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Schöner schlitteln


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 27.01.2022

Schlittenwanderungen

Artikelbild für den Artikel "Schöner schlitteln" aus der Ausgabe 2/2022 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 2/2022

Grindelwald: Mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau

Sie nennt sich forsch die „längste Schlittelabfahrt der Welt“, und hat vermutlich die spektakulärste Kulisse: Das Bergtrio Eiger, Mönch und Jungfrau steht Spalier auf der 15 Kilometer langen „Big Pintenfritz“ hoch über Grindelwald im Berner Oberland. Um die Tour der Superlative angemessen zu genießen, plant man am besten einen kompletten Tag ein. Der beginnt ganz entspannt mit einer Gondelfahrt vom Bergdorf Grindelwald 25 Minuten hinauf ins spektakuläre Firstgebiet auf 2.168 Meter. Dort startet ein markierter Winterwanderweg, auf dem man in rund drei Stunden am Bachalpsee vorbei insgesamt etwas über 500 Höhenmeter zum Faulhorn aufsteigt. Damit ist auf 2.681 Metern der höchste Punkt der Tour erreicht. Idealerweise zaubert man jetzt ein Picknick aus dem Rucksack, das auf einem sonnigen Plätzchen verzehrt wird – mit einem ...

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... Fernblick, gefühlt über die ganze Schweiz. Jetzt heißt es auf die Schlitten und los. Vom Start weg lässt die Abfahrt Richtung Bussalp und Grindelwald den mühsamen Aufstieg vergessen. Die ersten 800 Höhenmeter schwebt man über weite Hänge mit prächtigem Fernblick, fast meint man zu fliegen. Später taucht die Piste ab und an in den Wald ein, aber sie bleibt meistens breit, und das Gefälle ist selbst mit dem schwerfälligen Davos-Schlitten gut beherrschbar – wenn man sich nicht scheut, ab und an kräftig zu bremsen. Ansonsten fliegt man möglicherweise aus der Kurve – und landet hoffentlich butterweich im Tiefschnee.

1.600 Höhenmeter geht es auf 15 Kilometern bergab mit etlichen Möglichkeiten, einen kalorienreichen Stopp einzulegen. So kam die Piste auch zu ihrem Namen: Man erzählt sich, dass der einstige Wirt des Faulhorn-Restaurants beim Schlitteln unterwegs regelmäßig in der ein oder anderen Pinte hängengeblieben sei. Lust auf Deftiges? Die Rösti mit Speck und Spiegelei schmecken am besten auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants Bussalp.

Alternativ kann man sich auch (fünfmal täglich) von den gelben Grindelwald-Bussen vom Bahnhof Grindelwald zur Bussalp kutschieren lassen, dort einen Schlitten mieten und auf unterschiedlichen Schlittenwegen ins Tal rodeln, wo man das Gefährt zurückgeben kann. Details: grindelwaldbus.ch/de/schlitteln, grindelwald.swiss/de/winter

Übernachten: Wer keinen Luxus braucht und nicht die astronomischen Schweizer Hotelpreise zahlen will, ist im Hotel Bel-Air Eden in Grindelwald richtig: Einfache Zimmer mit sehr gutem Frühstück und Blick auf die Eigernordwand, wenige Schritte vom Bahnhof und trotzdem ruhig und zentrumsnah gelegen. Die Busstation zur Bussalp ist zwei Gehminuten entfernt. hotel-belair.ch/de

Bernau: Mit dem Pistenbully zur Hütte

Wenn der Winter schneereich und kalt ist, dann ist das Bernauer Hochtal im Schwarzwald eine Topadresse für eine kleine Auszeit. Eine Autostunde südöstlich von Freiburg gibt es hier zehn gespurte Loipen (insgesamt 50 km), neun präparierte Winterwanderwege (40 km), zwei Skigebiete mit fünf Liften – und eine 3,5 km lange Rodelbahn mit 370 Meter Höhenunterschied. Sie startet bei der Krunkelbach-Hütte auf 1.294 Metern, die man entweder erwandern muss, oder man lässt sich vom Pistenbully hinauf chauffieren. Erwachsene zahlen 7 Euro pro Fahrt, Kinder bis 12 Jahre 5 Euro. Fünf Euro kostet auch der Schlitten, den man in der Hütte leihen kann.

