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Schnipp, schnapp und ab


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Werkzeugkiste - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 22.05.2022

8 Haushaltsscheren im Test

Bilder: Auerbach Verlag, Fiskars G leich 8 Haushaltsscheren stapeln sich zu Testbeginn. Es ist alles dabei – von zierlich und unscheinbar bis zum Designerstück. Die Scheren besitzen eine fast identische Länge und farblich ist für jeden etwas dabei. Bevor sich die eifrigen Tester ihr Lieblingsmodell mit für sie idealer Größe und Form aussuchen können, stellen wir klar, dass es bei einer Haushaltsschere um Vielseitigkeit geht. Und das bedeutet auch, dass möglichst alle in einem Haushalt lebenden Personen gleichermaßen mit ihr zurechtkommen müssen. Also brauchen wir keine persönlichen Favoriten, sondern objektive Maßstäbe, anhand derer wir die Kandidaten beurteilen. Der Testplan enthält dazu die Beurteilung von Schnittführung, Balance und Handlichkeit. Außerdem wird es um das Thema Hygiene und Reinigung gehen. Zuletzt legen wir den Testern noch verschiedene ...

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Bildquelle: Werkzeugkiste, Ausgabe 1/2022

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Bilder: Auerbach Verlag, Fiskars G leich 8 Haushaltsscheren stapeln sich zu Testbeginn. Es ist alles dabei – von zierlich und unscheinbar bis zum Designerstück. Die Scheren besitzen eine fast identische Länge und farblich ist für jeden etwas dabei. Bevor sich die eifrigen Tester ihr Lieblingsmodell mit für sie idealer Größe und Form aussuchen können, stellen wir klar, dass es bei einer Haushaltsschere um Vielseitigkeit geht. Und das bedeutet auch, dass möglichst alle in einem Haushalt lebenden Personen gleichermaßen mit ihr zurechtkommen müssen. Also brauchen wir keine persönlichen Favoriten, sondern objektive Maßstäbe, anhand derer wir die Kandidaten beurteilen. Der Testplan enthält dazu die Beurteilung von Schnittführung, Balance und Handlichkeit. Außerdem wird es um das Thema Hygiene und Reinigung gehen. Zuletzt legen wir den Testern noch verschiedene Materialien für Testschnitte bereit: Papier, Pappe, Kunststoffverpackungen, Küchenkräuter und Blumenstiele. Dann kann der Test beginnen. Die Tester starten gemeinsam, den Griff und die Balance der Scheren auszutesten. Alle sind verwundert, wie verschieden die Griffe konstruiert sein können: Fiskars erlaubt nur rechtshändige Bedienung und liegt dann perfekt in der Hand. Der Griff der Pearl-Schere hat so viel Grip, dass man Mühe hat, die Finger wieder herauszubekommen. Beim Déglon-Modell sind die Grifflöcher so überdimensioniert, dass sich auch größte Männerhände in ihnen verlieren: Dies bedeutet dann, dass die Finger bei jedem Schnitt wie in einem zu großen Schuh hin- und herschlackern. Für eine saubere Schnittführung und ein ermüdungsfreies Arbeiten wählen alle spontan lieber ein anderes Modell. Insgesamt zeigen die Scheren gute Schnittleistungen und die Klingen sind durchweg stabil und gut geschärft.(1) Je nach Daumendicke des Benutzers wird es im Daumenloch der Schere von Kuhn Rikon eng (2) Die Schere von Dick ist dank integriertem Kapselheber und Schraubverschlussöffner bzw. Nussknacker vielseitig einsetzbarEinsatzzwecke Die Tupperware-Schere kann sich aufgrund ihres Wellenschliffs der einen Klinge regelrecht im Material festbeißen, wodurch ein Ab- oder Durchrutschen des Schnittguts verhindert wird. Manche Tester stört dieses knabbernde Gefühl beim Schneiden von Papier, aber spätestens beim Schneiden von Blumenstielen zeigen sie sich wieder versöhnt, denn der Wellenschliff zeigt hier klare Wirkung: kraftvolles Schneiden ohne Durchrutschen. Die drei Modelle von Dick, Stahlkrone und Tupperware haben am Ende ihres Griffs sogenannte Ohren, die das Bedienen der Schere mit der Hand zusätzlich unterstützen können. Gerade bei dicken und schwer zu schneidenden Materialien freuen sich die Tester über dieses Plus an Kraftübertragung. Als einziges Modell im Test hat die Kuhn-Rikon-Schere einen Kräuterabstreifer in der Klinge integriert, durch die man Stiele von Kräutern wie Rosmarin ziehen kann.Schnitt und Schnittführung Zur Beurteilung des Schnitts lassen wir jede Schere nacheinander Papier, dicken Pappkarton, Stoff, Kunststoffverpackungen und Küchenkräuter schneiden. Hierbei prüfen wir, wie leichtgängig die Schere arbeitet, wie genau eine gerade Linie verfolgt werden kann und ob auch sauberer Kurvenschnitt möglich ist. Das Spitzenfeld hierbei besteht aus Stahlkrone, Fiskars, Pearl und Global. Mühelos und elegant gleiten deren Klingen durch die Testmaterialien. Der eben noch für seine Durchsetzungsstärke so gelobte Wellenschliff des Tupperware-Modells vermag beim Schneiden von Papier nicht recht zu überzeugen, denn das unruhige Ruckeln der einzelnen Zähnchen verhindert eine ruhige Schnittführung. Wir entdecken bei Fiskars und Pearl die Möglichkeit, die Klingenspannung durch Justage der Zentralschraube anzupassen, während alle anderen Testkandidaten genietete Verbindungen nutzen und somit nicht individuell einstellbar sind. Die stark abgerundete Scherenspitze von Kuhn Rikon führt beim filigranen Schneiden von Papier dazu, dass die Schnittkante am Ende des Schnitts ausreißt. Beim Schlusslicht von Déglon kippelt die Schere wie schon vorher erwartet in der Hand hin und her, was natürlich auf Kosten der Schnittgenauigkeit geht.