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SCANNER TO GO


connect - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Belege, Zeitungsartikel, Reisedokumente – Gründe für eine Scanner-App gibt es ebenso viele wie Scanner-Apps im Store. Einige von ihnen sparen mit wertvollen Zusatzfunktionen Zeit.


Dropbox und Onenote gehören zu den Apps, bei denen bereits ein Scanner integriert ist, intelligente Kantenerkennung inbegriffen. Brauche ich da überhaupt noch eine spezielle App zum Digitalisieren von Texten? Das kommt wie immer darauf an, was Sie vorhaben …

Komfort wird großgeschrieben
Wenn Sie häufig dieselbe Art von Belegen scannen, könnten für Sie die Dateinamen-Vorlagen von Genius Scan interessant sein. Schicken Sie öfter ...

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Bildquelle: connect, Ausgabe 6/2018

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Komfort wird großgeschrieben
Wenn Sie häufig dieselbe Art von Belegen scannen, könnten für Sie die Dateinamen-Vorlagen von Genius Scan interessant sein. Schicken Sie öfter interessante Artikel an Freunde und Kollegen, sparen Sie mit den Workflows der Scanner-App von Readdle Zeit. Alle Belege auf einem Blatt sammelt Camscanner, Scanbot liefert sie im Business-Account direkt bei Datev ein. Und sind Sie Lehrer oder Dozent und wollen ganze Buchkapitel in Ihre Unterlagen integrieren, dann werfen Sie unbedingt einen Blick auf den Finescanner.

Genius Scan+

Wer viel scannt und beim Speichern der Dateien in Kategorien denkt, spart mit den Vorlagen für individuelle Dateinamen viel Zeit.

In Genius Scan kann man mehrere Namensvorlagen hinterlegen und vor dem Scan jeweils um Detailangaben ergänzen.


Auf dem iPhone zeichnet sich die App durch eine übersichtliche Darstellung von Dokumenten sowie Funktionen und durch eine intuitive Handhabung aus. In der Dokumentenübersicht kann man alternativ zum Scan neuer Dokumente ein bereits vorhandenes einlesen. Das funktioniert bei Android über den systemeigenen Dateimanager, auf dem iPhone über die neue Dateien-App, die auch Zugriff auf die eigenen Cloud-Konten hat. Die Android-Version ist aber um einiges schwächer, es fehlen etwa der App-Schutz per Fingerabdruck und mehrere Exportformate. Auf beiden Plattformen lässt sich mit einer umfassenden Vorlagenverwaltung für Dateinamen Zeit sparen. Für individuelle Namenskonventionen stehen alle gängigen Datumsformate und verschiedene Trennzeichen zur Wahl. Perfektioniert wird die Vorlage durch Platzhalter für jeweils individuelle Zusatzangaben, die an beliebiger Position eingesetzt werden können und direkt vor dem Scan erfragt werden. Das ist praktisch, wenn man regelmäßig Dokumente oder Belege zu einem bestimmten Vorgang scannt.

Mehrwertdienste wie Fax oder Signatur führen bei der Anwahl zu kostenpflichtigen Zusatz-Apps und -Diensten. Was beiden Versionen fehlt, sind Editierfunktionen und OCR (die optische Zeichenerkennung). Genius Scan ist auch für Amazon Tablets zu haben.

+ Vorlagen für Dateinamen
+ viele Exportziele (iOS)
+ gute Handhabung
- keine Editierfunktionen
- kein OCR

Camscanner Premium

Eine Collage-Funktion zieht mehrere Belege und zweiseitige Ausweisdokumente auf das gleiche virtuelle Blatt Papier.

Dass ein Beleg bereits im Papierkorb lag, kann die Bereinigungsfunktion des Camsanners kaschieren.


