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SEHEN UND GESEHEN WERDEN


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 26.04.2019

YouTube, Skype oder Twitch – eine Webcam hat viele Einsatzzwecke. COMPUTER BILD hat sechs Modelle getestet und verrät, und verrät, worauf es beim Kauf ankommt.


WEBCAM TEST

Artikelbild für den Artikel "SEHEN UND GESEHEN WERDEN" aus der Ausgabe 10/2019 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 10/2019

Mit dem Start des Chat-Dienstes Skype im Jahr 2003 war Videotelefonie plötzlich keine Science-Fiction mehr. Die weit entfernten Lieben nicht nur hören, sondern auch sehen – mit einem PC, flinkem Internetanschluss und einer Webcam war das für jedermann möglich.

Inzwischen klappt Videotelefonie auch per Smartphone über das mobile Netz, aber auch am PC verabreden sich die Menschen weiterhin zum Telefonieren mit Bild – etwa am Arbeitsplatz ...

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... oder um die Hände frei zu haben. Voll im Trend liegen Webcams bei Gamern. Sie filmen sich beim Spielen und übertragen das Bild live auf Video-Plattformen wie YouTube oder Twitch. Aber welche Webcam ist eigentlich am besten zum Streamen und Telefonieren?

Starrer Beobachter

Die Kameras in Notebooks sind nicht empfehlenswert. Bei aktuellen Geräten sitzt meist eine Webcam im Rahmen unter oder über dem Bildschirm. Aus Kostengründen bauen Notebook-Hersteller aber oft nur Webcams mit magerer Auflösung ein. Der Bildvergleich auf Seite 71 zeigt den Unterschied. Eine externe Webcam ist aber nicht nur technisch besser, sondern auch flexibler. Sie lässt sich frei positionieren, und dank Gelenk sind feinere Justierungen bei der Perspektive möglich.

Und Action!

Bevor es losgehen kann, muss der Besitzer seine Webcam aber erst mal in Betrieb nehmen. Das klappt seit Windows 7 angenehm einfach: Webcam per USB andocken, und schon ist sie bereit. Das mühselige Installieren von Treibern entfällt. Über das auf WindowsComputern vorinstallierte MicrosoftProgramm „Kamera“ lassen sich die Basisfunktionen der Webcam steuern, etwa die Auflösung einstellen.

Ein sicherer Halt

Wie beim Film muss auch bei WebcamAufnahmen die Perspektive stimmen. Hockt der Besitzer vor dem PCMonitor, sollte er die Kamera an der BildschirmOberseite mittig platzieren.

Die Webcams im Test sind allesamt mit einer Klemmhalterung ausgestattet und lassen sich einfach an der Bildschirmkante befestigen. Bei der Microsoft LifeCam Studio ist das allerdings eine wackelige Angelegenheit. Die Halterung mit biegbarem Gelenk hält nicht so stabil wie die Klammer der LogitechKameras. Zudem ist das Gelenk zwischen Kamera und Klem me sehr schwammig, was die Feinjustie rung erschwert.

Abgesehen von der Trust Vero lässt sich an allen Modellen auch ein Stativ anschrau ben – praktisch etwa, wenn die Webcam seitlich auf dem Schreibtisch stehen soll. Die Trust Xper hat sogar ein kleines Drei beinStativ im Lieferumfang, was jedoch ein wenig wackelig wirkt.

Im Auge des Betrachters

Neben einem guten Blickwinkel brauchen Gesprächspartner oder StreamZuschauer auch ein scharfes Bild. Deshalb sollte die Webcam mindestens eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) haben, die auch alle Modelle bei 30 Bildern pro Sekunde (fps) liefern. Die Bildrate reicht für ein flüssiges Bild ohne stockende Be wegungen. Reduziert der Nutzer bei der Razer Kiyo die Auflösung, dann zeichnet die Webcam sogar 60 Bilder pro Sekunde auf. Dadurch wirken Bewegungen noch geschmeidiger, beim Telefonieren ist aber ein schärferes Bild wichtiger.

VIDEOLEUCHTE INKLUSIVE

Licht aus Gerade in schlecht beleuchteten Räumen lassen sich wenige Details erkennen, durch das Deckenlicht entstehen unschöne Schlagschatten, außerdem stört grieseliges Bildrauschen.


Licht an Hier hilft der Lichtring an der Razer Kiyo. Er ist in der Helligkeit einstellbar und sorgt für gleichmäßigere Ausleuchtung. Schlagschatten durch die Raumbeleuchtung verschwinden, die Farbwiedergabe wirkt natürlicher.


