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SERIE: TEIL V Die besten BISSANZEIGER: ALLES KLAR


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 50/2018 vom 10.08.2018

Wenn es schwierig wird am Forellensee, dann hilft nur eineKlarsicht-Pose. Michael Kall hat den Durchblick, wenn es um die durchsichtigen Bissanzeiger geht.


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Die vorsichtige Bachforelle hat die durchsichtige Pose glatt übersehen…


Michael Kall hat zwei durchsichtige Posentypen im Einsatz: die schlanken, vorbebleiten Waggler (links) und die bulligen, aber unauffälligen ‚Loafer’, die sorgfältig ausgebleit werden müssen.


Fotos: M. Kall

Es gibt Tage am Wasser, da ist es echt zum Mäusemelken: Man sieht die Fische vor sich stehen, man wirft sie immer wieder an – nix geht. Bewegte Köder sind einfach mal nicht ...

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... angesagt. Oftmals tritt dieses zickige Verhalten im Sommer auf, wenn die Forellen mit steigendenden Temperaturen im Wasser zu kämpfen haben.

Gerne versuche ich dann, den Köder nahezu mundegerecht zu servieren. So, dass die Fische das Maul nur noch öffnen und den Köder inhalieren müssen. Das Problem ist, die Fische können ja noch so lethargisch rumdümpeln, aber wenn die Pose etwas zu auffällig ist, dann werden die Burschen ganz hektisch und suchen das Weite.

Daher ist es im Umkehrschluss also logisch, eine unauffällige Pose zu wählen. Und was ist am unauffälligsten? Etwas was man nicht sieht! Daher greife ich jetzt gerne zu einer durchsichtigen Pose. Normalerweise bin ich ein großer Freund von feststehenden Posen-Montagen, da sie einfach vielseitiger sind. Man kann mit ihnen sowohl stationär fischen als auch schleppen. Aber in schwierigen Lagen kommt bei mir die frei auf der Schnur laufende Pose zum Einsatz. Warum? Die Posen, die ich hier benutze, sind vorbebleite Waggler. Oft sind diese Waggler bereits mit so viel Blei austariert, dass kein weiteres Blei notwendig ist. Somit habe ich außer dem Wirbel nichts, was den Fisch vom Biss abhalten oder vergraulen könnte. Man kann aber bei Bedarf noch ein wenig „nachbebleien“. Das mache ich dann, wenn die Fische sehr empfindlich sind, was den Widerstand angeht. Wenn Sie zum Beispiel den Köder genommen haben und mit diesem im Maul noch umher schwimmen. Denn dann erlebt man öfter, dass die Fische den Köder ganz schnell wieder ausspucken. Um den Restwiderstand durch den Auftrieb der Pose noch weiter zu mindern, klemme ich dann etwas Blei unterhalb der Pose auf die Hauptschnur.

Steckbrief

Name/Form: Klarsichtpose, diverse Hersteller. Original ‚Crystal‘-Serie von Drennan, -Typ Waggler vorgebleit (‚loaded‘); -Typ Loafer (Drennan).
Gewicht: 1-5 Gramm (je nach Vorbebleiung, auch größer erhältlich).
Einsatzzweck: Posenfischen unter schwierigen Bedingungen (klares Wasser, scheue Fische).
Preis: im Fachhandel zwischen 2,50 und 5 Euro je nach Typ und Gewicht (und Anbieter).

DIE MONTAGE

Aber fangen wir bei der Montage mal ganz von vorn an: Auf die Hauptschnur wird zuerst ein Schnurstopper (Silikon-oder Gummistopper) gezogen, dann fädelt man den Waggler durch die Öse am unteren Ende auf die Hauptschnur. Wer mag, zieht nun einen weiteren Schnurstopper auf die Hauptschnur. Damit kann man die Pose durch das Verschieben der beiden Schnurstopper auf der Hauptschnur an einer Stelle fixieren. Ich für meinen Teil finde es jedoch nicht schlimm, wenn die Pose ein wenig auf der Hauptschnur hin und her läuft. Nun knotet man an die Hauptschnur einen Wirbel. Da ich beim Forellenfischen ohnehin nur Dreifach-Wirbel dabei habe, stellt sich für mich die Frage nicht, ob ich einen normalen oder einen Dreifach-Wirbel nutze. In den Wirbel wird nun das Vorfach eingehängt. Fertig. Eigentlich – denn möchte ich die Pose perfekt austarieren, muss ich noch die notwendigen Schrotbleie oberhalb des Wirbels auf die Hauptschnur klemmen. Ob man sie auf der Hauptschnur verteilt oder alle dicht über den Wirbel klemmt, ist meines Erachtens Geschmackssache. Aber da werden mich die Stippfischer bestimmt korrigieren.

Das Vorfach sollte etwa 60 cm lang sein. Auch hier ein kleiner Tipp am Rande: Man muss nicht wunders wie viele Päckchen von sämtlichen auf dem Markt verfügbaren Vorfachlängen mit ans Wasser schleppen. Klar, verschiedene Haken-Größen habe ich dabei. Aber ich nehme ausschließlich lange, also mindestens zwei Meter lange Vorfächer mit ans Wasser. So kann ich ggf.mit dem Sbiro oder der T-Bomb fischen, wobei lange Vorfächer gebraucht werden. Man kann die langen Vorfächer aber auch so weit kürzen, dass man sie für alle anderen Montagen nutzen kann. So spart Ihr Euch Platz in der Angeltasche und natürlich Geld. Hier nur noch eine Bitte: An allen mir bekannten Angelseen stehen Mülltonnen. Entsorgt Eure Schnurreste dort und lasst sie nicht in der Natur liegen!