(3) Der Griff der Déglon-Schere ist eindeutig überdimensioniert und bietet den Fingern beim Schneiden keinerlei Halt (4) Der ergonomisch geformte und asymmetrische Scherengriff von Fiskars ist nur für Rechtshänder geeignet (5) Die gummierte Griffinnenseite der Schere von Pearl sorgt stets für einen sicheren Halt (6) Die Klingenspannung lässt sich bei dem Modell von Fiskars individuell durch eine Schraube einstellen Verarbeitung Praktisch alle Scheren wirken durchdacht und solide verarbeitet. Unsere anfängliche Sorge, dass die zerlegbaren Scheren unsauberer schneiden oder instabil wirken, hat sich schnell zerschlagen, denn die Hersteller haben offenbar sehr gut darauf geachtet, den zum Zerlegen benötigten Öffnungswinkel der Scheren weit genug zu wählen, dass man ihn nicht versehentlich erreicht. Bei den Modellen mit Plastikgriffen sind die Materialübergänge stimmig und wir finden nirgends störende Materialüberstände. Lediglich bei der Déglon-Schere finden wir Verarbeitungsmängel: Die Holzapplikationen an den Griffen sind nicht passgenau und wirken recht lieblos angebracht. Im Bereich ihrer Drehachse ist außerdem die Besonderheit zu sehen, dass Klinge und Griff aus verschiedenen Metallen bestehen. Ärgerlich finden wir die nicht starre Verbindung von Griff und Klinge, die zu einem Kippeln und letztlich zu stark unterschiedlichen Klingendruck führt. Alle anderen Scheren vermeiden dies durch einteiligen, durchgehenden Stahl oder fest im Plastik vergossene Stahlstreifen.(7) Durch voneinander lösbare Klingen ist die Schere von Kuhn Rikon kinderleicht zu reinigen Reinigung Küchenscheren unterliegen aufgrund des nicht immer sauberen Schnittguts einer häufigen Verschmutzung, weshalb wir im Folgenden ein Augenmerk darauf werfen wollen, wie leicht und gründlich sich die Scheren reinigen lassen. Tupperware, Kuhn Rikon und Dick haben die Scheren so entworfen, dass sich Oberund Unterteil mühelos, ohne Werkzeug voneinander trennen lassen. Hierdurch werden alle Stellen, die beim Schneiden verschmutzen können, leicht erreichbar und können kinderleicht gereinigt werden. Bei den übrigen Modellen bleibt stets das Gefühl zurück, dass nicht alle Teile der Schere sauber zu bekommen sind. Spätestens in dem Moment, wo die Schere dann auch einmal zum Schneiden von Rohkost genutzt werden soll, muss man unweigerlich an mangelnde Hygiene denken. Innerhalb der Gruppe der nicht zerlegbaren Scheren fällt erneut das Déglon-Modell negativ auf, weil bei diesem die vielen schwer erreichbaren Ecken und Vertiefungen eine Reinigung erschweren. Fazit Die Vielzahl der getesteten Scheren zeigt den Erfindungsreichtum der Hersteller, und viele der realisierten Ideen sind ansprechend und sinnvoll umgesetzt. Die Scheren von Stahlkrone und F. Dick helfen nebenbei, Kronkorken und Drehverschlüsse von Getränkeflaschen zu öffnen. Fiskars formt die Handgriffe so elegant, dass sie praktisch mit der Hand verschmelzen, und die gummierten Griffe der Pearl-Schere verhindern wirkungsvoll das Verrutschen der Schere. Und so findet jede Schere zu ihrer passenden Hand. Einsames Schlusslicht in fast jeder Disziplin bleibt leider die Designerschere von Déglon, die unausgereift und unhandlich wirkt. Die übrigen Scheren liefern hingegen durchweg gute Ergebnisse und liegen in der Schlusswertung nah beieinander. Die selbstschärfende Schere von Stahlkrone überzeugt in Funktion, Handhabung und Verarbeitung und ist daher der verdiente Testsieger unseres großen Haushaltsscheren-Tests. Herzlichen Glückwunsch! (8) Der Wellenschliff des Modells von Tupperware hilft, dass das Schneidgut nicht wegrutscht Bilder: Auerbach Verlag, Fiskars, Stahlkrone, Tupperware Bilder: Auerbach Verlag, Déglon, F. Dick, Fiskars, Global, Kuhn Rikon, PearlTestverfahren Die Testgeräte: 8 Haushaltsscheren Funktion: Probanden mit Vorerfahrung im Umgang mit Haushaltsscheren bewerten den Schnitt beim bzw. die Eignung für das Zerteilen von Kräutern, Papier, Pappe, Plastikverpackungen, Blumenstielen etc., dabei wird auch auf die Schnittführung beim Arbeiten geachtet. Weiterhin werden Griff und Balance der Schere untersucht und bewertet. Die Lage des Griffs in der Hand und die Grifflochgröße, der Grip, die Balance der Schere und das Gewichtsgefühl werden hierfür bewertet. Handhabung: In die Handhabungsnote geht die Reinigung von Klingen und Griff samt Pflege der Schere ein. Verarbeitung: Beurteilt werden insbesondere die Wertigkeit der verwendeten Materialien und deren Verarbeitung, auch die eventuell vorhandene Grate und Materialüberstände. Die Bewertung der Gängigkeit des Schließmechanismus’ geht ebenfalls in die Note ein.Ökologie: Bewertet wird unnötige Verpackung und entstehender (Plastik-)Müll. Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut die Schere verhindern kann, dass dem Nutzer durch Klemmen und Schneiden Schäden entstehen. Dazu wird die Griffigkeit untersucht, insbesondere ob ein Abrutschen beim Arbeiten mit der Schere möglich ist.

