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SCHRITT FÜR SCHRITT


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A & O Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 04.07.2022
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Bildquelle: A & O Magazin, Ausgabe 1/2022

Zähne zeigen

Eines der größten Mysterien für Bewerber und Bewerberinnen ist das Anschreiben und der Lebenslauf, auch CV genannt. Es scheint, dass diese beiden Dokumente für Recruiter die wichtigste Entscheidungsgrundlage bilden für die Frage, ob eine Person bei der Arbeit kompetent ist oder nicht.

Obwohl es die Leistung einer Person nicht vollständig widerspiegelt, können ein Anschreiben und ein Lebenslauf der Personalabteilung helfen zu prüfen, ob eine Person die Qualifikationen hat, die das Unternehmen braucht und sich wünscht. Recruiter, die Bewerbungen bearbeiten, müssen oft nicht nur eine Stelle besetzen, sondern mehrere Positionen gleichzeitig. Darüber hinaus kann es mehr als zehn, hundert oder manchmal sogar tausend Bewerbende für eine einzelne Stelle geben. Die Anzahl der Bewerbungen hängt dabei sowohl von der zu besetzenden Position ab, als auch von der beruflichen Qualifikation und dem ...

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... Bildungsniveau der Bewerbenden, dem Ruf und Standort des Unternehmens und so weiter.

So ist es nicht verwunderlich, dass Recruiter darauf trainiert sind, in kurzer Zeit einen Lebenslauf oder ein Anschreiben lesen und bewerten zu können. Laut theundercoverrecruiter.com, einer Website über Rekrutierung, braucht ein Personalvermittler fünf bis sieben Sekunden, um einen Lebenslauf oder ein Anschreiben zu sortieren.

Um die Aufmerksamkeit von Personalvermittlern auf sich zu ziehen, ist es für Bewerber daher wichtig, sich prägnant von ihrer besten Seite zu präsentieren. Wenn die Anschreiben und Lebensläufe allgemein gehalten sind, fallen diese nicht auf. Bewirbt sich ein Kandidat für eine Stelle bei einem angesehenen Unternehmen, ist es wahrscheinlich, dass diese Art von Bewerbungsschreiben nicht unbedingt akzeptiert wird. Aber keine Sorge, es gibt Möglichkeiten, Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben zu verbessern.

Bewerbungsanschreiben

Das Wichtigste, was Sie in einem Anschreiben präsentieren sollten, sind Fachwissen und Erfahrung.

Ob mit minimaler Erfahrung oder nicht, eine kurze Beschreibung der Erfahrung und Fähigkeiten hilft Recruitern einzuschätzen, ob die Fähigkeiten und Erfahrungen des Bewerbenden mit den Anforderungen des Unternehmens übereinstimmen. Darüber hinaus haben potentielle neue Mitarbeitende, die in ihrem Anschreiben ihre Fähigkeiten und Erfahrungen erläutern, eine größere Chance sich von anderen Bewerbenden abzuheben, die ihre Berufserfahrung nicht im Bewerbungsschreiben erläutern.

Zu einer Bewerbung gehören auch Anhänge, die zusammen mit dem Bewerbungsschreiben verschickt wurden. Obwohl ein Anhang zu einem Anschreiben wichtig ist, sehen Recruiter diesen Anhang möglicherweise nicht unbedingt, insbesondere wenn das Anschreiben als unattraktiv oder irrelevant für die Bedürfnisse des Unternehmens empfunden wird. Wenn Sie Ihrem Bewerbungsschreiben noch Unterlagen beifügen möchten, ist das letzte Bildungszeugnis sicher eines der wichtigsten Dokumente.

Sie müssen kein langes Anschreiben schreiben. Drei bis vier Absätze auf einer Seite reichen aus, um die Aufmerksamkeit der Recruiter auf sich zu ziehen. Wie sollte ein solches Bewerbungsanschreiben aussehen?

a. Briefkopf

Nicht nur Unternehmen benutzen Briefköpfe, um sich von ihrer professionellen Seite zu zeigen, auch Bewerber und Bewerberinnen können einen Briefkopf in ihre Bewerbungsschreiben einfügen. Dieser sollte bestehen aus Ihrem Namen und Titel (falls vorhanden), Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Unter dem Briefkopf können Sie das Datum angeben sowie eine Beschreibung der Position, für die Sie sich bewerben.

b. Inhalt des Schreibens

Das Anschreiben beginnt mit der Anrede: „Sehr geehrte Damen und Herren“. Falls Ihnen der Name des Recruiters oder des für die Bearbeitung des Bewerbungsschreibens Verantwortlichen bereits bekannt ist, benutzen Sie diesen für die Anrede. Ist der Name des Recruiters nicht bekannt, kann die Anrede auch unter Angabe der Position erfolgen, zum Beispiel: „Sehr geehrter Personalleiter“ oder „Sehr geehrte Personalbereichsleiterin“ etc.