Die Fahrt mit dem Pistenbully kann auch der Auftakt für einen kleinen Abenteuerurlaub sein, denn der Hüttenwirt vermietet sieben Zimmer. Weil keine fremden Personen zusammengelegt werden, kann man die Zimmer nur komplett mieten. Zur Auswahl stehen zwei Doppelzimmer, ein Dreibett-, drei Vierbett- und ein Achtbettzimmer. Das Zwei-Bett-Zimmer kostet 56 Euro, das Zimmer mit vier Betten 112 Euro. Die Betten sind bezogen, das Frühstück kommt mit acht Euro extra auf die Rechnung. Wer eine Übernachtung mit kleinen Kindern plant, erkundigt sich bei der Buchung am besten, ob zur selben Zeit eine größere Gruppe angesagt ist, denn dann kann es bis in die Nachtstunden laut werden.

Den Ort Bernau gibt es übrigens nicht, jedenfalls nicht so, wie man sich das vorstellt. Zehn kleine Ortsteile mit insgesamt 2.000 Einwohnern liegen verstreut im Bernauer Hochtal auf 900 Metern. Wer mit dem Schlitten von der Krunkelbachhütte abfährt, landet zum Beispiel im Ortsteil Hof, von wo aus (beim Skilift Hofeck) Hüttenwirt Werner Jünger mit der großen Schneeraupe wieder zum Berggasthaus hinauffährt.

Der Hüttenwirt bietet auch geführte Schneeschuhwanderungen an. Beispiel: Die Schneeschuh-Tour von der Krunkelbachhütte zum Herzogenhorn kostet einschließlich Hütteneintopf und Schlittenfahrt 39,90 Euro. krunkelbach.de

bernau-schwarzwald.de

Großer Arber: Rodelspaß auch für Minis

Der Große Arber ist mit 1.456 Metern der größte Berg im Bayerischen Wald und das beliebteste und größte Familienskigebiet der Region. Die Rodelbahn am Sonnenhang verläuft parallel zur Skipiste, ist breit wie eine Autobahn und ohne Kurven. Gleich zu Beginn darf man richtig Gas geben, denn danach kommt ein flaches Ziehstück, für das man den Schwung prima brauchen kann. 1.200 Meter lang ist die Bahn und pures Rodelglück für Kinder, die hier auch solo fahren dürfen. Alles beginnt an der Talstation der Sonnenhang-Sesselbahn – der ersten Sesselbahn weltweit mit einem automatischen Kinderschließbügel – mit der Auffahrt zur Mittelstation, wo die Rodelbahn startet. Achtung, dafür muss man den Skihang queren. Nach dem Rodeln geht man ein paar Meter hinunter zur Bushaltestelle, von wo der kostenlose Rodelbus die Gäste wieder zur Sonnenhang-Sesselbahn bringt, wo man Schlitten übrigens auch mieten kann.

Gastronomie gibt es überall entlang der Strecke. An der Talstation liegt das „Gasthaus zur Gondelbahn“ mit bayerischen und böhmischen Spezialitäten, an der Bergstation des Lifts steht der „Arber-Stadl“, auf der halben Strecke der Rodelbahn kann man im „Berghaus Sonnenfels“ mit großer Terrasse einkehren und am Ende der Bahn wartet das „Thurnhofstüberl“.

Wem das alles deutlich zu harmlos ist, der holt sich einen Adrenalinschub auf der benachbarten Rodelbahn Brennes-Mooshütte, Start ist bei der Skischule Arber auf 1.050 Metern (hier ist auch der Schlittenverleih). Die Schlittenbahn ist zwar nur 800 Meter lang, weist aber mit 120 Metern ein respektables Gefälle auf. An der Mooshütte kann man zünftig einkehren. Wer mag, wandert von hier aus rund um den Kleinen Arbersee. auf-den-berg.de/wandern/bayern/rodeln-am-arber

Übernachten: Wer auf dem Berg wohnen will quartiert sich in der Mooshütte ein (Doppelzimmer mit Frühstück ab 67 Euro pro Person). In Bayerisch-Eisenstein bietet Maier’s Pension Doppelzimmer mit Frühstück ab 99 Euro, großes Frühstücksbuffet inklusive Brotzeit zum Mitnehmen eingeschlossen. berghotel-mooshuette.de, maier-ferienwohnungen.com

