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Serie »Lehrerbelastung«, Folge 5: Von Räubern und Sahnetorten


Pädagogik - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 01.05.2019

Wie lassen sich Belastungen durch Verhältnisund Verhaltensänderungen minimieren?


Belastungen am Arbeitsplatz Schule haben eine objektive und eine subjektive Seite. Die Arbeitsbedingungen können besser oder schlechter sein, aber ebenso ist die Belastbarkeit der einzelnen Lehrkräfte unterschiedlich ausgeprägt: Was dem einen leichtfällt, wird dem anderen unendlich schwer. Daher muss beim Umgang mit Belastung immer in beide Richtungen geschaut werden. Worauf ist zu achten? Und was hilft?

Sehr geehrte Frau Friedrich, auf Empfehlung wende ich mich an Sie. Es geht um die Gestaltung unseres ...

Artikelbild für den Artikel "Serie »Lehrerbelastung«, Folge 5: Von Räubern und Sahnetorten" aus der Ausgabe 5/2019 von Pädagogik. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Pädagogik, Ausgabe 5/2019

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... Schulentwicklungstages. Da das Kollegium durch verschiedene Umstände (Langzeiterkrankte, aktuell ohne Schulleitung, keine Vertretungslehrkräfte, schwierige Schüler*innen) sehr angestrengt ist, möchte es zum Thema Lehrer*innengesundheit – Stress-Burnout arbeiten …« Regelmäßig erhalte ich solche Anfragen von engagierten Lehrer*innen, die dringenden Handlungsbedarf an ihrer Schule sehen und das Zepter in die Hand nehmen möchten, um Verbesserungen herbeizuführen. Leider ist zu diesem Zeitpunkt die Gesamtsituation an der Schule häufig schon sehr schlecht. Meist kommen die Anfragen, wenn verstärkte Anzeichen von Gesundheitsgefährdungen der Mitarbeiter*innen vorliegen, die Belastungs- oder Konfliktsituation vorangeschritten ist und der Schulbetrieb nur noch mäßig aufrechterhalten werden kann. Gern wird dann an das individuelle Verhalten der Mitarbeiter*innen zum Umgang mit Stress appelliert. Gewünscht sind schnelle Lösungen, in der Hoffnung, dass nach einem Fortbildungsnachmittag die Lehrkräfte in der Lage sind, wieder gestärkt dem Schulalltag mit seinen Höhen und Tiefen zu begegnen. Mit Bedauern lehne ich solche Aufträge ab, da diese Angebote meines Erachtens Alibicharakter hätten. Will eine Schule ernsthaft das Thema Gesundheitsschutz angehen und gesundheitsförderliche Arbeitsstrukturen schaffen, ist ein einmaliger Schulentwicklungstag meines Erachtens nicht das richtige Format.

Eindrücke aus dem Belastungsseminar


Im Kontakt sein: »Mir geht es nicht alleine so«

Ein wichtiger Bestandteil in meinen Veranstaltungen ist die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Die Erkenntnis, dass es anderen Menschen auch so geht, dass an anderen Schulen die gleichen Schwierigkeiten auftreten, ist für viele eine erste Erleichterung. Der Austausch mit Kolleg*innen schafft Entlastung, denn in den seltensten Fällen sind die wahrgenommenen Mängel und belastenden Faktoren ein Einzelfall, der sonst nirgends auftritt. Im Gespräch entstehen neue Perspektiven auf die Dinge, erste Ideen für Veränderungen kommen auf oder aber einfach ein Gefühl der Verbundenheit, Bestärkung und Ermutigung. Scheuen Sie sich nicht, Beratung aufzusuchen. Ein Coaching, ein Achtsamkeitstraining bis hin zu einer psychologischen Beratung können wirksame Unterstützungsmaßnahmen sein und sind nichts Verwerfliches. Leider meiden Lehrkräfte häufig eine psychologische Beratung, um nicht als krank stigmatisiert zu werden und aus Angst, die Verbeamtung zu gefährden. Interessanterweise sind in anderen sozialen Berufsfeldern Eigenreflexion und Supervision zwingende Grundlagen zur Ausübung des Berufs. Einige ausgewählte Anlaufstellen finden sich ebenfalls am Ende des Artikels.

