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SCHUBRAUM


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Auto Bild sportscars - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 14.10.2021

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Mehr Power, mehr Speed Am Lausitzring ist der RS 6 so spaßig wie die Serie. Bessere Rundenzeit durch mehr Topspeed

! 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, schneller war bei uns noch kein Kombi dieser Gewichtsklasse

AUDI, DER ERFINDER DES SPORTLICHEN KOMBIS: Man verwandelte vor einigen Jahren pragmatische Lastesel in begehrenswerte Lifestyle-Produkte und nannte sie RS 4 und RS 6. Ein Packaging, das man mittlerweile exakt so auch bei den Mitbewerbern findet. Und die haben in den vergangenen Jahren kräftig aufgeholt, machten bei der reinen Sportlichkeit den RS-Kombis das Leben schwer. Auch der RS 6 sah kein Land mehr gegen AMG E 63 und Alpina B5. Doch mit der aktuellen vierten Generation ist man der Konkurrenz deutlich nähergekommen. Der Rucksackbomber ist zwar immer noch sackschwer, fühlt sich inzwischen aber deutlich leichter und agiler an. Die Optik fetzt wieder, die Beschleunigung ist beeindruckend, ...

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... und die Rundenzeiten sind ansprechend.

Spannen wir den Bogen zum APR RS 6. Wozu braucht der RS 6 noch Tuning? 3,4 Sekunden auf 100, 11,9 auf 200, was will man mehr bei 2,1 Tonnen? Rundenzeit Lausitzring 1:35,8 Minuten, davon träumte man in Ingolstadt noch vor ein paar Jahren. Und wer denkt, mit 600 PS wäre der Vierliter-V8-Biturbo bereits ausgereizt, der täuscht sich. MTM injiziert inzwischen bis zu 1001 PS, ohne groß an den Eingeweiden herumzuschrauben.

Für das hier von uns getestete APR-Auto wurden dagegen kleinere Brötchen gebacken. Keine neuen Turbos, keine neue Ansaugung, lediglich neue Software, Stage 1, für schlanke 3990 Euro. Ergibt 719 PS und brutale 1025 Newtonmeter. Wow, so viel Power für so wenig Kohle? Wo ist der Haken? Gibt keinen, laut Tuner. Im Gegenteil, das ECU-Upgrade gibt es inklusive Left-Foot-Braking- Funktion, verbesserter Launch Control und optimiertem Wärmemanagement. Und noch einen Clou bietet der Tuner: Die Zusatzpower ist mit verschiedenen Benzinsorten fahrbar. Mit 95 Oktan werden schon 695 PS freigesetzt, wir testen den RS mit 98 Oktan und 719 PS. Und wer Zugriff auf 104-und 108-Oktan-Sprit hat (ohne Stra ßenzulassung), dem stehen sogar 763 und 777 PS zur Verfügung. Legal? Klar, wie immer bei APR, am Prüfstand ermittelt, aufwendige Abgasmessungen (RDE, Real Driving Emissions, plus Abgaslabor) und Gutachten inklusive. Doch was sind die Zahlen wert? Spürt man die 119 PS und das Drehmomentplus? Wie viel Zeitvorteil bringt die Power auf der Rennstrecke?

Ab zur DEKRA an den Lausitzring. Und schon auf dem Weg dorthin bekommen wir große Augen. Auf der Landstraße ist der Powerzusatz schon gut spürbar, im Teillastbereich ist der Achtzylinder viel wachsamer als in der Serie. Doch was der Biturbo-Motor dann auf der Autobahn abzieht – Hut ab. Kaum zu glauben, dass hier nur 119 PS mehr unter der Haube werkeln. Wie beim Serienauto ist man im Nu auf Tempo 200. Dann wurde es beim getesteten Werkswagen etwas zäh. Das APR-Auto läuft dagegen ab 220 zur Hochform auf. Drückt kraftvoll bis in den roten Bereich, die 719 PS sind deutlich spürbar, für die mit dem optionalen RS-Paket freigeschalteten 305 km/h braucht man keine langen Geraden mehr. So wie sich das alles anfühlt – subjektiv würde das Ding locker 340 rennen.

Der aktuelle Audi RS 6 hat beim Supertest auf dem Lausitzring bewiesen, dass er mit seinem agilen Handling in seiner Liga vorn mitspielt. Der APR RS 6 fühlt sich genauso sportlich an, ist mit dem Powerplus eine Sekunde schneller als die Serie. Wo? Im Vollgassektor eins. Wie? Mit 10 km/h mehr Topspeed.

Testbedingungen Streckenlänge: 3282 Meter Wetter: 17 ° Celsius, sonnig Asphalt: trocken

Was sagt der Messcomputer? 3,6 Sekunden von 0 auf 100 ist die Werksangabe. Der Supertest-RS-6 schaffte 3,4, das APR-Auto knackt mit noch aggressiver abgestimmter Launch Control die Dreier- Marke. Bei Tempo 200 liegt schon über eine Sekunde zwischen beiden Kombis, 250 Sachen erreicht der APR 2,6 Sekunden eher. Neben dem Sprint gefällt der getunte RS 6 vor allem, wenn man ihn bei mittleren Drehzahlen zu einem gefühlt furiosen Zwischenspurt animiert, bei dem sich Drehmomentberg und die sich bis zur Drehzahlgrenze steigernde Drehfreude gegenseitig pushen. Das Erlebnis sieht man auch gut bei den Werten der Elastizitätsmessungen.

Rein theoretisch müsste das Powerplus auch auf der Rennstrecke für neue Bestwerte sorgen. Der mit einigen Powerabschnitten bestückte Lausitzring liegt dem RS 6 generell gut. Und schon im ersten Sektor, der langen Start- Ziel-Geraden, nimmt der APR der Serie mit 10 km/h mehr Topspeed eine glatte Sekunde ab. Im kurvigen Bereich kann er dagegen seine Power nicht in Zehntel ummünzen, wankt sich genauso durch die Ecken wie der Werkswagen. Die Stahlbremse fühlt sich im Vergleich zur Keramikanlage erstaunlich fit an. Am Ende stehen beachtliche 1:34,79 Minuten zu Buche. Nicht schlecht für die günstige Powerspritze.

Fazit

Guido Naumann

„119 PS für 3990 Euro, unter drei Sekunden auf 100, weniger Verbrauch – ein echter Preisknaller! Rennstrecke ist zwar nicht sein Revier, dennoch ist der APR RS 6 auch hier deutlich schneller als das Serienauto.