Wallberg am Tegernsee: Für Sportliche

Die 6,5 km lange Naturrodelbahn am Wallberg gehört zu den längsten und sportlichsten in Deutschland und ist mit 825 Höhenmetern und engen Kurven nichts für Anfänger und Menschen mit kleinen Kindern. Sie gilt als eine der schönsten Rodelstrecken im Alpenraum, auch wegen des Weitblicks, der an klaren Tagen von der Zugspitze bis München reicht. Die Strecke wird jede Nacht frisch präpariert und ist deshalb von 17 bis 9 Uhr gesperrt. Bei unsicherer Schneelage (vereist oder zu viel Neuschnee) wird die Bahn gesperrt. Die Strecke ist gesichert und die Kurven sind überhöht, man muss aber jederzeit mit ungeübten Rodlern rechnen, die nach einem Sturz die Bahn blockieren.

Bergauf geht es mit der Gondel der Wallbergbahn, die alle Rodler zum Start bei der Bergstation bringt. Von der Terrasse des Panoramarestaurants geht der Blick über den Tegernsee und den Alpenhauptkamm, und an klaren Tagen bis zur Landeshauptstadt. Auf halber Strecke der Abfahrt liegt die urige Wallbergmoosalm mit original bayerischer Küche (Montag Ruhetag). Ab hier wird die Strecke breiter, und nach der Haarnadelkurve kann man es auf der präparierten Panoramastraße bis zum Tal richtig schön laufen lassen. Der Rodelverleih ist an der Talstation der Wallbergbahn, wo man das Gefährt auch wieder abgeben kann.

Einziger Nachteil: München ist nur eine Autostunde entfernt und der Andrang kann am Wochenende heftig sein. Lieber unter der Woche hinfahren. tegernsee.com, wallbergbahn.de, wallbergmoosalm.de

Übernachten: Dafür empfiehlt sich das ruhig gelegene, familiengeführte Hotel Berlin mit Wellnessbereich und Zimmerpreisen ab 82 Euro (Einzel), 126 Euro (Doppel) und 148 Euro (Dreibett), immer inklusive Frühstück. hotel-berlin-tegernsee.de

Chiemgau: Vom Glück auf der Alm

Auf die Niederalm kommt man nicht nur für einen Tag, sondern lieber für eine ganze Woche. Oder noch länger. Denn diese Almhütte ist ein Platz zum Glücklichsein, wie sie da so ganz allein inmitten einer großen Natur sitzt und aussieht, als hätte ein Kind ein Bild vom Paradies gemalt. Drinnen wird sofort klar: Gemütlicher kann’s nicht werden. Das Erdgeschoss hat Fußbodenheizung überall, im Wohnzimmer genauso wie im Bad und in der Küche mit Elektroherd, Spülmaschine, Kühlschrank und Holzofen mit Backrohr. Nebenan wartet die Sitzecke, sechs bis zehn Menschen können hier speisen und spielen, ein Lieblingsplatz für lange Abende. Zum Schlafen geht’s ins Obergeschoss mit drei Schlafzimmern mit Doppelbett. Handtücher und Bettwäsche sind inklusive; in der Küche stapelt sich das Brennholz.

Die Gastgeber Steffi und Anderl Aigner bringen die Koffer der Wintergäste mit dem Raupen-Polaris zur Hütte, ebenso die Verpflegung samt Getränken; maximal zwei Personen dürfen dabei mitfahren.

Ansonsten erreicht man die Niederalm im Winter am Wochenende mit der Hochplattenbahn. Die Doppelsesselbahn fährt jeweils Samstag und Sonntag von Marquartstein auf die Bergstation auf 1.040 Meter. An Wochentagen wandert man über den gefrästen Winterwanderweg zu Fuß in einer Stunde hinauf.

Ideal für Familien mit Kindern: Vor der Tür der Niederalm beginnt der „Bergerlebnisweg“ mit 20 Spielstationen, mit Klanghölzern und Holzschaukeln, der Rundweg endet nach vier Kilometern wieder an der Hütte, unterwegs eröffnen sich fantastische Ausblicke auf die Chiemgauer Bergwelt mit Kampenwand und Gederer Wand, ins Achental hinein und auf den Chiemsee.

