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SCHNEll WIE DER BLITZ


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 05.05.2022

XIAOMI 12X UND 12 PRO

Artikelbild für den Artikel "SCHNEll WIE DER BLITZ" aus der Ausgabe 6/2022 von connect. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: connect, Ausgabe 6/2022

XIAOMI 12 PRO

Preis: 1150 Euro

Maße: 164 x 75 x 8 mm

Gewicht: 205 Gramm

• haptisch schmeichelhaft und sehr gute Verarbeitung

• 6,7-Zoll-OLED mit 120 Hz, Pulssensor und überragender Qualität

• Top-Chip mit maximaler Power und viel Speicher

• 50-MP-Triple-Kamera mit sehr guter Hauptoptik und Kamera- App mit vielen Funktionen

• maximales Ladetempo dank 120-Watt-Netzteil und 50 Watt kabelloses Laden

-

• keine IP-Zertifizierung

• USB-2.0-Port mit wenig Durchsatz

• Qualität der Ultraweitwinkel-und Teleoptik ausbaufähig

connect -Urteil: sehr gut (429 Punkte) smartphones

XIAOMI 12X

Preis: 700 Euro

Maße: 153 x 70 x 8 mm

Gewicht: 176 Gramm

• kompaktes und leichtes Phone mit sehr guter Verarbeitung

• OLED mit 6,3 Zoll, 120 Hz, Pulssensor und überragender Qualität

• Top-Chip mit hoher Performance

• Stereolautsprecher im Rahmen

• 50-MP-Hauptkamera mit guter Fotoqualität

• schnelles Laden mit 67 Watt und ...

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... 12:13 Akkulaufzeit

-

• mäßiger Empfang im wichtigen LTE-Netz

• wenig Durchsatz bei WLAN und am USB-C-Port

• kein kabelloses Laden

• ausgeliefert mit Android 11

connect -Urteil: gut (418 Punkte)

Xiaomis 12er-Top-Serie besteht aus drei Geräten – vorerst jedenfalls. Dabei ist das 12 Pro die höchste Ausbaustufe, gefolgt vom 12er-Grundmodell und dem 12X, einer leicht abgespeckten Version. Für unseren Vergleichstest haben wir das aktuelle Topgerät und das 12X durchs Labor geschleust. Taugt der kleine Bruder für 700 Euro vielleicht als günstigere Alternative zum teuren Pro?

Obwohl zwischen den Modellen unter der Haube einige Unterschiede bestehen, sehen sie sich zum Verwechseln ähnlich. Beiden gemeinsam ist zudem die ausgezeichnete Verarbeitung. Für eine sehr angenehme Haptik sorgt jeweils eine matte Glasrückseite. Sie geht geschmeidig in den Rahmen über, der bei beiden Modellen aus mattem Metall besteht. Die Rundungen enden bei der Kameraeinheit, die sich kantig vom Gehäuse abhebt.

Nur optisch Zwillinge

Prominentester Unterschied sind die Abmessungen: Wer ein kompaktes Phone sucht, ist primär beim 12X an der richtigen Adresse. Mit seiner Länge von 153 und einer Breite von 70 Millimetern gehört es zu den schlankesten Begleitern unter den Android-Top-Phones. Das 12 Pro bringt mit 205 Gramm nicht nur 30 Gramm mehr auf die Waage, es ist mit 164 × 75 Millimetern auch voluminöser.

Trotz der Premiumpositionierung verzichtet Xiaomi beim 12 Pro und beim 12X auf einen IP68-Schutz. Gerade beim 12 Pro gehört der bei einem Preis von 1150 Euro aber eigentlich ins Standardrepertoire. Eine Seltenheit sind die waschechten Stereolautsprecher, die Xiaomi bei beiden Phones in den Rahmen einlässt. Für besseren Sound wurde wieder mit Harman/Kardon zusammengearbeitet, auch Dolby Atmos ist an Bord. Große Namen hin oder her, die Speaker spielen mit 75 dB bei der Lautstärke eher im unteren Mittelfeld. Klanglich fehlt es naturgemäß an Bass, Stimmen könnten mehr Präsenz haben. Trotzdem macht das Filmeschauen durch den Stereosound deutlich mehr Spaß.

