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Schauspielerin Julia Dietze (38) über ihre Rolle als schwedische Glasbläserin: Ich brauche Sonnenlicht!


Welt der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 03.01.2020

Gerade hat die Halbfranzösin einen Inga-Lindström-Film in Schweden gedreht, doch ihre wahre Liebe gehört dem sonnigen Süden mit seiner Lebenslust


Von der eisenharten Nazi-Offizierin in der schrägen Komödie Iron Sky bis zum Romantik-Drama: Julia Dietze gehört zu den wandelbarsten deutschen Schauspielerinnen. Endgültig in die Herzen der Zuschauer getanzt hat sie sich mit ihrer Teilnahme bei Let’s Dance. Uns verriet sie ihre neuesten Pläne.

Liebe Julia Dietze, wir haben uns ja bei Let’s Dance 2018 schon mal unterhalten – was macht das Tanzen?
Julia Dietze: Tanzen ist nach wie vor meine ...

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Bildquelle: Welt der Frau, Ausgabe 2/2020

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Liebe Julia Dietze, wir haben uns ja bei Let’s Dance 2018 schon mal unterhalten – was macht das Tanzen?
Julia Dietze: Tanzen ist nach wie vor meine Leidenschaft. Wo auch immer ich mich auf der Welt aufhalte, suche ich mir eine Tanzschule raus. Bald fliege ich nach Kuba und freue mich jetzt schon darauf, dort Salsa zu tanzen. Kubanischer Salsa ist Lebenslust pur. Ich bin ja mit afrikanischem Tanz aufgewachsen und liebe die Mischung erdiger mit kreolisch-koketten Elementen. Außerdem liebe ich die Atmosphäre, die Livemusik, das Temperament. Da geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um Lebensfreude, und die hab ich ohne Ende!

Wäre Dancing on Ice vielleicht mal was für dich?
Julia Dietze: Ehrlich gesagt, hätte ich großen Respekt davor, denn ich kann mir vorstellen, dass man sich auf dem harten Eis schnell verletzen kann. Als Kind hab ich immer Eishockey mit meinen Freunden auf dem zugefrorenen Kleinhesseloher See in München gespielt, damals ist man aber auch noch viel unbefangener mit Risiken umgegangen. Über die Jahre baut man als Erwachsener viel mehr Hemmungen auf, eigentlich schade.

Du spielst jetzt die Hauptrolle in dem Inga-Lindström-Film Feuer und Glas, da geht es auch um zerbrechliches Gut …
Julia Dietze: Ja, das stimmt. Ich spiele eine Glasbläserin, und als Vorbereitung für die Dreharbeiten wurde ich in dieser wunderschönen Kunst unterrichtet, sodass ich die Handgriffe vor der Kamera authentisch und intuitiv darstellen konnte. Dieser Einblick war unglaublich spannend, und genau das liebe ich an meinem Beruf. Durch das Schauspiel und die Charakterstudie meiner Figuren bekomme ich Einblicke in Welten, mit denen ich sonst womöglich keine Berührungspunkte hätte. Als Schauspieler sind wir aufgefordert, uns ständig zu transformieren, zu wachsen und wie das Glas mit der Materie mit der Figur zu verschmelzen. Das Glas ist nur dann formbar, wenn es frisch erhitzt aus dem Ofen kommt, man muss es sehr schnell drehen und wenden, um ihm Form zu verleihen. Wenn man es für einen kurzen Moment loslässt, entstehen magische Formen. Wenn man es jedoch zu lange loslässt, verliert man die Kontrolle. Dies ist eine sehr gute Metapher dafür, wie unsere Persönlichkeit entsteht, ähnlich wie das Glas … Frisch erhitzt, in diesem Fall emotional aufgeladen wie in der Jugend, sind wir formbar, wenn der Charakter sich gefestigt hat, verlieren wir die Biegsamkeit.

Die in Marseille geborene Tochter eines deutschen Künstlers und einer Französin liebt das Leben und das Tanzen


FOTOS: PICTURE ALLIANCE

Wie war der Dreh in Schweden?
Julia Dietze: Unglaublich schön! Mich hat vor allem die Natur in ihren Bann gezogen. Weite Felder, Seen, märchenhafte Wälder und Landschaften, die kaum besiedelt sind. Der Regisseur Oliver Dieckmann und der Kameramann Sebastian Wiegärtner waren ein eingespieltes Team, mit dem es unglaublich Spaß gemacht hat zu arbeiten. Nach Drehschluss haben wir alle zusammengesessen und sind die Szenen für den nächsten Tag durchgegangen, so ist auch im Ensemble eine schöne Gemeinschaft entstanden. Als Schauspieler sind Dreharbeiten mit so einem tollen Team und dann auch noch an so einem magischen Ort ein Geschenk.

Könntest du dir vorstellen, im hohen Norden zu leben?
Julia Dietze: Ich finde die Landschaft im Norden wirklich atemberaubend, aber die langen Winter ohne Tageslicht wären für mich eine absolute Herausforderung. Ich brauche Sonnenlicht, sonst geh ich ein wie eine Blume. Deshalb fühle ich mich dann doch eher zu den warmen Regionen hingezogen.

Du bist enorm wandelbar und in deiner Rollenauswahl sehr vielseitig. Was würdest du dir mal noch wünschen?
Julia Dietze: Oh, danke schön für dieses tolle Kompliment. Ja, mein Ziel ist es, wie ein Chamäleon in die unterschiedlichsten Rollen und Genre zu schlüpfen. Ich würde mich freuen, noch mehr starke Frauenrollen spielen zu dürfen.

Welches Genre ist dir selbst am liebsten?
Julia Dietze: Mein Lieblingsgenre ist das Drama, da es dem echten Leben am nächsten ist. Wir kennen alle auch die Schattenseiten des Lebens, aber am wichtigsten ist doch, wie wir mit Rückschlägen umgehen. Wie wir immer wieder aufstehen und immer wieder die Kraft in uns erwecken, weiterzumachen oder von Neuem anzufangen. Wenn immer nur alles glatt läuft, wachsen unser Charakter und unsere Persönlichkeit nicht, und es wird beliebig und langweilig.

Was werden wir in nächster Zeit von dir sehen?
Julia Dietze: Momentan sind der erste Iron Sky auf Amazon und der zweite Iron Sky auf Netflix zu finden, und am 5. Januar 2020 wird Inga Lindström: Feuer und Glas im ZDF gesendet. Im Dezember läuft auf Ion Television ein amerikanischer Weihnachtsfilm, in dem ich eine Ballroomtänzerin aus Wien spiele. Die Idee, mitzumachen, entstand, weil mich der amerikanische Regisseur Nick Lyon bei Let’s Dance gesehen hatte.