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Serie »Lehrerbelastung«, Folge 4: Gesundheitsförderung in der Schule Ein Praxisbeispiel und sieben Erfolgsfaktoren


Pädagogik - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 01.04.2019

Um angesichts der Belastungen im Schulalltag die individuellen, sozialen und organisatorischen Ressourcen in Schulen zu stärken, bieten sich Programme zur gezielten Förderung der Gesundheit an. Zielgruppe der nachfolgend vorgestellten Intervention aus der Schweiz sind Schulleitungen und Lehrpersonen. Sie werden dabei unterstützt, Veränderungen – hier vor allem: Präsenz- und Intervisionszeiten – umzusetzen und gesundheitsrelevante Impulse zu setzen.


Schulische Gesundheitsförderung kann nur mit überzeugten und kompetenten Schulleitungen gelingen. Als Führungskräfte steuern sie die Entwicklung der Schule ...

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Bildquelle: Pädagogik, Ausgabe 4/2019

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... und entscheiden maßgeblich über Maßnahmen und Strategien (Baeriswyl/ Dorsemagen/Krause 2013; Dadaczynski 2015). Nun gehören heute neben der Gesundheitsförderung von Schülern und Lehrpersonen auch zahlreiche andere Aufgaben wie Unterrichts- und Personalentwicklung, Budgetgestaltung, Qualitätsevaluation, Change Management usw. zum Alltagsgeschäft von Schulleitungen. Die Gefahr besteht, dass diese vielfältigen Anforderungen und die Erweiterung des Verantwortungsbereichs zu einem Anstieg des Belastungserlebens führen (Lungershausen 2013), was gerade nicht dem Ziel der Gesundheitsförderung entspricht. Deshalb ist es ratsam, Gesundheitsförderung in die ohnehin laufende Schulentwicklung zu integrieren, um damit keinen Mehraufwand zu generieren (Krause/Dorsemagen 2011). Doch wie kann das gelingen? Ein anschauliches Beispiel dafür ist »gemeinsam fit und stark« (gfs), eine Intervention der Dienststelle Volksschulbildung (DVS) des Kantons Luzern zur Verbesserung der Gesundheit von Lehrpersonen und Schulleitungen, die von der Fachhochschule Nordwestschweiz evaluiert wurde.

Übersicht über die Intervention »gemeinsam fit und stark«


Angebote zum Stressmanagement sollten ergänzend zu den oben dargestellten Maßnahmen auf derEbene Lehrperson implementiert werden und Anreize schaffen, die persönliche Gesundheitskompetenz zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Lehrpersonen hatten die Möglichkeit, individuelle Schnupperkurse zu Ernährung, Bewegung, Entspannung, Stressmanagement etc. zu besuchen, oder es wurden schulinterne Stressmanagement- Kurse für das ganze Team angeboten, wie das folgende Beispiel zeigt:


Es ist ratsam, Gesundheitsförderung in die laufende Schulentwicklung zu integrieren, um damit keinen Mehraufwand zu generieren.


»Im Lehrerkollegium haben wir mit der Unterstützung durch den Coach Angebote zum individuellen Stressmanagement zusammengetragen, priorisiert und uns schließlich für die Durchführung von zehn Yoga-Stunden an der Schule entschieden. Bei der Planung und Umsetzung dieser Intervention konnte ich auf die Unterstützung einer Lehrerin zurückgreifen, welche neben ihrer Funktion als Lehrperson als Yoga-Lehrerin tätig ist. Sie hat sich diesem Arbeitspaket angenommen und so ein Angebot zusammengestellt, das im Kollegium sehr gut ankam. Die meisten Lehrpersonen wollten nach den zehn über Projektgelder finanzierten Lektionen weitere Stunden besuchen, sodass wir das Angebot an der Schule verlängern konnten.«

Konkrete Ziele

Die Module auf der Schulleitungsebene waren mehr oder weniger festgelegt. Der zeitliche Ablauf der weiteren Module war von Schule zu Schule unterschiedlich, da bei der Umsetzung die Bedürfnisse der jeweiligen Schulen im Zentrum standen. Um zielgerichtete Aktivitäten und eine aussagekräftige Wirksamkeitsprüfung zum Ende der Intervention sicherzustellen, war es uns zudem ein Anliegen, vor Interventionsbeginn konkrete Ziele zu formulieren. Diese sind in Kasten 1 aufgeführt.

