Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 10 Min.

SCHLÄGERTEST: IMMER LEICHTER


tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 07.12.2018

Die neue Schlägersaison ist eröffnet. Im ersten Teil unserer Testreihe stehen traditionell die Rahmen für Turnierspieler im Fokus. Zwei Rackets überzeugten die Tester vollends, darunter ein Klassiker


Artikelbild für den Artikel "SCHLÄGERTEST: IMMER LEICHTER" aus der Ausgabe 20/2019 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 20/2019

UNSER TESTTEAM

Alexander Schepp
• Cheftester tennis MAGAZIN,
Cheftrainer SC Poppenbüttel
• Referent im Lehrteam des Hamburger Tennis Verbandes (HTV)
• Leiter „Play:Double Tennis Academy“

Andrea Bombek
• B-Trainerin, Regionalligaspielerin
• Ehemals Nummer 452 der Welt
• Frühere Meisterin in Hamburg und Schleswig-Holstein, Vizemeisterin bei den Damen

Nico Fischer
• Tennisverrückter (spielt mehrmals die ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von tennisMAGAZIN. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 20/2019 von 2019 WIRD SPITZE!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
2019 WIRD SPITZE!
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von LETZTE SIEGER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LETZTE SIEGER
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von TOPS & FLOPS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TOPS & FLOPS
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von NACHGEFRAGT BEI ANNIKA BECK: „ICH HABE TENNISPLATZ GEGEN HÖRSAAL GETAUSCHT“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NACHGEFRAGT BEI ANNIKA BECK: „ICH HABE TENNISPLATZ GEGEN HÖRSAAL GETAUSCHT“
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von Alexander Zverev – sein wichtigster titel: DER DURCHBRUCH. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Alexander Zverev – sein wichtigster titel: DER DURCHBRUCH
Titelbild der Ausgabe 20/2019 von ALEXANDER ZVEREV – INTERVIEW: “ICH SEHE MICH NICHT ALS SUPERSTAR. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ALEXANDER ZVEREV – INTERVIEW: “ICH SEHE MICH NICHT ALS SUPERSTAR
Vorheriger Artikel
FRAGE & ANTWORT: FRAGEN SIE UNSERE EXPERTEN
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TECHNOLOGIE: Smarte Technik auf dem Court
aus dieser Ausgabe

Nico Fischer
• Tennisverrückter (spielt mehrmals die Woche um 7 Uhr vor der Arbeit)
• Spätstarter (erst mit 17 angefangen)
• Aktiver Turnierspieler (sprang in vier Jahren von LK 20 auf LK 7)

Danny Kusel
• Trainer im Marienthaler Tennis und Hockey Club. Spielte lange bei den Herren in der Hamburger Oberliga
• Ehemaliger Regionalliga- und DTB-Ranglisten-Spieler

Sven Moritz
• Cheftrainer im TC Langenhorn
• Aktiv in der Oberliga Herren 30
• Diplom-Politologe und Sportwissenschaftler

Unsere Rackettestserie beginnt traditionell mit den Turnierschlägern. Wir baten die Hersteller um Einsendung ihrer „Schwergewichte“, Modelle ab einem unbesaiteten Gewicht von 300 Gramm. Seit geraumer Zeit lässt sich der Trend feststellen, dass die Turnierrahmen immer weniger auf die Waage bringen.

Vor zehn oder zwanzig Jahren waren Rackets mit 330 Gramm und mehr im Bereich der Tourmodelle keine Seltenheit. Heutzutage findet man solche nur noch selten. Die Rackets bewegen sich eher um 310 Gramm und haben somit „abgespeckt“. Für wen es ein wenig mehr sein darf, der schwört bei höherem Spielniveau auf „Tuning“ und sorgt mit ein paar Streifen Bleigewichten nachträglich für die gewünschte Extraportion an Wucht. Denn: Für die Beschleunigung des Balles spielt das Gewicht des Schlägers eine maßgebliche Rolle.

