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SAP API Business Hub: APIs – Turbolader für offene hybride Clouds


S@PPORT - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 08.11.2019

Offene, hybride Cloud-Umgebungen machen Unternehmen mit Application Programming Interfaces deutlich produktiver. Wichtig ist jedoch ein durchgängiges Lifecycle-Management und eine clevere Monetarisierung der eingesetzten Schnittstellen.



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Bildquelle: Denys Nevozhai on Unsplash

Mit APIs öffnen Unternehmen – zumal diejenigen, die SAP einsetzen – die Tür zu ihrer Business-Funktionalität und zu ihren Daten, um zum Beispiel Geschäftspartner, Kunden oder Lieferanten besser und schneller integrieren zu können. APIs sind zunächst einmal eine Hilfe für Softwareentwickler, die damit auf Source Code, Code Snippets ...

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... oder fertig konfektionierte Microservices zugreifen können und nicht mehr alles von Grund auf selbst programmieren müssen. Der SAP API Business Hub bietet für so gut wie alle geschäftlichen Aktivitäten Code Snippets in den Programmiersprachen JavaScript, Java, Swift, Curl, ABAP und SAPUI5 an. Allein für die S/4HANA-Cloud stehen zurzeit 303 APIs zur freien Verfügung. Der Zugriff kann RESTful zum Beispiel über die URL myBusiness/get-user-data erfolgen oder über den Einsatz von HTTP-Methoden wie Get, Post, Put, Patch oder Delete. Die Befehlszeile Put/kunden/Mustermann etwa aktualisiert alle Felder des Kundendatensatzes Mustermann in der Kundendatenbank des Unternehmens. Die Code Snippets integrieren Programmierer schnell und einfach per Copy-and-Paste in ihre eigenen Cloud-Applikationen.

* Wolfgang Bausch ist SAP Business Development Manager für die Region EMEA bei Red Hat.
** Peter Körner ist Business Development Manager Open Hybrid Cloud SAP Solutions bei Red Hat.

API Ecosystem aufbauen
Softwareentwickler kommen mithilfe von APIs und des über sie nutzbaren Codes schneller zu produktiven Ergebnissen für den praktischen Einsatz. Viele Applikationen werden dadurch überhaupt erst ermöglicht. Die Dynamik von APIs und die durch sie ermöglichte Kreativität tragen aber viel weiter. Es wäre zu kurz gegriffen, sie lediglich unter softwaretechnischen Gesichtspunk-ten zu sehen. Denn ein konsequenter und strukturierter Einsatz ermöglicht neue Geschäftschancen, produktivere Kooperationen oder komplett neue Geschäftsmodelle. Für Unternehmen lohnt es sich deshalb auf jeden Fall, ein API Ecosystem zu nutzen oder es sogar selbst aufzubauen. Als Kriterien für eine professionell gemanagte Open-Hybrid-Cloud-Landschaft gelten unter anderem Skalierbarkeit, nahtlose Integration, Einhaltung von Firmen-Policies, Performance, Sicherheit und ein durchgängiges Lifecycle Management der Applikationen. Diese Erfolgskriterien gelten alle auch für APIs.

Margaret Dawson: „Die Killer-App in der digitalen Transformation ist der Mensch“

Margaret Dawson, Vice President of Product Portfolio Marketing bei Red Hat


Bildquelle: RedHat

Die Realität ist, dass 75 Prozent der Führungskräfte immer noch darauf warten, konkrete Vorteile aus disruptiven Technologien zu ziehen. Deshalb investieren Unternehmen riesige Summen in neue Tools und Technologien.

Dennoch scheitert weit über die Hälfte aller IT-Projekte. Einer der Gründe ist, dass sich Unternehmen in der Regel nur auf die Implementierung einer Technologie konzentrieren, wenn sie ein Problem lösen oder voranbringen wollen. Die neue Software, mobile App oder Cloud-Plattform alleine ist aber nicht die Antwort auf all die Herausforderungen, vor denen Unternehmen in Zeiten zunehmender Digitalisierung stehen. Vielmehr liegt der Schlüssel zu einer erfolgreichen digitalen Transformation nicht nur in Technologien und Tools, sondern vor allem in Menschen, Kultur und neuen Denkprozessen.