OELD erhöht den Pulsschlag

Wegen der kompakten Abmessungen ist natürlich auch das Display des 12X kleiner. Die 6,3 Zoll sind ungewohnt, aber eine sehr gute Option für kleinere Hände. Stattlicher geht es beim 12 Pro zu, dessen 6,7 Zoll High-End-typisch sind. Gleiches gilt für seine sehr hohe Auflösung von 1440×3200 Pixeln. Das 12X kommt auf FullHD-Auflösung, was für die Diagonale aber locker ausreicht.

Xiaomis Nutzeroberfläche MIUI 13 bietet viele Features smartphones

Xiaomi 12 Pro und 12X im Kameratest

Die Hauptkamera beider Xiaomi-Modelle setzt auf QUAD-Sensoren mit maximal 50 oder reduziert 12 Megapixeln Auflösung. Der Sensor des 12 Pro ist allerdings etwas größer. Ihre Leistung mit der reduzierten Pixelzahl ist ähnlich; die bei viel Licht geschossenen 12-Pro-Fotos (1) haben eine etwas bessere Zeichnung in Details mit niedrigen Kontrasten und sattere Farben. Die Bilder des 12X zeigen eine etwas aggressivere Signalverarbeitung. Bei schwächerem Licht (2) lässt das 12 Pro nur moderat nach, die Bildqualität bleibt noch sehr gut. Größere Unterschiede sehen wir bei viel Licht und 50 Megapixeln. Dem 12 Pro gelingt es damit, bei optimalen Bedingungen mehr Feinzeichnung als im 12-MP-Bild (3) zu erreichen, dem 12X dagegen nicht. Aber schon bei nachlassendem Licht sind die 50-MP-Bilder des Pro nicht mehr besser als die mit 12 Megapixeln (4).

Im 12 Pro stecken Weit-, Superweitwinkelkamera und ein optisches Zweifachzoom mit je 50 MP. Das 12X bietet neben der 50-MP-Haupt-und der 13-MP-Superweitwinkelkamera ein Makromodul.

■ Die Weitwinkelkameras

Die Hauptkamera des Xiaomi 12 Pro arbeitet mit 50 Megapixeln oder mit auf 12 Megapixel reduzierter Auflösung.

Das knappe Rennen um die Qualität entscheiden die 50-MP-Fotos für sich. Ausschlaggebend für den Sieg ist die Qualität bei viel Licht: Schon mit 12 Megapixeln erreicht das 12 Pro ein klares „sehr gut“, mit 50 Megapixeln ist die Bildqualität „überragend“. Die etwas bessere Detailzeichnung zeigen die 50-MP-Fotos vor allem bei den Strukturen mit hohen Kontrasten.

Schwindet das Licht (200 Lux), lässt die Bildqualität nach.

Dann erreicht das 12 Pro mit beiden Auflösungen knapp ein „sehr gut“, wobei die Fotos mit 12 Megapixeln besser abschneiden und weniger Speicher belegen. Die Detailzeichnung ist vergleichbar, aber 12 Megapixel produzieren weniger Artefakte und Rauschen. Im Dunkeln (5 Lux) übernehmen die 50-Megapixel-Bilder wieder knapp die Führung, allerdings mit kräftig nachlassender Feinzeichnung, sodass sie knapp gerade noch ein „befriedigend“ erreichen. Insgesamt überzeugt die Weitwinkelkamera mit sehr guter Bildqualität voll: Bei viel und bei wenig Licht, mit 12 und mit 50 Megapixeln. Bei Nachtaufnahmen sollte allerdings mehr drin sein.

