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Schwermetalle: Belastung erkennen und beheben


Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 20.03.2020

Für viele Beschwerden kann eine chronische Belastung mit Schwermetallen verantwortlich sein. Erkennt man diese, lassen sich mit Hilfe der Kräutermedizin und orthomolekularen Substanzen die Schwermetalle gezielt ausleiten.


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Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 2/2020

In die Praxis kommen heute immer mehr Patienten mit multifaktoriellen Beschwerden, die oft nicht durch grundlegende medizinische Befunde und Untersuchungen zu erklären sind. Die Beschwerden betreffen sowohl den körperlichen Bereich als auch die Psyche. Das kann ein wichtiger Hinweis auf eine chronische Belastung mit toxischen Verbindungen und/oder Schwermetallen sein. Hinzu kommt der ...

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... Umstand, dass häufig Medikamente gegen die Be- schwerden eingenommen werden, die meist zu keiner Verbesserung, aber einer zusätzlichen Belastung des Organismus, und Mikronährstoffhaushalts führen, weil der Körper dann auch noch die Arzneistoffe umwandeln, abbauen und ausscheiden muss.

Typische Beschwerden bei Schwermetallbelastung

Bei Patienten mit toxischen und/ oder Schwermetallbelastungen treten oft folgende Beschwerden in Kombination auf:

• erhöhte Infektionsanfälligkeit,

• Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Appetitverlust,

• Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsschwäche, Libido-Probleme,

• Allergien und Ekzeme.

Besonders verdächtig für toxische und/oder Schwermetallbelastungen sind ein unerfüllter Kinderwunsch, Schilddrüsenbelastungen und Schmerzzustände unklarer Ursache, solange keine medizinischen Befunde und Diagnosen durch bildgebende Verfahren oder Laborergebnisse vorliegen. Hier hat sich herausgestellt, dass naturheilkundliche Maßnahmen, wie Stoffwechselregulation, Ausleitungsverfahren und die Zufuhr von Mikronährstoffen zu guten Ergebnissen führen.


Es sind vor allem Umweltprobleme, die für das vermehrte Vorkommen von Schwermetallen zum Beispiel in Nahrungsmitteln verantwortlich sind.


Quecksilber & Co.

In der Vergangenheit wurde Quecksilber, das zum Beispiel im Zahnbereich bei der Amalgam-Entfernung freiwerden kann, als größtes Schwermetallproblem angesehen. Dies hat sich in der Zwischenzeit jedoch deutlich verändert. Heute ist die Amalgam-Entfernung beim Zahnarzt seltener geworden, auch weil mittlerweile andere Füllungsmaterialien verwendet werden.

Auswirkungen von Schwermetallbelastungen im Überblick

Quecksilber:

• Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, trockener Mund-Rachen-Raum (mit häufigem Zahnfleischbluten, Zahnverlust, metallischem Geschmack)
• Herz (anormaler Herzrhythmus, anormaler Blutdruck)
• erhöhte Leber-Nieren-Werte (ohne Alkoholbelastung)

Cadmium:

• beschleunigt den Alterungsprozess
• erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• enthalten im Tabakrauch und Lebensmitteln (zum Beispiel Meeresfrüchte)
• Problematik cadmiumbelastete Böden durch Kunstdünger und unsachgemäße Entsorgung von Akkus

Blei:

• durch Straßenverkehr, Emission in der Luft mit Niederschlag auf den Boden
• reichert sich in pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln an
• belastet Magen-Darm-Trakt, Leber, Niere, Gehirn und Knochen
• schädigt vor allem das Nervensystem (bes. bei Kindern) und stört Blutbildung, Entwicklung, Wachstum und Lernvermögen

Ausleitungsrezeptur nach Paracelsus

Bei toxischen und Schwermetallbelastungen wird in der Praxis auch Kräutermedizin eingesetztzt. Eine der ältesten Rezepturen zu diesem Thema stammt von Paracelsus.

Zubereitung und Anwendung:

2 TL mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen und circa 15 Minuten ziehen lassen. Davon montags bis freitags täglich eine Tasse über insgesamt 12 Wochen trinken. Samstags und sonntags jeweils eine Pause machen. Danach drei Wochen Pause und dann nochmals 12 Wochen.

• 10 g Beifußkraut (Herba Artemisiae cc.)
• 10 g Goldrutenkraut (Herba Solidaginis cc.)
• 10 g Gundelrebe (Herba Hederae terr. cc.)
• 10 g Klettttenwurzel (Radix Bardanae cc.)
• 10 g Löwenzahnwurzel (Radix Taraxaci cc.)
• 10 g Wegwartenwurzel (Radix Cichorii cc.)
• 10 g Weißdorn (Herba Crataegus cc.)