Die Modelle von Logitech, die Razer Kiyo und die Microsoft LifeCam Studio haben einen Autofokus. Damit fangen sie sowohl nahe als auch etwas entfernte Motive scharf ein. Die Trust Xper Streaming hat einen manuellen Fokus. Für den gewünschten Schärfebereich dreht der Nutzer die Linse mit oder gegen den Uhrzeigersinn. Das Rädchen ist allerdings sehr empfindlich, was das Einstellen etwas mühselig macht. Ein weiteres Problem des manuellen Fokus: Der Nutzer darf sich nur wenig vor der Kamera bewegen, um den Schärfebereich nicht zu verlassen. Das gilt auch für die Trust Vero, bei der die Fokussierung fest für den Einsatz am Schreibtisch eingestellt und nicht veränderbar ist.

Die schärfsten Videos machte im Test die Razer Kiyo. Weniger überzeugend als die Detailgenauigkeit sind allerdings die zu kräftigen Farben. Gesichter wirken dadurch etwas unnatürlich. Die beste Farbwiedergabe liefert die Logitech HD Pro 920C. Ihr Bild ist fast originalgetreu. Enttäuscht hat im Test dagegen die Trust Vero. Sie zeigt blasse, stellenweise matschige Videos.

Kontraste rauf, Filter drauf

Gefällt das Bild nicht, lassen sich mit der Kamera-Software von Microsoft kleinere Anpassungen vornehmen, etwa bei der Belichtung. Zudem stellt der Nutzer per Klick den Autofokus ein und aus oder wechselt die Auflösung. Das Programm ist recht übersichtlich aufgebaut, sodass auch Einsteiger schnell zurechtkommen. Wer etwa bei You-Tube oder Twitch streamt, sollte seine Videos aber mit einer umfangreicheren Software aufpeppen. Die Logitech C920 installiert beim Anschließen automatisch die Software „Logitech Capture“, über die sich die Kamera vielfältig einstellen lässt. Der Nutzer kann unterschiedlichste Effektfilter wählen und per Schieberegler Farbtöne anpassen.

Die Software hat sogar eine Option für Greenscreens. Mit dieser Technik lassen sich neue Hintergründe ins Videobild einblenden. Dazu erfolgt die Videoaufnahme vor einer grünen Wand. Das Programm tauscht dann die grüne Fläche im Video gegen einen Hintergrund der Wahl. Auch das laufende Bild eines Videospiels lässt sich auf diese Weise als Hintergrund verwenden, so wie es häufig auf YouTube oder Twitch zu sehen ist.

Käufer der Razer Kiyo können sich das kostenlose Programm „Razer Synapse 3“ (siehe Bild Seite 71) herunterladen. Die Software verwaltet alle angeschlossenen Razer-Geräte und erlaubt bei der Webcam die Anpassung beispielsweise von Kontrast und Helligkeit. Für eine bessere Ausleuchtung des Videos schlingt sich bei der Kiyo ein Lichtring ums Objektiv. Durch Drehen im Uhrzeigersinn ist die Leuchtstärke einstellbar. Den Unterschied zeigt der Vergleich oben.


„Die Razer Kiyo ist zwar am teuersten, aber auch am besten.“ Robert Ladenthin Redakteur Hardware


BITDEFENDER SO SCHÜTZEN SIE SICH!

In Bitdefender gibt es verschiedene Einstellungen zur Sicherheit der Webcam. So lässt sich etwa dem Browser der Zugriff auf die Kamera verweigern. Wer die Cam gerade nicht braucht, blockiert sie einfach für sämtliche Programme.


BILDQUALITÄT VERBESSERN

Logitech Capture Die kostenlose Software Logitech Capture installiert sich automatisch auf dem PC (ab Windows 7), sobald der Nutzer die Logitech C920 Pro in die USB-Buchse steckt. Über das Programm lassen sich unter anderem Auflö USB-Buchse steckt. Über das Programm lassen sich unter anderem Auflö - sung, Kontrast und verschiedene Filter einstellen.


Razer Synapse Das Programm Razer Synapse 3 verwaltet alle am PC angeschlossenen Razer-Geräte. Mit der Software lassen sich beispielsweise die Farbverhältnisse im Bild der Webcam anpassen.


In die Blechdose gesprochen

Ein gutes Bild bringt allerdings nicht viel, wenn der Zuschauer oder Gesprächspartner kaum etwas verGesprächspartner versteht. Von den eingebauten Mikrofonen der Webcams darf der Nutzer nicht zu viel erwarten.