Das Schreiben selbst sollte aus drei oder maximal vier Absätzen bestehen.

Im ersten Absatz formulieren Sie Ihre Ziele und Interessen sowie die Motivation für Ihre Bewerbung. Auch die Stelle, für die Sie sich innerhalb des angeschriebenen Unternehmens bewerben, sollten Sie hier präzisieren.

Der zweite Absatz enthält Erfahrungen und Fachwissen. Dabei sollten Sie insbesondere darauf eingehen, inwiefern Sie die vom Unternehmen gewünschten Positionsqualifikationen erfüllen, die in der Regel in der Stellenausschreibungen aufgeführt sind. Der Inhalt des zweiten Absatzes kann variieren, je nachdem, was Sie in Bezug auf die Unternehmensanforderungen besonders hervorheben möchten. Wenn das Unternehmen Marketingpersonal benötigt, betonen Sie Ihre Erfahrung und Ihr Fachwissen im Bereich Marketing!

Wenn Sie noch nicht über viel Berufserfahrung verfügen, können Sie stattdessen auch ihr Bildungsniveau stärker hervorheben: Gehen Sie auf Ihre abgeschlossene Ausbildung, Hauptfächer, Interessen und Fähigkeiten ein, die zur ausgeschriebenen Stelle passen und das Bewerbungsschreiben unterstützen.

Im letzten Absatz sollten Sie schließlich Ihre Bereitschaft angeben, wann und wie Sie dem neuen Unternehmen beitreten können, z. B. innerhalb von einem Monat oder so schnell wie möglich.

Wenn das Unternehmen darüber hinaus bestimmte Anforderungen stellt, wie z. B. die Bereitschaft, Dienstreisen zu unternehmen oder an einem familienfernen Ort untergebracht zu werden, können Sie in diesem Absatz auch dazu Stellung beziehen.

Gut ist es, am Ende auch die eigenen Hoffnungen zu formulieren, dem angeschriebenen Unternehmen bald beizutreten, zum Beispiel mit dem Schlusssatz: „Ich hoffe sehr, bei Firma XY einsteigen zu können“.

Der Grund dafür, warum Sie das Anschreiben kurz halten sollten, liegt in der begrenzten Zeit der Personalverantwortlichen. Wie theundercoverrecruiter.com berichtet, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Bewerbungsschreiben von einem Recruiter gelesen wird, bei nur 17 %. Mit anderen Worten: die meisten Recruiter lesen sofort den Lebenslauf, ohne zuerst das Anschreiben zu lesen.

Lebenslauf

Ein Lebenslauf, auch CV genannt, ist wohl das Wichtigste für eine erfolgreiche Bewerbung. CV, als Abkürzung für lateinisch Curriculum Vitae, ist ein allgemeiner Begriff, der in vielen Ländern verwendet wird als Bezeichnung für eine tabellarische Auflistung des beruflichen Werdegangs. Wie sollte ein solcher Lebenslauf gestaltet sein?

a. Pflichtangaben

Der obere Teil dieses Lebenslaufs ist der grundlegende Teil, der enthalten sein muss. Er umfasst Name, Geburtsort und -datum sowie eine Telefonnummer. Es ist wichtig, auch eine E-Mail-Adresse anzugeben.

b. Bildungshintergrund

Wenn Sie bereits über Berufserfahrung verfügen, empfiehlt es sich, diese an erster Stelle aufzulisten und erst danach auf Ihren Bildungshintergrund einzugehen – eine feste Regel dazu gibt es allerdings nicht. Für die Auflistung der Bildungshistorie empfiehlt es sich, die letzte Ausbildung zuerst aufzuführen. Es ist außerdem wichtig, nur die zwei letzten Bildungsabschlüsse zu erwähnen, um den Lebenslauf kurz und prägnant zu halten: Sie müssen z.B. nicht angeben, dass Sie einmal die Grundschule besucht haben, wenn Sie bereits Ihr Fachabitur gemacht und eine Berufsausbildung abgeschlossen haben.