Wie geht es Ihnen? – Eine kleine Belastungsanalyse

Es ist immer sinnvoll, auf die aktuelle Situation zu schauen und dem nachzugehen, was im Moment eigentlich genau los ist. Vier einfache Punkte helfen, eine Erstanalyse vorzunehmen. Vielleicht nehmen Sie sich etwas Zeit und überprüfen für sich diese vier Punkte. Die Reihenfolge ist dabei egal. Wichtig ist, dass Sie sich auch die Anteile ansehen, die (noch) im positiven Bereich liegen, denn in der Regel ist nicht alles schlecht! Nur wenn wir um unsere Situation wissen, können wir Veränderungsbedarfe erkennen und Handlungsstrategien einleiten.
• Ich fühle mich belastet und gestresst!
Das merke ich daran, dass …
• Ich fühle mich gesund! Das merke ich daran, dass …
• Ich fühle mich noch motiviert! Das merke ich daran, dass …
• Ich fühle mich nicht mehr motiviert! Das merke ich daran, dass …

Wenn Sie etwas mehr Klarheit über Ihre (Belastungs-)Situation gewonnen haben, können Sie in einem nächsten Schritt schauen, was sich verändern müsste, damit Sie weniger belastet oder gestresst sind. Gibt es etwas an Ihrem Verhalten oder sind es ausschließlich die äußeren Umstände?

Nicht belastbar oder durchaus resilient

Auch wenn sich Belastungen benennen lassen, die mehrheitlich von Lehrer*innen empfunden werden, ist das Belastungs- und Stressempfinden auch immer ein individuelles. Was manche an den Rand des Wahnsinns treibt, ist für andere mit einem Lächeln ausgeblendet. Je nach eigener Lebenssituation und vorhandenen Lösungskompetenzen können krisenhafte Zeiten besser oder schlechter bewältigt werden. Wir sprechen dann von vorhandener Resilienz (Widerstandsfähigkeit). Leider wird manchmal zu schnell darüber geurteilt, dass jemand nicht belastbar sei oder einfach keinen Stress abkönne. Wir selbst sind dabei häufig unsere größten Kritiker*innen. Wir neigen dazu, über uns und andere Urteile zu fällen. Ich mahne zur Vorsicht mit Bewertungen! Wie wäre es mal mit einer anderen Sicht auf die Dinge? Angenommen, Sie haben neben dem Schulalltag und Ihren Kindern aktuell einen kranken Vater, dessen Pflege organisiert werden muss. Oder aber in Ihrer Wohnung gibt es einen Wasserschaden, weshalb Sie gerade zu viert im Wohnzimmer übernachten müssen, dauerhaft zu wenig schlafen und nicht mehr zur Ruhe kommen. Zeitgleich haben Sie eine neue Klasse übernommen, weil der zuständige Kollege langzeiterkrankt ist, oder Sie wurden fachfremd eingesetzt … Viele Beispiele des alltäglichen Wahnsinns ließen sich hier auflisten. Sie fühlen sich ob dieser Situationen gestresst. Sind Sie aber deshalb nicht belastbar oder ist es offensichtlich zu viel und Sie schlagen sich ganz hervorragend?