Schlittenfahren kann man natürlich auch. Die Naturrodelbahn beginnt an der Bergstation der Hochplattenbahn unweit von der Almhütte und führt dreieinhalb Kilometer kurvig und teilweise rasant 450 Höhenmeter durch den verschneiten Bergwald hinab zur Talstation in Niedernfels. Am Wochenende kann man gemütlich mit der Hochplattenbahn wieder nach oben zum Start fahren, unter der Woche wandert man eine Stunde durch den Winterwald. Den Leihschlitten gibt es gegen 6 Euro bei der Bergbahn.

naderbauer.de/urlaub-auf-der-alm, hochplattenbahn.de

Engelberg: Vier Routen zur Auswahl

Engelberg Titlis ist das größte Skigebiet der Zentralschweiz mit mehr als 80 km Pisten für jedes Niveau, mit fünf Langlaufloipen – und einer 3,5 km langen Schlittenbahn, die es in sich hat. Denn das Schlitteln oder besser das Bobfahren hat in Engelberg eine lange Tradition: 1934 wurden hier die Zweierbob-Weltmeisterschaften ausgetragen. Die heutige Schlittenpiste folgt dieser Wettkampfstrecke von der Gerschnialp ins Tal.

Die heutigen Schlittenfahrer gelangen mit der Gondel ab Titlis Talstation zum Start auf die Gerschnialp auf 1263 Metern. Oben greift man sich einen Schlitten, den man im Tal mit dem Kauf des Seilbahntickets mieten kann, und rodelt auf der entschärften einstigen Bobstrecke durch den verschneiten Gerschniwald in langen Kurven zurück zum Start. Die Schlitten-Tageskarte erlaubt beliebig viele Fahrten bis zur letzten Bergfahrt der Seilbahn.

Die Gerschnialp-Bahn ist die längste von insgesamt vier Schlittenpisten. Für Familien mit kleinen Kindern ist der ein Kilometer lange Schlittelweg auf der Fürenalp ideal – hier geht es immer geradeaus, ohne Kurven und mit moderatem Gefälle durch ein prächtiges Bergpanorama. Die Fürenalp-Bahn bringt die Schlittenfahrer bequem zur Bergstation auf 1.850 Meter, von dort ist es noch ein Kilometer zu Fuß zum Start. Man kann aber auch schon früher an verschiedenen Stellen starten, wenn man nicht den ganzen Kilometer laufen möchte. Den Schlitten gibt es gratis bei der Bergstation, die mit einer großen Sonnenterrasse und Schweizer Spezialitäten lockt.

Start der beiden anderen Schlittenbahnen ist die Brunnihütte (Gondelbahn ab Brunni Talstation nach Ristis, von dort im Sessellift zur Brunnihütte). Die Schlittenpiste „Zigerboden“ (1,4 km) ist auf manchen Passagen extrem steil und nur für Nervenstarke und geübte Fahrer zu empfehlen, die Piste „Rinderbüel“ (1,8 km) ist dagegen eher ungefährlich, beide enden an der Talstation. Wer einen entspannten Kindertag einschieben will: Hinter dem Bergrestaurant Ristis wartet der Yeti-Park (mit Schlittenverleih), ein Erlebnispark für die Kleinen, die hier gefahrlos rutschen und rodeln können. engelberg.ch/winter/schlitteln, fuerenalp.ch/schlitteln

Übernachten: Zum Bergrestaurant gehört auch die Berglodge, die von den Brunni Bergbahnen betrieben wird, die erste und bislang einzige CO 2 -neutrale Bergbahn der Schweiz. Die Berglodge ist eine moderne Version der Alpenhütte mit bester Küche und sieben Zimmern. Das Vierbettzimmer mit Etagenbad kostet 170 CHF (163 Euro), das Fünfbett-Zimmer mit eigenem Bad und Küchenzeile kostet 215 CHF (206 Euro). Im Preis eingeschlossen ist ein 3-Gänge-Nachtessen, das Frühstück und der Brunni-Skipass. brunni. ch/de. Wer lieber im Tal wohnt, dem bietet das klimaneutrale Hotel Crystal in Engelberg Doppel-und Familienzimmer mit Bad und Frühstück für 170 CHF (164 Euro) an, der Besuch in der hauseigenen Alpensauna ist eingeschlossen. hotelcrystal.ch

