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SCHWARZER SCHWAN CORONA


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Sachwert Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 03.03.2022

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Bildquelle: Sachwert Magazin, Ausgabe 2/2022

Der »Schwarze Schwan«: Er ist das Sinnbild für ein überraschend auftretendes Ereignis, das gravierende Folgen mit sich zieht. Die Corona-Pandemie ist ein solches und hat wie mit einem Donnerschlag die Zwanzigerjahre eingeläutet. Die Börsen wurden ihrem irrationalen Wesen mehr als gerecht: Auf einen historisch beispiellosen Crash folgte eine ebensolche Erholung. Im Lockdown wurde die Wirtschaft heruntergefahren und die Indizes erreichten neue Rekordstände.

Unter den komplexen Wechselwirkungen der politischen, wirtschaftlichen und technologischen Umwälzungen unserer Zeit werden weitere »Schwarze Schwäne« erwartet. Werfen sie bereits ihre Schatten voraus? Wie kann sich der Investor auf solche Ereignisse vorbereiten? Welche Anlagestrategien bieten sich für dieses Jahrzehnt der »Schwarzen Schwäne« an?

EIN SCHWAN IST EIN SCHWAN

Bevor die Engländer auf den australischen Kontinent stießen, waren sie ...

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... überzeugt, dass es keine »schwarzen Schwäne« gäbe – doch dort erblickten sie welche. Der Ausdruck »Schwarzer Schwan« wurde zu einer Metapher für das Eintreten äußerst unwahrscheinlicher Ereignisse. Darauf aufbauend, schrieb Nassim Nicholas Taleb, Professor für Risk Engineering an der New York University, 2007 das Buch »Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse«. Nach der Finanzkrise 2008 wurde der Ausdruck durch seinen weltweiten Bestseller besonders bekannt.

Taleb selbst schrieb über die Corona-Pandemie, dass es sich um einen »Weißen Schwan« handele. Es bedeute, dass ein solches Ereignis mit Gewissheit eintreffen werde. Vereinfacht gesagt, sind nach ihm »Schwarze Schwäne« völlig überraschend, »Graue Schwäne« – wie etwa Erdbeben – bis zu einem gewissen Grad erwartbar und »Weiße Schwäne« treten mit Sicherheit irgendwann auf. Ohne in einen wissenschaftlichen Diskurs über die »Farbenlehre der Schwäne« einzusteigen, soll hier generalisierend nur von »Schwarzen Schwänen« die Rede sein – wie es auch weitläufig in den Wirtschaftsmedien der Fall ist. Sie alle haben gemein, dass sie für den Großteil der Menschheit überraschend kommen und extreme Folgen haben. Der ehemalige Finanzmathematiker Taleb hebt hervor, dass »Weiße Schwäne« das gleiche Störungspotenzial wie »Schwarze« besäßen. Unabhängig von der Farbe bleibt also ein Schwan ein Schwan!

DER »SCHWARZE SCHWAN«: ER IST DAS SINNBILD FÜR EIN ÜBERRASCHEND AUFTRETENDES ER- EIGNIS, DAS GRAVIE- RENDE FOLGEN MIT SICH ZIEHT.

SZENARIEN FÜR BLACK-SWAN-INVESTMENTS

Staaten und Unternehmen entwerfen Worst-Case-Szenarien, um sich auf den schlimmsten zu erwartenden Fall vorzubereiten. Die Bundesregierung hat 2012 die Erarbeitung eines Pandemieplans in Auftrag gegeben. Das Papier war rückblickend erstaunlich treffend in seinen Prognosen. Viele Finanzkonzerne haben im Risikomanagement spezielle Abteilungen, die verschiedene Worst-Case-Szenarien entwerfen. Sie malen sich bestimmte Extremfälle aus und besprechen, wie sie darauf reagieren würden. Versicherungsgesellschaften bauen Geschäftsmodelle auf dem Eintreten solcher Szenarien auf; ebenso im Bereich der Hedgefonds, wo der Begriff »Black- Swan-Investments« geprägt wurde.