Stimmen klingen darüber oft blechern oder dumpf. Die Microsoft LiveCam Studio liefert bei der Tonqualität noch das beste Ergebnis. Grundsätzlich gilt: Für Videotelefonie reichen die eingebauten Mikrofone aus. Professionelle Streamer sollten sich jedoch ein separates USB-Mikrofon zulegen.

Keine unerwünschten Blicke

Auch ein Streamer hat mal Pause. Eine Objektivabdeckung zum Schutz der Privatsphäre gehört allerdings nur bei der Microsoft LifeCam zum Lieferumfang. Die Trust Xper hat zumindest einen Ein-/Ausschalter an der Rückseite.

Wer mehr Sicherheit will, zieht einfach den USB-Stecker. Das Einund Ausstöpseln kann allerdings schnell nerven, wenn die Buchse hinten an einem Desktop-PC unter dem Tisch sitzt. Alternativ versprechen Antiviren-Programme digitalen Schutz der Privatsphäre. Bei der Bitdefender Internet Security (siehe Seite 70 unten) von der Heft-CD/ DVD lassen sich unter dem Menüpunkt „Privatsphäre“ weitere Sicherheitseinstellungen für die Webcam vornehmen. So legt der Nutzer beispielsweise fest, welche Programme auf die Webcam zugreifen dürfen. Wenn die Kamera gerade läuft, leuchtet bei allen Modellen eine kleine Lampe neben der Linse – mit einer Ausnahme: Die Trust Xper gibt keinerlei Zeichen, ob sie aktiv ist oder nicht.[rl]

FAZIT

Den Testsieg holte sich die Razer Kiyo. Sowohl die Bildschärfe als auch die Farben überzeugten, und der clevere Lichtring sorgte für eine gute Beleuchtung. Lediglich die Klangqualität fiel ab. Da greifen Nutzer besser zu einem externen USB-Mikrofon. Das gilt auch für den Preis-Leistungs-Sieger Logitech C920, der ansonsten mit einer umfangreichen Software sowie einem guten Bild punktete.

VERGLEICH LAPTOP-CAM VS. USB-CAM

Laptop-Cam Die Laptop-Cam hat eine maximale Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten (Pixeln) und zeigt nur blasse Farben. Das Bild wirkt insgesamt detailarm und im Hintergrund verschwommen, nur der Vordergrund ist einigermaßen scharf.


USB-Webcam Die USB-Kamera glänzt mit gestochen scharfen Full-HDBildern und satteren Farben. Zudem lässt sich das Bild per Hersteller-Software verbessern. Mit ein paar Klicks macht der Nutzer das Video zum Beispiel heller oder dunkler.


5 VIDEO-CHAT-PROGRAMME

Skype Das Urgestein der Videotelefonie ist auch heute noch beliebt. Mittlerweile gehört es zu Microsoft und läuft neben dem PC auch auf Smartphones sowie der Xbox One.


Viber Bevor das japanische Unternehmen Rakuten den Chat-Dienst übernahm, stand dieser wegen mangelnder Sicherheit in der Kritik. Das hat sich mittlerweile geändert, Viber gilt als gute Alternative zu Skype.


Google Hangouts Die Videotelefonie-Websoftware von Google lässt sich auf dem PC, dem Smartphone sowie Tablet nutzen. Ein Google-Konto ist dabei Pflicht.


ICQ Den Messaging-Dienst gibt es bereits seit 13 Jahren, er geriet durch den Erfolg sozialer Netzwerke fast in Vergessenheit. Mit der Version 10.0 sind nun Video-Chats möglich.


4 HEADSETS FÜR STREAMING FÜR STREAMING UND TELEFONIE

Beyerdynamic MMX 300

Das Beyerdynamic MMX 300 gibt Spielegeräusche, Musik und Sprache klar wieder. Das Mikro überzeugt ebenfalls mit guter Tonqualität.Preis: 300 Euro

TESTERGEBNIS gut 1,8

Logitech G Pro Gaming

Die Klangqualität des Logitech G Pro ist hoch, die Bässe sind allerdings zu dominant. Stimmen überträgt das Mifrofon minimal verfälscht.Preis: 80 Euro

TESTERGEBNIS gut 2,4

Roccat Khan Pro

Das Khan Pro hat das mit Abdas beste Mikrofon und gibt Stimmen originalgetreu wieder. Der Klang ist insgesamt akzeptabel.Preis: 70 Euro

TESTERGEBNIS befriedigend 2,6

Fnatic Duel TMA-2

Die Sprachaufnahmen des Duel TMA-2 überzeugen. Bei Spielen, Musik und Filmen dröhnen jedoch die Bässe.Preis: 190 Euro

TESTERGEBNIS befriedigend 3,2