Die Aufklärung von Zahnärzten und Patienten hat ein Umdenken bewirkt. Zudem stehen bessere Schutzmöglichkeiten bei der Entfernung des Amalgams zur Verfügung. Somit sind es vor allem Umweltprobleme, die für das vermehrte Vorkommen von Schwermetallen wie Quecksilber, Cadmium oder Blei zum Beispiel in Nahrungsmitteln verantwortlich sind. Grundsätzlich kann man Schwermetalle von anderen Toxinen nicht getrennt betrachten, da beide Stoffgruppen den Organismus stark belasten. Mit folgenden schädlichen Faktoren muss sich der Organismus heute auseinandersetzen:

• Straßenverkehr (Feinstaubbelastung, Abgase)
• Umweltgifte (Strahlenbelastungen, WLAN, DECT-Telefone, Pestizide, Insektizide, Plastik – Bisphenol A (BPA) und Phthalate, Mobilfunkmasten)
• Ernährung (Konservierungsstoffe, Glutamat, Farbstoffe, Fertiggerichte, Antibiotika-Arzneimittel-Rückstände in Fleisch und Wasser, Schwermetalle in Fisch, Meeresfrüchten)
• Kosmetika (Aluminium, Paraffinum, Sodium-Lauryl (Laureth)-Sulfate, Formaldehyd, Diethanolamine (DEA) und andere)
• berufliches Umfeld (Tonerstaub, hohe Belastung des Sauerstoffs im Büro)
• privates Umfeld (Bodenbelag, Möbel, Anstriche, Schimmel, Chemikalien in Billigklamotten aus Drittländern, Zahnbereich, Rauchen)

Diagnostik von Schwermetallbelastungen

Die Vielfalt an Symptomen erschwert oft eine genauere Diagnose. Zudem sind die Laboruntersuchungen, wenn es um Schwermetallbelastungen geht, nicht immer aussagekräftig. Schwermetalle werden in der Regel intrazellulär gelagert, das heißt sie schwimmen nicht frei im Blut, sodass eine einfache Blutuntersuchung nicht möglich ist. Im Urin kann die Ausscheidung bestimmter Metabolite gemessen werden, doch auch da gibt es Einschränkungen. Bei sogenannten Schwermetall-Mobilisationstests wird die Freisetzung von Schwermetallen provoziert, was jedoch den Patienten stark belasten kann. Kurz, der Körper hat einen Grund, warum er Schwermetalle in bestimmten Geweben einlagert und auf diese Weise fixiert. Daher sind in der Praxis eine gute und umfassende Anamnese und Erfahrung oft hilfreicher und schonender als Laboruntersuchungen.

Flüssige Mikronährstoffkonzentrate zur Unterstützung

Die Ausleitung von Schwermetallen ist kompliziert und aufwendig. Vor allem ist es notwendig, dem Organismus die erforderlichen Vital- und Mikronährstoffe bereit zu stellen, weil sie die Funktion von Entgiftungsenzymen unterstützen. In der Praxis konnte ich feststellen, dass bei Patienten mit einer erhöhten toxischen Belastung beziehungsweise Schwermetallbelastung deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden konnten, wenn die Vital- und Mikronährstoffe in flüssiger Form verabreicht wurden. Insbesondere Einschränkungen in der kognitiven Leistungsfähigkeit sprachen gut auf eine solche Nahrungsergänzung an. Flüssige Mikronährstoffkonzentrate enthalten eine Vielzahl an Vitalstoffen aus natürlichen Quellen, die sich in ihrer Wirkung sinnvoll ergänzen. Ich empfehle diesbezüglich meinen Patienten Cellagon®.

Wenn es um die Schwermetallentgiftung geht, sind vor allem die B-Vitamine, insbesondere Vitamin B12 von Bedeutung. Hierbei sollte auf Präparate geachtet werden, die biologisch aktive Formen enthalten, wie zum Beispiel bei Vitamin B12 Adenosylcobalamin und Methylcobalamin.

Individuelle Ausleitungskuren

Im Bereich der Ausleitungskuren gibt es eine Fülle von Ansätzen und Empfehlungen. Grundsätzlich macht es Sinn im Frühjahr und Herbst eine Ausleitungskur für Körper und Geist durchzuführen. Im Frühjahr werden Körper und Geist von toxischen Ansammlungen aus der Winterzeit befreit und im Herbst erfolgt dadurch die Vorbereitung auf den Winter.


„Vital-Mikronährstoffe sind wie der Zement in einer Wand, der alles zusammenhält.“
Peter Elster


Hier ein Fall aus meiner Praxis: Eine 27-jährige Patientin klagte über Haarausfall. Insbesondere diffuser Haarausfall kann mit einer toxischen bzw. Schwermetallbelastung zu tun haben. Die Diagnostik bestätigte meinen Verdacht. Daraufhin bekam die Patientin zum einem die Ausleitungsrezeptur nach Paracelsus, intravenöse Gaben von Vitamin B-Komplex und Infusionen mit den Aminosäuren Prolin/Lysin. Nach einer Behandlungsdauer von sechs Wochen zeigte sich eine deutliche Besserung und nach weiteren drei Wochen war der Haarausfall erfolgreich behandelt. Die Patientin hat zeitgleich ihre Ernährung verändert und nimmt seitdem auch Mikround Vitalnährstoffe in flüssiger Form ein. Sie berichtete, dass ihr Allgemeinzustand davon profitiert.

Fazit

Die Ausleitung von Toxinen und Schwermetallen ist sehr langwierig und sollte die gesamte Zeit über durch die Einnahme von Vital-Mikronährstoffen in flüssiger Form unterstützt werden. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte ein erfahrener Therapeut die Durchführung begleiten.

Peter Elster ist geprüfter Präventologe und Heilpraktiker mit eigener Praxis für traditionelle Chinesische Medizin und Naturheilkunde in München, außerdem Vorstand der Gesellschaft für Vitalpilzkunde (GfV e.V.) und Dozent an der Donau-Universität Krems. Weitere Informationen unter: www. nkt-pe.de, E-Mail-Kontakt: tcm-praxis@t-online.de.