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SCHWEDEN LINKÖPING: Mustergültige Mischung


20 PRIVATE WOHNTRÄUME - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 02.10.2019

Die Balance aus Alt und Neu spielt in Emmas und Anders Landhaus eine Hauptrolle. Immer nach dem Leitsatz: Umgib’ dich nur mit Dingen, die dich glücklich machen!


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Bildquelle: 20 PRIVATE WOHNTRÄUME, Ausgabe 6/2019

SCHWEDEN-HAUS
Verwitterte Holzfassade und weiße Sprossenfenster: Emmas und Anders Landhaus ist typisch fürs schwedische Landleben.


HIER WOHNT…

Emma Olai mit ihrem Mann Anders Nyhlén und den beiden Kindern Nils (6) und Hedda (3). Die 38-Jährige arbeitet als Interior Designerin und hat das Familienunternehmen übernommen.

Der Rattansessel auf der Veranda ist mit Kissen und Fell bestückt.


Im Schaukelstuhl wippt sich Emma ins Glück. Die schwarze ...

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... Stehlampe schafft Kontrast.


Das goldene Pailettenkissen verleiht dem schlichten Sofa eine Extraportion Glamour.


Ein Paar Kerzenleuchter und zarte Teelichter zaubern schöne Lichtstimmungen auf den Couchtisch im Fernsehraum.


Es bleibt in der Familie! Das stand für Emma und Anders sofort fest, als es um die Entscheidung ging, das Familienunternehmen zu übernehmen. Mit im Übernahmepaket: der Hof der Familie, ein charmantes Landhaus, erbaut im Jahr 1850. Ein Haus, wie ein alter Freund, von allen geliebt und wertgeschätzt. „Wir wollten sowieso alle schon immer auf dem Land leben, da kam uns das Angebot gerade recht“, erzählt Emma, die das besondere Flair aufrechterhalten, aber auch etwas frischen Wind in die eigenen vier Wände bringen wollte.
„Das Gefühl von damals bewahren und es gleichzeitig mit unseren Ideen zu unserem persönlichen Zuhause zu machen“, wie sie es formuliert. Der Plan war, anfangs nur das zu renovieren, was wirklich nötig war. Dazu zählte die Küche. Anstelle einer Kücheninsel entschieden sich Emma und Anders für eine klassische Lösung mit Hoch- und Unterschränken für jede Menge Stauraum und mit ausreichend Arbeitsflächen zum entspannten Vorbereiten und Kochen. Doch die Freude über die neue Küche währte nicht lange. „Wenn es um Inneneinrichtung geht, kann ich sehr impulsiv sein“, lacht Emma. „Schon nach kurzer Zeit habe ich den Rest der Familie überzeugt, die Oberschränke wieder abzubauen. Sie waren mir einfach zu wuchtig und nahmen mir die Luft zum Atmen.“
Wo die Schränke hingen, kamen klassische weiße Metro-Fliesen zum Einsatz. „Jetzt sieht es so schön aus wie in einem französischen Bistro“, freut sich die Schwedin. Eine Reihe weißer Deckenlampen im Industrie-Look leuchten die Arbeitsflächen aus. Hübsche Idee: Ein Oberschrank, der bleiben durfte, bekam als Tür ein altes Fenster. Der unbehandelte Holzrahmen schenkt der Küche einen Hauch Vintage-Flair. Eine kleine Ess-Ecke ist Bestandteil der Küche, zartgrau gestrichene Wände rahmen sie ein. Weiße Holzstühle und ein Rattanstuhl umgeben den runden Esstisch, an dem Emma und Anders am liebsten in kleiner Familienrunde sitzen. „Haben sich Gäste angekündigt, ziehen wir ins große Esszimmer nebenan um“, sagt Emma und verweist auf den großen Esstisch, dessen lange Holzbretter auf einem Tischbock von Ikea ruhen. „An dieser langen Tafel finden locker zehn Personen Platz.“ Die Schwedin liebt es, Gäste um sich zu haben. „Ich möchte, dass mein Zuhause Gemütlichkeit ausstrahlt und wie eine Umarmung wirkt.“ Ihr Geheimrezept? Ein charmanter Mix aus Alt und Neu: Flohmarktfunde treffen auf Designermöbel, günstige Accessoires auf erlesene Kleinigkeiten. Dazu kommt ein feines Gespür für Details, die die Räume zusammenhalten. So wie im Wohnzimmer, in dem das Sofa die Hauptrolle spielt und nicht wie gewohnt an der Wand, sondern mitten im Raum platziert ist. Den alten Holzbock fand Emma im Abstellraum und verhalf ihm mit neuen Holzbrettern zu einem Leben als stylisher Couchtisch. Einen zweiten Frühling erlebten auch die beiden Nachttischchen – auch sie per Zufall in der Abstellkammer entdeckt.