Die vielen Funktionen des Camscanners lösen vielleicht genau die Probleme, bei denen man mit allen anderen Apps nicht weiterkommt. So kann man nicht nur die App an sich sperren, sondern auch einzelne Dokumente innerhalb der App gegen unbefugtes Öffnen schützen und das Dokument zusätzlich verschlüsseln. Mit den Editierwerkzeugen von Camscanner kann man einen Text- oder Bildausschnitt unkenntlich machen und einen Text als Wasserzeichen hinzufügen. Für die Entfernung von Eselsohren und Knitterfalten findet ein stufenloser Regler den rich tigen Kompromiss zwischen Glättung und Detailverlust. Alternativ zu mehrseitigen Dokumenten können zweiseitige Ausweisdokumente oder Quittungen und Kassenbelege in einer Art Collage auf eine Seite zusammengezogen werden. Was dem Scanner fehlt, ist eine Aufnahmeautomatik.

Die Basis-App ist für Android und iOS kostenlos. Sie enthält bereits eine OCR-Funktion, übernehmen kann man das Er gebnis der Erkennung aber erst im Premium-Account. Dessen Preis wurde Ende April auf 3,99 Euro im Monat respektive jährlich 36,99 Euro gesenkt. Das Abo beinhaltet außerdem 10 GB Cloud-Speicher beim Anbieter für die geräteübergreifende Synchronisation. Eine Business-Version (Preise auf Anfrage) ergänzt hierzu noch Team-Funktionen.

+ viele Funktionen
+ entfernt Mängel
+ geräteübergreifende Synchronisation
- keine automatischen Scans
- Abo-Modell

Finescanner Pro

Das Highlight ist ein Buchscanner mit starker Texterkennung und vielen Exportformaten. Den gibt es allerdings nur für das iPhone.

Die Entwickler von ABBYY sind Spezialisten für die Text- und Spracherkennung und mobil wie auf dem Desktop mit zum Teil mehrfach ausgezeichneten Lösungen vertreten. Davon profitiert auch die App, die das Scannen ganzer Bücher über den starken Bookscan-Server im Hintergrund meistert. Bereits die Trennung der Doppelseite läuft über ihn, wobei Ränder öfter nachjustiert werden müssen. Die Erkennung passiert separat und kann daher auch später noch erfolgen. Der Härtetest mit 100 Seiten endete mit einem Server-Timeout; nach Teilung in „haushaltsübliche Mengen“ (im Test je 15 Seiten über ein öffentliches WLAN) gelingt der Export zu Microsoft Word dann aber erfolgreich. Auch Formatierungen werden übernommen, Nachbesserungen sind naürlich nicht ausgeschlossen. Die wenigen Fehler sind im Bild rechts unten markiert. Die Software erkennt 193 Sprachen, auch Esperanto und formale Sprachen (Programmiersprachen).

Darüber hinaus gibt es allerdings Mängel. Für Android fehlt nicht nur der Buchscanner, sondern nahezu alle Funktionen für Nachbearbeitung, App- und Dokumentenschutz, Upload und Weiterleitung. Unter iOS sieht es besser aus. Gängige Cloud-Verbindungen sind vorhanden und die Editierwerkzeuge umfangreich, u.a. mit einem Patchfeld, um Vertrauliches unkenntlich zu machen. Während die Android-App immerhin flexible Formate erkennt, ist die iOS-App auf vier Formate fixiert und bannt längliche Flyer oder Quittungen auch nach manuellem Zuschnitt immer auf eine Seite in DIN A4, A5, US Letter oder US Legal.

Was OCR und den Export in andere Formate betrifft, ist der Finescanner ungeschlagen. Eine Nachbearbeitung bietet nur die iOS-App.


+ Scannen gegenüberliegender Seiten
+ starke Texterkennung
+ viele Exportformate
- unflexible Formatwahl beim einseitigen Scan
- Bearbeitung ohne Widerrufen

1 Beide Buchseiten werden in einer Aufnahme gescannt. Eine gestrichelte Linie im App-Fenster hilft bei der Orientierung.


2 Die Software erkennt die beiden Seiten und separiert sie. Die Seitenränder mussten wir im Test aber jeweils nachjustieren.


3 Die getrennten Seiten werden als Farb-, Graustufen- oder Schwarz-Weiß-Dokument gespeichert und per „Erkennen“-Befehl an den OCR-Server gesendet.


4 Das konvertierte Dokument in Word, auch die Formatierung wird grob übernommen. Die wenigen Stellen, die nachgearbeitet werden müssen, sind gelb markiert. Auffällig ist lediglich ein fehlender Absatzumbruch (oben links).