Energieräuber und Sahnetortenstücke

Es gibt viele Möglichkeiten und Methoden, die eigene Situation zu überprüfen. Eine Übung heißt »Räuber und Sahnetortenstücke«. Kennen Sie Ihre Energieräuber? Was nimmt Ihnen die Kraft im (Schul-)Alltag? Ich setze die Schule bewusst in Klammern, da es immer wieder auch Belastungsmomente aus anderen Lebensbereichen geben kann, die in das allgemeine Wohlbefinden hineinspielen, also gar nicht ursprünglich aus der Arbeitssituation herrühren. Es kann sogar sein, dass in einer sehr belasteten privaten Lebenssituation die Arbeit ein durchaus stabilisierender Faktor im Leben ist, der Sicherheit, soziale Kontakte, Austausch, Struktur, positives Feedback usw. mit sich bringt. Vielleicht erscheint die Arbeit nur als belastend, weil das Drumherum insgesamt zu viel ist. Schauen Sie deshalb auch hier genau hin, was Ihnen eigentlich die Energie raubt und wo es wichtig wäre, Veränderungen vorzunehmen. Gleichermaßen können es Aspekte des Schulalltags sein, die zu wirklichen Energieräubern zählen und auf Ihr Privatleben negativ Einfluss nehmen. Haben Sie sie vor Augen?



Es ist wichtig, dass Sie sich auch Ihre Sahnetortenstücke im (Schul-)Alltag anschauen.


Um sich nicht zu sehr in eine Negativschleife zu begeben, empfehle ich, sich auch die Sahnetortenstücke im (Schul-)Alltag anzuschauen. Was gibt Ihnen richtig viel Energie? Was stimmt Sie zufrieden und glücklich, trägt Sie und ist eine wahre Energie- und Kraftquelle? Wo liegen im Beruflichen und Privaten Ihre Ressourcen? Vielleicht lassen sich diese Bereiche ausbauen, um mehr Raum in Ihrem Leben einzunehmen. Erinnern Sie sich auch daran, was Sie für Schätze haben! Vielleicht ist es eine sehr nette Kollegin, die Ihren Austausch bereichert. Möglicherweise ist es der schöne Weg zur Arbeit, den Sie bei gutem Wetter mit dem Fahrrad fahren könnten, statt das Auto zu nehmen. Oder das kleine Café an der Ecke, wo Sie nach Schulschluss eine kurze Pause einlegen möchten, es aber zugunsten der Haushaltstätigkeiten nicht machen, weil ja so viele andere Dinge auf Sie und Ihre Tatkraft warten.

Führen Sie eine Not-To-do-Liste

Viele von uns sind Meister*innen in der Anlage von To-do-Listen. In analoger und digitaler Form vermerken wir die zahlreichen Aufgaben, die uns der Arbeitsalltag und unser Privatleben tagtäglich anzubieten haben – natürlich auch am Wochenende. Entsteht eine Lücke, ein kleiner Zeitraum mit einem vermeintlichen Nichts, füllen wir sie in der Regel schnellstmöglich. Sind die Listen nur lang genug, erschlagen sie uns, und die Motivation, die vielen Dinge anzugehen, sinkt gegen Null. Sobald oben die ersten Punkte erledigt sind, haben wir zwischenzeitlich schon wieder fünf neue wichtige Dinge unten hinzugefügt. Die To-do-Liste entpuppt sich als ein niemals endender Vorgang, unbefriedigend und manchmal auch überfordernd. Und kommt unser Gefüge von vorhandener Zeit im Verhältnis zu vorhandenen Aufgaben nicht hin, liegt es vermutlich an einem schlechten Zeitmanagement! Auf dem Markt finden sich zahlreiche Tools zum besseren Managen unserer Zeit und zur optimalen Selbstorganisation. Aber haben Sie sich schon mal darin geübt, eine Not-To-do-Liste zu führen? Was darf liegen bleiben? Was lässt sich verschieben? Was ist gerade einfach nicht dran und hat keine Priorität? Was mache ich generell nicht mehr? Hilfreich ist auch eine I-Did-Liste. Betrachten Sie, was Sie schon alles geschafft haben und nicht nur, was es alles noch zu leisten gäbe.


Menschen in sozialen Berufen neigen dazu, sich bis zur Selbstaufgabe zu engagieren.


Wer hat das Problem?

