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Schnellmontage: Invertierte Porträts: Upside Down


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 05.12.2018

Im sehenswerten Film „Upside Down“ sind zwei Zwillingsplaneten durch die Regeln der fiktiven „dualen Schwerkraft“ miteinander verbunden. Die Bewohner beider Welten arbeiten teilweise kopfüber miteinander.Olaf Giermann dachte sich, dass ein invertiertes Gesicht bei Gesprächen unter diesen Bedingungen mitunter hilfreich sein könnte und zeigt Ihnen, wie Sie solche schrägen Porträts selbst erzeugen können.


01 VORBEREITUNGEN

Legen Sie eine neue Datei mit weißem Hintergrund in der gewünschten Ausgabegröße an. Platzieren und skalieren Sie das Porträtfoto(a) , so dass das Gesicht etwa ein Drittel des Bildes ...

Artikelbild für den Artikel "Schnellmontage: Invertierte Porträts: Upside Down" aus der Ausgabe 1/2019 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 1/2019

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Legen Sie eine neue Datei mit weißem Hintergrund in der gewünschten Ausgabegröße an. Platzieren und skalieren Sie das Porträtfoto(a) , so dass das Gesicht etwa ein Drittel des Bildes füllt. Duplizieren Sie die Ebene mit»Strg/Cmd-J« . Diese Ebene blenden Sie zunächst komplett aus, indem Sie eine schwarze Ebenenmaske zuweisen. Klicken Sie dazu in der»Ebenen« - Palette mit gehaltener»Alt« -Taste auf das Symbol»Ebenenmaske hinzufügen«(b) .

02 GROBMASKIERUNG

Aktivieren Sie die Maske der oberen Porträt-Ebene und blenden Sie mit einer großzügigen Pinselspitze und weißer Farbe nur das Gesicht ein(a) .

TIPP: Um nicht raten zu müssen, wo das Gesicht liegt, also wo Sie malen müssen, können Sie vorübergehend die »Dichte«(b) der Maske im »Eigenschaften«-Bedienfeld reduzieren.

03 FEINMASKIERUNG

Nutzen Sie nun eine kleinere Pinselspitze und schwarze Farbe, um eine genauere Maske mit glaubhaften Übergängen zu erhalten. Da niemand weiß, wie ein invertiertes Gesicht die Haaransätze verändern würde, sind Sie dabei relativ frei. Achten Sie jedoch darauf, keine Teiltransparenzen an den Übergängen der verschiedenen Haartypen (Kopfhaar und Barthaar) zu erzeugen. Nutzen Sie an diesen Stellen lieber sehr kleine, harte Pinselspitzen und folgen Sie beim Maskieren den natürlichen Haarverläufen.

TIPP: Drehen Sie das Ohr nicht passend zum Gesicht mit. So sorgen Sie für zusätzliche Irritation beim Betrachter – auch durch den nun nicht ganz richtigen Schattenwurf.

04 KOPFHAAR FÄRBEN

Der Herr im Foto hat einen roten Bart und schwarzes Kopfhaar. In der Montage fällt dieser Unterschied nun deutlich auf, da beide Haartypen hier direkt nebeneinander liegen. Abhilfe schafft eine Einstellungsebene vom Typ»Farbbalance« , die Sie auf die untere Ebene, also das vertikal gespiegelte Porträt anwenden. Verschieben Sie die»Mitteltöne« und»Tiefen« ein wenig in Richtung Rot und Gelb. Kehren Sie die Ebenenmaske der Einstellungsebene dann um und malen Sie die Korrektur mit weißer Farbe und einer weichen Pinselspitze selektiv ein.

05 BART ERWEITERN

Falls der Übergang zwischen Bart und Kopfhaar noch unschön wirkt, können Sie derartige Problemstellen mit anderen Haar-Versatzstücken auffüllen. Selektieren Sie also beispielsweise mit dem»Lasso« großzügig einen Bereich des Bartes und kopieren Sie ihn mit»Bearbeiten > Auf eine Ebene reduziert kopieren« (»Strg/Cmd-Shift-C« ) in die Zwischenablage und fügen Sie ihn mit»Strg/Cmd-V« wieder ein. Verschieben Sie den Flicken an die gewünschte Stelle, skalieren Sie ihn gegebenenfalls ein wenig und sorgen Sie mit einer Ebenenmaske, wie oben gezeigt, für glaubhafte Übergänge.

06 SÄTTIGUNG

Sollten Sie bei der Montage auf deutlich sichtbare Sättigungsunterschiede stoßen, können Sie diese releativ einfach mit einer Einstellungsebene vom Typ»Dynamik « ausgleichen. Erhöhen Sie den Wert für»Dynamik« , um die schwachen Farben zu verstärken, und senken Sie im Gegenzug die»Sättigung« . Diesen Sättigungsausgleich beschränken Sie dann mit einer Ebenenmaske auf die problematischen Stellen.

07 BEREICHE AUFFÜLLEN

In diesem Fall fehlte im unteren Bereich des Ausgangsfotos genügend „Luft“, um die gesamte Seite zu füllen. Da der Hintergrund mit einer Struktur versehen ist, wäre es relativ aufwendig, diesen Bereich manuell mit»Stempel« oder»Reparatur-Pinsel« zu füllen. Deutlich schneller und besser gelingt das in Photoshop CC 2019 mit»Bearbeiten > Inhaltsbasierte Füllung« . Wählen Sie vor dem Aufruf des Dialogs den zu füllenden Bereich mit dem»Auswahlrechteck-Werkzeug« aus. Im Arbeitsbereich der»Inhaltbasierten Füllung « können Sie unerwünschte Quell-Bereiche für die Füllung entfernen. Doch das war in diesem Fall gar nicht nötig.

08 LOOK FESTLEGEN

Um dem Bild einen einheitlichen Look und eine leichte Körnung zuzuweisen, fassen Sie mit dem Shortcut»Strg/ Cmd-Alt-Shift-E« alle bisherigen Ebenen zu einer neuen Ebene zusammen. Konvertieren Sie diese Ebene in ein Smartobjekt und wenden Sie den»Camera Raw-Filter« an.

Ich nutzte hier das vorinstallierte Profil»Modern 09« , um die grundlegende Farbigkeit festzulegen. Die übrigen Optimierungen erfolgten mit Presets des DOCMA-Raw-Systems 3.0 (siehe Seite 19ff.). Für die Kontrast-Abstimmung setzte ich die Vorgabe»Kontrast+20« ein, die Körnung wies ich über»Körnung (unregelmäßig)« zu, und das Effekte-Preset»Matt 1« sorgte für die matten Tiefen im Bild.