Sich über Extremfälle und Katastrophen Gedanken zu machen, ist für den normalen Bürger naturgemäß nichts Angenehmes. Für den Privatinvestor ist es jedoch ratsam, sich an den großen Finanzinstituten zu orientieren. Wenn solch ein Fall eintritt, sind sie besser vorbereitet. Neben Pandemien oder Natur- und Umweltkatastrophen gibt es weitere Arten von potenziellen Risiken. An ihnen wird auch häufig angesetzt, wenn derartige Szenarien entworfen werden. Die verschiedenen Kategorien von Extremfällen stehen mehr oder weniger stark in Wechselbeziehung zueinander oder können sich überschneiden. (s. Tabelle bzw. Abbildung)

STAATEN UND UNTERNEHMEN ENTWERFEN WORST- CASE-SZENARIEN, UM SICH AUF DEN SCHLIMMSTEN ZU ERWARTENDEN FALL VORZUBEREITEN.

ÄRA DER HIGHTECH-SCHWÄNE

»In der Krise liegen auch Chancen!« So oder so ähnliche Aussagen werden in Krisenzeiten häufiger gebraucht. Bei SARS- CoV-2 war es für Anleger naheliegend, nach Produzenten von FFP2-Masken oder Desinfektionsmitteln zu recherchieren. Oder beim Wettlauf der Pharmariesen bei der Impfstoffherstellung am Ball zu bleiben.

Über das Medizinische hinaus sahen sich Wirtschaft und Gesellschaft plötzlich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Durch den Lockdown und das massenhaft angeordnete Homeoffice haben wir einen nie da gewesenen Digitalisierungsschub erfahren. Dieser entstandene Schwung sollte vielmehr als ein Anstoß für eine neue Technologie-Ära, als nur ein Schub in der Branche betrachtet werden.

Ein Beispiel: Anbieter von Videokommunikation waren im Zuge der Pandemie im Fokus und sehr gefragt. Sie ist über die Geschäftswelt hinaus auch im Privatleben einer breiten Bevölkerung angekommen. Aber es wird oft bemängelt, dass die persönliche Atmosphäre im Gespräch fehle. Die technischen Möglichkeiten weitergedacht, könnte ein Blick auf Technologien lohnend sein, die realitätsnähere Darstellungen erlauben. Etwa 3D-Anwendungen bzw. Hologramm-Projektoren könnten vor diesem Hintergrund in den nächsten Jahren immer gefragter werden.

PROBLEMVERSTÄRKER UND AUTONOME LÖSUNGEN

Katastrophen und Krisen zeigen die Schwachstellen im System auf. Sie verstärken die jeweiligen Probleme. Wie etwa beim Mangel an Lkw-Fahrern. Vor allem in Großbritannien hat er sich besonders stark ausgewirkt und war mitunter für Lieferschwierigkeiten verantwortlich. Beschleunigt durch die Brexit-Folgen kam es dort zu leeren Regalen in den Märkten und zu rationiertem Benzin an den Tankstellen.

Ein Lösungsansatz sind die Mobilitätstechnologien der Zukunft. Sie setzen auf autonomes Fahren. Es bleiben noch zahlreiche Fragen der Verkehrssicherheit und Haftung zu lösen. Zudem muss die erforderliche Infrastruktur aufgebaut werden. Bis dahin werden noch viele Jahre vergehen.

DIE KRISE HAT UNS DIE BRÜCHIGKEIT DER GLOBALISIERTEN WELT MIT ALLER DEUTLICHKEIT VOR AUGEN GEFÜHRT. KOMPLIKATIONEN AM ANDEREN ENDE DER WELT LÖSEN WEITREI- CHENDE DOMINO- EFFEKTE AUS UND BEEINFLUSSEN UNS MASSIV.

Prozesse, die den Fahrern Zeitersparnisse erlauben, sorgen bereits dafür, den Mangel auszugleichen. Vollautomatische Containerverladesysteme oder sogenannte FTF (Fahrerlose Transportfahrzeuge) setzen sich in der Logistik vermehrt durch. 30-Tonnen-Lkws fahren schon autonom durch so manche Werkshalle. Ein Vorgeschmack auf eine Technologie, die noch in den Kinderschuhen steckt – aber in die schon im Kleinen investiert werden kann.