Die Killer-App in der digitalen Transformation ist der Mensch, der die neuen Technologien entwickeln, nutzen und damit arbeiten muss. Es ist auch der Mensch, der den Zielen eines Unternehmens folgen muss, die ansonsten recht schnell im Sande verlaufen.

Und für alle, die sich regelmäßig mit Projektmanagement beschäftigen, ist es längst eine Binsenweisheit: Projekte scheitern in der Regel an den Menschen und nicht an Methoden oder Instrumenten. Anstatt die Technologie in der IT-Organisation an die erste Stelle zu setzen, sollten Unternehmen lieber mit der Kultur beginnen, und zwar einer offenen Kultur.

Denn Fakt ist, Technologie allein hilft nicht, die digitale Transformation voranzutreiben – es braucht Menschen, die mit Überzeugung dahinterstehen. Um in der IT-Welt erfolgreich zu sein, steht immer noch die Kommunikation zwischen den Menschen im Vordergrund. Das wird leider oft vergessen.

Nur wer alle Stakeholder mit ins Boot holt und APIs geschickt managt und monetarisiert, wird mit ihnen erfolgreich sein. Red Hat 3Scale API Management sieht APIs nicht nur unter technologischem Blickwinkel, sondern als Kernkomponente einer agilen, auf Innovationen ausgerichteten Business-Strategie, die zusammen mit Containern und Integration verteilte Services und Applikationen einbindet. Red Hat OpenShift auf Basis der Container-Orchestrierungsplattform Kubernetes managt SAP-und Non-SAP-Umgebungen, innerhalb des Unternehmens und in der Cloud, von Partnern oder Dritten. Dadurch entsteht ein offenes, kreatives und innovatives Ecosystem, das zusätzliche Einnahmen generieren kann. Der durchdachte, professionell gemanagte Einsatz von APIs zahlt sich für Unternehmen aus.

API Management – fünf Must-haves
Ein modernes API Management, die Grundlage für den Erfolg in der APIÖkonomie, besteht aus fünf Kernkomponenten: Die Management-Plattform sollte leicht skalieren, fehlertolerant sein und einen Load Balancer enthalten, um einen technisch einwandfreien Service zu garantieren. Das Entwickler-Portal muss Programmierern alles bieten, was sie für ihre Arbeit benötigen. Dazu gehören Use Cases, Beispiel-Source-Codes, eine ausführliche Dokumentation und Preisangaben. Außerdem sind Zugangskontrollen und Sicherheit essenziell, denn auf APIs können optional auch Externe zugreifen; erst dann entfaltet das APIKonzept sein volles Potenzial. Ein Analytics-Modul misst die Performance jedes APIs und eine Monetarisierungskomponente übernimmt Rechnungserstellung, Bezahlung und Abrechnung. API-Management-Lösungen, wie sie „Enterprise-fertig“ von Red Hat angeboten werden, bieten bei allen Kernkomponenten entscheidende Vorteile. Sie sind offen, modular, hochskalierbar und kompatibel mit den APIs der SAP Cloud Platform und mit nahezu allen IT-Systemen von Drittanbietern.

Die Innovationstärke und Kreativität von Open Source kommt besonders in hybriden Cloud-Szenarien zum Tragen, denn das Serviceangebot aus der Cloud wächst jeden Tag. Proprietäre, nicht offene Lösungen haben demgegenüber einen schwerwiegenden Nachteil: Sie lassen Kunden nicht die Freiheit der Wahl, diejenigen Cloud-Funktionalitäten und -Services einzubinden, die ihre Anforderungen am besten bedienen. Wahlfreiheit ist aber essenziell für den Markterfolg. APIs unterstützen Softwareentwickler dabei, ein neues Produkt zu bauen und dabei muss alles zusammenpassen. Proprietäre Lösungen dagegen schnüren Innovationen die Luft ab.

