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Schrecken der Vergangenheit


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HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 39/2021 vom 24.09.2021

TV-THEMA DER WOCHE

Mit einem Satz ist die Angst wieder da. Als Charlotte Breuer (hannelore Hoger) auf offener Straße die Stimme eines Mannes hört, ist sie überzeugt: Das ist der Entführer ihrer Tochter! Mara (nina Hoger) wurde vor 22 Jahren in der Nähe von Kopenhagen gekidnappt und kam erst gegen Lösegeld frei. Seitdem sind Mutter und Tochter gefangen in ihrem Schicksal, kämpfen um ein Stück Normalität, um die Rückkehr in ihr altes Leben. Ein bewegendes Drama im ZDF (siehe Tv-tipp), mit Hannelore Hoger (80) und ihrer Tochter Nina (60) perfekt besetzt.

„Ich habe es sehr genossen, mal wieder mit meiner Mutter zu drehen“, sagt Schauspielerin Nina Hoger. „für diese Arbeit war es sehr hilfreich, dass wir uns so lange kennen.“ In „zurück ans Meer“ erlebt der Zuschauer ein intensives Zusammenspiel von Mutter und Tochter. Die Hamburger Buchhändlerin Charlotte will in ihrem Leben nur eines erreichen: ihre Tochter von diesem Trauma befreien. Das Martyrium, das sie erlebt hat, soll endlich verblassen. Charlotte kann es nicht fassen, dass der Täter nie gestellt wurde und eine Entführung nach 20 Jahren verjährt.

Ausgerechnet als Mara bereit ist, eine Therapie an der Ostsee zu beginnen, kommt es zur folgenschweren Begegnung zwischen ihrer Mutter Charlotte und dem Industriellen Kjell Mortensen (jens Albinus). Ab dem Tag verdächtigt Charlotte den Mann, ihre Tochter in eine Kiste gesperrt zu haben. In absoluter Dunkelheit, ohne Essen und Trinken. Aber warum sollte einer der reichsten Männer Dänemarks so eine Tat begangen haben? Charlotte geht auf eine spannende Spurensuche. Immer wieder mutet das Drama wie ein Thriller an. Es ist auch die Atmosphäre der Ostsee, die große Spannung schafft. „die Schönheit und die Weite dieser Landschaft lassen viel Raum für Fantasie“, erklärt Nina Hoger. „zudem ist es eine Kulisse, in die eigentlich kein Verbrechen passt.“

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AUFWÜHLEND In dem Industriellen Kjell Mortensen (jens Albinus, l.) glaubt Charlotte Breuer (hannelore Hoger, 2. v. r.), den Entführer ihrer Tochter wiederzuerkennen
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STARKES TEAM Mutter und Tochter im Film wie im echten Leben: Charlotte Breuer (hannelore Hoger, r.) und Mara (nina Hoger, l.)

Beeindruckend ist ebenso, wie Nina Hoger die Rolle der Tochter gestaltet. Sie benötigt nur wenig Worte, denn in ihrem Spiel wird mehr als deutlich, was Mara während ihrer Entführung ertragen musste. „im Vorfeld habe ich mich intensiv mit einem Trauma-spezialisten beraten und sehr viel zu dem Thema gelesen“, sagt Nina Hoger. „die Rolle war eine Herausforderung, wie sie sich Schauspieler wünschen.“

Mit dem gemeinsamen Film ist für Nina und Hannelore Hoger ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Und nicht nur das: Er ist auch für die Zuschauer ein großes Geschenk.

MIRJA HALBIG

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