DOMINOSTEIN MAGNESIUM

Die Krise hat uns die Brüchigkeit der globalisierten Welt mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Komplikationen am anderen Ende der Welt lösen weitreichende Dominoeffekte aus und beeinflussen uns massiv. Rohstoffmangel und Lieferengpässe als Folge haben für Preisanstiege gesorgt und weltweit Produktionsprozesse gestört.

DER KLASSIKER ZUM THEMA INFLATIONSSCHUTZ SIND EDELMETALLE. BARREN UND MÜNZEN AUS GOLD ODER SILBER STEHEN FÜR WERTBESTÄNDIG- KEIT UND SIND ALLGEMEIN AKZEPTIERT.

Die Lage hat die Autoindustrie hart getroffen. Zuerst standen die Bänder wegen des Lockdowns still, worauf Lieferschwierigkeiten von Halbleitern aus Südostasien folgten. Obendrein herrschte dann noch Mangel an Magnesium, was für die Produktion von Autos eine wichtige Rolle spielt. Das hergestellte Magnesium kommt zu fast zwei Dritteln aus China. Zeitweise hatte sich der Preis verdreifacht. Die Preisexplosionen bei den Rohstoffen haben auch Verpackungen und Konservendosen stark verteuert. Die gestiegenen Kosten wurden an die Endverbraucher weitergegeben. Das hatte ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf den Anstieg der Inflationsrate auf offiziell über fünf Prozent.

Im Hinblick darauf sind finanziell solide und am Markt gut positionierte Unternehmen, die nach wie vor unverzichtbare Rohstoffe wie Erdöl produzieren, eine gute Wahl. Sich in Form von Aktien an ihnen zu beteiligen, ist ein traditioneller Weg, Inflation entgegenzuwirken.

DER »WERT DES BESITZES«

Der Klassiker zum Thema Inflationsschutz sind Edelmetalle. Barren und Münzen aus Gold oder Silber stehen für Wertbeständigkeit und sind allgemein akzeptiert. Wenn ein »Schwarzer Schwan« in Form eines Blackouts eintreten sollte, hätten sie zudem einen funktionalen Nutzen. Wenn dieser Extremfall mit dem Ausfall digitaler Zahlungsmöglichkeiten, hoher Inflation oder fehlendem Bargeldbestand einherginge, würden sie ein besonders praktikables Zahlungsmittel darstellen.

Ein weiterer Vorzug des Besitzes ist, dass er das Sicherheitsbedürfnis befriedigt und dadurch die mentale Widerstandsfähigkeit stärkt. Denn das Besitzen eines Gutes war über Jahrtausende ein elementares Kriterium der Wirtschaftsgeschichte. Auf dieser Tatsache fußt auch der Besitztumseffekt, der aus der Verhaltensökonomie bekannt ist. Er besagt, dass Personen dazu neigen, ein Gut als wertvoller einzuschätzen, wenn sie es besitzen. Die Wirkung des Besitzens ist psychologisch tief in uns verankert. Der Besitz kann mentale Sicherheit und emotionale Stabilität hervorrufen, die für das Treffen rationalerer Anlageentscheidungen sorgt – besonders in Krisenzeiten.

MANAGEMENT-KLASSIKER MIT SATELLITEN

Die Zusammensetzung des Vermögens ist grundlegend für seine Robustheit. Je breiter das Risiko gestreut ist, desto besser kann es einer Kollision mit dem »Schwarzen Schwan« standhalten. Das Portfolio- Management kennt reihenweise Methoden zur Diversifikation. Die Palette reicht vom Sparbuch über die Anwendung komplizierter Formeln zur Gewichtung von Anlageklassen bis hin zu Absicherungsstrategien mit Derivaten. Die »Core-Satellite-Strategie« stellt hier ein ziemlich anschauliches Konzept dar.

Der »Core« bildet das Kerninvestment und ist auf Substanzerhalt und langfristiges Wachstum ausgerichtet. Es sind konservative Anlagen, die als risikoarm gelten. Dazu gehören defensive Titel, deren Produkte in Boom- wie auch in Krisenzeiten gebraucht werden. Beispielsweise Aktien aus der Gesundheits-, Versorger- oder Lebensmittelbranche. Dem Kerninvestment kann ebenfalls der Besitz von Edelmetallen zugeordnet werden.

