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SARAH CONNOR: Privat bin ich möglichst unberühmt


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 31.05.2019

Es geht um Liebe, Leidenschaft, Ehrlichkeit – ihr neues Album „Herz Kraft Werke“ ist sehr persönlich. Voller Musik, die berührt


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 23/2019

Vierfache Mama, seit zehn Jahren verliebt, gefeierter Popstar – Sarah Connor (38) hat allen Grund zum Strahlen


BILD der FRAU:Sarah, beim Song „Vincent“ geht es um einen Teenager, der sich als schwul outet. Immer noch ein mutiges Thema?
Sarah Connor: Oh, Sie glauben gar nicht, wie viele empörte Facebook-Kommentare ich für die erste Zeile bekommen habe. Damit habe ich natürlich gerechnet. Dabei steckt in den ersten Zeilen „Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt, er hat es oft ...

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BILD der FRAU:Sarah, beim Song „Vincent“ geht es um einen Teenager, der sich als schwul outet. Immer noch ein mutiges Thema?
Sarah Connor: Oh, Sie glauben gar nicht, wie viele empörte Facebook-Kommentare ich für die erste Zeile bekommen habe. Damit habe ich natürlich gerechnet. Dabei steckt in den ersten Zeilen „Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt, er hat es oft versucht und sich echt angestrengt“ vor allem ganz viel Schmerz und Tragik. Vincent merkt, er fühlt sich zu anderen Jungs hingezogen, und versucht sich dennoch erst mal vom Gegenteil zu überzeugen, um nicht „anders“ zu sein. Das ist doch traurig.
Absolut. Ist unsere Gesellschaft wirklich noch so konservativ?
Natürlich hat sich die Situation gebessert, in Berlin kann man sein, wer man will, und niemanden stört es. Aber ich komme vom Land, ich weiß, wie dort viele Menschen denken. „Vincent“ sagt einfach sehr direkt, dass es auch ihr Sohn sein könnte. Oder meiner. Aber noch wichtiger: dass Vincent geliebt wird, egal wie, was oder wer er ist.
Und an wen richtet sich Ihr Lied „Unendlich“? Da singen Sie die Zeile: „Du bist mein Fels, mein Licht und mein Frieden“.
Ich saß in meinem Studio vor dem Laptop, als meine siebenjährige Tochter hereinkam und sagte: „Heute schreibst du einen deutschen Song für mich.“ Alle anderen in der Familie hätten schließlich schon einen. Also habe ich geschrieben, wie sie auf mich wirkt. Nämlich so, als wenn die Sonne aufgeht, sobald sie ins Zimmer kommt.
Sie singen gerne von Ihrer Familie, oder?
Natürlich. Sie sind meine größte Inspiration. Bei vier Kindern passiert halt auch so viel. Ich sehe meinen Teenagersohn an und denke: Der war doch gerade noch mein kleiner Junge. Manchmal würde ich am liebsten die Zeit anhalten.
Sie sind die Älteste von acht Geschwistern. Haben Sie sich selbst auch immer eine Großfamilie gewünscht?
Das hat sich so ergeben. Nach meiner Tochter Summer, die mit einem Herzfehler geboren wurde, habe ich nicht gedacht: Jetzt unbedingt noch mal. Aber mein Partner wollte unbedingt ein weiteres Kind, und so ist dann Phini zu uns gekommen. Und auch Jax, der jetzt zweieinhalb ist, ist ein echter Sonnenschein. Doch jetzt ist es genug. Andererseits: Bei uns weiß man nie.
Ihr Album „Muttersprache“ war 2015 ein riesiger Erfolg. Wie haben Sie das damals erlebt?
Irgendwie abgespalten von mir selbst. Ich sitze hier in meinem „Dörfchen“ etwas außerhalb von Berlin, habe kein Spotify und versuche zwischen zwei Alben so unberühmt wie möglich zu sein. Aber wenn ich auf die Bühne gehe und da unten stehen fünfzehntausend Leute und singen meine Lieder mit, merke ich: Wow, krass, diese Platte hat echt viele Leute berührt.
Auch damals haben Sie in Ihren Songs schon aktuelle Sorgen und Probleme thematisiert, genau wie jetzt auf „Herz Kraft Werke“. In „Ruiniert“ fragen Sie: „Was hat uns so ruiniert?“ und fordern als Ant-wort „mehr Liebe“. Reicht das?
Es mag kindlich-naiv klingen, ist aber nicht weniger richtig. Durch die Flut an Informationen hinterfragen wir vieles nicht mehr und tolerieren somit Dinge, die uns dann irgendwann um die Ohren fliegen. „Ruiniert“ ist ein Appell, uns wieder anzuschauen, uns aufeinander einzulassen und unserer Empörung über die Dinge, die schieflaufen, Taten folgen zu lassen und Leute wie Donald Trump oder Parteien wie die AfD nicht einfach so hinzunehmen.

CD-TIPP

Album „Herz Kraft Werke“ (17,99 Euro, Universal Music)

ZUR PERSON

GEBURTSTAG : 13. Juni 1980 (Zwillinge) in Hamburg.
KARRIERE: 2001 Durchbruch mit „Let’s Get Back To Bed, Boy“. 1. Album „Green Eyed Soul“(2001). 2015 Mega-Erfolg mit ihrem 1. deutschen Album „Muttersprache“.
PRIVAT: 2004 bis 2010 (getrennt 2008) Ehe mit Sänger Marc Terenzi (40). Seit 2009 liebt sie Manager Florian Fischer (44, Foto).
KINDER: Tyler (15) und Summer (12) mit Terenzi, Delphine Malou (7) und Jax (2) mit Fischer.