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Sanfte Unterstützung bei Nierenleiden durch Homöopathie


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Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 28.01.2022

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Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 1/2022

Die Nieren sind wichtige Organe des menschlichen Körpers. Sie gehören zu den Ausscheidungsorganen und erfüllen wesentliche Aufgaben bei dessen Gesunderhaltung. Eine Erkrankung der Nieren hat immer auch Einfluss auf andere Organe und Vorgänge im Körper. Die Homöopathie als ganzheitliche Therapiemethode ist daher besonders gut geeignet, um bei Nierenproblemen den Körper zu unterstützen. Homöopathische Mittel wirken sanft und ohne Nebenwirkungen. Sie fördern die Abheilung bei Nierenentzündungen und lindern Schmerzen, die durch Nierensteine oder Koliken hervorgerufen werden. Homöopathische Mittel regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an und helfen dabei, ihn zu stärken. Menschen, die häufig unter Nierenproblemen leiden, profitieren von der Homöopathie, da die Neigung zu solchen Beschwerden durch die potenzierten Mittel vermindert werden kann. Bei schweren und hochakuten Nierenerkrankungen ist die ...

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... Homöopathie als alleinige Behandlung nicht ausreichend. Sie kann aber begleitend eingesetzt werden.

Die Nieren erfüllen vielfältige Aufgaben

Die Nieren sind wichtige Organe des Körpers und erfüllen eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben.

• Sie sind für die Ausscheidung von Schadstoffen über den Harn verantwortlich.

• Sie sind an der Blutbildung beteiligt.

• Sie regulieren den Mineralstoffhaushalt und den Säure- Basen-Haushalt.

• Sie sind an der Aktivierung von Vitamin D beteiligt.

• Sie regulieren den Blutdruck.

• Sie sorgen für gesunde Knochen.

Die Nieren gehören zu den wichtigsten Organen des Menschen.

Es ist für uns überlebensnotwendig, dass sie ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen. Wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten, wirkt sich das negativ auf den gesamten Organismus aus. Die Leber kann sich bei Erkrankungen schnell wieder vollständig erholen. Die Nieren können das so nicht. Wenn die Niere erkrankt, können Schäden in Form einer Nierenschwäche zurückbleiben.

Was sind Nierenleiden?

Die häufigsten Nierenleiden sind Entzündungen der Nieren oder des Nierenbeckens, Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sowie Nierensteine und Nierenkoliken. Erkrankungen der Nieren bleiben meist lange Zeit unbemerkt. Sie machen sich nicht mit deutlichen Beschwerden wie Schmer zen oder Ähnlichem bemerkbar, wenn sie erkrankt sind.

Erst bei einem fortgeschrittenen Krankheitsverlauf treten erste Beschwerden auf. Diese sind dann aber meist so unspezifisch, dass die Nieren bei der ärztlichen Untersuchung oft nicht beachtet werden. Erste Anzeichen bei Nierenleiden sind Kopf-, Rückenoder Bauchschmerzen sowie Müdigkeit. Diese Symptome werden von Betroffenen oft nicht ernst genommen.

Wenn sich dann deutliche Beschwerden zeigen, wie zum Beispiel Blut im Stuhl oder eine Nierenkolik, sind die Nieren oft schon ziemlich in ihrer Funktion eingeschränkt.

Wenn die Niere erkrankt, können Schäden in Form von Nierenschwäche zurückbleiben.

Welche Ursachen stecken hinter Nierenerkrankungen?

Es gibt einige Grunderkrankungen und andere Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Laufe des Lebens an einem Nierenleiden zu erkranken.

• Ungesunde Ernährung

• Übergewicht

• Trinken von zu wenig Wasser

• Chronischer Bluthochdruck

• Diabetes

• Gicht

• Nierensteine

• Häufige Blasenentzündungen

Die wichtigsten homöopathischen Mittel bei Nierenleiden

Lycopodium (Bärlapp) – bei immer wiederkehrenden Nierenbeschwerden

Kommt es gehäuft zu Nierenbeckenentzündungen, Nierensteinen oder Koliken sind Lycopodium Globuli in der Potenz D12 sinnvoll. Lycopodium ist immer dann angezeigt, wenn auffällig oft die rechte Niere betroffen ist und wenn sich die Beschwerden und das Allgemeinbefinden am Spätnachmittag und abends verschlechtern.

