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Schwanger genießen – aber richtig


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Baby & Co. - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 14.10.2021

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Bildquelle: Baby & Co., Ausgabe 5/2021

Eine Schwangerschaft wirft viele Fragen auf! Hier die 20 wichtigsten Antworten zum Thema gesunde Ernährung:

Welche Nährstoffe sind jetzt besonders wichtig?

Schwangere sollten Wert auf gesunde Fettsäuren (Gehirnentwicklung), die Mineralstoffe Eisen (Gehirn), Zink (Wachstum und Immunsystem), Kalzium (Knochen und Zähne) und Jod (Zellwachstum) sowie auf die Vitamine Folsäure (Zellteilung), B6 (Wachstum) und B12 (Blutbildung) legen.

Wie gesund muss ich mich ernähren?

Nicht jede Mahlzeit muss lehrbuchmäßig zusammengesetzt sein. Entscheidend ist die Wochen-Bilanz. Kleine Sünden wie eine Schlacht am Kuchenbuffet sind also erlaubt – und können bei den nächsten Mahlzeiten ausgeglichen werden.

Welche Lebensmittel gehören jetzt regelmäßig auf den Speiseplan?

Obst, Gemüse, Milch, Vollkornprodukte, mit Jodsalz gewürzte Speisen, Fisch und hochwertige Pflanzenöle wie Rapsöl bieten die perfekte ...

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... Grundlage für eine gesunde Ernährung – nicht nur für Schwangere.

Ist es schädlich für das Kind, wenn ich sehr stark an Gewicht zulege?

Gestose („Schwangerschaftsvergiftung“) und Schwangerschaftsdiabetes können im engen Zusammenhang mit Übergewicht stehen. Frauen mit einem sehr niedrigen Startgewicht dürfen bis zu 18 Kilo zulegen, normalgewichtige Frauen zehn bis 15 Kilo. Das schafft Reserven für die Stillzeit. Diäten sind während der Schwangerschaft keinesfalls empfehlenswert.

Stimmt es, dass sich das Baby holt, was es braucht?

Bei Nährstoffen wie Kalzium, Eisen oder Eiweiß holt sich das Kind tatsächlich, was es braucht – auf Kosten der Mutter. Daher ist eine abwechsungsreiche, gesunde Ernährung so wichtig. Ist die Mutter schlecht versorgt, wirkt sich ein Mangel bei den meis ten anderen Substanzen auch negativ aufs Baby aus.

Was sind Listerien – und wie kann ich sie vermeiden?

Listerien sind Bakterien, die in vielen Lebensmitteln zu finden sind und das Ungeborene schwer schädigen können. Sie werden durch Hitze bzw. lange Reifezeiten beim Käse zerstört. Schwangere sollten Fleisch- und Fischgerichte vollständig durch garen, Rohmilch abkochen, auf Roh milch weichkäse verzichten und Hackfleisch nicht roh essen.

Liefern auch Fertiggerichte ausreichend Nährstoffe?

Wenn es schnell gehen muss, sind Fertiggerichte ein Segen. Sie liefern allerdings oft nicht genügend hochwertige Fette und enthalten zu wenig Vitamine. Mit einem Glas Orangensaft, etwas rohem Gemüse, Obst und Milch lässt sich eine Fertigmahlzeit aber ruck, zuck aufwerten.

Darf ich meinen Schwangerschaftsgelüsten nachgeben?

Solche Gelüste sind keine Rechtfertigung für ungebremste Ess- Attacken. Wenn es mal ein ganz bestimmtes Lebensmittel oder eine gewagte Kombination (Rollmops mit Nutella) sein muss, ist das aber okay. Wer mehrmals am Tag kleine Mahlzeiten zu sich nimmt, ist vor Heißhungerattacken besser geschützt. Als Snack zwischendurch eignen sich ein Stück Obst oder Rohkost, aber auch ein paar ungesalzene Nüsse, ein Becher Joghurt oder eine Scheibe Knäckebrot. Die Hauptmahlzeiten sollten neben Gemüse und Salat auch eiweißreiche Lebensmittel, etwas Fett (pflanzliches Öl) und Kohlenhydrate (z. B. Vollkornnudeln, Naturreis) enthalten. Das hält länger satt.

Warum sollte ich keine Leber essen?

Leber ist zwar reich an Vitamin B6 und Folsäure, enthält aber oft viele Schwermetalle und zu hohe Mengen an Vitamin A. Gerade Letzteres kann vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft das Ungeborene schädigen.

UND WIE GEHT’S NACH DER GEBURT WEITER?

Nach der Geburt können Mütter das Thema Essen wieder lockerer angehen. Doch auch in der Stillzeit gelten noch Einschränkungen

VON ROHMILCHKÄSE, Rohwurst, Sushi und Tartar geht nach der Geburt keine Gefahr mehr aus, denn Toxoplasmose, Listeriose und Salmonellen werden nicht über die Muttermilch übertragen. Und damit dürfen auch die allermeisten Lebensmittel wieder auf den täglichen Speiseplan.