Neben den von der Interventionsleitung und dem Kanton vorgegebenen Zielen formulierte jede Schulleitung gemeinsam mit ihrem Coach schulspezifische Ziele; als Beispiel dafür sind die Ziele von René Sommer und seiner Schule in Kasten 2 aufgeführt.

Wirksamkeit der Intervention

Die Intervention wurde sowohl in der Mitte der Laufzeit wie auch zum Abschluss der offiziellen Laufzeit evaluiert. Die Grundlage der Abschlussevaluation bildeten eine Dokumentenanalyse (Unterlagen zu den einzelnen Schulen, Protokolle der Coaching-Sitzungen u. Ä.) sowie die Ergebnisse der schriftlichen Befragungen der beteiligten Schulleitungen und Lehrpersonen. In der schriftlichen Befragung schätzten die Schulleitungen ein, in welchem Maße die definierten Ziele erreicht werden konnten. Basierend auf diesen Ergebnissen führten die Interventionsverantwortlichen mit jeder Schulleitung und ihrem Coach ein Abschlussgespräch durch. Die beteiligten Lehrpersonen wurden eingeladen, an einer kurzen Online-Befragung teilzunehmen.

Über alle teilnehmenden Schulen hinweg zeigten die Evaluationsergebnisse ein positives Bild: Es ist gelungen, die relevanten Belastungsfaktoren und Ressourcen an den jeweiligen Schulen zu identifizieren; Ressourcen, insbesondere die soziale Unterstützung und die Zusammenarbeit im Kollegium, konnten gestärkt werden. Als besonders bedeutsam haben die Schulleitenden die individuelle Unterstützung durch die Coaches hervorgehoben: »Die Treffen mit dem Coach erlebte ich als sehr angenehm und bereichernd. Im Gespräch gelang es jeweils, Gedanken und Inhalte zu ordnen und zu strukturieren und so in vielerlei Hinsicht Klarheit und Entlastung zu schaffen.«

Als herausfordernd offenbarte es sich, eine Reduktion von Belastungsfaktoren zu erreichen; dies ist nicht an allen Schulen gleichermaßen gelungen. Eine verbesserte persönliche Pausengestaltung sowie ein optimierter Umgang mit belastenden Situationen im Schulalltag scheinen zudem stark abhängig vom individuellen Engagement der Lehrpersonen zu sein. Entsprechende Interventionen sind dann besonders Erfolg versprechend und auch nachhaltig, wenn sie mit einer Auseinandersetzung mit dem persönlichenSelbstmanagement der Lehrpersonen und Schulleitenden kombiniert werden.

Fazit: Sieben unterstützende Faktoren

Unsere Erfahrungen aus der Intervention und die Ergebnisse der Evaluation haben uns sieben Faktoren identifizieren lassen, welche einenachhaltige Gesundheitsförderung an Schulen unterstützen.

1. Geplante Veränderungsvorhaben fokussieren und bewusst gesundheitsförderlich umsetzen
Bevor Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an Schulen angegangen werden, gilt es zu prüfen, welches die zentralen Schulentwicklungsaufgaben im Zeitraum der nächsten drei Jahre sind. Seitens der Schulleitung sollte zudem die Bereitschaft bestehen, diese ressourcenorientiert und gesundheitssensitiv umzusetzen. Das bedeutet, dass sich die Schulleitung z. B. aktiv um den Ausbau sozialer Unterstützungssysteme bemüht oder bei einer hohen Projektdichte auch mal ein Vorhaben hintanstellt.

