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SERIE: Die Rückkehr des SONNENKÖNIGS


TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 20/2018 vom 21.09.2018

Auf dem Gipfel der Macht: In der dritten Staffel von „Versailles“ wird Ludwig XIV. endgültig zu dem absolutistischen Herrscher, der er immer sein wollte


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Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 20/2018

Ludwig (George Blagden, o.), Philippe (Alexander Vlahos, l.), die Königin (Elisa Lasowski, r.), Marquise de Maintenon (Catherine Walker, u.l.), der Polizeichef (Tygh Runyan, u.r.)


Der Krieg so gut wie vorbei, der Spion tot, die Giftmorde aufgeklärt, das Schloss gut in Schuss – das Leben könnte so einfach sein für Frankreichs Sonnenkönig. Könnte, ist es aber nicht. Denn seine neue Mätresse, die doch sonst so zurückhaltende und fromme Marquise de Maintenon ...

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... (Catherine Walker), stachelt Ludwig XIV. an, seine Stärke zu behaupten. Zudem gibt ein maskierter Mann Rätsel auf. Und dann ist da auch noch dieses Volk, das zunehmend gegen die viel zu hohen Abgaben und den luxuriösen Lebensstil seines Königs aufbegehrt.

Die dritte Staffel von „Versailles“ erzählt, wie Ludwig (1638–1715) den Gipfel der Macht erklimmt, endgültig zum absolutistischen Herrscher wird und die Hand nach ganz Europa ausstreckt. Sein Schloss spielt dabei eine zentrale Rolle, denn hier hält er den Adel in Schach: Die Grafen und Baronessen sind gezwungen, am Hof zu leben und viel Geld für angemessene Kleidung auszugeben, statt in ihren Residenzen auf dem Land nach dem Rechten zu sehen oder Intrigen zu spinnen. So will sich der König vor Widerständlern aus den eigenen Reihen schützen: Umarme deine Feinde, so fest du kannst. Doch ganz so einfach funktioniert das nicht: Genervt, gedemütigt und gelangweilt mischen sich die Adeligen gegenseitig Gift in die Weinkelche, um Gegner beim Buhlen um die Gunst des Königs auszuschalten. Dieser hat mit Versailles ein Machtzentrum geschaffen, aber auch einen Sündenpfuhl.

Einst nur ein kleines Jagdschloss, war es unter Ludwig zu einem gigantischen Prunkbau gewachsen, in dem bis zu 10 000 Menschen verkehrten. Aber nur 1000 Höflinge und 4000 Diener wohnten direkt im Schloss, die anderen mussten jeden Abend in die Stadt zurück. Versailles war damals ein Haus der offenen Türen, der König konnte einem überall begegnen. So etwa im 75 Meter langen Spiegelsaal. Jeden Abend speiste Ludwig dort praktisch öffentlich, stets umgeben und beäugt von seinen Höflingen.

Alles mein! Ludwig XIV. im Spiegelsaal von Versailles. Makler nennen so etwas gern „lichtdurchflutet“


Feine Gesellschaft: Der König (George Blagden, 2. v.r.) inmitten seiner wichtigsten Höflinge und Diener


Kluge Allianz: Um sich die Unterstützung der Kirche zu sichern, sucht Ludwig Rat bei seinem Bischof


Unzufrieden: Das Volk hat von Ludwigs Luxusleben genug, Polizisten halten die Leute noch in Schach


MI 3.10.

Versailles
SKY ATLANTIC 20.15 UHR
SERIE Liebe und Verrat, Affären und Intrigen im Märchenschloss von König Ludwig XIV.
On Demand

72 Jahre dauerte seine Regentschaft trotz aller Intrigen. Mehr als genug Stoff für eine Serie, zum Start schwärmte Hauptdarsteller George Blagden dann auch, dass man „locker 60 Staffeln“ drehen könne. Doch daraus wird nichts, „Versailles“, das mit rund 30 Millionen Euro pro Staffel zu den teuersten europäischen Serien aller Zeiten zählt, macht bereits nach 30 Folgen Schluss. „Wir hatten von Anfang an vor, nur drei Staffeln zu drehen“, sagt Fabrice de la Patellière, Unterhaltungschef des französischen Bezahlsenders Canal+, in einem Interview mit dem Branchenblatt „Variety“. „Es sollte eine Chronik des Aufstiegs von Ludwig XIV. sein. Am Ende wird er mit 46 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Macht sein – und genau dort endet unser Spannungsbogen.“ Das Ziel, verstärkt junge und weibliche Zuschauer anzusprechen, habe man mit der Serie erreicht. Um deren Wünschen zu entsprechen, so de la Patellière, zeige die dritte Staffel auch „ein bisschen weniger Gewalt“.
Dass man in Frankreich eine Serie über den Sonnenkönig auf Englisch dreht, wurde zu Beginn heftig kritisiert. Damals wehrten sich die Autoren: Nur so könne man mit der Produktion im Ausland Erfolg haben. Und das, so hieß es weiter, hätte Ludwig sicher so gewollt. Vielleicht stecken ähnliche Gedanken ja auch hinter dem frühen Ende der Serie: Als alternder König hätte sich Ludwig womöglich gar nicht gern gesehen.

Der französische König Ludwig XIV. (1638-1715) saß 72 Jahre auf dem Thron


FOTOS: © TIBO ET ANOUCHKA/COTELLON/CAPA DRAMA/BANIJAY STUDIOS FRANCE/ENTRE CHIEN ET LOUP/CANAL+ (GR., 5), INTERFOTO