ZU VIEL KOFFEIN macht das Still-Baby aber immer noch zappelig. Ob es auf Zwiebeln, Kohl und zu viel Fruchtsäure mit Beschwerden reagiert, sollten Sie einfach vorsichtig ausprobieren. Denn viele Säuglinge haben damit keinerlei Probleme. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung ist aber immer noch der beste Garant für ein optimal versorgtes Baby – und deshalb eine gute Investition in die Zukunft.

Was schützt vor Toxoplasmose?

Eine Toxoplasmose-Infektion kann zu Entwicklungsverzögerung und Hirnschädigung beim Fötus oder gar zu einer Fehlgeburt führen. Vor allem beim Kontakt mit Katzenkot können die Erreger übertragen werden. Sie kommen aber auch auf Obst und Gemüse vor. Hygiene und gründliches Waschen schützen, durchgegartes Fleisch sorgt für Sicherheit.

Können bestimmte Kräuter und Gewürze wirklich vorzeitige Wehen auslösen?

Petersilie, Liebstöckel, Safran und Zimt können in sehr hohen Dosen tatsächlich Wehen auslösen – in normalen, küchenüblichen Verzehrsmengen sind sie aber unbedenklich.

Wie viel Kaffee ist okay?

Bis zu drei Tassen Kaffee pro Tag gelten als unbedenklich. Durch das Koffein im Blut erhöht sich jedoch der Herzschlag des Kindes deutlich. Ausreizen sollten werdende Mütter diese Maximal-Empfehlung also nicht unbedingt.

Sind Muscheln unbedenklich?

Roh oder nicht ausreichend gegart bergen Muscheln ein Infektionsrisiko mit Hepatitis A – gekocht sind sie unbedenklich. Eine Infektion mit dem Virus hat aber keinen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des Kindes.

Wie viele Mahlzeiten sind ideal?

Sechs Mahlzeiten: Frühstück, Snack, Mittagessen, Nachmittags-Snack, Abendbrot, Betthupferl.

Muss ich als Allergieschutz auf bestimmte Lebensmittel verzichten?

FOLSÄURE, WAS IST DAS?

Folsäure ist ein synthetisches B-Vitamin, das der Körper in bioaktives Folat umwandelt. Folat trägt zur Blutbildung, Zellteilung und zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei. Empfohlen wird die Einnahme von Folsäure (400 µg täglich) mindestens einen Monat vor der Empfängnis als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung.

ANTWORTEN AUF WEITERE FRAGEN

Hier finden Sie Ernährungstipps, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen:

WWW.DGE.DE

Auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) finden werdende Mütter fundierte Informationen; einfach „schwanger“ und „Ernährung“ in die Suche eingeben.

WWW.GESUND-INS-LEBEN.DE

Die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung bietet unter der Rubrik „Familie“ verlässlichen Ernährungsratschläge für Schwangere.

Allergene aus der Nahrung der Mutter können zwar über Plazenta und Fruchtwasser das Baby erreichen, deswegen bestimmte Nahrungsmittel zu streichen, ist aber nicht sinnvoll. Wer etwa auf Milchprodukte verzichtet, riskiert eher eine Unterversorgung an wichtigen Nährstoffen.

Kann ich mich fleischlos ernähren?

Um mit einer vegetarischen Ernährung zu beginnen, ist die Schwangerschaft kein guter Zeitpunkt. Wer bereits lange so isst oder sich plötzlich vor Fleisch ekelt, muss sich keine Sorgen machen. Getreide, Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte sind ebenfalls gute Quellen für Eiweiß und Eisen.

Welche Getränke sind nicht erlaubt?

Am Anfang der Schwangerschaft ist das Trinken von Alkohol besonders risikoreich. Werdende Mütter sollten ganz darauf verzichten. Chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon und Tonic Water wirken wehenfördernd.

Und welche Getränke sind in der Schwangerschaft am besten geeignet?

Empfehlenswert sind Mineralwasser und koffeinfreier Tee wie Rooibos-, Früchte- und Kräuter-Tee.

Benötige ich Nahrungsergänzungs mittel?

Die Einnahme von Folsäure (siehe auch Kasten links) und Jod ist sinnvoll, unter Umständen gilt das auch für Eisen – zur Sicherheit immer den Arzt fragen! Der Bedarf an anderen Nährstoffen lässt sich mit einer ausgewogenen Ernährung decken. Kann ich jetzt schon den Grund stein für ein gesundes Ess verhalten meines Kindes legen?

Je vielseitiger und gesünder die Ernährung der Mutter, desto mehr Geschmackseindrücke erhält das Baby über das Fruchtwasser. So wird es später eher vielfältige Vorlieben entwickeln.