Vor allem Menschen in sozialen Berufen neigen dazu, sich bis zur Selbstaufgabe zu engagieren. Nein zu sagen fällt vielen schwer. Das ist zwar ein sehr sozialer Zug, kann aber auf Dauer dazu führen, sich für alles und jede*n verantwortlich zu fühlen. Fragen Sie sich doch ab und an mal: Wer hat gerade eigentlich das Problem? Ist das jetzt mein Anliegen? Ich rate in meinen Veranstaltungen dazu, sich wieder etwas mehr Egoismus anzueignen und sich im Abgrenzen zu üben. Wenn zwischen zwei Unterrichtsstunden eine kurze Pause besteht, um von einem Raum in den anderen zu gelangen und möglicherweise noch einmal bei der Toilette vorbeizuschauen, ist dies nicht der Zeitpunkt, um für andere Kolleg*innen ein Ohr zu haben, Aufgaben auf Zuruf anzunehmen oder auf zwei Elternanrufe zu reagieren.

Das Ziel ist im Augenblick der Raumwechsel und der Toilettengang. Alles andere muss dann warten und liegt vielleicht auch gar nicht in Ihrem Zuständigkeitsbereich. Seien Sie selbstverständlich kollegial, aber nicht immer und überall. Es gibt Grenzen.

Schaffen Sie Pausen

Wenn Sie noch nicht in der Lage sind, ein deutliches Nein zu formulieren, schaffen Sie zumindest eine kurze Pause zwischen dem Anliegen an Sie und Ihrer Reaktion darauf. Sie verhindern dadurch, zu schnell etwas zuzusagen, was Sie im Nachgang unnötig in Stress geraten lässt. Erlauben Sie sich die Aussage: »Da würde ich gern kurz drüber nachdenken. Ich sage Dir/Ihnen noch mal Bescheid.« Oder auch: »Das passt jetzt gerade gar nicht, aber Du/Sie kannst/können mich gern dann und dann darauf ansprechen.« Vermeiden Sie, durch Zeitdruck vorschnell in Reaktionsmuster zu rutschen.

Zahlreiche solcher Übungen können helfen, etwas mehr Ruhe in den (Arbeits-) Alltag zu bekommen und belastende Situationen besser zu meistern. Leider bedarf es hier wirklich der Übung, da sich eingefahrene Verhaltensmuster nicht von heute auf morgen verändern lassen. Für Stressreduktion gibt es nicht die eine Strategie und Lösung. Probieren Sie sich aus, in Seminaren, in Beratung, im Coaching, wo Raum für Reflexion besteht und Übungen wie die hier beschriebenen ausprobiert werden können.

Liegen Ihnen zudem eher Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Meditation, Yoga und Achtsamkeit, oder hilft Ihnen zum Stressabbau eher Bewegung wie Spazierengehen, Joggen, Radfahren und sportliches Auspowern? Es gibt viele Optionen für körperlichen und mentalen Ausgleich, angemessene Erholung in Zeiten von Stress. Bekanntermaßen leisten Schlaf, Ernährung, Entspannung und Bewegung einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung. Verzichten Sie nicht aus Arbeitsdichte und Mangel an Zeit auf diese wichtigen Dinge. Sie setzen damit Ihre Arbeitsfähigkeit und vor allem Ihr Wohlbefinden aufs Spiel. Ungeachtet der häufig nicht zumutbaren Arbeitsbedingungen, für die Sie wiederum nicht verantwortlich sind, können Sie bei diesen Aspekten viel persönlich beeinflussen.