Wie kann es sein, dass häufiger bei eher leichteren Schlägern von Powerrackets die Rede ist? In unserem Test trifft dies etwa auf den, für die Kategorie der Turnierschläger, leichten Babolat Pure Aero (300 Gramm) zu. Bei der Power muss man unterscheiden, mit welchem Aufwand sie erreicht wird. So kann ein breiter Rahmen oder auch ein kopflastiger Balancepunkt (Gewicht im Schlägerkopf) einen wuchtigen Schlag schon bei geringerem Krafteinsatz erzeugen. Kopflastige Rackets stehen somit für Power aus sich selbst heraus. Wer zusätzlich zur sauberen Technik auch über Kraft verfügt, wird sich in der Regel eher mehr Schlägermasse wünschen, die sich ausgewogen bis grifflastig im Rahmen verteilt. Ein niedriger Balancepunkt vermittelt Touch und Kontrolle. Die körperliche Konstitution eines Spielers darf bei der Beurteilung der Schläger also nicht außer Acht gelassen werden und spiegelt sich daher in unseren Empfehlungen wider (z.B. „gute Wahl für Jugendliche“). Grundsätzlich gilt: Turnierspieler treffen den Ball fast immer sauber. Die nötige Power erzeugt der Spieler selbst, indem er voll durchschwingt. Er braucht weniger die Unterstützung des Rackets in Sachen Schlaggeschwindigkeit. Vielmehr ist es die Schlagkontrolle, die im Fokus der Beurteilung steht, was sich auch in unserer Testbenotung zeigt (siehe Kasten).

Eine weitere Tendenz der letzten Jahre lässt sich bei der Anordnung des Saitenbilds beobachten. In der Vergangenheit sorgte meist ein dichtes Muster aus 18 Längs- und 20 Quersaiten bei den Turnierschlägern für Kontrolle und direktes Feedback. Mittlerweile gilt die offenere 16/19-Besaitung als Standard. Während im aktuellen Test nur ein Modell (Head Speed Pro) auf das dichte 18/20-Muster setzt, befinden sich auf zwei Dritteln aller getesteten Rackets das offenere 16/19-Format. Je weiter die Saitenabstände, desto leichter fällt es den Spielern, mehr Spin in den Ball zu bringen. Der „Trampolineffekt“ (also die Verformung der Saite beim Balltreffpunkt) wird ebenfalls verstärkt und sorgt für mehr Tempo, was die Reduzierung an Masse (im Gesamtgewicht des Schlägers) ausgleichen soll.

Dabei steht ein Besaitungsmuster in seiner Betrachtung nie alleine, sondern muss in Relation zur vorhandenen Schlägerkopfgröße gesehen werden. Wie schon beim Schlägergewicht und seiner Gewichtsverteilung, entsteht erst durch dieses Zusammensetzen aus verschiedenen Racketspezifikationen (Gewicht, Saitenbild, Balancepunkt etc.) ein Gesamtbild eines Schlägers. Auf dem Platz gilt es, die verschiedenen „Daten“ mit dem eigenen Spiel in Einklang zu bringen. Während einige Spieler einen dünnen Rahmen und ein enges Saitenbild bevorzugen, schwört der Nächste auf ein Modell mit großem Schlägerkopf und einer Bespannung für extra viel Topspin. Wir haben unser Testteam deshalb bewusst breit aufgestellt. Wir haben einen Serve-and-Volley-Spieler genauso im Team wie einen Sandplatzwühler. Einhänder und Beidhänder wechseln sich ebenso ab wie die Vorliebe für einen Vorhandwinner oder den Rückhandstopp. Nur so können wir gewährleisten, dass auch wirklich jede Facette eines Rackets wahrgenommen wird.

BABOLAT: Pure Aero

Gewicht: 300 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 23 - 26 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32 cm, ausgewogen

Der Pure Aero kann sich zu Recht als Klassiker für druckvolles Topspinspiel von der Grundlinie bezeichnen. Bei diesen Attributen muss man beim nur 300 Gramm schweren Schläger zwangsläufig Abstriche bei der Kontrolle machen. Bis jetzt. Die neue Version des Modells von Rafael Nadal spielt sich spürbar weicher und vermittelt bei aller Wucht ein präziseres Treffgefühl als seine Vorgänger. Knapp hinter den beiden Testsiegern platziert.

DUNLOP: Srixon CX 200 Tour

Gewicht: 310 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20,5 mm
Schlagfläche: 613 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Wer einen klassischen Turnierrahmen sucht, wird ihn mit dem Srixon CX 200 Tour finden. Ballkontrolle bei eher geraderen Schlägen steht hier im Fokus. Während manche Tester sich etwas mehr Touch von der Grundlinie gewünscht hätten, verleiht der Schläger dem Volleyspiel am Netz Präzision und Stabilität. Ein Racket, das sich nicht „von allein“ spielt. Aber genau das ist es, was sich hochklassige Turnierspieler von einem Racket wünschen.

