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Sehnsucht nach Immenhof


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Savoir-Vivre - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 01.04.2022

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Bildquelle: Savoir-Vivre, Ausgabe 5/2022

Acht Buchstaben formen ein Wort, in dem Sehnsüchte, Emotionen und Erinnerungen eingeschrieben sind. Es scheint nicht von dieser Welt und ist doch einer ihrer schönsten Kristallisationspunkte in deutschen Landen: IMMENHOF. Acht Buchstaben puren Glücks, ausgefüllt mit kostbarsten Momenten des Genießens und einen Sehnsuchtsort beschreibend, der in seiner gediegenen ländlichen Anmutung im Herzen der Holsteinischen Schweiz vom Alltag weit entrückt ist und dieserhalb einen Zauber zu entfachen vermag, der Seele und Körper wohltuend zu streichelt. IMMENHOF. Das ist Nostalgie pur und immer auch der Rückblick auf die unbeschwerte Kindheit, auf Dick und Dalli, den beiden heranwachsenden „Mädels vom Immenhof “, die auf dem Ponyhof von Oma Jantzen wehenden Haares auf ihren Shetlandponys in den Kellersee rit-ten. Von 1955 bis 1957 bildete das Gut Rothensande im ostholsteinischen Malente die Kulisse für gleich ...

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... drei Heimatfilme rund um den „Immenhof “. Damals der Kassenschlager in den deutschen Kinos. Und heute, nach wechselvoller Geschichte des landwirtschaftlichen Gutes sind die Ponys und Pferde zurück und mit ihnen die Menschen, die aus dem 180 Hektar großen Landgut in mehrjährigem Umund Renovierungsbau unter Einhaltung strengster Denkmalschutzauf lagen ein feines Urlaubsparadies gestaltet haben: Das Hotel Gut Immenhof, ein imposantes Ensemble aus 12 Gebäuden am Ufer des Kellersees. Ein gastlicher Sehnsuchtsort von immenser Strahlkraft, die weit über den schleswig-holsteinischen Horizont hinausreicht. Endlich Immenhof ! Möchte man ausrufen, denn es hat gedauert, fast acht Jahre um genau zu sein, bis das Hotel, das seit Anfang diesen Jahres Mitglied in der handverlesenen Kollektion der „Feinen Privathotels“ ist, seine Pforten öffnen konnte. So vieles auf dem ehemaligen Landgut war marode geworden, Fundamente mussten komplett erneuert und ganze Häuserteile entkernt werden. Das Warten hat sich gelohnt, denn im Herzen des Naturparks Holsteinische Schweiz ist seit Anfang Oktober 2021 eine der schönsten Hotelanlagen hierzulande ihrer Bestimmung übergeben worden: Menschen für die Dauer ihres Verweilens schlichtweg glücklich zu machen.

Ensemble aus 12 Gebäuden inmitten Ostholsteiner Idylle

Gut Immenhof, ein von wundervoller norddeutscher Natur und Charme beseeltes Landhotel. Fein, großzügig, elegant, so sein Auftritt, mit erfreulich zurückhaltendem Luxus in seiner Attitüde, die Bodenständigkeit, Heimat und Authentizität treff lich miteinander vereint. Auch wenn der Hotelname stets und allgegenwärtig die Filmgeschichte des Anwesens in die Gegenwart projiziert, so sind die diesbezüglichen Reminiszenzen und bildgebenden Zitate doch erfreulich reduziert. Und sie müssen es wohl auch sein, denn das Gutshotel ist für sich allein betrachtet schon eine so beachtliche gastliche Institution, dass sie auch ohne schmückende Ornamente aus der Filmzeit des Gutes ganz gut auskäme. Gleichwohl wer erinnernd träumen mag, der sieht Oma Jantzen auf dem Portikus des Herrenhauses stehen, betrachtet ihr gerahmtes Konterfei in der nach ihr benannten Hotel-Bar „Jantzens“ oder schaut den Mädels auf der Koppel und in der modernen Reitanlage zu, auch wenn sie vielleicht Nadine und Vivian heißen und nicht mehr Dick und Dalli. Wer sich auf das Hier und Jetzt im Hotel Gut Immenhof einlässt, der wird sich einfach nur wohlfühlen in dieser die Sinne inspirierenden gastlichen Welt aus Geborgenheit und ländlicher Grandezza. Eigentümer Carl-Joachim Deilmann und Hoteldirektor Thilo Mühl, den unsere Leser noch aus seiner Zeit als General Manager des „Grandhotels Heiligendamm“ kennen, haben dem (historischen) Gut Rothensande, dessen Anfänge wohl bis ins Jahr 1361 zurückreichen und deren wechselvolle Historie zahlreiche Besitzer vereinnahmte, einen ebenso stimmungsvollen wie stimmigen Auftritt verpasst, das einem nur Herz aufgehen kann ob der Vielfalt der Erlebnisangebote.

