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Scott Lumen eRide


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MountainBIKE - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.12.2022

Neuheiten

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Bildquelle: MountainBIKE, Ausgabe 1/2023

1 | Die Silhouette des Lumen mit integriertem Dämpfer ähnelt extrem der des Spark.

„Leicht, elegant, durchaus kraftvoll, ausgewogen im Handling: Das Lumen erfüllt meine Anforderungen an ein modernes Light-E-MTB.“

LUKAS HOFFMANN, Redakteur

Was folgt auf einen Funken (englisch Spark)? Klar: Licht. Oder auf Latein: Lumen. Und da haben wir den Namen des ersten Light-E-MTB von Scott, das in vielerlei Hinsicht auf dem erfolgreichen Raceund Trailfully Spark aufbaut.

So übernimmt das Lumen Designsprache, die spektakuläre Integration des Dämpfers sowie viele Details des Spark. Was den Scott-Ingenieuren im Entwicklungsprozess einiges abverlangte: Um den im Sitzrohr stehenden Dämpfer, aber auch Motor, Akku, Verkabelung sowie eine möglichst lange Vario-Sattelstütze im Inneren zu integrieren, wurde das Volumen des Rahmens im Vergleich zum Spark um 17 Prozent „aufgeblasen“. Was Federweg, Laufradgröße und Geometrie betrifft, folgt das Lumen seinen Wurzeln: Sportliche 130 mm Federweg ...

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... stehen vorne wie hinten an, 29"-Laufräder sind in allen Rahmengrößen gesetzt. Die Geo fällt nicht zu lang (446 mm Reach in Größe M), aber zeitgemäß flach (65,5°-Lenkwinkel) aus, Letzterer lässt sich über Steuersatzschalen um 0,6° steiler oder flacher stellen. Bekannt aus dem Scott-Konzern ist die intuitiv bedienbare „Twinloc“-Fernsteuerung für das Fahrwerk: Dieses kann dabei offen und geschlossen (Lockout) gefahren werden, der mittlere Modus strafft den Federweg auf 90 mm am Heck und erhöht die Dämpfung der Federgabel. Dazu kommt der neue E-MTB-Wurf mit schicken Syncros-(Carbon-)Cockpits samt Tubeless-Werkzeugen im Lenkerende sowie Minitool in der hinteren Steckachse.

Herzstück des Lumen ist der noch junge TQ-HPR50-Antrieb. Dieser leistet maximal 50 Nm Drehmoment und fällt extrem kompakt, dazu elegant und leicht aus. Dank seines überschaubaren Energiehungers stand er früh in der Gunst der Scott-Produktmanager und konnte kompromisslos ins Lumen integriert werden. Via App lassen sich Details wie Antriebscharakteristik, Fahrmodi oder die Display-Anzeigen individuell anpassen. Das Aggregat aus Bayern wird per fest verbautem 360-Wh-Akku gespeist. Optional kann ein „Range Extender“ zusätzliche 160 Wh bereitstellen. Für den Zusatzakku entwickelte Scott einen speziellen Halter, der per „Slide“-Mechanismus flott angedockt wird. Reicht für die geplante Tour der Hauptakku aus, ist ebenfalls per Slider schnell ein herkömmlicher Flaschenhalter angebracht, sodass dann zwei Trinkflaschen dabei sind.

Key Facts

ab 6999 Euro

ab 15,8 kg

? extrem leichtes Light-E-MTB unter 16 Kilo

? TQ-Antrieb: 50 Nm Drehmoment, 360-Wh-Akku

? Carbon-Rahmen mit 29"-Laufrädern

? 130-mm-Fahrwerk

? basiert auf dem Spark, Dämpfer im Rahmen integriert

Neuer Gewichtsrekord?

Trotz aller Details ist das Lumen dank Einsatz hochwertiger Carbon-Fasern an allen Modellen äußerst leicht: Unser Testbike und Topmodell 900 SL brachte es in Größe M auf rekordverdächtige 15,8 Kilo – zu nicht minder sensationellen 15 999 Euro. Dafür gibt es Edelparts à la Fox-Factory-Fahrwerk, Syncros-Carbon-Laufräder, Sram-XX1-AXS-Schaltung und Shimano-XTR-Bremse sowie einen „kostenlosen“ Range Extender. Aber es geht auch preiswerter: Das günstigste der drei Lumen-Modelle kostet 6999 Euro und ist auch als frauenspezifische Contessa-Variante für ebenfalls 6999 Euro zu haben.

Lumen: erster Test

Von der ersten Kurbelumdrehung an macht das Lumen Laune! MOUNTAINBIKE-Redakteur Lukas Hoffmann konnte das Topmodell ausgiebig auf den anspruchsvollen Toskana-Trails rund um Massa Marittima testen. Der TQ-Antrieb schiebt geradezu flüsterleise voran, er agiert äußerst harmonisch mit kaum spürbarem Zu- und Abschalten und unterstützt auch auf sehr steilen Uphill-Trails kraftvoll – sofern man die Kadenz relativ hoch hält. Im Downhill überrascht das Lumen: Es liegt satt und sicher auf dem Trail, lädt zu Sprüngen und Highspeed ein. Das famose Fahrwerk bietet mehr Reserven, als es die 130 mm Federweg vermuten lassen, die moderne Geometrie sorgt für Wendigkeit, gleichfalls für Souveränität. Kritik am Topmodell: Die supersteifen Carbon-Monocoque-Laufräder wirken unkomfortabel, und die Schwalbe-Reifen mit „Superrace“-Karkasse bieten zu wenig Pannenschutz.