Touristische Gütesiegel unter der Lupe

Weit über 100 Gütesiegel stehen für nachhaltige Angebote, versprechen umwelt- und sozialverantwortliche Produkte und sollen Orientierungshilfe bei der Buchung geben. Welche Standards ein Label aber tatsächlich erfüllt und wie glaubwürdig das überprüft wird, bleibt für den Urlauber ein Rätsel. Für manche Gütesiegel müssen sich die Anbieter strengen externen Kontrollen unterziehen, andere gibt es für simple Absichtserklärungen. Die Schweizer Nonprofit-Organisation „Fairunterwegs“ macht die 50 wichtigsten touristischen Labels transparent, erklärt, wer dahintersteckt, wie geprüft wird und wofür die Siegel stehen. Auch die Kompensationsanbieter für Flugreisen werden unter die Lupe genommen, dazu gibt es Länderinfos und jede Menge Tipps für umweltbewusste Reisende. fairunterwegs.org

Knödelabend auf dem Bauernhof

Das „Zammsitzen“ in der guten Stube gehört bei den Bauernhöfen der Marke „Roter Hahn“ in Südtirol zum Alltag und die Gäste sind selbstverständlich dazu eingeladen. Bei manchen Bäuerinnen hat der gemeinsame „Knödelabend“ Tradition, beim Kneten und Formen lernt man sich gleich besser kennen. Viele der 250 Bauernhöfe, die sich in einem gemeinsamen Katalog vorstellen, haben Besonderes zu bieten. So häkelt Johanna Aichner vom Meraner Hoferhof aus der Wolle ihrer freilebenden Bergschafe Kissen und Teppiche, und der Obstbauer Karl Heinz Windegger drechselt in seiner Werkstatt Unikate aus Holz. Auch beim Wohnkomfort bieten die „Roter Hahn“- Höfe hohe Qualität mit Ferienwohnungen und Zimmern, die restauriert oder modern gestylt sind – fast immer mit Öko-Materialien. roter-hahn.it

Winterwandern mit Picknick

Noch Urlaubstage abzufeiern? Vom 11. bis 14. März steigen in Kartitsch die „Europäischen Winterwandertage“ mit großem Programm. Kartitsch ist ein kleiner Ort auf schneesicheren 1.356 Metern im Osttiroler Gailtal und das erste zertifizierte österreichische Winterwanderdorf. Für die Gäste gibt es den ganzen Winter jede Woche mehrere geführte Wanderungen. Wer lieber allein unterwegs ist, findet neun zertifizierte, beschilderte Winterwanderwege mit Rastplätzen, die täglich gewartet und geräumt werden. Hotels und Pensionen versorgen die Besucher mit Rucksäcken, Wanderstöcken, Sitzunterlagen sowie mit (mit Tee) gefüllten Thermoskannen. Vom 11. bis 14. März kosten drei Übernachtungen mit Frühstück, Winterpicknick und Wanderprogramm mit Transfers 165 Euro im Privatzimmer und 285 Euro im teuersten Hotel. winterwanderdorf.at

Warm anziehen für den Blick ins All

Die klaren Winternächte sind ideal, um den Sternenhimmel zu beobachten. Das geht am besten auf Berggipfeln oder in den Dark-Sky-Regionen, die in Deutschland als Sternenpark firmieren. Als erster Sternenpark hierzulande wurde 2014 das Westhavelland von der Dark Sky Association zertifiziert. Mitten im Sternenpark Westhavelland bietet Liane Zemlin vier Ferienhäuser an, die mit hochwertigen Teleskopen ausgestattet sind, auf Wunsch gibt es dazu vor Ort eine Einführung und ausführliche Infos. Wer das Sternenschauen mit dem Skifahren verbinden will: Das Hotel Pacheiner, auf dem Gipfel der Kärntner Gerlitzen Alpe auf 1.900 Metern gelegen, besitzt eine eigene Sternwarte mit einem Spiegelteleskop (42,5 cm Durchmesser) und bietet drei Mal die Woche einen Blick ins All an. ferienhaus-zemlin.de, sternenpark-havelland.de, pacheiner.at