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Schaltzentrale mit 6 Kanälen


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Car & Hifi - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 29.04.2022

Einzeltest

Helix M SIX DSP

Artikelbild für den Artikel "Schaltzentrale mit 6 Kanälen" aus der Ausgabe 3/2022 von Car & Hifi. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Car & Hifi, Ausgabe 3/2022

Als günstige Alternative zu den highendigen P-Verstärkern und den Multikanalspezialisten V EIGHT DSP und V TWELVE DSP hat Helix mit der M-Serie eine Verstärkerlinie im Programm, die wirklich erschwinglich ist. Neben zwei Monoblocks gibt es die vierkanalige M FOUR und die sechskanalige M SIX, wobei die M FOUR bereits seit 2020 als DSP-Variante erhältlich ist. Das bot sich natürlich auch für die M SIX an, die wir jetzt als M SIX DSP vorliegen haben. Das Konzept ist das gleiche wie bei der M FOUR DSP: Die Verstärkerschaltung wird beibehalten und die analoge Eingangsplatine wird durch ein Exemplar mit Signalprozessor ersetzt. Das Schöne dabei ist, dass die M SIX DSP die gleiche DSP-Technologie mit auf den Weg bekommt, wie wir sie in allen Produkten der Audiotec Fischer Marken Brax, Match und Helix finden. Das heißt, auch in der günstigen Helix M steckt das volle Programm an ...

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... Features genau wie bei den größeren Serien. Messfunktionen, Fahrzeugintegration, virtuelle Kanäle und das hervorragende Audioprogramm der Software DSP PC-Tool – alles da! Nur auf ganz wenige Features muss die M SIX DSP hardwarebedingt verzichten, z.B. auf den Erweiterungsport für HEC-Module. Damit fällt auch drahtloses Musikstreaming aus, dafür hat Helix an die Freunde höchster Klangqualität gedacht und einen optischen Digitaleingang spendiert. Insgesamt ist die M SIX DSP eine runde Sache, die sich mit einer hervorragenden Ausstattung als Steuerzentrale für HiFi-Systeme jeder Couleur anbietet. Mit ihren 6 Verstärkerkanälen empfiehlt sie sich perfekt für die Aufrüstung von BMW und Mercedes. Türen vorne, Türen hinten und die Frontwoofer lassen sich nur mit einer M SIX DSP perfekt versorgen – und für etwaige Erweiterungen stehen noch 4 prozessierte Cinchausgänge bereit. Das macht die M SIX DSP universell einsetzbar für jedes Anlagenkonzept bis 10 Kanäle, und das ist eine ganze Menge. Hardwareseitig verfügt die M SIX DSP über 6 Eingänge, die auch als Hochpegel bis 20 Volt zur Verfügung stehen, für vorhandene Werksverstärker ist also ebenso gesorgt wie dank der hauseigenen ADEP.3 Schaltung für eventuell vorhandene Diagnoseschaltungen.

Die Platine der M SIX DSP ist sauber aufgebaut mit einer recht kompakten Spannungsversorgung und einer absolut zeitgemäßen Verstärkung. Gerade bei Helix wundert es uns keinesfalls, dass statt regulärer Transistoren Verstärker-ICs in der Endverstärkung zum Einsatz kommen. Unter der Platine befinden sich drei zweikanalige Exemplare, die sogar brückbar sind. Auch hat die Endstufe einiges an Elektronik mit auf den Weg bekommen, denn sie leistet an 4 und an 2 Ohm gleich viel. So wurde praxisgerecht bereits an 4 Ohm die Leistung ausgereizt und zu Gunsten eines kompakten Gehäuses an 2 Ohm nicht mehr gesteigert. Das Neue an der M SIX DSP ist natürlich die Digitalplatine, auf ihr finden wir alle Zutaten, die wir von Helix gewohnt sind. Der leistungsstarke 32-Bit-Controller sorgt dafür, dass die hauseigene ACO-Plattform auch in der M SIX DSP steckt. Als Herzstück kommt der DSP-Chip ADAU1452 von Analog Devices zum Einsatz, der auch die meisten anderen DSP-Produkte des Hauses treibt. Und auch bei den Wandlern ist alles auf sehr hohem Niveau. Gleich zwei vierkanalige ADCs aus dem Hause Burr Brown kümmern sich um die Eingänge, hinten raus teilen sich zwei DACs die Digital-Analog-Wandlung in Form eines achtkanaligen Burr Brown Chips und eines zweikanaligen DACs von AKM, so dass die M SIX DSP auf 10 prozessierte Ausgangskanäle kommt.