Empfohlene Dosierung:

Zweimal täglich drei Globuli unter die Zunge legen, um der Bildung von Nierensteinen vorzubeugen und alle fünf bis zehn Minuten drei Globuli unter die Zunge legen bei einer Nierenkolik. Je akuter und schmerzhafter die Beschwerden sind, desto häufiger können Lycopodium Globuli eingenommen werden.

Hinweis: Bei einer Nierenkolik können homöopathische Mittel die Zeit bis zum Arztbesuch überbrücken.

Solidago (Goldrute) – zur Stärkung der Nieren

Bei akuten und chronischen Nierenentzündungen sowie bei Nierengries und Nierensteinen sind Solidago Globuli in der Potenz D12 hilfreich.

Solidago ist immer dann angezeigt, wenn der Nierenbereich druckempfindlich ist und die Schmerzen von den Nieren in den Rücken ausstrahlen.

Empfohlene Dosierung:

Je stärker die Schmerzen, desto häufiger sollte die Einnahme erfolgen: Alle fünf bis zehn Minuten drei Globuli unter die Zunge legen. Sobald sich die Schmerzen bessern, können die Einnahmeabstände vergrößert werden. Bei chronischen Beschwerden ist eine Einnahme von drei Globuli zweimal täglich empfehlenswert.

Berberis (Berberitze) – das Mittel der Wahl bei Nierensteinen

Wenn Nierensteine brennende Schmerzen in der Harnröhre beim Wasserlassen verursachen, wird die Anwendung des homöopathischen Berberis in der Potenz D12 empfohlen. Berberis ist außerdem hilfreich bei einer Neigung zu Nierenkoliken und ständigen Blasenentzündungen. Das homöopathische Mittel ist immer dann angezeigt, wenn es zusätzlich zu den krampfartigen Schmerzen im Nierenbereich zu einem schmerzhaften Harndrang kommt. Berberis unterstützt die Ausschwemmung von Nieren- gries und zertrümmerten Nierensteinen sowie die Ausscheidung von Schlackenstoffen.

Solidago kann den Abgang von Nierengrieß oder -steinen unterstützen.

WICHTIG!

Homöopathische Mittel können bei schweren Nierenkrankheiten nur begleitend angewendet werden. Wenden Sie sich an einen homöopathischen Arzt und sehen Sie von einer reinen Selbstbehandlung ab.

Empfohlene Dosierung:

Bei leichten Beschwerden ist es meist ausreichend, zweimal täglich drei Globuli unter die Zunge zu legen. Bei starken Schmerzen kann das homöopathische Mittel in Abständen von fünf bis zehn Minuten eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt.

Besonders effektiv ist die Kombination von Solidago und Berberis bei entzündlichen Nierenproblemen. Die beiden homöopathischen Mittel können in der Potenz D12 im Wechsel bis zu zehnmal täglich eingenommen werden.

Dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten) bei Nieren- und Harnbeschwerden durch Verkühlung

Nieren-und Blasenbeschwerden entwickeln sich oft, nachdem man auf einem kalten Boden gesessen hat oder an einem warmen Sommertag, wenn man lange draußen bleibt und es kalt wird. In diesen Fällen ist das homöopathische Mittel Dulcamara hilfreich.

Empfohlene Dosierung:

Nehmen Sie Dulcamara in der Potenz D12 ein, wenn Sie das Gefühl haben, sich verkühlt zu haben. Legen Sie zweimal täglich drei Globuli unter die Zunge und eine Infektion wird direkt im Anfangsstadium bekämpft.