Yeti

Mit dem SB 160 und SB 120 stellt die US-Kultmarke zwei neue Fullys vor. Ersteres kommt mit 170 mm Hub vorne und 160 mm Federweg am Heck – typisch Enduro. Zwei Modelle in zwei Carbon-Güteklassen für 8490 Euro sowie 10 390 Euro wird es geben. Yeti bleibt am SB 160 den 29"-Rädern treu, die Silhouette ähnelt dem Vorgänger. Neuerungen verbergen sich im Detail. Statt mit Pressfit-Lagern kommt das Yeti nun beispielsweise mit geschraubten BSA-Lagern für bessere Haltbarkeit. Vorgänger des SB 120 ist das SB 115. Wie die Zahlen vermuten lassen, besitzt das neue Trailbike nun 5 mm mehr Federweg am Heck. An der Front arbeitet eine Fox 34 mit 130 mm Hub. Natürlich wurde die Geometrie modernisiert, jede Rahmengröße (XS bis XXL) kommt mit angepasster Hinterbaulänge. Die beiden Modellvarianten, die in Europa verfügbar sein werden, kosten 7890 Euro bis 9490 Euro. Beiden Bikes gemein ist der einzigartige, bei den teureren T-Modellen weiter verbesserte „Switch-Infinity“-Hinterbau mit schwimmend gelagertem, virtuellem Drehpunkt. Dieser wird durch ein von Fox hergestelltes Führungsgehäuse samt doppeltem Kolben am unteren Umlenkhebel der Kinematik bereitgestellt.

Zwei neue Bikes, je zwei Modelle: Auf dem europäischen Markt wird es lediglich je zwei Varianten des SB 120 und SB 160 geben. Das SB 120 C2 (links) kostet 7890 Euro. Für das SB 160 T1 mit Fox-Factory-Federelementen sowie Sram-X01/ GX-Mix sind 10 390 Euro fällig.

Orbea

Olé! Orbea gönnt seinem Racefully Oiz, einem der beliebtesten XC-Bikes in den Startblöcken der MTB-Welt, eine Generalüberholung. An Bord des spanischen Racefully haben die beiden Deutschen Lukas Baum und Georg Egger im März 2022 das legendäre Etappenrennen Cape Epic gewonnen, jedoch waren sie da noch auf dem 2019 vorgestellten Vorgängermodell am Start, das vorne wie hinten 100 mm Federweg bot.

Als Antwort auf immer anspruchsvoller werdende Rennstrecken kommt das Oiz – wie etwa auch das Scott Spark RC – nun mit 120 mm Federweg an Bug und Heck. Die Aufteilung in die zwei Varianten XC (Cross-Country) und TR (Trail) fällt daher künftig weg. Weiterhin rollt und steht das Oiz auf 29"-Laufrädern, die Geometrie zeichneten die Spanier jedoch progressiver, moderner. So misst der Lenkwinkel nun trendgerecht flache 67°. Der Reach ist über alle Rahmengrößen hinweg gewachsen und beträgt in Größe L 472 mm. Ebenfalls dem Zeitgeist entsprechend ist der nun um 1,5° steiler stehende Sitzwinkel (76,5°). Treu bleibt sich Orbea bei der Formgebung. Der Dämpferkopf verschwindet dank „iLink“-Technik samt Remote-Zug im Rahmen, im Vergleich zum Vorgänger ist die Umlenkwippe aber noch kompakter und leichter geworden. Apropos Remote: Über den Orbea-eigenen „Squidlock“-Hebel lassen sich Federgabel und -bein bei den meisten Oiz-Modellen gleichzeitig dreistufig (Offen, Plattform, Lockout) verstellen.

In der feinsten Carbon-Rahmengüteklasse „OMX“ (ab 6299 Euro) soll der Oiz-Rahmen leichte 1750 g inklusive Dämpfer, aber exklusive Kleinteile wie Schaltauge und Steckachse auf die Waage bringen. Das Topmodell Oiz M-LTD für 9999 Euro unterbietet mit 9,8 Kilo dann auch die magische 10-Kilo-Grenze – und das sogar mit Vario-Sattelstütze. Trotz der Diät soll der Rahmen speziell im Tretlager-Bereich steifer geworden sein.

Weiterhin ist das Oiz auch mit preiswerterem „OMR“-Carbon-Rahmen (ab 3999 Euro) sowie als Aluminium-Version (ab 2799 Euro) zu haben. In Summe bieten die Spanier stolze elf Modellvarianten an. Novum an allen Ausführungen: Die Zugführung erfolgt durch den Steuersatz, der nun auch eine Lenkeranschlagsbegrenzung beherbergt und das Oberrohr im Fall der Fälle schützen soll.