Auch beim Xiaomi 12X liefern 12 und 50 Megapixel ähnliche Qualität, die mit der geringeren Auflösung etwas besser ausfällt. Bei viel und bei wenig Licht gelingen Fotos mit „sehr guter“ Qualität – Letzteres nur knapp. Bei Dunkelheit erreicht es nicht ganz die Note „befriedigend“, wie beim 12 Pro gilt es, dies zu verbessern.

■ Kurzes Tele / Zweifachzoom

Das optische Zweifachzoom des 12 Pro ist mit seinem 50-MP-Sensor bestens ausgestattet. Anders als im Weitwinkelmodul kann die maximale Auflösung nicht wirklich punkten: Bei allen drei Helligkeiten schneiden die 12-MP-Fotos besser ab. Wer unter optimalen Lichtbedingungen mit 12 Megapixeln fotografiert, bekommt eine gute Qualität, was für Porträts nützlich ist. Bei wenig Licht reicht es nur für ein „befriedigend“. Die Strukturen werden gröber, Rauschen kommt hinzu, und die Signalverarbeitung produziert Artefakte. Bei Dunkelheit ist diese Kamera keine Empfehlung mehr, die Bildqualität nimmt nochmal deutlich ab. Unterm Strich empfehlen wir das Zweifachzoom des 12 Pro nur für gutes Licht, seine Gesamtleistung kommt nicht über „befriedigend“ hinaus.

Das digitale Zweifachzoom des 12X ist insgesamt noch etwas schwächer und liefert Fotos nur in „ausreichender“

Qualität ab. Hier ist der Abstand zum optischen Zoom des 12 Pro bei Dunkelheit und bei viel Licht am größten, was in teilweise deutlich detailärmeren Bildern resultiert.

■ Das Superweitwinkelmodul

Die 50-MP-Auflösung sollte man beim 12 Pro lieber nicht verwenden, denn diese Aufnahmen liegen unter allen Lichtbedingungen hinter denen mit reduzierter Auflösung zurück. Doch auch mit 12 Megapixeln überzeugt diese Kamera nicht wirklich – sie schafft gerade so ein „befriedigend“. Das mag an der dezentrierten Optik liegen. Schon bei viel Licht verpasst das Modul knapp ein „gut“, ist aber für Panoramen nutzbar. Bei wenig Licht (200 Lux) nimmt die Bildqualität moderat ab:

Verluste zeigen sich in Strukturen mit niedrigen Kontrasten. Im Dunkeln (5 Lux) bleibt nicht viel Zeichnung übrig.

Das 12X schneidet insgesamt – eventuell auch dank der korrekten Zentrierung – besser ab. Es holt vor allem bei viel Licht mehr Punkte, liegt bei Nachtaufnahmen aber etwas hinter dem 12 Pro.

■ Fazit

Beim 12 Pro geht das 50-Megapixel-Konzept nur für die Hauptkamera auf, die auf sehr hohem Niveau arbeitet.

Schwächstes Modul ist die Superweitwinkelkamera. Für sie und das Zweifachzoom sind 12 Megapixel die beste Wahl. Dass dem 12 Pro eine lange Brennweite fehlt, kostet Punkte in der Gesamtwertung. Das gilt auch für das 12X, dessen Hauptkamera mit 12 Megapixeln gute Bilder macht, solange das Licht stimmt. Sein Ultraweitwinkelmodul ist besser als das des 12 Pro, das digitale Zweifachzoom liegt aber unterm Durchschnitt.

