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Schweizer Taschenmesser


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IT Administrator - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 30.11.2021

Parallels Toolbox 5 Tests

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Bildquelle: IT Administrator, Ausgabe 12/2021

D er Softwarehersteller Parallels, inzwischen eine Geschäftseinheit von Corel, hat sich mit Virtualisierungslösungen einen Namen gemacht, vor allem mit dem Hypervisor Parallels Desktop für Mac. Weiterhin hat das Unternehmen bereits seit 2016 seine Toolbox im Programm. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Werkzeugen, die jeweils genau einem bestimmten Zweck dienen und diesen besonders simpel und effizient erfüllen.

Für Intel und ARM geeignet

So wie Parallels Desktop erschien auch die Toolbox ursprünglich als Werkzeugsammlung für macOS. Mit der jüngsten Ausgabe hat Parallels die Software auf eine universelle Binärdatei umgestellt, die macOS sowohl auf Intel-Prozessoren als auch auf den neueren Apple-M1-Prozessoren mit ARM-Basis unterstützt. Weiterhin hat der Hersteller die Toolbox bei dieser Gelegenheit auf Windows portiert. In diesem Fall funktionieren die Helferlein ...

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... ebenfalls unabhängig vom Prozessortyp. Alternativ zur x86/x64-Architektur darf es auch hier ein ARM-Chip sein.

Windows-Nutzer mag der Ansatz der Toolbox an die Microsoft PowerToys erinnern. Doch ein direkter Vergleich wäre gegenüber den PowerToys, die sich noch in der Entwicklung befinden, nicht ganz fair. Wenngleich nicht alle Elemente der Toolbox für Windows verfügbar sind, hat Parallels seit der ersten Version die Anzahl der enthaltenen Werkzeuge auf insgesamt 50 mehr als verdoppelt. Soweit die Tools für macOS und Windows gleichermaßen zur Verfügung stehen, funktionieren sie weitestgehend auf die gleiche Weise. Auf die wenigen Fälle, in denen ein Werkzeug nicht auf beiden Betriebssystemen vorhanden ist, gehen wir im Folgenden jeweils ein.

Einzeln oder im Paket

Parallels bietet die Toolbox auf Basis einer jährlichen Mietlizenz pro Computer an. Alternativ ist die Werkzeugsammlung auch Bestandteil von Parallels Desktop für Mac. Die Kauflizenz von Parallels Desktop bringt eine dreimonatige Mietlizenz der Toolbox mit. Alle Editionen der jährlich zu verlängernden Mietlizenz des Hypervisors beinhalten die Toolbox dauerhaft, solange die Lizenz läuft. Auch Parallels Desktop für Chrome OS als jüngster Spross der Familie hat die Toolbox im Gepäck.

Einmal installiert, verlangt die Parallels Toolbox nach einem Login und möchte per Lizenzschlüssel aktiviert werden. Neben einem eigenständigen Parallels-Account unterstützt der Hersteller auch die Anmeldung per Apple-, Facebook- oder Google-Konto. Wir hatten uns vorab auf der Webseite von Parallels für ein Benutzerkonto registriert und diesem zwei Lizenzschlüssel hinzugefügt, die der Hersteller uns für den Test zur Verfügung gestellt hatte. So gerüstet konnten wir uns der Installation widmen.

Hierzu hatten wir zwei Clients vorbereitet, ein Notebook mit Intel-CPU und der 64-Bit-Variante von Windows 10 21H1 sowie ein Apple MacBook Air der neuesten Generation mit M1-Prozessor und macOS 11.5.2 Big Sur. In beiden Welten lief die Installation der Parallels Toolbox 5 ähnlich schnell ab.

