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Sanfte Heilmittel aus der Natur : Die große Frühlings-Apotheke


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 18/2019 vom 25.04.2019

Auch Wiesenblumen und Wildkräuter strecken sich jetzt wieder den ersten wärmenden Sonnenstrahlen entgegen. Wussten Sie, dass Gänseblümchen, Löwenzahn und Waldmeister die ersten unter den zahlreichen Heilpflanzen sind, die ihre inneren Werte für unsere Gesundheit entwickeln? „Zunehmende Helligkeit, mehr UV-Licht und steigende Temperaturen erzeugen in ihnen einige hundert Einzelwirkstoffe“, weiß die Heilpflanzen-Expertin Dr. Karin Buchart.

Arzneipflanzen produzieren jetzt mehr Gesundstoffe
„Viele Heilkräuter, z. B. Löwenzahn, stellen im Frühjahr mehr Bitterstoffe her – Aktivmacher nicht nur für die ...

Artikelbild für den Artikel "Sanfte Heilmittel aus der Natur : Die große Frühlings-Apotheke" aus der Ausgabe 18/2019 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 18/2019

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Arzneipflanzen produzieren jetzt mehr Gesundstoffe
„Viele Heilkräuter, z. B. Löwenzahn, stellen im Frühjahr mehr Bitterstoffe her – Aktivmacher nicht nur für die Wildkräuter, sondern auch für unseren Stoffwechsel. Und Heilpflanzen wie Bärlauch oder Kressearten enthalten reichlich Scharfstoffe“, so die Buchautorin. „Wie ein Scheuermittel putzen sie die Schleimhäute, bewahren sie vor Infekten. Gänseblume oder Vogelmiere etwa produzieren vermehrt schützende Schleimstoffe, die Saponine.“ Wer jetzt in der Natur zum Kräutersammeln geht, sollte Heilwissen im Köcher haben, damit er keine ähnlichen und womöglich giftigen Arten pflückt (mehr Infos: www.teh.at). Sie haben keine Möglichkeit zum Sammeln? „Dann tun es auch Frischpflanzensäfte aus dem Reformhaus“, so die Expertin. „Ich rate pro Tag zu zwei Esslöffeln, im Verhältnis 1:5 mit Wasser oder Buttermilch verdünnt.“

▸ Seine Blüten, Blätter, Wurzeln sind prall gefüllt mit Bitter- und Gerbstoffen, die den Stoffwechsel anschubsen. Energiekick pur für Leber, Nieren, Darm und Blut.

Kur fürs Detoxen: Abends 6 g frische, fein gehackte Löwenzahnblätter mit 400 ml kaltem Wasser übergießen, zugedeckt über Nacht stehen lassen. Abseihen. Über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken. 8 Tage lang, kurmäßig drei-bis viermal im Jahr. Spült auch die Harnwege durch, pflegt die Filter-Becherchen der Nieren und schützt so vor Harnsteinen.

Bei nwell: Sanfte Pflege für die Muskeln

▸ Dank Allantoin, Schleim- und Gerbstoffen ist er Spezialist für Muskelkater, blaue Flecken und Gelenkschmerzen.

Wickel bei Prellungen: 3 TL Kraut mit 250 ml Wasser aufbrühen, nach 12 Min. abseihen. Geschirrtuch tränken, auswringen, auflegen, fixieren. 5-mal/Tag 45 Min.

Gänsekresse: Wie ein Antibiotikum

▸ Eine hohe Konzentration an Senföl-Glykosiden macht sie zum natürlichen Antibiotikum.

Sitzbad gegen Scheideninfekt: 4 EL Blüten mit 250 ml Wasser aufbrühen. 15 Min. lang ziehen lassen. 20 Min. im 38 Grad warmen Wasser baden.

Weißdorn : Turbo für den Kreislauf

▸ Seine Blüten und Blätter enthalten Procyanidine. Die Stoffe stärken die Pumpkraft des Herzens, halten die Gefäße jung und elastisch.

Herzstärker-Wein: 2 Handvoll Beeren (Apotheke), je 7 frische Blätter und Blüten in eine Flasche mit 1 l Rotwein und 3 EL Honig geben. 21 Tage ziehen lassen. 10 Wochen lang 1 kleines Schnapsglas pro Tag davon trinken.

Hirtentäschelkraut: Freund des Blutes

▸ Wegen seiner blutungsregulierenden Wirkung ist es ein Top-Pflanzenhelfer bei zu starker Regelblutung, Nasenbluten und Wunden.

Auflage stoppt Nasenbluten: 2 TL Kraut mit 150 ml Wasser überbrühen. 15 Min. ziehen lassen. Gefaltetes Stofftaschentuch darin tränken, leicht auswringen, über die Nasenflügel legen. Nach 10 Min. erneuern.

UnserE ExpertIN

Dr. Karin Buchart, Ernährungswissenschaftlerin, Heilpflanzen-Expertin, Dozentin an der Uni Salzburg und Buchautorin

Birke: Belebt, entstresst, stillt Schmerzen

▸ Aminosäuren, Vitamin C, Kalium, Zink und Eisen beleben bei Stress. Das ätherische Birkenöl senkt Fieber, lindert Blasenentzündungen.

Blasen-Tinktur: 20 g Knospen im Glas mit 70-prozentigem Weingeist (Apotheke) bedecken. 14 Tage warm stellen. Oft schütteln. In Pipetten-Fläschchen abseihen. 3-mal tägl. 10 Tropfen in 1 Tasse Wasser träufeln, trinken.

Spitzwegerich: Er beruhigt die Atemwege

▸ Schleimstoffe legen sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhäute in Hals und Rachen („Klosterfrau Hustensaft“, Apotheke).

Anti-Husten-Tee: 2 TL grob zerkleinerte, frische Blätter mit 250 ml Wasser überbrühen. 10 Min. ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen pro Tag schluckweise trinken.

Waldmeister: Hängematte für die Nerven

▸ Bei gestörter Leberfunktion, Einschlafproblemen, Nervosität, Migräne zeigt er wohltuende Wirkung. Vorsicht: Als Arzneitee getrunken, kommt es schnell zur Überdosierung und zu Kopfschmerzen. Daher lieber äußerlich anwenden.

Fußbad zur Entspannung: 1,5 Handvoll Blätter mit 1 l Wasser aufbrühen, nach 7 Min. abseihen. Die Füße bei 38 Grad 20 Min. in dem Sud baden.

Gänseblümchen: Kleiner Alleskönner

▸ Das Pflänzchen stillt Husten mit schleimhaltigen Saponinen, heilt die Haut mit Gerbstoffen. Flavonoide hemmen Entzündungen.

Butter bei Gelenkschmerzen: 2 Handvoll frische, fein gehackte Gänseblümchen und 1 Handvoll Blätter in 1 EL geklärter Butter 5 Min. erhitzen. In ein dunkles Glas abseihen. Gelenk dreimal täglich damit einreiben.

frisch und gesund Heilkräuter in Bio-Qualität kann man auch selbst im Garten oder auf dem Balkon ziehen