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SCHICKSAL: Susanne* gab ihre Tochter in eine Babyklappe


IN - Leute, Lifestyle, Leben - epaper ⋅ Ausgabe 42/2019 vom 09.10.2019

Ja, sie hat das Kind wirklich geliebt. Sie spürte aber tief in ihrem Herzen, dass Liebe manchmal einfach nicht ausreicht


Artikelbild für den Artikel "SCHICKSAL: Susanne* gab ihre Tochter in eine Babyklappe" aus der Ausgabe 42/2019 von IN - Leute, Lifestyle, Leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: IN - Leute, Lifestyle, Leben, Ausgabe 42/2019

Armut, Drogensucht, psychische Probleme: Es gibt viele Gründe dafür, warum eine Mutter ihr Baby abgibt


Seit 2000 gibt es die Möglichkeit, Kinder – im Gegensatz zur Adoption – anonym abzugeben. Mittlerweile gibt es hierzulande mehr als 90 Klappen


Sich einfach mal wieder leicht fühlen, das Leben spüren. Neugier, Herzklopfen, Verliebtheit: der schönste Hormonrausch, den es gibt! Susanne* (33) erlebte ihn endlich wieder, als Robbie* sie ansprach. „Ich stand im Supermarkt, den Kopf voller ...

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Sich einfach mal wieder leicht fühlen, das Leben spüren. Neugier, Herzklopfen, Verliebtheit: der schönste Hormonrausch, den es gibt! Susanne* (33) erlebte ihn endlich wieder, als Robbie* sie ansprach. „Ich stand im Supermarkt, den Kopf voller Pflichten, den Einkaufswagen voll mit Lebensmitteln, die mich weiter in den Dispo treiben, und er sagt nur, Hallo‘, und alle meine Sorgen waren wie weggeblasen“, erinnert sie sich an ihr Kennenlernen. Schnell nahm die Romanze Fahrt auf. Tage später begannen sie, sich regelmäßig zu treffen, um miteinander zu schlafen. Susanne verheimlichte ihm dabei, dass sie aus einer vorherigen Beziehung bereits drei Kinder hat. Robbie erzählte nichts davon, dass er eigentlich glücklich verheiratet ist, seine Frau niemals verlassen würde. Erst fünf Monate später kam die Wahrheit ans Licht. Und das nur, weil Susanne mehr wollte und glaubte, Robbie ginge es genauso. Für ihn war sie aber nicht die große Liebe, sondern nur eine von vielen. „Ich war so dumm“, erkennt die Zahnarzthelferin heute. Doch dass sie sich erneut in einem Mann getäuscht hatte, war nicht der einzige Schicksalsschlag. „Fünf Tage nachdem er mich eiskalt abserviert hatte, wurde mir immer häufiger schlecht. Wir haben zwar verhütet, aber ich ahnte sofort, was los ist. Trotzdem zögerte ich, mir einen Schwangerschaftstest zu kaufen.“ Irgendwann musste Susanne aber der Wahrheit ins Gesicht sehen – und der Test war tatsächlich positiv.Zum Frauenarzt ging sie jedoch nicht. „Ich wollte nicht, dass die Schwangerschaft irgendwo vermerkt wird, weil ich da längst eine Entscheidung getroffen hatte. Die schwerste meines Lebens! Ich wusste, dass ich das Kind in eine Babyklappe geben werde“, sagt sie mit Tränen in den Augen und betont: „Es vergeht kein Tag, an dem ich meine Tochter nicht vermisse. Ich habe sie Leonie genannt.“ Aber warum gab sie ihr Kind weg? Und wie schaffte sie es, die Schwangerschaft zu verheimlichen und die Kleine alleine zur Welt zu bringen? „Frage zwei und drei sind schnell beantwortet. Bei der Arbeit sagte ich, dass ich Wassereinlagerungen wegen eines Allergiemedikaments habe. Meinen Kindern gaukelte ich vor, zu viel Schokolade gegessen zu haben. Für die Geburt habe ich mir ein Hebammenbuch gekauft, YouTube-Videos geguckt, und schließlich half mir auch mein medizinisches Verständnis, welches ich wegen meines Berufs habe. Als ich sie in der Badewanne zur Welt brachte, hatte ich dennoch ein Handy dabei. Hätte etwas nicht geklappt, hätte ich sofort den Notruf gewählt.“ Aber alles ging gut. Und das Timing war beängstigend perfekt. Susannes Zwillinge waren auf Klassenreise. Der Älteste übernachtete bei einem Freund. Sie konnte also ungestört ihren Plan in die Tat umsetzen. Nachdem sie die Nabelschnur durchschnitten, die Kleine gesäubert, gewickelt und gesäugt hatte, stieg sie mit ihr ins Auto und fuhr eine Stunde nach Hamburg zu einer Babyklappe. „Ich funktionierte wie ein Roboter. Habe nicht einmal ein Foto von Leonie, nichts. Erst als ich wieder zu Hause war, kamen die Tränen.“ Doch warum gab sie ihr Kind überhaupt weg? „Manchmal ist Liebe einfach nicht genug. Ich habe bereits drei Kinder. Ihr Vater zahlt keinen Unterhalt, sie fragen aber immer nach ihm, und ich habe nur enttäuschende Antworten für sie. Ich habe niemanden, der mich unterstützt, seit meine Mutter vor zwei Jahren an einem Schlaganfall starb. Jeden Monat kalkuliere ich hin und her, um alle Rechnungen bezahlen zu können. Meine Zwillinge waren, als all das geschah, acht Jahre alt, der große zehn. Klassenfahrten, Fußballtraining, Klavierunterricht, das alles hätte ich ihnen mit einem vierten Kind nicht mehr bieten können. Die Sehnsucht nach ihr zerreißt mir seit fast drei Jahren das Herz, aber ich würde es wieder genauso machen, weil ich tief in meinem Inneren weiß, dass es die richtige Entscheidung war.“

(*Namen von der Redaktion geändert)


„Die Sehnsucht nach ihr zerreißt mir fast das Herz“


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Hinter der Babyklappe befindet sich ein kuscheliges Wärmebett


Wird ein Kind in die Klappe gelegt, ertönt ein Alarm mit 90 Sekunden Verzögerung, damit die Mutter unerkannt bleiben kann


FOTOS: PICTURE ALLIANCE (3), ARCHIV