Aufgeräumte Oberfläche

Gegenüber früheren Versionen hat Parallels die Benutzeroberfläche der Toolbox komplett überarbeitet. Grundsätzlicher Aufbau und Funktionalität erwiesen sich unter macOS und Windows als identisch. So blendet die Toolbox beim Klick auf ihr Icon zunächst das "Dashboard" ein – einen Bereich, der zuoberst die vom Nutzer als Favoriten festgelegten Werkzeuge aufnimmt und darunter die zuletzt benutzten Helfer listet.

Die als "Bibliothek" bezeichnete Registerkarte daneben umfasst sämtliche Tools und zeigt diese wahlweise in der Ansicht "ALLES" vollständig oder in Rubriken, wie etwa "Audio", "Grafik" oder "Produktivität", thematisch zueinander passend an. Manche Tools sind Teil mehrerer Rubriken. Soweit ein Werkzeug Einstellungen besitzt, erreichten wir diese über ein Zahnradsymbol neben dem jeweiligen Eintrag, und konnten das Tool über ein Sternsymbol zum persönlichen Dashboard hinzufügen.

Bevor wir uns aber den einzelnen Werkzeugen zuwandten, nutzten wir das Zahnrad-Icon in der Kopfzeile. Hier meldeten wir uns mit unserem zuvor erstellten Parallels-Konto an und aktivierten pro Gerät jeweils eine unserer Testlizenzen. Weiterhin konnten wir in den allgemeinen Einstellungen festlegen, ob die Toolbox beim Starten des Systems automatisch aktiv werden soll. Zudem durften wir für jedes einzelne Werkzeug eine beliebige Tastenkombination hinterlegen, um es zu starten. Neben der Suche nach Updates fanden wir im Menü noch den Befehl "Funktion vorschlagen…", der das Parallels-Forum im Browser öffnet. Dort nimmt der Hersteller Verbesserungsvorschläge sowie Wünsche nach neuen Funktionen entgegen und informiert auch über den Stand der Bearbeitung.

Schnelle Screenshots

Die Toolbox enthält unter anderem mehrere praktische Werkzeuge für Medienschaffende sowie Nutzer, die etwa im Rahmen von IT-Servicemanagement oder Entwicklung mit der Unterstützung von Endanwendern betraut sind. So kümmern sich drei Tools um Screenshots des gesamten Bildschirms, von ausgewählten Fenstern oder von frei selektierbaren, rechteckigen Bereichen der Anzeige.

In den Einstellungen der Werkzeuge durften wir jeweils wählen, wo und in welchem Format sie die Screenshots speichern sollen. Zur Auswahl standen PNG, JPG, TIFF sowie GIF. Unter macOS kam als fünfte Alternative noch PDF hinzu. Für Windows-Nutzer befördern die Tools den Screenshot auf Wunsch auch gleich in die Zwischenablage. macOS-Nutzern erscheint der Screenshot optional als schwebende Miniatur in der unteren rechten Ecke des Bildschirms.

Weitere Besonderheit im Fall von macOS mit seinen granularen Sicherheitseinstellungen war, dass wir allen Tools, die auf den Bildschirm und andere systemnahe Bereiche zugreifen wollen, dies bei ihrer ersten Verwendung in den Systemeinstellungen des Betriebssystems explizit erlauben mussten.

Nur unter macOS als Erweiterung für den Browser Safari verfügbar, erstellt ein zusätzliches Werkzeug Screenshots kompletter Webseiten. Seiten, deren Inhalte nicht in das sichtbare Fenster passen, scrollt das Tool automatisch von oben nach unten und fügt alle Bildschirmseiten zu einer Grafikdatei zusammen.

Wer anstelle statischer Screenshots Tutorialvideos bevorzugt, wird ebenfalls fündig. Drei zusätzliche Werkzeuge nehmen wiederum den gesamten Bildschirm, ein bestimmtes Fenster oder aber einen definierten rechteckigen Bereich als Film im MP4-Format mit voller, halber oder auf ein Viertel reduzierter Auflösung auf. Dabei durften wir jeweils wählen, ob und welche Quelle die Tonspur beisteuern sollte.