KUSCHEL-OASE
Zum schlichten weißen Polstersofa mit Dekokissen setzt der Vintage-Couchtisch aus rustikalem Holz einen schönen Kontrast.



Unser Haus fühlt sich so geborgen an wie eine Umarmung


TAFELRUNDE
Im Esszimmer wird für Freunde und Familie aufgetischt. Der weiße Vitrinenschrank ist von Ikea, die Stühle vom Flohmarkt.



Unvollkommenes und Altes machen den Charme aus


Statt punktueller Deckenspots setzt Emma auf rustikale Deckenleuchten im Industrial Chic.


Die grau gestrichene Ess-Ecke vor dem Fenster ist der Familie vorbehalten.


Der Keramiklampenfuß mit schwarz verlaufenden Linien ist so dekorativ, dass er keinen Lampenschirm braucht. Briefe bewahrt Emma in der Schatulle auf.


Liegewiese: Das Bett von Hästens schmücken eine Tagesdecke und ein weiches Schaffell.


Ein Servierwagen dient im Gang als offenes Regal.


Schön gemütlich: Der Pflanzenübertopf aus Geflecht, die bauchige Glasflasche und der Kerzenleuchter sind farblich abgestimmt.


Sie erhielten einen neuen dunklen Anstrich, passend zur Tapete mit schwarzen Blütenstängeln. Die Stylistin folgt keinerlei Regeln, wenn es ums Einrichten geht. „Ich höre immer auf meine innere Stimme und folge meinem Herzen“, erzählt sie. „Wer sagt denn, dass Möbel in einer ganz bestimmten Weise arrangiert werden müssen?“ Besonders wichtig ist Emma ein persönlicher Stil, der ein Zuhause prägt.
„Natürlich ist es leichter, ein bereits fertiges Wohnkonzept, das man im Möbelhaus oder in einer Wohnzeitschrift gesehen hat, zu kopieren. Was dann aber fehlt ist die Seele des Hauses, die kleinen Dinge und liebenswerten Accessoires, die es einzigartig und unverwechselbar machen.“ Emma gibt zu, dass es manchmal leicht ist, sich in all den verschiedenen Stilrichtungen und angesagten Trends zu verlieren. Ihre Lösung: „Ob Möbel, Stoffe, Farben oder Accessoires – alles, was glücklich macht, ist die richtige Entscheidung und schenkt uns gute Energie. Das Allerwichtigste ist doch, dass wir uns in unserem Zuhause rundum wohlfühlen!“

AUF EINEN BLICK

Lage Das Haus steht in einem kleinen Dorf außerhalb von Linköping.Größe Rund 200 Quadratmeter Wohnfläche stehen der Familie zur Verfügung.Highlights Altes und Neues, Schnäppchen und Designermöbel bringt Emma in eine ausgewogene Balance. Ein stimmiges Farbkonzept bringt Ruhe ins Spiel.


FOTOS: CECILIA MÖLLER / LIVING 4 MEDIASTYLING: EMMA OLAI