Scanner Pro

Readdle ist auf dem iPhone sehr versiert und mit vielen funktionalen Apps im Store. Scanner Pro verwendet optional die Telelinse des iPhone Plus.

Kein Menüwechsel nötig: Scanner Pro zeigt Kontrastund Helligkeitsregulierung parallel zu den Filtern an.


Scanner Pro ist nur eine von mehreren Produktivitäts-Apps des Entwicklerstudios Readdle, und leider nicht im Google Play Store zu finden. Die iOS-Spezialisten sind die einzigen, die beim iPhone Plus optional die Verwendung der Telelinse anbieten; so lässt sich ein Whiteboard beispielsweise auch von einem hinteren Platz aus erfassen. Zusätzlich hilft hier eine optional zuschaltbare Stabilisierung. Im App Store werden einige der Apps auch im Bundle zum günstigen Paketpreis angeboten; aus diesem Grund gibt es in der Scanner-App keine Editierfunktionen – die finden sich in der App PDF-Expert.

Für den Upload oder die Weiterleitung an einen festen Personenkreis kann man in Scanner Pro Abläufe definieren, aus denen man nach dem Scan nur noch den jeweils gewünschten auswählen muss. Die mühselige Anwahl eines Cloud-Ordners oder die Eingabe einer Verteilerliste entfällt somit. Auch Namensvorlagen sind möglich, aber weniger flexibel als bei Genius Scan. Mängel können in Scanner Pro über die Helligkeits- und Kontrasteinstellungen gemildert werden. Den Falten entsorgter Belege rückt ein Entzerrungsfilter zu Leibe.

Eine Freeversion von Scanner Pro gibt es nicht. Stattdessen bietet Readdle zum Ausprobieren oder für gelegentliche Scans die kostenlose App Scanner Mini an.

+ Abläufe für wiederkehrende Uploads und Weiterleitungen
+ Unterstützung vieler Cloud-Server
+ Faxmöglichkeit
- keine Editierfunktionen

Scanbot Pro

Auf Basis des Inhalts bietet die clevere App größtmögliche Hilfe bei der Wahl von Dateinamen und für die Verwendung der gescannten Daten.

Aktionsvorschläge auf Basis der gescannten Daten. Links: nach dem Upload löschen – das hält den Smartphone-Speicher clean.


Scanbot bietet in diesem Vergleich die meisten Cloud-Verbindungen, darunter auch die Magenta Cloud, das Amazon Cloud Drive und in der Business-Version sogar DATEV-connect online. Zu den umfangreichen Editierfunktionen zählen Markierungen, Anmerkungen per virtueller Tastatur oder Handschrift sowie das Signieren in einem extra großen Unterschriftsfeld. Für den Dateinamen sucht die App, sofern ihr die entsprechenden Berechtigungen erteilt werden, aktuelle Ereignisse aus dem Kalender – bei Google obendrein Einrichtungen in der Nähe auf Basis der GPS-Koordinaten. Auch die Modellbezeichnung des Smartphones kann in die Namensvorlage einfließen. Damit nicht genug an klugen Einfällen: Ein Aktionsassistent durchsucht das Dokument nach brauchbaren Infos wie Rufnummern und Adressen und initiiert auf Wunsch einen Anruf oder startet den Routenplaner.

Dank fester Abläufe für wiederkehrende Uploads oder Weiterleitungen und der Option, die Dokumente nach dem Upload automatisch zu löschen, ist im Smartphone-Speicher wieder klar Schiff.

Die Deaktivierung der QR- und Barcode-Erkennung hätten die Android-Entwickler allerdings nicht ganz so tief in den erweiterten Einstellungen des Menüs verstecken müssen: Entdeckt man sie nicht, behindert die Erkennung konsequent den Beleg-Scan.

+ intelligente Dateinamen und Aktionsvorschläge
+ wiederkehrende Abläufe
+ sehr viele Cloud-Zugänge
- keine Festformate
- keine Synchronisation

Scanner-Apps bieten mehr: Man kann kommentieren, unterschreiben, Dokumente trennen und zusammenfügen, Workflows für die Weitergabe definieren und ganze Bücher scannen