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SCHLECHTES KLIMA FÜR ALTE HEIZUNGEN


Das Einfamilienhaus Heizungs-Ratgeber - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 09.10.2019

Schafft es die alte Heizung noch über den Winter? Das fragen sich viele Hausbesitzer vor der Heizsaison. Fällt sie aus, muss schnell Ersatz her. Besser ist es, beizeiten über eine umweltfreundlichere Wärmeversorgung seines Hauses nachzudenken.


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Foto: Viessmann

Die stromproduzierende Pelletheizung – hier kombiniert mit einem Solarstromspeicher – ermöglicht eine nahezu CO2-neutrale Energieversorgung und macht Hausbesitzer unabhängig von fossilen Energien. Ökofen


Eine Thermografie liefert Anhaltspunkte über die energetische Qualität der Gebäudehülle. Verliert ein Haus z. B. über eine nicht gedämmte Fassade zu ...

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... viel Wärme, schränkt das die Hausbesitzer bei der Wahl der neuen Heiztechnik ein. Bausparkasse Schwäbisch Hall


Die Raumheizung und Warmwassererzeugung verschlingen in einem bundesdeutschen Durchschnittshaushalt mit Abstand die meiste Energie. co2online


Der nicht oder nur unzureichend sanierte Baubestand mit seinem riesigen Wärmebedarf zählt zu den größten Hemmschuhen der Energiewende in Deutschland. Während die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung mit einem Anteil von rund 40 Prozent am deutschen Strom-Mix sehr erfolgreich sind, hinken sie im Wärmesektor mit knapp 13 Prozent hinterher. Gerade hier sind die Hausbesitzer gefragt: Denn wir, die privaten Haushalte, verbrauchen gut ein Viertel der gesamten deutschen Endenergie. Davon entfallen rund zwei Drittel auf die Raumheizung und die Warmwassererzeugung.

Wärmewende lässt auf sich warten

Die Mehrheit unserer Häuser wurde in Zeiten gebaut, als man sich noch wenig oder gar keine Gedanken über die Endlichkeit fossiler Energieträger machte und was ein massenhafter Verbrauch von Öl, Gas und Kohle an Folgen für Umwelt und Klima nach sich zieht. Jährliche Heizenergieverbräuche von 200 Kilowattstunden (kWh) je Quadratmeter Wohnfläche und vereinzelt noch weit mehr sind hierzulande immer noch keine Seltenheit. Das entspricht etwa ungefähr 20 Litern Heizöl oder 20 Kubikmetern Erdgas. Schuld sind veraltete Heizungsanlagen, die zum Teil noch aus den 1980er-Jahren stammen, sowie eine schlechte Bausubstanz. Seit Jahren schon beklagt die Heizungsbranche die unzureichende Modernisierungsquote in Bestandsbauten. „Wärmewende? Fehlanzeige“, kommentierte der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDI) auch die Marktentwicklung 2018. Danach ist jede zweite in Deutschland installierte Heizungsanlage älter als 20 Jahre und arbeitet nicht effizient.

Fossile Energieträger produzieren CO2

Stand der Technik für die fossilen Energieträger Öl und Gas sind die hocheffizienten Brennwertkessel, die ab der Jahrtausendwende vermehrt eingesetzt werden. Sie nutzen zusätzlich die Energie der heißen Abgase und erreichen damit Wirkungsgrade bis knapp an die 100 Prozent. Nur stoßen sie nach wie vor den Klimakiller Kohlendioxid aus. Und inzwischen fordern immer mehr Stimmen aus Wissenschaft, Politik und sogar aus der Wirtschaft, CO2-Emissionen mit einem Preis zu belegen, um mit den Einnahmen die Folgen des Klimawandels eindämmen zu können. Mit billigen fossilen Energien könnte es dann bald vorbei sein.