Apis (Honigbiene) bei Nierenentzündungen mit Wassereinlagerungen

Das homöopathische Mittel Apis ist hilfreich bei schweren Nierenerkrankungen, die mit Schwellungen und Wasseransammlungen (Ödemen) einher gehen.

Apis wirkt gegen brennende oder stechende Schmerzen und unterstützt den Rückgang von Wasseransammlungen. Typische Hinweiszeichen für Apis sind eine Verschlimmerung der Beschwerden durch Hitze und Wärme sowie eine Besserung durch kalte Umschläge und An- wendungen.

Empfohlene Dosierung:

Aufgrund des Krankheitsgesche- hens wird Apis in der Potenz C30 empfohlen. Es werden einmalig drei Globuli unter die Zunge gelegt. Eine weitere Einnahme ist abhängig vom Verlauf der Erkrankung.

Schüßler Salze bei Nierenleiden

Die homöopathische Behandlung bei Nierenproblemen kann sehr gut durch die Anwendung von Schüßler Salzen unterstützt werden. Schüßler Salze sind homöopathisch aufbereitete Mineralsalze, die als Funktionsmittel den Körper stärken.

Besonders effektiv ist die Kombination von Solidago und Berberis bei entzündlichen Nierenproblemen.

Schüßler Salz Nr. 3 bei Entzündungen im Anfangsstadium

Das Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum ist ein echtes Erste-Hilfe-Mittel. Es kann bei allen Verletzungen, beginnenden Infektionen und somit auch bei beginnenden Nieren- und Blasenentzündungen hilfreich sein.

Empfohlene Dosierung:

Das Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum wird in der Potenz D12 angewendet. Lutschen Sie alle fünf bis zehn Minuten eine Tablette, bis sich die Beschwerden bessern. Zusätzlich können Sie alle halbe Stunde den Nierenbereich mit der passenden Schüßler Salbe Nr. 3 eincremen.

Heiße Sieben bei Nierenkoliken und krampfartigen Schmerzen

Das Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum lindert Schmerzen und ist in der Zubereitungsform als Heiße Sieben besonders wirkungsvoll.

Zubereitung der Heißen Sieben: Geben Sie zehn Tabletten des Schüßler Salzes Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 in eine Tasse mit heißem Wasser. Die Schüßler Tabletten lösen sich im Wasser schnell auf. Trinken Sie anschließend die Lösung in kleinen Schlucken, solange sie noch heiß ist. Diese Anwendung kann bei Bedarf mehrmals wiederholt werden.

Wann zum Arzt?

Leichte Beschwerden können in der Regel gut selbst mit homöopathischen Mitteln behandelt werden. Bei schwere Erkrankungen der Niere können homöopathische Mittel die ärztliche Behandlung gut unterstützen. Bei einer Kolik, Blut im Urin oder nicht nachlassenden Schmerzen mit Übelkeit und Erbrechen sollten Sie schnell ärztlichen Rat einholen.

So schützen Sie sich vor Nierenleiden

• Trinken Sie viel Wasser oder Kräutertees.

• Ernähren Sie sich ausgewogen.

• Halten Sie Ihre Nieren und die Blase warm.

• Nehmen Sie Schmerzmittel nur kurzfristig ein.

• Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, denn ein erhöhter Blutdruck schadet auch den Nieren.

Ulrike Schlüter ist Heilpraktikerin und betreibt seit mehr als zehn Jahren in der Eifel eine Praxis mit Schwerpunkt klassische Homöopathie. Gesundheitsberatung und Ernährungsberatung bietet sie auch Online an.

Sie ist außerdem als Autorin mit Schwerpunkt Naturheilkunde für verschiedene Internetportale und Magazine tätig und bloggt unter www.natuerlich-einfach.de über die Themen Naturheilkunde, Gesundheit, Entspannung und Ernährung.

In Zusammenarbeit mit dem Portal Hallo-Homöopathie gibt sie ihr Homöopathie- Wissen in Online-Kursen weiter. www.heilpraktikerin-schlueter.de