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Serie zum Sammeln: Joy Fleming: Die Pfälzerin mit der schwarzen Soul-Stimme


Stars und Melodien - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 15.11.2018

Die deutsche Soul-Sängerin hat sich als Brückenbauerin einen Namen gemacht. Ihr Sohn Bernd will die Projekte seiner Mutter weiterführen


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Bildquelle: Stars und Melodien, Ausgabe 1/2019

Über 50 Jahre lang begeisterte Joy Fleming (†72) die Leute mit ihrer kraftvollen Stimme. 2012 trat sie in der ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ auf


TV-Auftritt 1973 „Joy and the Hit Kids“: Joy, Roland Heck, Dieter Kindl, Albin Metz, Hans Herkenne


Bei der Musikmesse in Cannes verlost die Zeitschrift „Rund“ eine Reise mit der Sängerin nach New York


Mit ihren Söhnen Rainer (l.) und Bernd (aus zweiter Ehe mit Bernd Liebenow) und ...

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... Tochter Heidi (aus erster Ehe) beim ESC-Vorentscheid


Bim deutschen Vorentscheid hatte sie Jürgen Marcus („Ein Lied zieht hinaus in die Welt”) und Marianne Rosenberg („Er gehört zu mir”) auf die Plätze verwiesen. Mit ihrem stimmgewaltigen und aussagekräftigen Song „Ein Lied kann eine Brücke sein” vertrat Joy Fleming Deutschland im Jahr 1975 beim „Eurovision Song Contest” in Stockholm.

Selbst wenn sie nur auf Platz 17 landete und von der Presse zum Teil als „stampfende Brunhilde” verspottet wurde, gilt ihr Titel bis heute als einer der besten und beliebtesten deutschsprachigen Titel der ESC-Geschichte.

Die Liebe zur Musik gewann mit 14 Jahren die Oberhand – als Siegerin eines regionalen Schlagerwettbewerbs. 1966 gründete die am 15. November 1944 als Erna Raad in der Kleinstadt Rockenhausen (Donnersbergkreis) geborene Sängerin mit Freunden die Band „Joy & The Hit Kids“, die 1969 in „Joy Unlimited“ umbenannt wurde.

Bereits ein Jahr zuvor,1968, gelang ihr mit dem Fernsehauftritt im „Talentschuppen“ des Südwestfunks (SWF) der Durchbruch. Auch das Pop-Musical reizte die Pfälzerin mit der schwarzen Soulstimme.1970 feierte die von ihrer Gruppe erstellte und neu arrangierte deutsche Fassung von „Tut was ihr wollt“ (von Donald Driver, nach William Shakespeares „Was ihr wollt“) Premiere am Nationaltheater Mannheim. Später als Solistin führten sie Tourneen nach Argentinien, China und in die Sowjetunion. Auch der „Eurovision Song Contest” ließ Joy Fleming nicht los: Nach ihrer Teilnahme beim Vorentscheid 1986 mit ihrem Sangeskollegen Marc Berry belegte sie 2001 als Trio mit Lesley Bogaert und Brigitte Oelke hinter Michelle („Wer Liebe lebt”) mit dem Song „Power Of Trust” Platz 2. Ein Jahr später erreichte sie zusammen mit dem Jambalaya Chor und dem Titel „Joy To The World” erneut den zweiten Platz.

Joy Fleming (4.v.l.) erreicht im Februar 2002 beim ESC-Vorentscheid in Kiel zusammen mit dem Jambalaya Chor und dem Titel „Joy To The World“ den zweiten Platz


Ihr Tod am 27. September 2017 kam völlig überraschend. Sie schlief auf ihrem Lieblingsplatz, dem gemütlichen Sofa in ihrem Haus im baden-württembergischen Hilsbach bei Sinsheim. Als ihr Lebensgefährte Bruno Masselon sie fand, war ihr Körper zwar noch warm, doch er fühlte keinen Puls mehr. Noch Ende August hatte die Sängerin auf der Bühne gestanden, für Oktober waren weitere Konzerte geplant.

Die Familie will das musikalische Erbe der Kurpfälzer Gesangsikone fortsetzen. Ihr Sohn Bernd Peter Fleming wird als Sänger mit Bruno Masselon, langjähriger Keyboarder Joy Flemings, die Live-Projekte seiner Mutter weiterführen. „Die Konzertagenturen arbeiten bereits an Terminen“, so Masselon.

Außerdem sei eine Platte mit hinterlassenen Aufnahmen Joy Flemings geplant, ein Hommage-Konzert mit Starbesetzung am 9. März 2019 im Mannheimer Capitol sowie die Einrichtung eines Joy-Fleming-Preises für begabte Sängerinnen und Sänger. In deren Herzen lebt die Soul-Sängerin weiter.

Mit ihrem Lebensgefährten Bruno Masselon zu Hause in ihrem Plattenstudio


Ministerpräsident Kretschmann verleiht ihr 2012 die Bürgermedaille des Landes


Fotos: babiradpicture, ddp images, imago, INTERFOTO, picture alliance (3)