sich die LED-PWM-Ansteuerung und der QN85A zeigt eine augenfreundlichere Wiedergabe.

Kontrastbooster

Die größten Abweichungen zum Eingangssignal sind durch die LCD-Panel-Ansteuerung in Kombination mit dem Mini-LED-Backlight zu verzeichnen, denn Samsung setzt auf eine dynamische digitale Kontrastverstärkung, selbst wenn diese in den Bildeinstellungen komplett deaktiviert wird. Durch diesen Prozess wird sichergestellt, dass der QN85A einen höheren Dynamikumfang generiert, als es die nativen Kontrastwerte des LCD-Panels zulassen würden. Dunkle Bildbereiche werden betont und erscheinen satter, was aber zu Detailverlusten führt. Helle Bildbereiche und auch Gesichtstöne werden hingegen verstärkt. Dadurch ist das Gesamtergebnis fast schon als Kontrast- Transformation zu beschreiben: Filme wie „La La Land“ verlieren selbst im Filmmaker-Modus ihren typischen Filmkamera-Look und erscheinen wie eine kontrastverstärkte HDR-Videoproduktion. Gerade mit Filminhalten bewegt sich der QN85 im Gesichtstonbereich stets an der Grenze zur Übersteuerung. Doch all diese Mechanismen, die automatisch im Hintergrund ablaufen, werden auch Befürworter finden: Der QN85A kreiert einen verstärkten Bildkontrast und zeigt damit Bilder, die dynamischer erscheinen können, als mit einem Fernseher, der den Eingangssignalen treu bleibt.

Ein echter Bildwandler

Die Bilddarstellung mit Samsungs QN85A ist kein Fall für Profis, sondern vor allem dazu geeignet, kontrastreiche Bilder mit Show-Effekt zu zelebrieren. Die getroffenen Entscheidungen bei der Panel-Ansteuerung dienen dazu, den Bildkontrast mit einem vergleichsweise kontrastschwachen LCD-Panel zu maximieren. Und wer das Originalmaterial nicht kennt oder kein Freund von weichen filmischen Bildern ist, der könnte vom künstlichen Kontrastboost des QN85A sogar begeistert sein. Somit ist auch der QN85A ein würdiger Vertreter im Neo- QLED-Lineup: Kaum ein Fernseher liebt das Spektakel so sehr wie der QN85A.

CHRISTIAN TROZINSKI

Einstellungen für ein natürliches Bild

Bildmodus Film, Filmmaker oder Spiel

Bildformat 16:9

Auf Bildschirm anp. Ein oder Auto

Helligkeit Je nach Wunsch (SDR), 50 (HDR)

Kontrast 50

Schärfe 3

Farbe 25

Farbton 0

Bildschärfe-Einstell. Manuell

Unschärfeminderung 10

Judder-Minderung Je nach Wunsch (max. 5)

LED-Clear-Motion Aus (24-Hz-Film je nach Wunsch)

Rauschunterdrückung Je nach Wunsch (Rauschmuster- und Banding-Filter)

Lokales Dimming Standard (SDR), Hoch (HDR)

Kontrastverbesserung Aus (je nach Signal alternativ Niedrig)

Farbton Warm 2

Gamma 0

Schattendurchzeich. 0 oder höhere Werte

Farbraumeinstellung Auto oder nativ

Dyn. Schwarz-Equaliz. Aus für besten Kontrast