2. Im Schulalltag die Sensibilität für die eigene Gesundheit erhöhen und die Gesundheitsrelevanz von Aktivitäten verdeutlichen
Um den Gesundheitsbezug einzelner Interventionen zu verdeutlichen, sollte nicht nur eine kontinuierliche Kommunikation sichergestellt, sondern regelmäßig auch das bereits Erreichte gewürdigt und gefeiert werden. Wenn es z. B. allein um die Verbesserung des sozialen Miteinanders und der Teamstrukturen geht, gehen die Sichtweisen in Schulteams auseinander, ob dies überhaupt gesundheitsförderlich ist (Stegmann 2008). Entsprechend gilt es, den Gesundheitsbezug alltäglicher schulischer Aktivitäten hervorzuheben.

3. Individualisieren eines gut strukturierten Angebots
Vordefinierte Strukturen (z. B. im Sinne der oben eingeführten Module) bieten einen klaren Rahmen, um als Schule Unterstützung einzufordern und Interventionen an der eigenen Schule umzusetzen. Gleichzeitig gilt es, ausreichend Spielraum zu wahren, um das konkrete Umsetzen von Interventionen an die (sozialen, organisatorischen und nicht zuletzt auch baulichen) Besonderheiten der Einzelschule anzupassen. Individualisierte Angebote erhöhen zudem die Akzeptanz seitens der Schulleitungen und Lehrpersonen.

4. Schulleitungen individuell fördern
Schulleitungen haben einen bedeutsamen Einfluss auf die Motivation von Lehrpersonen sowie auf die Aktivitäten der schulischen Gesundheitsförderung. Ein regelmäßiger und prozessbegleitender Austausch mit Fachpersonen unterstützt Schulleitende sowohl in inhaltlichen wie auch in organisatorischen Belangen der Gesundheitsförderung und fördert nicht zuletzt auch eine (gesundheitsbezogene) Reflexion der eigenen Situation als Schulleitung.

5. Einbinden weiterer Personen an der Schule über die Schulleitung hinaus
Eine Verteilung des Projektwissens und von Führungsaufgaben auf mehrere Personen bzw. Personengruppen (z. B. Co-Schulleitung, Teamleitung, Steuergruppe) hat sich für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsförderung als entscheidend erwiesen. Eine Einbindung von Lehrpersonen entlastet nicht nur die Schulleitenden selbst, sondern kann sich über eine Erweiterung des Verantwortungsbereichs auch förderlich auf die Motivation und Zufriedenheit der Lehrpersonen auswirken und die Akzeptanz von Interventionen erhöhen (Harazd et al. 2010).

6. Konkrete Zielformulierungen sicherstellen
Wichtig ist, konkrete Ziele für einen überschaubaren Zeitraum zu formulieren, die Zielerreichung periodisch zu überprüfen und die Ziele bei Bedarf anzupassen. Es sollten sowohl Ziele formuliert werden, welche sich auf die Umsetzung von Maßnahmen beziehen (»Besprechungen finden außerhalb der Pausen statt«), wie auch solche, welche die angestrebten Auswirkungen betreffen (»Die Zusammenarbeit in den neu gebildeten Unterrichtsteams ist gestärkt und als Entlastung erfahrbar gemacht«). Hingegen haben sich pauschale Ziele zur Belastungsreduktionnicht bewährt (z. B. »Arbeitsmenge reduzieren«).

7. Bewusster Umgang mit (un-)veränderbaren Belastungen
Manche schulischen Belastungen (z. B. durch politische Vorgaben) sind durch Schulleitungen oder Kollegium kaum beeinflussbar. Werden diese nicht als solche erkannt, so besteht die Gefahr von Resignation. In solchen Situationen gilt (wie es ein Coach auf den Punkt brachte): »gewisse Belastungen kann man nicht wirklich viel kleiner machen; aber den Umgang mit solchen Belastungen kann man positiv beeinflussen«. Entsprechend sind solche Einflüsse im Team anzusprechen und konkret zu benennen sowie gemeinsam Wege zu definieren, damit umzugehen.