Für Bewerbenden mit Hochschulabschluss erhöht sich das Verkaufsargument des Lebenslaufs, wenn auch Hauptfächer und Abschlussnotenenthalten sind – wenn es sich dabei um gute Noten handelt. Insgesamt gilt: Wählen Sie die Ausbildungen oder Abschlüsse aus, die relevant sind für den Job, für den Sie sich bewerben.

c. Arbeitserfahrung

Dieser Abschnitt ist der Schlüssel, um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten. Werden Berufserfahrungen kurz und prägnant beschrieben, erhöht das die Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen.

Angegeben werden sollten Dienstmonate und Dienstjahre.

Geben Sie außerdem den Namen des jeweiligen Unternehmens, den Standort sowie die von Ihnen ausgefüllte Position/Berufsbezeichnung an. Der wichtigste Teil ist eine kurze Beschreibung Ihrer Arbeitsaufgabe. Schreibarbeitsaufträge können durch passende Schlüsselwörter wie zum Beispiel „Marktforschung“ oder „Produktpräsentation“ präzisiert werden.

Eine weitere Ergänzung, die den Verkaufswert eines Lebenslaufs steigern kann, ist die Erwähnung besonderer Leistungen oder Erfolgsbeispiele wie „Restrukturierung des Berichtswesens“ oder „Effizienzsteigerung des Unternehmensbudgets“ etc.

d. Fähigkeiten

Fachwissen kann zusammen mit Berufserfahrung aufgeführt oder in einem separaten Abschnitt beschrieben werden.

Normalerweise sind die im Lebenslauf aufgeführten Fähigkeiten sogenannte sichtbare Fähigkeiten, auch bekannt als Hard Skills. Einige Beispiele sind unter anderem Microsoft Word, Microsoft Excel, Marktforschung, Umgang mit Content-Management-Systemen usw. Soft Skills umfassen Fähigkeiten, die man eher als Persönlichkeitseigenschaften bezeichnet, wie zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Hands-On-Mentalität usw. Die Soft-Skills werden in der Regel im letzten Absatz des CV genannt. Ferner werden Soft Skills eher in persönlichen Vorstellungsgesprächen untersucht. Einschlägige Expertise entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens wird ein Mehrwert für Sie als Bewerber oder Bewerberin sein. Heben Sie sowohl im Bewerbungsanschreiben als auch im Lebenslauf hervor, welche in der Stellenausschreibung geforderten Fähigkeiten Sie mitbringen. Neben berufsrelevanten Fähigkeiten können in diesem Abschnitt auch Sprachkenntnisse aufgeführt werden – was natürlich besonders wichtig ist für Positionen, die Mehrsprachigkeit erfordern.

e. Organisatorische Erfahrungen

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die keine Berufserfahrung haben, kann sowohl im Bewerbungsschreiben als auch im Lebenslauf ein berufsqualifizierendes oder ausbildungsbegleitendes Praktikum vermerkt werden.

Bei Bewerbenden, die gerade ein Studium oder eine Schule abgeschlossen haben, und noch über keine praktische Berufserfahrung verfügen, kann organisatorische Erfahrung Recruitern helfen, die Eigenschaften von Bewerbern und Bewerberinnen besser einzuschätzen.

Organisationserfahrung lässt erkennen, dass die sich bewerbende Person es gewohnt ist, im Team zu arbeiten - und möglicherweise keine allzu großen Schwierigkeiten hätte, sich bei der Arbeit mit vielen Parteien abzustimmen.

Recruiter prüfen Lebensläufe in der Regel in nur kurzer Zeit. Aus diesem Grund ist es, egal wie viel Berufserfahrung Sie haben, besser, wenn Ihr Lebenslauf höchstens zwei Seiten umfasst. Ein zu langer Lebenslauf kann von einem Recruiter nicht gelesen werden. Darüber hinaus kann ein kurzer Lebenslauf auch verdeutlichen, dass Sie Prioritäten setzen können und wissen, was Sie bevorzugt von sich präsentieren möchten.

Die gennannten Tipps helfen Ihnen hoffentlich dabei, einen Lebenslauf zu verfassen, der kurz ist, aber Ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten trotzdem gut beschreibt.