Key Facts

ab 2799 Euro

ab 9,8 kg

? Racefully mit 120 mm Federweg vorne/hinten

? 29"-Laufräder

? drei Rahmenvarianten in Carbon und Aluminium

? moderne Geometrie

? elf Modelle

„Auch das beliebte Oiz bietet nun mehr Hub. Ganz klar der Trend im XC-Bereich! “

LUKAS HOFFMANN, Redakteur

YT

Neben E-MTBs sind Gravelbikes das Trendthema auf dem Radmarkt. Nun stellen auch die Forchheimer mit dem Szepter ein „Schotterrad“ vor – als erstes Nicht-MTB von YT überhaupt. Als Marke mit Downhill-DNA lag das Augenmerk der Franken aber eben nicht nur auf Gravelroads, sondern auch auf vergleichsweise hoher Trail-Performance. Superleichte Anbauteile sucht man am Szepter vergeblich, es ist gar als Trailbike (nach Klasse 3, ASTM) zertifiziert, um selbst kleine Sprünge klaglos wegzustecken. Die Geometrie des Carbon-Rahmens ist darauf abgestimmt: Der für Gravelbike-Verhältnisse lange Reach (407 mm in Größe L) sowie der flache Lenkwinkel (69,4°) sollen Fahrstabilität garantieren. Der markante, steife Lenkkopfbereich verspricht in Verbindung mit der Federgabel Lenkpräzision. Feder? Richtig gelesen! YT setzt auf Sram-XPLR-Parts inklusive Rock-Shox-Rudy-Gabel mit 40 mm Hub sowie – im Top-Modell Core 4 – auf eine Vario-Sattelstütze mit 50 mm Verstellbereich.

Auf einen gefederten Hinterbau verzichtet YT. Ein gewisses Maß an Komfort generieren neben den Reifen (700 x 42c) die tief angesetzten Sitzstreben des Hinterbaus. Montagepunkte für Taschen, Tools und Co. sowie Schutzbleche runden den Allround-Anspruch ab – das neue Szepter soll auch für Bikepacker der ideale Partner sein. Zwei Modelle bietet YT ab sofort an: das Core 3 mit Sram-Rival-AXS-XPLR-Gruppe für 3299 Euro sowie das Topmodell Core 4, das mit Force-AXS-XPLR-Parts und funkgesteuerter Vario-Stütze kommt und 4499 Euro kosten wird.

Key Facts

ab 3299 Euro

ab 9,8 kg

? Gravelbike mit Trailund Allround-Anspruch

? Gabel mit 40 mm Hub

? MTB-inspirierte, relativ flach-moderne Geometrie

? Carbon-Rahmen

? zwei Modellvarianten ab sofort erhältlich

Race Face

Die neue Era von Race Face sieht nicht nur scharf aus, sondern ist auch megaleicht. Nur 483 g soll die Carbon-Schönheit bei einer Kurbelarmlänge von 170 mm und mit 32er-Blatt wiegen. Drei Längen stehen zur Wahl: 165, 170 und 175 mm. Das abgebildete Design gefällt dir nicht? Keine Sorge, den Schriftzug gibt es in sieben Farben. Außerdem bieten die Kanadier bunte Schoner fürs Kurbelende in diesen Farben an. Gedacht ist die Kurbel für den Einsatz an All-Mountain- und Enduro-Bikes, sie kostet 489 Euro.

Bikeyoke

Seit einiger Zeit bieten die Oberfranken den Sagma an, einen Sattel mit anpassbarer Federung im Gestell. Nun kommt dieser unter dem Namen Sagma Light auch mit traditionellem Sattelgestänge, was Gewicht einspart. Dennoch soll der Sagma hohen Komfort bieten, vor allem dank des „idbeads“-Schaums sowie des gelungenen Shapes. Es gibt ihn in zwei Breiten sowie mit CroMo- oder Carbon-Gestell – wobei das Topmodell recht leichte 169 g wiegen soll. Sehr fair sind die Preise: 89 bzw. 139 Euro.

Syncros

Ab 1500 g für einen MTB-Laufradsatz für den Trail- und Enduro-Einsatz? Eine echte Ansage! Syncros hat zwei neue Carbon-Rundlinge im Programm, die auch auf härtesten Touren bestehen sollen. Der Revelstoke 1.0 wiegt laut Hersteller 1650 g, beim Topmodell 1.0s soll die Waage bei 1500 g stoppen. Letzteres kommt mit DT-Swiss-240s-Naben, die 28 Aerolite-Speichen und Alu-Nippel steuert ebenfalls DT bei. Das flache Felgendesign soll für sicheren Reifensitz sowie Komfort sorgen und Durchschläge abmindern. Die Innenbreite beträgt zeitgemäße 30 mm. 27,5"? Fehlanzeige, den LRS gibt es nur in 29", zudem nur mit Centerlock-Bremsaufnahme. Preislich liegen die beiden Sätze bei stolzen 1799 bzw. 2599 Euro.