Im Kanton Luzern wurden die Erfahrungen genutzt, um die bereits vor Projektbeginn vorhandenen standardisierten Beratungsangebote für Schulleitungen weiterzuentwickeln und so den Schulen über das Projektende hinaus dauerhaft bereitzustellen. Ein Nutzen des hier vorgestellten Projekts besteht darin, dass alle in der Schulberatung regional involvierten Fachpersonen ein gemeinsames Verständnis zur Integration von Gesundheitsförderung in die Schule entwickeln und ihre Aktivitäten bündeln. Genau hier ist angesichts vielfach knapper finanzieller Mittel der Schlüssel für eine Übertragung auf andere Regionen auch in Deutschland und Österreich zu finden: Indem die für Lehrpersonen, Schulberatung bzw. Schulentwicklung zuständigen Fachpersonen einer Region bzw. einer Behörde entscheiden, ihre Beratungstätigkeiten wie in diesem Artikel beschrieben zu bündeln und andere bislang angebotene Aktivitäten zu hinterfragen und zu reduzieren, sind die Kosten überschaubar.

Dr. Sophie Baeriswyl ist Senior Researcher an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW.
sophie.baeriswyl@fhnw.ch

Prof. Dr. Andreas Krause ist Experte für Arbeit und Gesundheit an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW und leitet den Weiterbildungsstudiengang CAS Betriebliches Gesundheitsmanage ment.
andreas.krause@fhnw.ch

Selina Böschenstein hat zum Zeitpunkt des Projekts gfs als wissenschaftliche Assistentin gearbeitet und hierbei die Datenerhebungen und -auswertungen zur Projektevaluation vorgenommen.
seboe@gmx.ch

René Sommer ist Schulleiter an der Schule Wikon. schulleitung@schule-wikon.ch
www.schule-wikon.ch

Literatur

Baeriswyl, S./Dorsemagen, C./Krause, A. (2013). Schulleitung und Gesundheit – Eine kommentierte Bibliographie mit 19 Befunden und 9 Thesen. Projektbericht für die Departemente Bildung, Kultur und Sport (BKS) sowie Gesundheit und Soziales (DGS) des Kantons Aargau. Olten: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.

Dadaczynski, K. (2015). Welchen Einfluss hat die Schulleitung auf das Gesundheitsmanagement? Ergebnisse einer Onlinestudie in NRW. www.unfallkasse-nrw.de/fileadmin/server/download/praevention_in_nrw/praevention_nrw_59.pdf.

Dadaczynski, K./Paulus, P. (2016). Wohlbefinden von Schulleitungen in Deutschland – Ausprägungen und Zusammenhänge mit Arbeit und Gesundheit. Prävention und Gesundheitsförderung, 11, 171–176. doi: 10.1007/ s11553-016-0544-3

Harazd, B./Gieske, M./Gerick, J. (2010). Gesundheitsförderliches Leitungshandeln in der Schule. Hinweise für gute gesunde Schulen. www.unfallkasse-nrw.de/fileadmin/server/download/praevention_in_nrw/praevention_nrw_41.pdf

Krause, A./Dorsemagen, C. (2011). Gesundheitsförderung für Lehrerinnen und Lehrer. In E. Bamberg/A. Ducki/A.-M. Metz (Hrsg.), Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement in der Arbeitswelt (S. 139–157). Göttingen: Hogrefe.

Lungershausen, H. (2013). Dem Stress-Dreieck »mehr – schnell – perfekt« entgehen. Wie Schulleiter ihre Selbstkompetenz gegen überzogene Ansprüche entwickeln. In Huber, S. G. (Hrsg.), Jahrbuch Schulleitung 2013. Befunde und Impulse zu den Handlungsfeldern des Schulmanagements. Schwerpunkt: gesunde Schule (S. 299–306). Köln: Wolters Kluwer Deutschland.

Philipp, A./Kunter, M. (2013). How do teachers spend their time? A study on teachers’ strategies of selection, optimisation, and compensation over their career cycle. Teaching and Teacher Education, 35, 1–12. doi:10.1016/ j.tate.2013.04.014

Stegmann, S. (2008). Einzelkämpfer oder Teamplayer? Soziale Arbeitsbedingungen an Schulen. In A. Krause/H. Schüpbach/E. Ulich/M. Wülser (Hrsg.), Arbeitsort Schule – Organisations- und arbeitspsychologische Perspektiven (S. 365–386). Wiesbaden: Gabler.