Weitere Werkzeuge machen sich schnell und ohne Schnörkel Kamera und Mikrofon des Systems zunutze. So konnten wir einen Schnappschuss mit der Webcam des Computers erstellen, der sofort als PNG im gewünschten Zielordner landete. Zudem durften wir wiederum im MP4- Format Videos mitsamt Tonspur aufzeichnen und auch Audio-Dateien aufnehmen. In letzterem Fall bot uns das Tool AAC oder MP3 als Ausgabeformat an, unter Windows zusätzlich noch WAV, jeweils mit der simplen Qualitätsunterscheidung nach klein, mittel oder groß.

Online-Inhalte und Barcodes

Online vorhandene Inhalte durften wir mit darauf spezialisierten Werkzeugen als Audio oder Video herunterladen. Dazu mussten wir lediglich einen passenden Link über die Zwischenablage im gewünschten Werkzeug einfügen. Noch schneller gelingt der Download von Videos unter macOS, da sich das Tool auf Wunsch als Erweiterung im Browser Safari einklinkt. Im Fall von Videos konnten wir die Ausgabequalität anhand der Auflösung von 360p über 720p und 1080p bis zum verfügbaren Maximum festlegen, bei der Audioausgabe nur zwischen dem online verfügbaren Originalformat oder einer MP3 mit 128 KBit/s Samplingrate wählen.

Gespeicherte Videos konvertiert ein separates Werkzeug wahlweise in MP4, AVI, MOV, FLV, WMV oder MKV. Nur unter macOS verfügbar ist ein zusätzliches Tool, das Videos in animierte GIF- Bilder mit Abmessungen von 330×100, 400×250 oder 500×370 Pixeln verwandelt. Um das Skalieren und Konvertieren von Bildmaterial kümmert sich ebenfalls plattformübergreifend das Tool "Bildgröße ändern", das einzelne oder auch mehrere Grafikdateien in einem Arbeitsgang umwandelt. Dabei reicht es aus, die gewünschte Höhe oder Breite einzugeben. Standardmäßig skaliert das Werkzeug das jeweils andere Maß proportional. Als Parameter konnten wir die Änderung der Größe allerdings leider nicht prozentual, sondern nur als absolutes Pixelmaß angeben. Das Tool schreibt die geänderten Bilder als Kopie in einen wählbaren Pfad. Es behält entweder das Ausgangsformat bei oder konvertiert alternativ zu PNG, TIFF oder JPEG, nur unter macOS auch zu Apples HEIC-Format.

Neu in der aktuellen Ausgabe der Parallels Toolbox sind der Barcode-Generator und -Reader. Anders als die kurzen Namen der Werkzeuge vermuten lassen, kümmern sie sich aber längst nicht nur um diverse Formate von Strichcodes, wie EAN-8 oder -13, sondern auch um QR-, Aztec- und Data Matrix-Codes. Der Generator erzeugt entsprechende Codes und befördert sie in die Zwischenablage oder in eine Datei. Der Barcode-Leser nimmt vorhandene Codes als Bilddatei oder über die Webcam des Systems entgegen und dekodiert sie. Das funktionierte in unserem Test auch mit abfo - tografierten QR- und Barcodes ohne Probleme (Bild 1).

Parallels Toolbox 5

Produkt

Umfassende Werkzeugsammlung für macOS und Windows.

Hersteller

Corel www.parallels.com/de/products/toolbox/

Preis

19,99 Euro pro Jahr und Computer.

Systemvoraussetzungen

macOS 10.12 (Sierra) oder höher mit Inteloder Apple-M1-Prozessor beziehungsweise Windows 10 mit Intel-/AMD-oder ARM-Prozessor.

