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Sechs WICHTIGE!


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 05.04.2019

DieseTeigpropeller fangen schneller. Michael Kahlstadt hat nach vielen Experimenten seine sechs Lieblingsformen gefunden. Und weil sie so wichtig für ihn sind, hat er ihnen auch eigene Namen gegeben.


Um mir den Alltag am Forellensee deutlich zu erleichtern, steche ich mir zuhause kleine Plättchen aus Forellenteig. Dazu rolle ich den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier auf eine Stärke von etwa 3 Millimeter aus und steche anschließend mit einer „TFT Forellenspritze“ kreisrunde Plätzchen mit einem Durchmesser von ca. 10 mm aus. Von diesen Plättchen lege ich jeweils 2 kontrastierende zusammen und ...

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Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 30/2019

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... bewahre sie in leeren Pasten-Gläsern auf. Diese Vorbereitung erspart mir schmutzige Finger und ich habe schnell zweifarbige Teigpropeller parat. Aber damit ist die Arbeit natürlich nicht ganz getan. Am Wasser muss noch ein passender Propeller geformt werden. Bei mir haben sich inzwischen sechs Formen herauskristallisiert, mit denen ich bei unterschiedlichen Bedingungen fange. Die ersten drei Grundformen sind schnell gemacht und haben mir immer Fische gebracht. Für besondere Situationen am Forellensee habe ich aber auch noch drei „Spezial-Propeller“.

Um solche Forelle regelmäßig zu fangen, braucht man mehr als nur einen Standard-Teigpropeller.


1. Der Einfache

Für den „einfachen Propeller“ stecke ich einen 8er-Haken genau zwischen zwei Plättchen. Anschließend forme ich auf dem Finger ein längliches Dreieck. Dabei führe ich das Vorfach genau an der Spitze heraus. Diese Spitze drehe ich zwischen Daumen und Zeigefinger um das Vorfach, um Haltbarkeit und Laufverhalten zu verbessern. Beim Formen auf dem Finger wird das Dreieck ohnehin leicht rund. Damit der Propeller besser läuft, kann man diese Rundung anschließend auf dem Finger noch verstärken.

Zwei Pastenplättchen unterschiedlicher Farbe zusammenlegen. Dazwischen kommt der Haken.


Aus den runden Plättchen ein längliches Dreieck formen und eine Seite etwas abrunden.


2. Der Hypnotiseur

Als Grundform für den Hypnotiseur dient der „einfache Propeller“. Allerdings nehme ich anschließend die Spitze zwischen meine Handballen und drehe diese das Vorfach hoch. Das darf nur in einer Richtung erfolgen, also nicht hin und her. So wird der Hypnotiseur länger und hält wesentlich besser. Anschließend knicke ich das untere Ende des Teigpropellers auf etwa 45 bis 80 Grad ab. Dadurch läuft er wesentlich schneller.

Der Propeller wird zwischen Handballen in einer Richtung um das Vorfach gedreh t.


Zuletzt das dicke Ende etwas abknicken und fertig ist der drehende Hypnotiseur.


3. Der Fingernagel

Für den „Fingernagel“ steckt man den Haken in eine etwa 10 mm messende Pasten-Kugel. Anschließend formt man auf dem Finger oder einem Knöchel eine Halbkugel. Dort wo das Vorfach austritt, wird die Kugel etwas zwischen Daumen und Zeigefinger gedreht, um die Haltbarkeit beim Werfen zu verbessern. Anschließend das untere Ende noch etwas nach innen ziehen – fertig.

Zuerst eine Teigkugel um den Haken kneten,


dann die Kugel über den Knöchel drücken und formen.


So sieht der perfekte „Fingernagel“ von den hohlen Seite aus.


4. Das Spiegelei

Für das Spiegelei stecke ich den Haken in eine 10 mm Pastenkugel. Anschließend forme ich zwischen den Handflächen daraus eine dicke „Wurst“, die an beiden Enden konisch zuläuft. In der Mitte der Wurst platziere ich ein sehr kleines Stück Paste als Kontrast (Eigelb). Die Wurst wird plattgedrückt und anschließend um etwa 45 Grad längs verdreht. Die Form läuft auch beim ultra langsamen Schleppen und ich setze sie gern zusammen mit der Pilotkugel im Sommer ein.

Eine große weiße Kugel kommt um den Haken.


Wir drehen einen Körper mit spitzen Enden und platzieren eine kleine gelbe Kugel in der Mitte.


Das Spiegelei wird platt gedrückt und ein Ende um 45 Grad verdreht.


5. Die Turbine

Die Turbine ähnelt dem „Spiegelei“, wird aber aus zweifarbigen „Teigplättchen“ gefertigt. Dadurch kann man – ähnlich wie beim „Hypnotiseur“ – Anfang und Ende gegeneinander verdrehen. Dadurch wird die Form länger und schlanker. Die Turbine ist darüber hinaus zweifarbig und hat einen starken Kontrast. Dadurch ergibt sich ein starker „Blinkeffekt“. Deshalb setzte ich sie auch beim Schleppen in Grundnähe im Winter ein. Ähnlich wie das Spiegelei läuft die Turbine schon beim geringsten Zug und ist dadurch auch für die auftreibende Montage in der Nähe von Einläufen mit etwas Strömung geeignet.

Zwei kontrastierende Plättchen bilden die Grundlage für die längliche Turbine.


Ähnlich wie beim Hypnotiseur werden die Plättchen ineinander verdreht.


Vorne ist die Turbine spitz, hinten platt gedrückt.


Der zweifarbige Propeller läuft schon beim geringsten Zug.


6. Der Wurm

Das orangefarbene Köpfchen des Wurms ähnelt dem Farbdekor von „Redhead“ Wobblern oder auch der „Egg sucking Leach“ Fliege – sehr fängigen Mustern aus der Kunstköderwelt. Um den Wurm herzustellen, lege ich eine kleine und eine größere Teigkugel aufeinander und steche meinen 8er Haken durch die kleine Kugel in die Große. Anschließend formt man eine längliche Wurst, die anschließend plattgedrückt wird. Die platte Wurst wird in die gleiche Form gebracht, wie L-förmig aufgeköderte Bienenmaden. Der Wurm dreht sich langsamer als die beiden obigen Muster und ist bei Lachsforellen sehr beliebt.

Beim Wurm-Propeller bildet die zweite Farbe den Kopf.


Durch Rollen zwischen den Fingern entsteht eine Wurst.


Die Enden werden schmal geformt, das Ganze leicht ‚geplättet’.


Das Ende wird annähernd L-förmig gebogen, fertig.