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SERIE: Vom Baby ZUM BACHELOR


mein schönes zuhause³ - epaper ⋅ Ausgabe 2/2021 vom 09.12.2020

Das mitwachsende Kinderzimmer | Erst muss es babygerecht sein, dann ein Spieleparadies für Kleinkinder und später ein Rückzugsort für Teenager. Das Kinderzimmer erfüllt viele Funktionen. Gut, wenn es von Anfang an flexibel geplant ist


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Foto: Schwörerhaus

Schritt für Schritt durchs ganze Haus

mein schönes zuhause°°°ist Ihr hilfreicher Begleiter auf dem Weg zum Eigenheim. In unserer Serie zeigen wir Ihnen Raum für Raum, wie man ein neues Haus optimal plant – mit Praxistipps und der Erfahrung von Bauexperten. Bisher widmeten wir uns der Planung der Küche, des Bads, des Wohnbereichs, des Schlafzimmers und des ...

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... Flures (Ausgaben 3, 5, 7, 9 und 11_2020; diese Hefte sind noch zu beziehen über www.zuhause3.de) Mit dem Kinderzimmer schließt die Serie ab.

SERIE DAS 1 x 1 DER RAUMPLANUNG

6. Kinder- zimmer

Die beiden wichtigsten Fragen, die sich Baufamilien bei der Kinderzimmer-Planung stellen, sind: Wie viele? Und wie groß? Die eine ist Privatsache und Ergebnis der Familienplanung, für die andere gibt es Regeln: Mindestens 12 Quadratmeter (besser mehr!) empfehlen Experten. Letztendlich hängt die Größe davon ab, welche Funktionen das Kinderzimmer erfüllen soll und ob es noch weitere Bereiche im Haus gibt, in denen Kinder spielen, lernen und toben können.

Lage und Grundriss

Da die Kleinen ihren Bereich unter der Woche vorwiegend nachmittags nutzen, ist eine Ausrichtung nach Süden oder Westen sinnvoll: für möglichst viel natürliches Licht.

Rechteckige Kinderzimmer ermöglichen eine flexible Möblierung und bieten viel Platz zum Spielen. Verwinkelte Zimmer haben den Vorteil, dass Möbel nach Maß in Nischen eingebaut werden können und Verstecke sowie separate Bereiche entstehen.

Auch die angrenzenden Räume sollten bei der Planung mitgedacht werden. In einem benachbarten Badezimmer könnten die morgendlichen Geräusche von Dusche und Toilettenspülung den Nachwuchs stören und wecken. Wer das Kinderzimmer über dem Hauswirtschaftsraum oder der Diele platziert, vermeidet, dass wilde Tanz- und Gesangseinlagen direkt über dem Wohnbereich stattfinden.

Sturmfreie Bude

Bei klassischen Grundrissen liegen Kinderzimmer im Obergeschoss. Das ist für kleine Kinder, die vor allem nachts die Nähe zu den Eltern brauchen, durchaus sinnvoll. Teenager hingegen freuen sich, wenn sie ungestört sind und mit Freunden nicht durch das ganze Haus laufen müssen. Ein Jugendzimmer im Erdgeschoss vermeidet womöglich so manchen Streit um zu laute Musik und spätes Nachhausekommen. Wer ein Arbeitszimmer einplant, kann überlegen, ob das Kinderzimmer später mit selbigem getauscht wird und vom Obergeschoss nach unten wandert.

Vorausschauend gebaut

Mit Blick in die Zukunft planten diese Bauherren das Jugendzimmer ihres Sohnes als eigene Einheit mit Bad. Später kann der Bereich als Gästezimmer fungieren oder für Pflegepersonal genutzt werden.

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zum Lernen, Basteln, Toben und Kuscheln.

Eigene Schlafhöhle
In dieser gemütlichen Koje lässt es sich herrlich träumen und entspannen.


Bilder/Grundrisse: Heinz von Heiden, Vertbaudet, Baufritz, Fischerhaus, Fingerhaus , Viebrockhaus

Lieblingsplatz
Kissen, Matratzen und Sitzsäcke sind in jedem Alter beliebt – zum Lesen, Spielen oder einfach Rumflätzen.