G leich 8 Haushaltsscheren stapeln sich zu Testbeginn. Es ist alles dabei – von zierlich und unscheinbar bis zum Designerstück. Die Scheren besitzen eine fast identische Länge und farblich ist für jeden etwas dabei. Bevor sich die eifrigen Tester ihr Lieblingsmodell mit für sie idealer Größe und Form aussuchen können, stellen wir klar, dass es bei einer Haushaltsschere um Vielseitigkeit geht. Und das bedeutet auch, dass möglichst alle in einem Haushalt lebenden Personen gleichermaßen mit ihr zurechtkommen müssen. Also brauchen wir keine persönlichen Favoriten, sondern objektive Maßstäbe, anhand derer wir die Kandidaten beurteilen. Der Testplan enthält dazu die Beurteilung von Schnittführung, Balance und Handlichkeit. Außerdem wird es um das Thema Hygiene und Reinigung gehen. Zuletzt legen wir den Testern noch verschiedene Materialien für Testschnitte bereit: Papier, Pappe, Kunststoffverpackungen, Küchenkräuter und Blumenstiele. Dann kann der Test beginnen. Die Tester starten gemeinsam, den Griff und die Balance der Scheren auszutesten. Alle sind verwundert, wie verschieden die Griffe konstruiert sein können: Fiskars erlaubt nur rechtshändige Bedienung und liegt dann perfekt in der Hand. Der Griff der Pearl-Schere hat so viel Grip, dass man Mühe hat, die Finger wieder herauszubekommen. Beim Déglon-Modell sind die Grifflöcher so überdimensioniert, dass sich auch größte Männerhände in ihnen verlieren: Dies bedeutet dann, dass die Finger bei jedem Schnitt wie in einem zu großen Schuh hin- und herschlackern. Für eine saubere Schnittführung und ein ermüdungsfreies Arbeiten wählen alle spontan lieber ein anderes Modell. Insgesamt zeigen die Scheren gute Schnittleistungen und die Klingen sind durchweg stabil und gut geschärft.