Wadim Herdt

Während das 12 Pro ein optisches Zweifachzoom hat, begnügt sich das 12X mit dem Digitalzoom im Weitwinkelmodul. Beide Phones fotografieren mit 12 oder 50 Megapixeln, und beide Phones machen mit 12 Megapixeln bei allen Helligkeitsstufen die besseren Fotos. Das optische Zweifachzoom des 12 Pro überzeugt bei viel Licht mit guter Bildqualität (1). Dieses Niveau erreicht das Digitalzoom des 12X nicht: Schon bei gutem Licht sind die Aufnahmen detailarm (2). Die Superweitwinkelkamera des 12 Pro arbeitet hingegen bereits bei optimalen Lichtbedingungen weniger überzeugend und erreicht mit 12 Megapixeln (3) eine etwas bessere Bildqualität als mit 50 Megapixeln (4). Bei viel Licht holt das 12X mit seinem 13-MP-Sensor mehr Details heraus, bei wenig Licht liefern beide Geräte eine ähnliche Bildqualität.

Beide OLEDs lassen bei Kontrasten und Farbwiedergabe keine Wünsche offen. Messtechnisch gehören die Panels zu den besten auf dem Markt. Nur Samsung bietet bei seinen S22-Modellen noch einen höheren Outdoor-Boost und Oppo bei den Find-X5-Modellen eine bessere Blickwinkelstabilität.

Eine schnelle Bildwiederholrate von 120 Hertz ist bei beiden Phones gesetzt. Sie reduziert beim Scrolling und Gaming die Schlieren. Xiaomi nutzt dafür eine dynamische Anpassung, die die Wiederholrate je nach Inhalt in Schritten zwischen 1 und 120 Hertz regelt.

Ein außergewöhnliches Feature ist der bei beiden Phones im optischen Fingerprintsensor verbaute Pulsmesser. Wer keine Smartwatch am Arm trägt, legt seinen Daumen für 15 Sekunden auf das Display und bekommt dann relativ akkurat seine aktuelle Herzfrequenz angezeigt.

Gängig in diesem Preismilieu sind die High-End-Chips unter dem Glas: Während das 12 Pro mit 12 GB RAM und dem derzeit stärksten Android- Chip, dem Snapdragon 8 Gen 1, ausgestattet ist, stecken im 12X 8 GB RAM und der Snapdragon 870. Dort ist laut den Leistungs-Benchmarks etwas weniger Power vorhanden. Im Alltag sind kaum Unterschiede fest-zustellen. Spürbar werden sie allenfalls bei der Kamera-App, die sich beim 12 Pro etwas schneller öffnet und 50-MP-Bilder ebenfalls fixer wegarbeitet als beim 12X. Speicher ist in beiden Phones mit 226 GB reichlich verfügbar, lässt sich aber auch nicht per microSD erweitern.

Xiaomi installiert auf beiden Modellen die hauseigene Oberfläche MIUI 13, die nicht nur sehr modern aussieht, sondern auch eine große Funktionalität hat. Etwas erstaunt sind wir, dass das Pro mit aktuellem Android 12, aber das 12X mit letztjährigem Android 11 ausgeliefert wird. Der Sicherheits-Patch unseres Testgeräts ist Stand Dezember 2021 und damit ebenfalls nicht mehr ganz frisch. Samsung zeigt, dass Update- Politik auch besser geht.

Für die Vernetzung stehen jeweils Wi-Fi 6 und 5G parat. Dual-SIM ist möglich, hier hätten wir beim 12 Pro gern auch E-SIM gesehen. Unsere WLAN-Messungen im Labor haben dem Pro einen sehr hohen maximalen Durchsatz von 1354 Mbit/s bescheinigt, der bei größerem Abstand mit 348 Mbit/s stärker fällt als bei der Oberklasse-Konkurrenz. Der kleine Bruder 12X ist daheim langsamer unterwegs und erreicht maximal 821 und mit mehr Abstand zum Router 225 Mbit/s. Recht träge ist durch den 2.0-Standard der USB-C- Anschluss der Phones.