50 Zimmer und Suiten, 2 Restaurants

Alles ist von wertiger Eleganz, das trifft in Gänze auf die 50 noblen Zimmer und Suiten in vier Kategorien zu, die sich auf die einzelnen Gebäude wie dem beeindruckenden Herrenhaus aus dem Jahr 1911, dem Torhaus, dem Kutscherhaus, dem Vogthaus und dem Peerstall verteilen. Das gesamte Hotelareal mit fußläufiger Anbindung von zusätzlich sechs erstklassig ausgestatteten Ferienwohnungen umfasst stattliche drei Hektar Fläche, was Weitläufigkeit und Ruhe von sich aus bereits impliziert. Wer mag, nutzt den hoteleigenen Landesteg, besteigt von hier aus die „MS Luise“ und macht mit der „Grande Dame“ der Kellerseefahrt einen Schiffsausf lug über den See. Das reetgedeckte Bootshaus direkt am See ist einer von zahlreichen Lieblingsplätzen der Entschleunigung. Und der Rosengarten lockt zum Flanieren rund ums Herrenhaus ein. Kann es einen schöneren Platz für den wärmenden Saunagang geben als die kleine SPA-Oase direkt am Kellersee. Massagen, Fitness, Yogaangebote, stilvolle Ruheräume, auch das macht den besonderen Charme des Hotels Gut Immenhof aus. Oder wie es die tüchtigen Marketingstrategen so treffend formulieren: Einfach GUT.

Melkhus und Rodesand: Ohlmann, Jensen und Kühn

Einfach gut, das reicht in der verbalen Beschreibung gleichwohl kaum aus, wenn man die hochlöbliche kulinarische Seite des Gutshotels beleuchtet, zumal sie Protagonisten versammelt, die zu den Besten ihres Fachs gehören und die Adresse ganz sicher in die Phalanx der arrivierten Genießerhotels katapultieren werden. Als Küchendirektor der beiden Restaurants „Melkhus“ und „Rodesand“ fungiert der aus dem niedersächsischen Sulingen stammende Florian Ohlmann, ein renommierter Koch, mit erstklassigen Stationen, u.a. bei Alain Ducasse in Paris und den Lido-Restaurants in Düsseldorf. Im „Melkhus“, dem vormaligen Kuhstall des Gutes, verantwortet Küchenchef Christian Jensen die lukullischen Geschicke. Über 150 Plätze verfügt das rustikale Gemütlichkeit ausstrahlende Restaurant mit seinem mächtigen offenen Kamin und den tadellosen regionalen Köstlichkeiten einer verfeinerten Landküche, beispielsweise den sündhaft leckeren Torten von Chef-Pâtissière Kati Hinrichsen. Jensen bringt „besternte“ Erfahrung mit, kochte er doch bereits bei Dirk Luther im „Alten Meierhof “ in Glücksburg und im „Vila Vita“ im hessischen Marburg. Auf der Karte des „Melkhus“ stehen hausgemachte Holsteiner Klassiker, aber auch Kreationen, die jeder Feinschmeckerküche gerecht werden wie die a point zubereitete „Perlhuhnbrust Label Rouge“. Vieles kommt aus der Nachbarschaft, so die Eier von der Nessendorfer Mühle aus Blekendorf und die Wurst-und Fleischspezialitäten von „Bauer Schramm“ aus dem nahen Ahrensbök. Das eigene Bienenvolk liefert Honig und das schussfrische Wild bringt Projektleiter Ole Marxen aus eigener Jagd höchstpersönlich in die Hotelküche. Uns zieht es dieses Ma(h)l in das „Restaurant Rodesand“, zu Küchenchef Patrick Kühn ins Herrenhaus. 44 Plätze offeriert das Gourmetrestaurant mit herrlichem Blick auf den Kellersee. Die rechte Bühne für ein großes Talent an den Herden. Der 28-jährige Patrick Kühn stammt aus der Nähe von Stuttgart und listet beeindruckende Stationen in seiner Vita: So war er beispielsweise im „Landhaus Feckl“ tätig, kochte an der Seite von Drei-Sterne-Koch Andreas Caminada auf dessen „Schloss Schauenstein“ in Graubünden, ferner war er bei Zwei-Sterne-Koch Dirk Hoberg im „Ophelia“ in Konstanz sowie bei Drei-Sterne-Koch Esben Holmoe Bang im Osloer „Maaemo“ unter Vertrag. Die eigene kulinarische Handschrift weist ihn als Produktfanatiker aus. Kühn ist fokussiert auf das maximale Geschmackserlebnis, ihm unterordnet er alles. Im „Rodesand“ serviert er zwei Menüs in vier Gängen (darunter ein vegetarisches), die mit der Erweiterung aus Appetizern, Amuse Bouches, Pré-Dessert und Süßigkeiten on top aufgestockt sind. Dazu kommen seit April ausgewählte A-la-Carte-Kreationen aus der „Großen Klassiker-Küche“. In Souschef Maximilian Cramer, der kürzlich aus dem mit drei Michelin-Sternen dekorierten „The Table“ von Kevin Fehling aus Hamburg nach Ostholstein kam, bekommt das „Rodesand“ nochmalige Schubkraft. Wir sind sicher, dass über dem Hotel Gut Immenhof schon sehr bald Auszeichnungen funkeln und dem anspruchsvollen Connaisseur den Weg weisen werden. Wir machen den Anfang und manifestieren unsere Begeisterung für das Gebotene mit der Höchstbenotung der drei Sonnen.

Ingo Schmidt