API-Lebenszyklen managen
Offene API-Lösungen vermeiden konsequent den Vendor Lock-in. Sie automatisieren Prozesse über Unternehmensund Cloud-Grenzen hinweg. Sie machen den Weg frei für eine flexible Zuteilung von Ressourcen inklusive Rechtevergabe, User-und Policy-Management, Traffic-Kontrolle, Sicherheit und Monetarisierung. Red Hat OpenShift managt den gesamten Lebenszyklus von APIs. Benutzer von Red Hat OpenShift beispielsweise können das 3scale-APIGateway verwenden, um leistungsstarke Anwendungen auf eine kontrollierte Weise zu erstellen und auszuführen. API-Lösungen haben grundsätzlich zwei Seiten: Sie müssen den Lebenszyklus einer einzelnen API von Anfang bis Ende mana-gen, also von der Erstellung – zum Beispiel mit „Red Hat Fuse“ – über Provisioning und Updates bis zum endgültigen Delete. Wächst die API-Landschaft eines Unternehmens auf mehrere hundert, tausend oder sogar zehntausend APIs an – das passiert schneller, als man denkt –, werden Technologie-Guidelines, die Rechtevergabe für Teams, ausreichende Skalierung, Sicherheit, Analytics und Governance immer wichtiger. Ein leistungsstarkes API Management ist in der Lage, zehntausende APIs sicher, effizient, skalierbar und Policy-konform zu verwalten und zu monetarisieren.

Ein API-Analytics-Modul misst den Traffic bis auf API-Method-Level herab. Es misst den Erfolg der APIs und gibt Hinweise für eine bessere Monetarisierung.


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Defizite auf Customer Journey beheben
APIs sind daher keine Sache, die nur Softwareentwickler etwas angeht, auch wenn sie anfangs in der ersten Reihe stehen und den Code schreiben. Auch eine effiziente, umfassende API-Management-Plattform ist kein Garant für den Erfolg, sondern legt lediglich die Grundlage dafür. APIs können riesigen Mehrwert generieren, aber Unternehmen müssen sich zunächst die Frage stellen, wo ihr Einsatz sinnvoll ist, Probleme löst, Prozesse vereinfacht und Kunden besser zufriedenstellt. Zu diesem Zweck ist es hilfreich, die Customer Journey Schritt für Schritt abzugehen und auf Verbesserungspotenziale zu überprüfen.

APIs öffnen die Tür zur Business-Funktionalität eines Unternehmens. Policies und eine sorgfältige Rechtevergabe sind daher besonders wichtig, um Sicherheit zu gewährleisten.


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Drei Kernfragen schaffen Klarheit:
■ Wo und an welcher Stelle im Unternehmen führt der Einsatz von APIs höchstwahrscheinlich zu entscheidenden Verbesserungen im Vergleich mit dem Status quo?
■ Wie stark tragen die geplanten APIs zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele bei?
■ Wie hoch ist der technische Aufwand, APIs zu entwickeln und in die vorhandenen Backend-Systeme zu integrieren?

Es ist empfehlenswert, diejenigen APIs zuerst in Angriff zu nehmen, die den größtmöglichen Mehrwert mit eher geringem Zeit-, Personal-und Kosteneinsatz versprechen. SAP-Kunden könnten zum Beispiel die über ein Red Hat Intelligent Gateway erfassten IoT-Daten über eine API anbieten und damit neue Einnahmequellen erschließen. In der Autoindustrie wären zum Beispiel die Petabytes an Daten, die ein Hersteller durch Testfahrten generiert, für Partner und Zulieferer eine wertvolle Information. Einige Unternehmen generieren branchenübergreifend mittlerweile einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes durch APIs. Es gibt also gute Gründe und überzeugende Beispiele, jetzt in die Entwicklung neuer Application Programming Interfaces zu investieren.(cr)