Technische Daten

www.it-administrator.de/downloads/ datenblaetter

Texterkennung in 13 Sprachen

Ebenfalls neu in der Toolbox 5 ist die Texterkennung. Wir konnten unter mac -OS und Windows Bilddateien darin öffnen oder direkt per Drag-and-Drop auf die Arbeitsfläche des Werkzeugs ziehen, das dann den enthaltenen Text extrahierte und uns zum Kopieren per Zwischenablage zur Verfügung stellte. Dabei durften wir zwischen 13 zu erkennenden Sprachen wählen. Das funktionierte in unseren Tests sowohl mit Screenshots als auch mit abfotografierten Texten sehr gut, wobei wir als Vorlage nur deutsche und englische Texte verwendeten.

Bis zum Redaktionsschluss nur unter mac OS verfügbar war dagegen das Tool "Text umwandeln", das Texte per Zwischenablage entgegennimmt und in Groß- oder Kleinschreibung sowie verschiedene andere Notationen wie Camel Case, Snake Case oder eine randomisierte Folge von Groß- und Kleinbuchstaben verwandelt (Bild 2). Der "Maßeinheitenkonvertierer" übersetzt zwischen zahlreichen Währungen und Maßen.

Dateien und Ordner im Griff

Weitere Werkzeuge erleichtern die Arbeit mit Dateien und Ordnern. So konnten wir mittels "Archivieren" per Drag-and-Drop Dateien und Ordner zu ZIP-Archiven packen, optional auch mit Passwort-Schutz. Im Gegenzug extrahiert das Werkzeug "Entpacken" ZIP-Archive und weitere Formate wie etwa RAR oder 7z. "Duplikate suchen" hilft dabei, doppelt vorhandene Dateien zu finden, und "Laufwerk bereinigen" versammelt die zahlreichen Orte unter einer Oberfläche, in denen sich platzfressende Dateien ansammeln, darunter Protokoll-, Cache-sowie weitere temporäre Dateien, die wir so mit wenigen Klicks entfernen konnten. Das Werkzeug "Volumes auswerfen" trennt mit einem Klick sämtliche verbundenen Wechseldatenträger.

Effizientes Arbeiten

Tools, die sich der Produktivität widmen, runden die Zusammenstellung ab. So erinnert "Pausenzeit" in wählbaren Intervallen daran, die Bildschirmarbeit regelmäßig zu unterbrechen. Voreingestellt ist die Empfehlung, alle 50 Minuten eine fünfminütige Pause einzulegen. Auf Wunsch dimmt das Tool den Bildschirm und blendet einen Hinweis mit Countdown ein, dass nun eine Pause ansteht.

"Nicht stören" deaktiviert sämtliche Benachrichtigungen. Noch weiter greift der "Präsentationsmodus", der zusätzlich auch alle Dateien auf dem Desktop ausblendet und den Rechner zudem daran hindert, in den Ruhezustand zu wechseln. Diese beiden Aktionen konnten wir mittels der separaten Tools "Desktop-Dateien ausblenden" und "Kein Ruhezustand" auch einzeln verwenden.

Während letzteres Tool den Ruhezustand komplett verhindert, legt der Ruhezustand-Zeitgeber aus der Rubrik der Systemwerkzeuge den Computer nach einer in mehreren Stufen wählbaren Zeitspanne zwischen 15 Minuten und sechs Stunden schlafen. Ebenfalls zu den Systemtools zählt "Energie sparen", das diverse im Betriebssystem verteilte Einstellungen zusammenfasst, unter macOS etwa im Akkubetrieb Time-Machine-Backups und Updates aussetzt.

Die Tools "Bildschirm sperren" und "Mikrofon stummschalten" sind selbstklärend. Sie bieten keine erweiterten Optionen und tun auf Klick genau, was ihr Name verspricht. Das Werkzeug "Auflösung wechseln" bietet einen Schnellzugriff auf alle vom System unterstützten Bildschirmauflösungen. Es verankert sich unter macOS mit einem separaten Symbol in der Taskleiste.