DUNLOP: Srixon CX 200

Gewicht: 305 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20,5 mm
Schlagfläche: 632 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Der CX 200 unterscheidet sich nur marginal von der etwas schwereren Tourvariante. Kleine Veränderungen im Balancepunkt und im Schlägerkopf machen das Racket etwas leichter zu spielen. Die vorgenommenen Neuerungen beeinflussen das Spielgefühl aber nur im Detail. Wer sich für die Modellreihe von Kevin Anderson entscheidet, sollte also genügend Zeit zum Testen aufwenden, um das für ihn richtige Racket zu wählen.

HEAD: Graphene Extreme Pro

Gewicht: 310 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21 - 26 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

So angriffslustig das Design ist, so spielt sich das Racket auch. Die Beschleunigung des Extreme Pro ist immens. Das Besaitungsmuster ist sehr offen gehalten, wodurch man einen besonderen Grip auf den Ball bekommt. Für höherklassige Spieler ist dieses Modell vielleicht zu „extrem“. Die Ballkontrolle kann mit der Power nicht ganz mithalten. Top-Wahl für Spieler, die sich mehr Unterstützung für ihr Spiel wünschen.

HEAD: Graphene Speed Pro

Gewicht: 310 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 23 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 18/20
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Die Waffe von Novak Djokovic verdient sich die Auszeichnung als bester Allrounder. Kein Tester, der nicht sofort das Gefühl hatte, problemlos mit diesem Modell loszulegen. Der im Testvergleich weichste Rahmen spielt sich herrlich unkompliziert. Das dichte Besaitungsbild sorgt auf dem großen Schlägerkopf für das notwendige präzise Spielgefühl. Das gute Handling macht sich vor allem im Returnspiel gegen schnelle Aufschläge bemerkbar.

PACIFIC: X Force Pro No. 1

Gewicht: 305 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20 - 25 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/20
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Mit dem X Force Pro No. 1 hat Pacific seit Jahren einen Top-Allrounder im Programm. Das Racket ist unkompliziert zu spielen. Man findet sich überall auf dem Platz gut zurecht. Obwohl der Schlägerkopf an Profil zulegt, kann man schnell über den Ball ziehen. Für mehr Power bei langen Schwüngen hätte sich mancher Tester etwas mehr Gesamtgewicht gewünscht. Seine Spieleigenschaften machen den Schläger für eine breite Zielgruppe interessant.

TEIL 1: Die Spielereinschätzung

Turnierspieler:Schnelle Zuschlagbewegung, dynamischer Schwung. Trifft den Ball in fast jeder Lage optimal. Bestimmt das Tempo selbst, braucht ausgezeichnetes Feedback und Kontrolle.
Club-/Medenspieler: Nicht ganz so treffsicher. Spielt häufig bis viel, benötigt etwas mehr Komfort und Power als Turnierspieler. Spielt erfolgreich Medenspiele und Clubmeisterschaften. Mittlere bis schnellere Zuschlagbewegung.Freizeitspieler: Trifft den Ball ungenau, optimales Timing fehlt. Mit dem etwas kurzen oder sehr langsamen Schwung erzeugt er nicht den gewünschten Druck.

Die Testbenotung

TESTBOGEN: Die Rackets werden in vier Kategorien bewertet.


Im Praxistest werden vier Bereiche getestet:Kontrolle bezeichnet, wie präzise sich das Racket spielt. Dabei ist vor allem die Längenkontrolle maßgeblich.Power drückt aus, wie gut sich der Schläger beschleunigen lässt.Spielgefühl meint, wie das allgemeine Handling des Schlägers ausfällt sowie das Feedback in puncto Touch und Komfort. Die vierte Komponente ist dieOptik . Die einzelnen Bereiche werden unterschiedlich gewichtet. Für die KategorieTurnierspieler gilt: Kontrolle ist der wichtigste Bereich und wird mit 40 Prozent beim Gesamtresultat berücksichtigt. Danach folgen Power und Spielgefühl (jeweils 25 Prozent). Die Optik fließt zu zehn Prozent mit ein. Bei der Anzahl der Sterne handelt es sich um auf- und abgerundete Werte des Gesamtergebnis aller Tester.

Der Testablauf

UNTER DER LUPE: Das Team um Cheftester Alexander Schepp prüfte jeden Schläger auf Herz und Nieren.