Die »Satelliten« stehen für die risikobehafteten spekulativen Anlagen im Depot. Zu diesen zählen häufig Unternehmen, die im Bereich Zukunftstechnologien tätig sind. Neuartige Möglichkeiten zur Videokommunikation oder das autonome Fahren fallen hierunter.

Viele Märkte, die mit dem »Grünen Schwan« Klimawandel zusammenhängen, stehen unter dem Leitmotto: Energie und Ressourcen einsparen. Zudem spielen geopolitische Überlegungen wie die Abhängigkeit vieler unverzichtbarer Rohstoffe aus China eine große Rolle. Mit der Gründung der »Rohstoffallianz« (ERMA) ist die EU im September 2020 dieses Thema konkret angegangen. Ein Hauptpunkt ist die Forcierung von Recyclingtechnologien zur Gewinnung Seltener Erden, auf welche die Volksrepublik ein Quasi-Monopol hat.

Eine bahnbrechende Technologie, die sich künftig als »Schwarzer Schwan« für die Rohstoffbranche herausstellen könnte, ist die Nanotechnologie. Durch den Eingriff auf molekularer und atomarer Ebene können Beschaffenheit und Eigenschaften von Materialien verändert werden. Zigfach härtere Materialien als der bisher bekannteste härteste Stahl könnten hergestellt werden und dabei sogar elastisch sein.

Wenn sich Nanotechnologie in verschiedenen Industriezweigen durchsetzt, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dahinter könnte sich noch der ein oder andere Schwan der Zukunft verbergen. Diese Möglichkeiten zu nutzen, könnte unter den stetig steigenden Rohstoff- und Energieproblemen auf der Welt als Lösungsansatz betrachtet werden und immer mehr Anklang finden. Nanotechnologie ist sehr viel Spekulation und bleibt im Depot auch spekulativ – ein klares Satellit-Investment.

Zur goldenen Regel des Money- und Risk- Managements: Substanz schützen, Verluste begrenzen! Verschiedene Studien zur verhaltensorientierten Kapitalmarktforschung haben die Corona-Krise mit ihrer bisher ungesehen hohen Marktdynamik untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass in Zukunft mit mehr solch heftiger Marktreaktionen gerechnet werden muss. Auf die höhere Volatilität und die hohe Geschwindigkeit der Kurswechsel sollte mit strikterer Umsetzung der goldenen Regel reagiert werden. Hier muss das Rad nicht neu erfunden, nur das Setzen der Verlustbegrenzungsmarken disziplinierter angewandt werden.

FAZIT

Der »Schwarze Schwan Corona« hat unser Bewusstsein für Gefahrenpotenziale merklich gestärkt. Das Durchspielen von Worst-Case-Szenarien kann uns auf einen solchen Extremfall vorbereiten. So können wir uns mental und anlagestrategisch auf derartige Situationen einstellen.

Ein »Schwarzer Schwan« zeigt die Problemfelder der Gegenwart auf und welche Impulse sie hervorrufen. Die konkreten Reaktionen sind wie ein kleiner Einblick in eine mögliche Zukunft. Zukunftstechnologien halten in diesen Zwanzigerjahren aller Voraussicht nach bahnbrechende Innovationsschübe bereit. Dass sie Schwarzer-Schwan-Effekte stark beschleunigen, stellt gleichzeitig eine anlagestrategische Chance dar. Sie mit Weitblick als Satelliten ins Depot einzubauen und das Kerninvestment mit konservativen Anlagen in puncto Inflationsschutz zu versehen, ist besonders im Hinblick auf Krisensituationen eine sinnige Vorgehensweise. Zusammen mit der strikten Umsetzung des klassischen Money- und Risk-Managements wird es die hohe Kunst des Anlegens in diesem Jahrzehnt ausmachen.

Auch wenn sie nicht immer richtig oder nur konturenhaft zu erkennen sind: Der eine oder andere »Schwarze Schwan« ist am Horizont zu sehen. Sie zu beobachten und ihre negativen Auswirkungen samt Lösungen vorwegzudenken, ist in der Dekade der 2020er-Jahre ein Schlüssel zum Anlageerfolg.

WENN SICH NANO- TECHNOLOGIE IN VERSCHIEDENEN INDUSTRIEZWEIGEN DURCHSETZT, SIND DER FANTASIE KEINE GRENZEN GESETZT.