Kids only!
Hier teilen sich zwei Geschwister ein eigenes Bad, nur erreichbar über die Kinderzimmer.


Weichen Sie ruhig vom Standard-Grundriss ab! Und planen Sie die Lage und Größe vorausschauend


Klassische Aufteilung
Bei zwei gleich großen Kinderzimmern gibt es keinen Streit. Hier sind sie räumlich und akustisch getrennt vom Elternbereich.

Ein Spielzimmer im Erdgeschoss
Ganz nah bei den Eltern können sich hier kleine Künstler und ABC-Schützen austoben. Das Spielzimmer ist direkt an den Wohnbereich angegliedert. Später kann es anderweitig genutzt werden.

Zeitloses Design

Wenn sich Nachwuchs ankündigt, ist so manches Elternpaar geneigt, Möbel im Baby-Design zu kaufen. Das mag niedlich sein, hat aber zur Folge, dass Sie in wenigen Jahren wieder im Möbelhaus stehen. Unser Tipp: Investieren Sie in hochwertige und zeitlose Möbel, die lange Spaß machen und auch Teenagern noch gefallen. Farbe können Sie mit Stoffen, Teppichen, Bettwäsche und bunten Aufbewahrungsboxen ins Spiel bringen. Ganz nach den Vorlieben des Kindes werden sie über die Jahre hinweg einfach immer aus getauscht. Das ist nachhaltig und schont den Geldbeutel.

Möbel, die mitwachsen

Kinder wachsen nicht nur schnell aus ihrer Kleidung raus, auch Betten, Stühle und Schränke sind in Windeseile zu klein. Die Lösung: Kindermöbel, die mitwachsen oder über einen längeren Zeitraum vielfältig nutzbar sind. So wird mit wenigen Hand griffen aus der Wickelkommode ein schickes Sideboard und aus dem Hochbett mit Rutsche ein Jugendbett. Auch der Schreibtisch sollte unbedingt höhenverstellbar sein, damit er immer wieder auf die Größe des Kindes angepasst werden kann.

Elektroplanung

Genügend Anschlüsse vorsehen

An Steckdosen sollten Sie im Kinderzimmer nicht sparen. Für den Schreibtisch-Bereich sind drei bis fünf Steckdosen optimal, dazu ein Telefonanschluss und ein Netzwerkanschluss. Neben die Tür kommt eine Steckdose für den Staubsauger, am Bett auch mindestens eine. Und auch für weitere technische Geräte und Spielzeuge sollten Sie Steckdosen vorsehen. Ideal sind Modelle mit integrierter Kindersicherung.


GROSS WERDEN MIT DEN LIEBLINGSSTÜCKEN
Wandelbare Möbel begleiten den Nachwuchs durch die gesamte Kindheit


Verwandlungskünstler
Ein Möbelstück, das förmlich nach Zweitnutzung schreit, ist der Wickeltisch. Ist die Windelzeit vorbei, wird der Aufsatz abgebaut.


Bilder: Car Möbel, Sebra, Paidi, Topstar, Grundrisse: Initiative Elektro+

Vom Junior bis zum Teenager
Dieser Design-Klassiker lässt sich von 165 Zentimetern auf eine Gesamt länge von 204 Zentimeter ausziehen.


Gute Kindermöbel sind robust, frei von Schadstoffen und wachsen mit


Echt ergonomisch
An einem höhenverstellbaren Schreibtisch können kleine Künstler malen und später ohne Haltungs schäden Hausaufgaben machen.


Elegant und nachhaltig
Mit einem zeitlos-wertigen Design wird sich der Nachwuchs mit seinen Möbeln lange wohlfühlen.


Bewegen erwünscht
Stillsitzen fällt vielen Kindern schwer. Ein dynamischer Stuhl macht die Bewegungen mit und kann in der Höhe verstellt werden.


Sieht aus wie Holz, ist aber keins
Die Designböden passen hervorragend ins Kinderzimmer, denn sie sind schadstofffrei und bieten ein weiches Geh- und Krabbelgefühl.