Die Racketfirmen schicken ihre Schläger bespannt mit Logo in die Redaktion. Dort werden sie fotografiert und dann zu Cheftester Alexander Schepp in den SC Poppenbüttel in Hamburg gesendet. Die Schläger wurden neu und einheitlich bei Joe‘s Tennis Service von Joachim Krüger bespannt. Im aktuellen Test haben wir die „MSV Co Ultra“ von Mauve Sports aufgezogen. Heiße Testphase: knapp sechs Wochen im SC Poppenbüttel und TC Langenhorn. Fünf Tester stehen im Team von Schepp und analysieren jedes Schlägermodell bis ins kleinste Detail. Nach dem Test füllt jeder Tester einen Testbogen aus. Dort werden Kontrolle, Power und Spielgefühl für Grundlinie, Netzspiel und Aufschlag benotet. Darüberhinaus bewerten die Tester das Design des Schlägers. Am Schluss fließen Bemerkungen wie Größe des Sweetspots oder besonders auffällige Spieleigenschaften in die Bewertung mit ein.

SAITE UND BALL: Im aktuellen Test wurden die Rackets mit der MSV Co Ultra von Mauve Sports bespannt. Spielball war der Fort Tournament von Dunlop.


Die tennis MAGAZIN Schlägertests gibt es auch als Download auf tennismagazin.de

PACIFIC: X Tour Pro 97

Gewicht: 315 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21 - 22 mm
Schlagfläche: 626 qcm
Bespannung: 16/20
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Ähnlich wie beim Vergleichsmodell von Pacific wird auch der X Tour Pro 97 nicht nur alte Fans der Marke Fischer anziehen, sondern auch Spielertypen mit einem klassischen und eher geraderen Spielstil. Das Gewicht von immerhin 315 Gramm merkt man dem Racket nicht an. Das Handling bleibt auch in der Defensive angenehm. Trifft man den Ball sauber, ist das Feedback wunderbar direkt. Gute Empfehlung für spielstarke Herren ab 40.

TECNIFIBRE: T-Fight 315 XTC

Gewicht: 315 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21,5 - 22,5 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Mit dem T-Fight 315 bekommt man ein solides Turnierracket mit grifflastiger Balance. Seine Stärken spielt das Racket, das in seiner Optik an die französische Flagge erinnert, in der Offensive aus. Die Power bei voll durchgezogenen Schwüngen ist enorm. Am Netz sowie in der Defensive bemängelten die Tester die etwas schwerfällige Manövrierbarkeit, wodurch das Spielgefühl leidet. Empfehlung für Herren, die etwas mehr Kraft mitbringen.

TECNIFIBRE: T-Fight 305 XTC

Gewicht: 305 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21,5 - 22,5 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 18/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 32,5 cm, leicht kopflastig

Beim leichteren Vergleichsmodell von Tecnifibre wurde der Balancepunkt auf 32,5 cm angehoben. Vor allem diese Kopflastigkeit tut dem Racket richtig gut. Es spielt sich lebendiger und spritziger als der T-Fight 315. Dass das Saitenbild beim leichteren Modell verengt wurde, ist eher ungewöhnlich, aber gelungen. Das Feedback im Treffpunkt ist satt und kontrolliert. Auch für spielstarke Jugendliche geeignet.

VÖLKL: V Feel 10

Gewicht: 320 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20 - 21 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Der V Feel 10 ist mit 320 Gramm der schwerste Schläger im Test. Der angenehm schmale Rahmen ist ganz im Stile eines klassischen Turnierschlägers aufgebaut. Allerdings schafft es der Nachfolger der V Sense Serie nicht ganz, die erhoffte Kontrolle auf den Platz zu bringen. Insbesondere bei der gewünschten Schlaglänge von der Grundlinie verlangt der V Feel 10 volle Konzentration, damit die Bälle nicht zu kurz werden.

VÖLKL: V Feel 9

Gewicht: 310 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 23 - 26 mm
Schlagfläche: 645 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: sehr steif
Balance: 32 cm, ausgewogen

Der durchgängige breite Rahmen verspricht in Kombination mit einem recht großen Schlägerkopf jede Menge Power. Umso überraschter waren die Tester, ein klassisch kontrolliertes Spielgefühl geliefert zu bekommen. Das Feedback im Treffpunkt ist satt und klar, was auch daran liegen mag, dass der Rahmen über die höchste Härte im Test verfügt. Diese Schlagkontrolle ergibt mit der Power eines breiten Rahmen einen spannenden Mix.