HAKEN UND KÖDER

Aber zurück zum Thema: Die Größe des Hakens mache ich davon abhängig, welchen Köder ich benutze. Nehme ich ein Stück Tauwurm, fällt der Haken deutlich größer aus als bei ein paar Maden. Noch ein weiterer Tipp: Im Sommer steigt die Wassertemperatur deutlich an und der Sauerstoffgehalt im Wasser wird geringer. Das wiederum hat zur Folge, dass die Salmoniden eher träge werden und kaum Nahrung aufnehmen. An solchen Tagen greife ich auch mal gerne auf sehr kleine Haken (Größe 14 oder 16) zurück und biete nur eine Fleischmade als Köder an. Diese wird von den Salmoniden gerne einfach mal „eingeatmet“.

Wenn nur die Spitze der Pose aus dem Wasser schaut, ist sie richtig austariert


Durch das Verschieben des oberen Schnurstoppers bestimme ich, wie tief der Köder letztendlich absinkt. Im Optimalfall schaffe ich es, den Stopper so einzustellen, dass der Köder den Fischen direkt vor der Nase präsentiert wird. Steht der Köder ein klein wenig über den Fischen, ist es nicht schlimm. Nur unter den Fischen sollte der Köder nach Möglichkeit nicht angeboten werden. Forellen schauen in der Regel selten nach unten.

MIT „LOAFER“

Gerne nutze ich jedoch auch „Loafers“ von Drennan zum Forellenfischen. Diese Pose, die eigentlich für das Fischen mit abtreibendem Köder in Flüssen gedacht ist, hat nur eine Öse, damit man sie für die Laufmontage auf die Hauptschnur fädeln kann. Ich nehme jedoch gerne zwei Stücke Silkikonschlauch, eins mit einem kleinen Durchmesser, das unten auf die Pose passt, ein anderes mit größerem Durchmesser für das dicke obere Ende der Pose. Damit baue ich mir dann eine feststehende Montage, indem ich die beiden Stücke Silikonschlauch auf die Hauptschnur fädele. In ihnen wird die Pose festgeklemmt. Natürlich so, dass der rote Kopf oben ist. Die Hauptschnur läuft dann seitlich an der Pose entlang. Danach fädele ich die Hauptschnur noch durch die Öse der Pose. Dieses mache ich aber nur, damit ich die Pose nicht verliere, sollten sich die Schläuche auf der Pose verrutschen oder lockern.

Der Waggler läuft frei auf der Hauptschnur, die Angeltiefe wird durch einen Silikonstopper reguliert. Je nachdem wie tief die vorbebleite Pose im Wasser steht, benötigt man zusätzliches Schrotblei. Ein Dreifach-Wirbel verbindet Hauptschnur und Vorfach.


Zum Austarieren der Pose ziehe ich entweder ein Laufblei oder ein Glas auf die Hauptschnur, gefolgt von einem Gummi-oder Silikonstopper. Erst jetzt knotet man den (Dreifach-) Wirbel an. Der Stopper verhindert, dass das Gewicht (Glas oder Blei) auf den Knoten schlägt und diesen beschädigt, was im dümmsten Fall den Verlust eines Fisches zur Folge hat, weil die Schnur reißt. Bei der Länge des Vorfaches ist man frei in seiner Entscheidung. Ich verwende gerne eine Länge zwischen 60 cm und 1 Meter. Auch hier hat der Stopper eine nützliche Funktion: Durch Verschieben des Stoppers nach oben kann man das Vorfach quasi verlängern. Dieses mache ich gerne, wenn die Salmoniden aktiv, aber vorsichtig sind.

Die Montage bietet sich wunderbar zum Schleppen mit Pasten oder aber auch mit L-förmig aufgezogenen Bienenmaden an. Aufgrund der durchsichtigen Pose hat man eine recht geringe Scheuchwirkung, weshalb ich diese Montage gerne benutze, wenn die Forellen relativ flach stehen.

Produkt-Tipp September: Verlängerter Arm

Dieser Kescherstab schafft Reichweite und sackt Fische ein, ehe sie unmittelbar vor dem Ufer nochmal wild werden. Er lässt sich mittels seines starken Arretier-Systems stufenlos von 1,10 auf 2 m verlängern. Sein geringes Gewicht (ca. 230 g) darf nicht darüber hinweg täuschen, dass das „HCX Landing Net Handle“ von Iron Trout aus Kohlefaser gefertigt und entsprechend stabil ist. Das Gewinde passt auf alle handelsüblichen Keschernetze. Preis im Fachhandel ca. 40 Euro.

Produkt-Tipp Oktober: Voll durchdacht

Was in das ‚Trout Bag III’ alles passt, merkt man erst, wenn sie ihr Innenleben enthüllt. Vier stabile Klarsichtboxen im unteren Teil der Tasche nehmen alle kleinen Zubehör-Teile auf. Das Oberteil der Tasche (rechts im Bild) ist mit Klettbändern befestigt und abnehmbar. Es bietet Platz für 24 Gläser Forellenteig. Von den drei zusätzlichen Außentaschen ist eine speziell für die Polbrille gedacht. Das Nylonmaterial ist ebenso robust wie der breite Tragegurt. Die komfortable Tasche kostet knapp unter 100 Euro.