Einsatzzwecke

Die Tupperware-Schere kann sich aufgrund ihres Wellenschliffs der einen Klinge regelrecht im Material festbeißen, wodurch ein Ab- oder Durchrutschen des Schnittguts verhindert wird. Manche Tester stört dieses knabbernde Gefühl beim Schneiden von Papier, aber spätestens beim Schneiden von Blumenstielen zeigen sie sich wieder versöhnt, denn der Wellenschliff zeigt hier klare Wirkung: kraftvolles Schneiden ohne Durchrutschen. Die drei Modelle von Dick, Stahlkrone und Tupperware haben am Ende ihres Griffs sogenannte Ohren, die das Bedienen der Schere mit der Hand zusätzlich unterstützen können. Gerade bei dicken und schwer zu schneidenden Materialien freuen sich die Tester über dieses Plus an Kraftübertragung. Als einziges Modell im Test hat die Kuhn-Rikon-Schere einen Kräuterabstreifer in der Klinge integriert, durch die man Stiele von Kräutern wie Rosmarin ziehen kann.

Schnitt und Schnittführung

Zur Beurteilung des Schnitts lassen wir jede Schere nacheinander Papier, dicken Pappkarton, Stoff, Kunststoffverpackungen und Küchenkräuter schneiden. Hierbei prüfen wir, wie leichtgängig die Schere arbeitet, wie genau eine gerade Linie verfolgt werden kann und ob auch sauberer Kurvenschnitt möglich ist. Das Spitzenfeld hierbei besteht aus Stahlkrone, Fiskars, Pearl und Global. Mühelos und elegant gleiten deren Klingen durch die Testmaterialien. Der eben noch für seine Durchsetzungsstärke so gelobte Wellenschliff des Tupperware-Modells vermag beim Schneiden von Papier nicht recht zu überzeugen, denn das unruhige Ruckeln der einzelnen Zähnchen verhindert eine ruhige Schnittführung. Wir entdecken bei Fiskars und Pearl die Möglichkeit, die Klingenspannung durch Justage der Zentralschraube anzupassen, während alle anderen Testkandidaten genietete Verbindungen nutzen und somit nicht individuell einstellbar sind. Die stark abgerundete Scherenspitze von Kuhn Rikon führt beim filigranen Schneiden von Papier dazu, dass die Schnittkante am Ende des Schnitts ausreißt. Beim Schlusslicht von Déglon kippelt die Schere wie schon vorher erwartet in der Hand hin und her, was natürlich auf Kosten der Schnittgenauigkeit geht.

Verarbeitung

Praktisch alle Scheren wirken durchdacht und solide verarbeitet. Unsere anfängliche Sorge, dass die zerlegbaren Scheren unsauberer schneiden oder instabil wirken, hat sich schnell zerschlagen, denn die Hersteller haben offenbar sehr gut darauf geachtet, den zum Zerlegen benötigten Öffnungswinkel der Scheren weit genug zu wählen, dass man ihn nicht versehentlich erreicht. Bei den Modellen mit Plastikgriffen sind die Materialübergänge stimmig und wir finden nirgends störende Materialüberstände. Lediglich bei der Déglon-Schere finden wir Verarbeitungsmängel: Die Holzapplikationen an den Griffen sind nicht passgenau und wirken recht lieblos angebracht. Im Bereich ihrer Drehachse ist außerdem die Besonderheit zu sehen, dass Klinge und Griff aus verschiedenen Metallen bestehen. Ärgerlich finden wir die nicht starre Verbindung von Griff und Klinge, die zu einem Kippeln und letztlich zu stark unterschiedlichen Klingendruck führt. Alle anderen Scheren vermeiden dies durch einteiligen, durchgehenden Stahl oder fest im Plastik vergossene Stahlstreifen.