Software

Die DSP-Funktionen werden selbstverständlich über das hauseigene DSP PC-Tool gesteuert, welches das umfangreichste und mächtigste Werkzeug am Markt darstellt.

Neben 30 EQs pro Kanal, Laufzeitkorrektur sowohl der Eingänge als auch der Ausgänge und natürlich frei programmierbaren Weichen gibt es das VCP (Virtual Channel Processing) mit der Möglichkeit, Kanalgruppen als virtuelle Kanäle zwischen Eingängen und Ausgangskanälen zu prozessieren. So kann etwa ein Dreiwege-Frontsystem mit sechs Ausgangskanälen für rechte und linke Seite von den virtuellen Kanälen Front links und rechts gemanagt werden. Die Laufzeiten der Einzellautsprecher, die Trennungen von Hoch-, Mittel-und Tieftöner werden bei den Ausgangskanälen vorgenommen, hier werden auch Eigenheiten der Einbausituationen korrigiert. Das klangentscheidende Equalizing lässt sich jedoch bequem bei den virtuellen Frontkanälen vornehmen, und zwar fürs ganze Frontsystem und über alle Trennfrequenzen hinweg. Auch lässt sich mit dem virtuellen Kanal die gesamte Dreiwege-Seite per Laufzeitkorrektur „verschieben“ oder per Gain-Regler einpegeln. Auch die FX-Klangeffekte wirken jetzt auf die virtuellen Front-, Center-und Rearkanäle, womit auch Zweiwege-Center perfekt angesteuert werden können.

Unter der Rubrik FX (Effects) lassen sich Algorithmen zur Optimierung von Center, Front und Bass aktivieren. Der Real Center ist erst einmal durch seine Existenz ein Segen, hier wird ein Centerkanalsignal durch echtes Audioprocessing errechnet. Damit ist der Real Center keine Notlösung wie eine Monosumme oder eine verpolte Summe aus Links und Rechts. Für Center und Front gibt es den Clarity-Expander, der sich auf die Mittenwiedergabe z.B. bei Stimmen auswirkt. Die Front kann darüber hinaus zur Verbreiterung der Bühnenabbildung „auseinandergezogen“ werden. Das Bassprocessing umfasst den SubXpander, der der Musik tiefe Töne hinzurechnet, indem er Subharmonische zu vorhandenen Frequenzen erzeugt. Dazu gibt es einen dynamischen Bassboost, der in Abhängigkeit von der Wiedergabelautstärke die Bässe anhebt. Das hilft z.B. sehr schön bei Werksanlagen mit begrenzt belastbaren Tieftönern und Subwoofern. Für alle FX-Funktionen gibt es Einstellregler, mit denen man Ausmaß und Funktion gezielt beeinflussen kann.