Modernisierung ganzheitlich planen

Mit der neuen Anlage muss man die nächsten 20 Jahre oder länger zurechtkommen, die Entscheidung für den richtigen Wärmeerzeuger will also gut geplant sein. Als Hausbesitzer sollte man daher rechtzeitig einen unabhängigen Energieberater beauftragen, bevor man sich an den Installateur wendet. Der Berater nimmt das Gebäude als Ganzes in den Fokus, macht sich ein Bild vom Zustand des Hauses, der Dämmung, der Fenster, der Wärmeverteilung – nicht nur der Heizungnn die beste Technik kann ihre Stärken nicht ausspielen, wenn sie die Umgebung mitheizen muss, weil das Haus zu viel Energie verliert. Wo allerdings die Heiztechnik 20 Jahre und älter und die Bausubstanz noch nicht up to date ist, wird der Austausch gegen ein modernes Brennwertgerät tatsächlich den schnellsten und größten Kosten- Nutzen-Effekt haben. Wurde der Kessel aber schon vor einigen Jahren erneuert und/oder sind weitere energetisch wirksame Maßnahmen geplant, wird der Energieberater die Einbindung erneuerbarer Energien empfehlen, zum Beispiel eine Solarthermieanlage oder ein Heizwasser führender Kaminofen. Vielleicht rät der Fachmann auch zu einer Luft/Wasser- Wärmepumpe als Ergänzung oder einem Mikro-Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Verfügt das Haus über Flächenheizungen, vergrößern sich die Optionen. Denn diese Art der Wärmeverteilung eignet sich besonders für die effiziente Nutzung von Erd- und Umweltwärme mithilfe einer Wärmepumpe.

Je nach energetischem Zustand kann sich in einem Altbau auch die Wärmepumpe als energiesparende Umweltheizung empfehlen. Im Neubau ist sie bereits das am häufigsten eingebaute Heizsystem. Mitsubishi Electric


Wie heize ich effektiv? Der „Ratgeber Heizung“ der Verbraucherzentrale hilft mit Tabellen, Checklisten und Experteninterviews dabei, die passende Technik zu finden – auch für Neubauten. Der „Ratgeber Heizung. Wärme und Warmwasser für mein Haus“ hat 224 Seiten und kostet 19,90 Euro, als E-Book 15,99 Euro. Der Ratgeber ist im Online-Shop unter www.ratgeberverbraucherzentrale.de, im Buchhandel und in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen erhältlich. Telefonische Bestellung unter 02 11/3 80 95 55

Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine intelligente, digitale Heizungssteuerung, etwa einer Solarthermieanlage, den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzieren kann. Per App können die Bewohner die Leistung ihrer Heizung auch von Ferne überwachen. BDH


Weniger Heizkosten, mehr Wohnqualität

Der Energieberater kennt sich auch mit den aktuellen Förderprogrammen aus, die Vater Staat derzeit immer noch üppig sprudeln lässt (s.folgenden Artikel „Förderung“). Auch die Energieberatung selbst wird seit Jahren mit einem Zuschuss gefördert. Hat man eine bestimmte Anlage oder ein ganzes Maßnahmenpaket gewählt, gilt es Angebote von Handwerkern einzuholen, mindestens drei, und mithilfe des Sachverständigen das Passende auszusuchen – damit man am Ende eine effiziente Heizung erhält, die sich in mehrfacher Hinsicht auszahlen wird: durch eingesparte Heizkosten, mehr Wohnqualität, eine Wertsteigung des Hauses – und weniger klimaschädliche CO2-Emissionen.

Moderne Pufferspeicher ermöglichen die Kombination verschiedener Wärmeerzeuger und eine bedarfsgerechte Entnahme für unterschiedliche Anwendungen. Paradigma


PLANUNGSTIPP

Hybrid-Heizsysteme bieten eine gute Möglichkeit, auch im Altbau von erneuerbaren Energien zu profitieren. Da die meisten regenerativen Wärmequellen nicht immer zur Verfügung stehen, braucht man mindestens einen weiteren Wärmeerzeuger, der bei Bedarf einspringt, sowie einen leistungsfähigen Speicher. Das bekannteste Hybrid-System ist die bewährte Kombination von Solarthermie mit einem Gas- oder Öl-Brennwertkessel. Als „Teamplayer“ eignen sich aber auch andere Wärmequellen wie eine Wärmepumpe, ein Pelletkessel und/oder ein wasserführender Kaminofen. Im Mittelpunkt steht stets ein gut gedämmter Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den verschiedenen Quellen eingelagert wird. Auch Überschüsse aus der PV-Anlage lassen sich mithilfe eines Heizstabs als Wärme speichern. Wichtig ist eine intelligente Regelung, die den erneuerbaren Energiequellen den Vorzug gibt. Erst wenn diese nicht mehr genug Energie liefern, springt der konventionelle Gas- oder Öl-Brenner ein.