Bedenken Sie aber nach wie vor, dass es Umstände gibt, die Sie nicht »wegatmen« können. Dafür braucht es Verhältnisänderungen am Arbeitsplatz (siehe Kasten) durch verantwortliche Akteur*innen und Entscheider* innen, die sich nicht individuell herbeiführen lassen. Um auch hier ins Handeln zu kommen, sollten Sie es nicht versäumen, Ihre Interessensvertretung auf die Belastungssituation an der Schule hinzuweisen und das Gespräch mit Ihrer Leitung zu suchen. Vielleicht werden Sie sogar selbst aktiv im Personalrat und einer Gewerkschaft. Verhältnis- und Verhaltensänderungen können einander nicht ersetzen, wenn sie sich aber ergänzen, können Belastungen auch im Lehrer*innenberuf dauerhaft minimiert werden.

Häufig genannte Belastungsfaktoren von Lehrkräften

• Fehlende Anerkennung und Wertschätzung (durch Leitung, Eltern, Behörde)
• Mangelnde Wahrnehmung der Fürsorgepflicht durch die Schulleitung
• Raumnot
• Fehlende Arbeitsplätze zur Vorund Nachbereitung
• Lärm
• Arbeitsverdichtung, Arbeitsüberlastung, Zeitdruck
• Zunehmende Anforderungen, zu viele unterschiedliche Anforderungen
• Zu viele Sonderaufgaben bei zu wenig Unterrichtsentlastung
• Fehlende Koordinationsstunden
• Keine Pausenzeiten
• Hoher Krankenstand
• Art der Vertretungsregelung
• Wenig altersgerechte Arbeitsbedingungen und Altersteilzeitmodelle
• Überfülle der zwischenmenschlichen Beziehungen (mit den Kindern, den Eltern, den Kolleg*innen)
• Mangelnde Solidarität im Kollegium
• Keine Teamentwicklung im Kollegium
• Umsetzung von Inklusion unter den aktuellen Rahmenbedingungen
• Konkurrenz zwischen den Schulformen
• Erziehungsgrundlagen werden in den Familien nicht mehr geleistet
• Zunahme verbaler und körperlicher Gewalt

Forderungen von Lehrkräften zu strukturellen Veränderungen

• Mehr Personal und Fachkräfte
• Kleinere Klassen
• Umsetzung von gesundheitsfördernden Maßnahmen (z. B. Lärmschutz)
• Keine weiteren Arbeitsaufgaben und Arbeitsverdichtung
• Durchgängige Klassenlehrer*innenstunden
• Stundenkontingente für Teamgespräche
• Ein Anrecht auf Pausenzeiten ohne Störung
• Eine Ruhezone einrichten (z. B. einen extra Tisch im Lehrer*innenzimmer)
• Entlastung durch die Schulleitung in Konfliktsituationen
• Beratungsangebote und Supervision
• Eine verbesserte mediale Ausstattung mit regelmäßiger Betreuung und Wartung durch Fachpersonal
• Unterstützung beim Umgang mit gewaltbereiten Schüler*innen

Simone Friedrich ist Diplompädagogin und leitet die Programmabteilungen Gesellschaft und Gesundheit einer Volkshochschule. Freiberuflich gibt sie Seminare für die GEW zu Themen des Arbeitsund Gesundheitsschutzes. simone.friedrich@posteo.de

Links

www.uk-nord.de/en/unfallkasse-nord/praevention-undarbeitsschutz/seminare.html
www.dguv.de/de/ihr_partner/unternehmen/arbeitssicherheit/index.jsp
www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/Organisationsberatung/Beratung-Gesundheitsmanagement.htm
www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Gefaehrdungsbeurteilung/Grundlagenwissen/Was-isteine-Gefaehrdungsbeurteilung/Was-ist-eine-Gefaehrdungsbeurteilung_node.htmll
www.arbeitsschutz-kmu.de/_topprinzip.htm
www.gew-hamburg.de/themen/schule/fachtag-gesundheitsschutz-an-schulen-verankernwww.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gesundheit_lehrer/gesundheitsfoerderung.html
li.hamburg.de/lehrergesundheit/
https://arbeitundgesundheit.de/
https://die-coaching-akademie.de/
www.resilienz-zentrum.net/
https://achtsamkeitstraining-hamburg.de/