Reinigung

Küchenscheren unterliegen aufgrund des nicht immer sauberen Schnittguts einer häufigen Verschmutzung, weshalb wir im Folgenden ein Augenmerk darauf werfen wollen, wie leicht und gründlich sich die Scheren reinigen lassen. Tupperware, Kuhn Rikon und Dick haben die Scheren so entworfen, dass sich Oberund Unterteil mühelos, ohne Werkzeug voneinander trennen lassen. Hierdurch werden alle Stellen, die beim Schneiden verschmutzen können, leicht erreichbar und können kinderleicht gereinigt werden. Bei den übrigen Modellen bleibt stets das Gefühl zurück, dass nicht alle Teile der Schere sauber zu bekommen sind. Spätestens in dem Moment, wo die Schere dann auch einmal zum Schneiden von Rohkost genutzt werden soll, muss man unweigerlich an mangelnde Hygiene denken. Innerhalb der Gruppe der nicht zerlegbaren Scheren fällt erneut das Déglon-Modell negativ auf, weil bei diesem die vielen schwer erreichbaren Ecken und Vertiefungen eine Reinigung erschweren.

Fazit

Die Vielzahl der getesteten Scheren zeigt den Erfindungsreichtum der Hersteller, und viele der realisierten Ideen sind ansprechend und sinnvoll umgesetzt. Die Scheren von Stahlkrone und F. Dick helfen nebenbei, Kronkorken und Drehverschlüsse von Getränkeflaschen zu öffnen. Fiskars formt die Handgriffe so elegant, dass sie praktisch mit der Hand verschmelzen, und die gummierten Griffe der Pearl-Schere verhindern wirkungsvoll das Verrutschen der Schere. Und so findet jede Schere zu ihrer passenden Hand. Einsames Schlusslicht in fast jeder Disziplin bleibt leider die Designerschere von Déglon, die unausgereift und unhandlich wirkt. Die übrigen Scheren liefern hingegen durchweg gute Ergebnisse und liegen in der Schlusswertung nah beieinander. Die selbstschärfende Schere von Stahlkrone überzeugt in Funktion, Handhabung und Verarbeitung und ist daher der verdiente Testsieger unseres großen Haushaltsscheren-Tests. Herzlichen Glückwunsch!

Testverfahren

Die Testgeräte: 8 Haushaltsscheren

Funktion: Probanden mit Vorerfahrung im Umgang mit Haushaltsscheren bewerten den Schnitt beim bzw. die Eignung für das Zerteilen von Kräutern, Papier, Pappe, Plastikverpackungen, Blumenstielen etc., dabei wird auch auf die Schnittführung beim Arbeiten geachtet. Weiterhin werden Griff und Balance der Schere untersucht und bewertet. Die Lage des Griffs in der Hand und die Grifflochgröße, der Grip, die Balance der Schere und das Gewichtsgefühl werden hierfür bewertet.

Handhabung: In die Handhabungsnote geht die Reinigung von Klingen und Griff samt Pflege der Schere ein.

Verarbeitung: Beurteilt werden insbesondere die Wertigkeit der verwendeten Materialien und deren Verarbeitung, auch die eventuell vorhandene Grate und Materialüberstände. Die Bewertung der Gängigkeit des Schließmechanismus’ geht ebenfalls in die Note ein.

Ökologie: Bewertet wird unnötige Verpackung und entstehender (Plastik-)Müll.

Sicherheit: Die Sicherheit und Unversehrtheit des Nutzers stehen hier im Fokus. Geprüft und bewertet wird, wie gut die Schere verhindern kann, dass dem Nutzer durch Klemmen und Schneiden Schäden entstehen. Dazu wird die Griffigkeit untersucht, insbesondere ob ein Abrutschen beim Arbeiten mit der Schere möglich ist.