Der Boden

Kinder verbringen viel Zeit auf dem Boden. Dementsprechend viel muss er über die Jahre aushalten: von fliegenden Bausteinen über Bobbycars bis hin zum umgekippten Saft. Robust sollte er sein und dennoch komfortabel. Empfehlenswert sind Holz- oder Korkfußböden und nie der florige Teppichböden. Parkett ist langlebig und natürlich, ein Teppich dafür kuschelig und warm. Da rüber hinaus gibt es auch Bodenbeläge in Holzoptik als wohngesunde und schadstofffreie Alternative.

Stauraum

Edelsteine aus dem heimischen Garten und das hundertste Schleich-Tier: Kinder sind echte Jäger und Sammler. Stauraum kann es im Reich der Kleinsten also nie genug geben. Tipp: Wählen Sie kombinierbare Schranksysteme, die Sie nach dem Baukastenprinzip immer wieder ergänzen können. Das hat zudem den Vorteil, dass die Möbel aufeinander abgestimmt sind und keine zusammengewürfelte Optik entsteht.

Weich und warm
Auf diesem robusten Teppich können kleine Forscher auf wilde Expeditionen gehen und Teenager nach Herzenslust lümmeln.


Natürlich schön
Eine gute Wahl im Kinderzimmer: Parkett ist hochwertig, pflegeleicht und nachhaltig. Und auch die Bauklötze haben hier einen sicheren Stand.


Bilder: Haro, Viebrockhaus, Fingerhaus, Baufritz (2), Raumplus

Treppe hoch zwei
Viel Stauraum bietet dieses Regal. Gleichzeitig fungiert es als Aufgang zum Schlafbereich.


Aussichtsplatz mit Tiefgang
In den tiefen Boxen verschwinden Teddys, Bücher oder Hobbysachen im Handumdrehen. Mit Kissen dekoriert bleibt das Sitzfenster Lieblingsplatz des Teenagers.


ALLES IN BESTER ORDNUNG
Mit cleveren Stauraum-Ideen macht Aufräumen Spaß und alle Schätze bekommen ihren festen Platz.

Und wenn die Kinder weg sind?

Irgendwann ist es soweit: Der Nachwuchs verlässt das elterliche Nest und zieht zum Studieren oder Arbeiten in die Ferne. In den leerstehenden Räumen können sich die Eltern nach Lust und Laune entfalten. Ob heimisches Fitnessstudio, Nähzimmer, Atelier oder Lesezimmer – hier ist viel Platz für Hobbies. Oder wie wäre es mit einem lang ersehnten Wellnessbad? Das sollte allerdings schon in der Planung bedacht werden: Liegen Familienbad und Kinderzimmer nebeneinander und sind nicht durch eine tragende Wand getrennt, können sie später zusammengelegt werden und sich zum großzügigen Sauna- und Sportbereich mausern.

Gestaltung mit Perspektive
Ein Hochbett spart Platz und nutzt die Fläche zweimal. Das bodentiefe Fenster eröffnet auch krabbelnden Babys neue Horizonte.


Nützliches im Netz
Online-Planungshilfe:
https://www.planungswelten.de/lo/kinderzimmer-planen/
Farbkonzepte für jedes Alter:
https://alpina-farben.de/kinderzimmer-farben/
Online-Elektroplanung:
https://raumplaner.elektro-plus.com
Checkliste Sicherheit:
https://www.kindersicherheit.de/kinderunfaelle-vermeiden -> dann Klick auf „Das eigene Reich – Sicherheit im Kinderzimmer“
Schadstoffe vermeiden:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/umweltschutz-fuer-kinder

Das sollten Sie klären Vor der Planung

Wie viele Kinder sind geplant?
Wie viel Platz ist für jedes Kinderzimmer verfügbar?
Soll es im Erd- oder im Obergeschoss liegen?
Gibt es weitere Spielbereiche im Haus?
An welche Räume sollte das Zimmer anschließen und an welche besser nicht?
Welche Möbel bringen Sie mit, was soll angeschafft – oder besser: eingebaut werden?