Bringt mehr Licht ins Dunkel

■ Xiaomi bietet in den Kamera-Apps sehr viele Foto-und Videofunktionen. Dazu gehören zum Beispiel Langzeitbelichtungen verschiedener Motive oder eine VLOG-Funktion, bei der man nacheinander die gewünschten Clips aufnimmt und die App dann alles zu einem Video zusammenfügt – samt Übergängen. Interessant ist auch das Dual-Video-Feature, bei dem das Phone gleichzeitig mit der Front-und der Rückkamera filmt. Nicht fehlen dürfen inzwischen HDR-und Nachtvideos. Ersteres lohnt sich für sehr kontrastreiche Szenen mit Gegenlicht. Helle Stellen erhalten dann mehr Zeichnung, das Bildrauschen nimmt in dunklen Bereichen ab, das Bild wird dabei aber etwas weicher. Bei den Nachtvideos wirkt das Bild heller, Rauschen reduzieren die beiden Smartphones in diesem Aufnahmemodus ebenfalls etwas.

Extrem rasantes Volltanken

Zumindest beim 12 Pro fließt beim Laden eine Menge Strom durch den Port: Xiaomi legt ein 120-Watt- Netzteil bei, wodurch das Phone mit die schnellste Ladegeschwindigkeit hat, die man in Deutschland momentan finden kann. Im Boost ist das Gerät in irrsinnigen 18 Minuten wieder voll! Kleiner Nachteil dieser Ladeleistung: Der Adapter des Pro ist mit 195 Gramm fast so schwer wie das Gerät selbst.

Die rasante Ladezeit erreicht man allerdings nur mit einem vergleichsweise kleinen 4600-mAh-Akku, der in unserem Laufzeittest sehr gute 10:16 Stunden durchhält. Kabellos lädt man mit 50 Watt, das 12X verzichtet auf dieses Feature. Hier liegt ein 67-Watt-Adapter bei. Trotz etwas kleinerem Akku (4500 mAh) erreicht das 12X mit 12:13 Stunden sogar eine längere Laufzeit.

Was die Funkeigenschaften betrifft, hat sich das 12 Pro im Labor mit guten Werten im LTE-Standard präsentiert. Eine etwas zu niedrige Strahlungsleistung bei 800 MHz (ländliche Versorgung) verhindert hier ein sehr gut. Das 12X kommt bei der LTE-Bewertung leider nicht über ein befriedigend hinaus. Es übernimmt die niedrige Strahlungsleistung bei 800 MHz des Bruders und zeigt zudem Schwächen bei 2600 MHz (Stadtgebiet). Die Telefonieakustik beider Modelle ist gut, die Rauschunterdrückung gelingt dem 12X etwas besser als dem Pro.

Oberklasse ja, aber mit Verbesserungsbedarf

Auf dem Papier kann das neue Xiaomi 12 Pro teilweise locker mit der Konkurrenz mithalten, sie in einigen Bereichen sogar übertrumpfen. Im Labor trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Hier hat der Hersteller bei Empfang, Akustik und der ein oder anderen Kamerawertung noch etwas Aufholbedarf, um das Niveau von Oppo und Samsung zu erreichen.

Mit dem 12X bietet Xiaomi eine Premium-Alternative mit besserer Preis/Leistung, bei der man in puncto Ausstattung nur wenige Abstriche machen muss.

Lennart Holtkemper

Xiaomi 12 Pro Displaymessung

■ Die Blickwinkelstabilität erreicht nicht ganz das Topniveau von Oppo, die Ablesbarkeit in der Sonne ist aber ausgezeichnet, in Innenräumen sehr gut. Auch der Outdoor-Boost kann sich mit 1069 Candela sehen lassen.

Die durchschnittliche Helligkeit erreicht ebenfalls ein sehr gut.

Xiaomi 12X Displaymessung

■ Das kleinere OLED des 12X erreicht noch bessere Messwerte als das bereits überragende Display des großen 12 Pro. Gerade der Kontrast bei Sonne sticht heraus. Der Screen ist zudem etwas blickwinkelstabiler als der des großen Bruders, der Boost fällt mit 812 Candela etwas geringer aus.

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