Weiterhin werden die neuesten Messfunktionen des PC-Tools unterstützt. Die bekannte RTA (Echtzeit-Frequenzgangmessung mit optionalem Mikrofon) wurde mit einigen neuen Features verbessert, jetzt gibt es noch mehr Einstellmöglichkeiten, was die Messung angeht, z.B. eine Mikrofonkalibrierung. Die RTA kann auf Wunsch automatisch die EQs einstellen, hierbei lassen sich Toleranzschwellen und die Anzahl der Einstellversuche einstellen. So wird sichergestellt, dass auch bei der Verwendung von relativ ungenauen Mikrofonen stets ein brauchbares Ergebnis erzielt wird. Zusätzlich zur akustischen Messung tritt der ISA (Input Signal Analyzer) hinzu, eine elektrische Messfunktion für die analogen Eingänge. Hat man z.B. die Lautsprecherleitungen des Fahrzeugs mit den Eingängen des DSP verbunden, lässt sich feststellen, was an Signal reinkommt. Das PC Tool bietet eine Frequenzgangmessung aller Eingangskanäle, so dass man sofort sieht, ob ein funktionierendes Fullrange-Signal anliegt. Darüber hinaus können auch Summen mehrerer Eingänge gemessen werden, so kommt man versteckten Allpassfiltern auf die Spur, die in der Einzelmessung unauffällig bleiben. Durch diese elektrische Messung der Eingänge spart der Einbauer viel Zeit bei der Fehlersuche und bei der Abstimmung des DSPs, denn gleichzeitig mit der Messung können die Eingangs-EQs (und die Eingangs-Laufzeit) gesetzt werden, mit sofortiger Erfolgskontrolle. Weiter gibt es das ATM (Automatic Time Measurment), das eine vollautomatische Laufzeitmessung und Einstellung des gesamten Systems ermöglicht. Vorteilhaft ist hier, dass das Messsignal als Soundfile wie ein Musikstück über die Headunit abgespielt wird, dies ist in allen Fahrzeugen möglich. Die Messung erfolgt dann mit eigenen, im Haus programmierten Messsignalen und jeder Menge Audioprocessing, wobei die Laufzeit aller in der Anlage befindlichen Lautsprecher mit einem Referenzlautsprecher verglichen und dann ausgerechnet wird. Ebenfalls enthalten ist die erweiterte Importfunktion von Setups, die jetzt auch für die Eingänge verfügbar ist. Das macht das Leben besonders von Profis einfacher, weil sich so bereits erstellte Setups ganz oder teilweise auf das frische Gerät übertragen lassen. Die vorhandenen Subwoofereinstellungen eines bestehenden Setups lassen sich beispielsweise per Klick auf zwei beliebige Kanäle legen. Die Übertragung von Hochpass, Tiefpass, EQ, Gain und Name von beliebigen Kanälen auf beliebige sind möglich bei Ein-wie Ausgängen – praktisch für Poweruser.

Sehr lobenswert sind die zahlreichen Integrationsfeatures wie Power-Save-Mode für CAN-Fahrzeuge oder Umgehungsschaltungen für Diagnoseprogramme mancher Werksradios und eine frei konfigurierbare Quellenverwaltung mit automatischer Umschaltung von Quellen und Fahrzeugtönen. Das hauseigene ADEP.3-System ist in der Lage, die Lautsprecherdiagnose mancher Fahrzeuge zu umgehen, so werden Fehlercodes oder gar die Abschaltung von Kanälen umgangen.

Messungen und Sound

Bei der Frequenzgangmessung zeigt die M SIX DSP einen Audiobereich bis 22 kHz was auf die Samplingrate des DSPs von 48 kHz hinweist. Dem entsprechend betragen die Einstellschritte der Laufzeitkorrektur 7 mm bzw. 0,02 ms. Wie bereits erwähnt ist die M SIX DSP auf volle Leistung bereits an 4 Ohm ausgelegt. Hier messen wir satte 110 Watt pro Kanal bei sehr wenig Verzerrungen – die Verstärker ICs machen ihren Job wohl ganz hervorragend und immer auf der sicheren Seite. Die 2-Ohm-Leistung liegt auf gleichem Niveau ebenso wie die Verzerrungen, die zu hohen Leistungen sogar besser sind als an 4 Ohm.

Sehr gut schlägt sich die M SIX DSP auch im Soundcheck, wo sie selbstbewusst auftritt und vom Fleck weg ein offenes, groß angelegtes Klangbild präsentiert. Sie zeichnet sich durch besondere Spielfreude aus und lässt auch bei dynamischen Passagen nichts anbrennen. Dank reichlich Leistung strotzt der Sound nur so vor Kraft und es setzt bei Bedarf fetzige Bässe in enormer Lautstärke. Dabei spart die M SIX DSP nicht mit Auflösung und Details, so dass es wirklich großen Spaß macht, mit ihr Musik zu hören.

Fazit

Nach dem Test sind wir begeistert von der Performance der M SIX DSP. Mit ihren 6 Verstärkerkanälen macht sie einen prima Sound bereits für eine vollständige Anlage. Dank des 10-Kanal-DSPs mit allen mächtigen Einstellfunktionen ist sie darüber hinaus für alles gerüstet, was noch kommen mag. Und betrachtet man die Einzelpreise für eine 6-Kanal-Endstufe und einen Soundprozessor, steht die M SIX DSP auch noch sehr günstig da.

Elmar Michels