WILSON: Pro Staff 97 CV

Gewicht: 315 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21,5 mm
Schlagfläche: 626 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Wollen Sie einen Slice spielen, der wie ein heißes Messer durch Butter gleitet? Dann greifen Sie zu unserem Testsieger. Der Pro Staff 97 verhält sich besonders bei den feinen Schlägen, z.B. bei Halbvolleys sensationell. Es ist nicht unbedingt das Modell für den Hardhitter von der Grundlinie, sondern mehr für einen variablen Spielstil ausgelegt. Die beeindruckende Präzision des Wilson-Klassikers schafft sofort Vertrauen.

WILSON: Ultra Tour 95 CV

Gewicht: 309 g
Länge: 69,2 cm
Rahmenhöhe: 22 mm
Schlagfläche: 613 qcm
Bespannung: 16/20
Rahmenhärte: steif
Balance: 32,5 cm, leicht kopflastig

Mit dem Ultra Tour 95 wechselt im Grunde der Wilson Burn 95 in die Ultra-Familie. Die kleine Schlagfläche sorgt in Verbindung mit einem Balancepunkt von 32,5 cm und minimaler Überlänge für einen dynamischen Spielstil. Aufschlag und Volley bekommen eine große Wucht. Gegenüber der Power und Agilität des Modells fällt die Ballkontrolle ein wenig ab. Für einige Tester machte der Schläger schon fast „zu viel“ von alleine.

YONEX: VCore Pro 97

Gewicht: 310 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 20 mm
Schlagfläche: 626 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31 cm, grifflastig

Der Schläger ist ein echter Hingucker. Das liegt nicht nur am gelungenen Design, sondern vor allem an der ultraschlanken Linie. Liebhaber sehr dünner Rahmen im Testteam waren sofort entzückt. Der VCore Pro 97 liegt super in der Hand. Auf dem Platz ist ein sauberer Treffpunkt Pflicht, ansonsten versagt einem das Racket schnell die Unterstützung. Wer über diese Präzision verfügt, wird an diesem Racket Freude haben.

YONEX: VCore 98

Gewicht: 305 g
Länge: 68,5 cm
Rahmenhöhe: 21 - 22 mm
Schlagfläche: 630 qcm
Bespannung: 16/19
Rahmenhärte: steif
Balance: 31,5 cm, leicht grifflastig

Die VCore-Serie steht bei Yonex seit Jahren für einen tollen Mix aus Power und Kontrolle. Mit einem offeneren Besaitungsbild wurde beim aktuellen Modell der Sweetspot vergrößert, wodurch der Schläger nun mehr Fehler verzeiht und mehr Spin in den Ball bringt. Ausschlaggebend für den Testsieg war die Leichtigkeit, die der VCore 98 mit ins Spiel bringt, ohne dabei die punktgenaue Präzision zu verlieren.

DIE FAVORITEN DER TESTER

Alexander Schepp (41):
1 Wilson Pro Staff 97 CV
2 Völkl V Feel 9
3 Babolat Pure Aero
„Der Touch des Pro Staff 97 ist zum dahinschmelzen. Slice und Stoppbälle gehen einem wie selbstverständlich von der Hand.

Andrea Bombek (47):
1 Yonex VCore 98
2 Pacific X Force Pro No. 1
3 Wilson Pro Staff 97 CV
„Der VCore 98 ist als Gesamtpaket nicht zu übertreffen. Power und Kontrolle sind einfach überragend.

Nico Fischer (34):
1 Babolat Pure Aero
2 Wilson Pro Staff 97 CV
3 Head Extreme Pro
„Power und Spin konnte der Pure Aero schon immer. Jetzt kann er auch Kontrolle. Das Racket bringt richtig spaß.

Danny Kusel (40):
1 Head Speed Pro
2 Yonex VCore 98
3 Tecnifibre T.Fight 305
„Der Speed pro hat keine Schwächen. Eine echt Starke Waffe in jeder Zone auf dem Platz.

Sven Moritz (39):
1 Wilson Pro Staff 97 CV
2 Babolat Pure Aero
3 Yonex VCore Pro 97
„Das Feedback des Pro Staff 97 ist perfekt. Die Kontrolle ist absolut auf den Punkt.

TEST VORSCHAU
In der März-Ausgabe von tennis MAGAZIN testen wir die neuen Rackets für Clubspieler.


FOTOS CHRISTINA SCHEUNEMANN