Plattformabhängige Funktionen

Neben den bereits erwähnten sind einige weitere Werkzeuge ausschließlich für mac OS verfügbar. Weltzeit, Alarm, Stoppuhr und Zeitgeber (Timer) bilden die vier Funktionen der Uhr-App nach, wie sie Apple-Nutzer bereits von iOS und iPadOS kennen. Hinzu gesellt sich der Datumszähler, der die Tage bis zu einem oder mehreren Zeitpunkten in der Zukunft zählt.

In die Rubrik der Produktivität fallen der Zwischenablagenverlauf, ein Fokus auf Fenster, der alle Fenster außer dem gerade aktiven abdimmt, sowie ein Werkzeug, das alle Anwendungen ausblendet, um den Desktop anzuzeigen. Mit der Fensterverwaltung konnten wir Fenstergrößen und -positionen ändern und Layouts für mehrere Fenster vorkonfigurieren, ähnlich den "FancyZones" der Microsoft PowerToys unter Windows.

Die übrigen Tools arbeiten systemnah, indem sie auf Wunsch einzelne Symbole aus der Menüleiste des Systems ausblenden, versteckte Dateien sichtbar machen oder auch die aktuelle Auslastung des Hauptspeichers detailliert anzeigen und Speicher freigeben. Der Flugmodus schaltet sämtliche drahtlose Kommunikation komplett ab. Und schließlich informiert das Tool "Apps deinstallieren" im Detail darüber, wohin eine bestimmte Anwendung überall ihre Informationen geschrieben hat, und entfernt diese auf Wunsch vollständig.

Umgekehrt sind wenige Tools ausschließlich auf Windows beschränkt. Das Werkzeug "Farbe ermitteln" zeigt den Farbwert eines beliebigen Punktes auf dem Bildschirm in verschiedenen Formaten an. Das ist unter macOS schlicht nicht erforderlich, da sich dort mit "Digital Color Meter" bereits ein Bordwerkzeug darum kümmert. "Kamera sperren" unterbindet jeglichen Zugriff auf die Webcam des Systems. "Fenster im Vordergrund" sorgt dafür, dass ein wählbares Fenster im Vordergrund sichtbar bleibt und nicht von anderen überlagert wird.

Zu guter Letzt macht "Anwendungen schließen" auch unter Windows den Desktop sichtbar. Dabei durften wir wählen, ob das Tool die laufenden Anwendungen nur minimieren, schließen oder gar erzwungen schließen soll. In letzteren beiden Fällen durften wir in den Einstellungen des Werkzeugs noch eine Ausschlussliste von Anwendungen pflegen, die das Tool nur ausblenden und nicht schließen soll.

Fazit

Wenngleich Parallels auf der eigenen Webseite die Toolbox bei den Produkten für den Heimgebrauch listet, erwiesen sich die Werkzeuge auch im Arbeitsalltag als äußerst nützlich. Die Software vereint zahlreiche Funktionen, die ansonsten umständlicher zu bedienen sind oder jeweils separate Werkzeuge erfordern. Das betrifft vor allem den Umgang mit Grafiken und Videos sowie Dateien im Allgemeinen. Die Produktivitätswerkzeuge machen die Arbeit völlig unabhängig vom Anwendungsfall angenehmer. Von der plattformübergreifend sehr ähnlichen Oberfläche profitieren besonders Anwender, die mit macOS und Windows gleichermaßen zu tun haben. Sie müssen beim Wechsel zwischen den Welten nicht umdenken und können die praktischen Helferlein mit beiden Systemen gleichermaßen verwenden.

(dr)

Dieses Produkt eignet sich

optimal für Anwender, die sowohl macOS als auch Windows verwenden.

bedingt für Anwender, die Teile des benötigten Funktionsumfangs bereits mit anderen Werkzeugen erledigen.

nicht für Anwender, die primär Linux als Desktop-Betriebssystem einsetzen.