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SERVICE: Die Urlaubsenergie


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 05.05.2020

Flüssiggas ist in den meisten Reisemobilen die wichtigste Energiequelle. Doch nicht in jedem Urlaubsland gelingt es problemlos, Nachschub zu besorgen. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei.


Gas in Europa

Artikelbild für den Artikel "SERVICE: Die Urlaubsenergie" aus der Ausgabe 6/2020 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 6/2020

Es geht nicht ohne. Zwischen 2,8 und 22 Kilogramm hat fast jeder Camper davon an Bord: Die Rede ist vom Flüssiggas, das im Freizeitfahrzeug den Gasherd, die Gasheizung oder den im Gasmodus betriebenen Kühlschrank mit Energie versorgt. Gut gesichert geht es im Gasflaschenkasten mit auf jede Urlaubsreise im In- oder ins Ausland.

Doch auch Gasvorräte sind endlich. Geht der Vorrat des Energieträgers zur Neige, so ...

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... ist das im Inland kein großes Problem. Ob graue Kaufflasche, rote Mietflasche, silberne Alugasflasche oder blaue Campinggazflasche; Ersatz zum Tauschen oder eine Füllstation findet sich im nächsten Gasfachhandel, Camping- oder Baumarkt. Und die sind meist nicht weit. Auch in einigen Nachbarländern, etwa in Polen oder in Österreich, ist die Gasversorgung unproblematisch, weil die dortigen Gasflaschen technisch den deutschen Modellen Von Mathias Piontek und Karsten Kaufmann entsprechen. In anderen Staaten, etwa in Spanien, sieht es hingegen ganz anders aus. Hier kann es schwierig werden, sollte der Inhalt der Gasflaschen zur Neige gehen. Grund genug, Reisen in solche Länder mit möglichst vollen Flaschen anzutreten.

Immer sinnvoll: die Mitnahme eines sogenannten Europa-Füll-Sets und eines Europa-Entnahme-Sets. Beide kosten etwa jeweils 15 bis 20 Euro. Zuweilen sind sie auch als Kombiset erhältlich.

Das Europa-Füll-Set enthält verschiedene Adapter, mit denen sich eine Gasflasche mit deutschem Ventil an ausländischen Füllstationen befüllen lässt. Hierbei ist es aber ungemein wichtig, dass der Betrieb gravimetrisch, also nach Gewicht und nicht etwa nach Litern füllt, um eine lebensgefährliche Überbefüllung auszuschließen (siehe Kasten). Das Europa-Entnahme-Set ermöglicht, den deutschen Gasregler des Reisemobils auf das Ventil einer ausländischen Gasflasche zu schrauben und diese dann wie die deutsche Flasche zu nutzen.

In der Regel enthalten Gasflaschen für Camping ein Propan-Butan-Gemisch in veränderlichen Anteilen (siehe Kasten). Gerade in Südeuropa enthält dieses Gas meist überwiegend Butan, das bei Minus- Temperaturen nicht verdampft und somit im Winter Probleme bereiten kann. Die kleinen blauen, europaweit und in weiten Teilen der Erde erhältlichen Kaufflaschen von Campinggaz, die der Urlauber mittels eines Einschraubventils ebenfalls am Gasregler des Reisemobils betreiben kann, enthalten sogar ausschließlich Butan und sind für Camping unter null Grad Celsius daher ungeeignet.

In welches Land es auch immer gehen soll: Bereiten Sie sich gut vor, eine gute Vorplanung schützt vor unangenehmen Überraschungen und einem Versorgungsengpass.

Die folgende Aufstellung zeigt, wie sich für den Camper der Nachschub an Gas in den gängigsten Reiseländern gestalte

BELGIEN:

Belgische Gasflaschen entsprechen technisch den deutschen. Ein Befüllen ist daher problemlos möglich. Zudem lassen sich die deutschen grauen Kaufflaschen häufig sogar einfach tauschen.

DÄNEMARK:

Guter Service: Viele dänische Campingplätze sowie einige BP-Gas-Stationen tauschen leere deutsche graue Kaufflaschen einfach gegen volle um.

ESTLAND:

Mit dem Europa-Füll-Set lassen sich deutsche Gasflaschen in der Regel befüllen.

FINNLAND:

Finnische Füllbetriebe dürfen deutsche Gasflaschen nicht befüllen. Der Camper muss finnische Gasflaschen von Aga-Gas bzw. von Linde oder Leichtflaschen von BP kaufen. Alternative: Tehokaasu-Gasflaschen, erhältlich an vielen Neste-Tankstellen.

FRANKREICH:

Französische Füllbetriebe dürfen deutsche Gasflaschen nicht befüllen. Mit dem Europa-Entnahme-Set oder einem Adapter, den viele Campingplätze gegen Gebühr bereitstellen, lassen sich französische Gasflaschen an deutschen Gasreglern betreiben.

GRIECHENLAND:

Griechische Gasflaschen lassen sich mittels Europa- Entnahme-Set an deutsche Gasregler anschließen. Zudem gibt es zuweilen Betriebe, die deutsche Gasflaschen befüllen. Daher empfiehlt es sich, auch das Europa-Füll-Set mitzuführen.

GROSSBRITANNIEN:

Füllbetriebe dürfen deutsche Gasflaschen nicht befüllen. Flächendeckend erhältlich sind aber die 6-kg- und 13-kg- Propanflaschen von Calor Gas, die sich mit dem Europa- Entnahme-Set oder einem in den Verkaufstationen erhältlichen Adapter an deutschen Gasreglern betreiben lassen. Infos unter: www.calor.co.uk

IRLAND:

In Irland sind 6-kg-Propangas- sowie 4,5-kg-Butangasflaschen von Calor Gas erhältlich, die sich mit dem Europa-Entnahme- Set an deutschen Gasreglern betreiben lassen. Infos: www.calorgas.ie

ISLAND:

Die Esso-Station am Sundahöfn in Reykjavik befüllt deutsche Gasflaschen. Einige N1-Tankstellen tauschen die graue Kaufflasche und bieten heimische Flaschen an.

ITALIEN:

Mit dem Europa-Füll-Set befüllen italienische Betriebe auch deutsche Gasflaschen. Mit dem Europa-Entnahme-Set lassen sich zudem italienische Gasflaschen an deutschen Gasreglern betreiben. Einige oberitalienische Campingplätze tauschen zudem die deutsche graue Kaufflasche.

KROATIEN:

Viele Campingplätze füllen deutsche Gasflaschen, sofern deren letzte Überprüfung (in den Griff eingeschlagen oder auf die Flasche aufgedruckt) nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Ebenfalls befüllen viele INA-Tankstellen deutsche Gasflaschen.

LETTLAND:

Mit dem Europa-Füll-Set füllen lettische Betriebe deutsche Gasflaschen in aller Regel problemlos

LITAUEN:

Mit dem Europa-Füll-Set lassen sich in Litauen deutsche Gasflaschen befüllen.

LUXEMBURG:

Die deutsche graue Kaufflasche ist auch in Luxemburg gebräuchlich und etwa in Baumärkten verfügbar. Zudem bieten mehrere Campingplätze deren Tausch an. Auch ist der Weg bis zur deutschen Grenze nie länger als rund 60 Kilometer.

NIEDERLANDE:

Niederländische Betriebe füllen deutsche Gasflaschen und tauschen die graue Kaufflasche zuweilen auch. Entsprechende Fülladapter sind in der Regel vor Ort vorhanden. Niederländische Gasflaschen lassen sich mit dem Europa-Entnahme- Set an deutschen Gasreglern betreiben.

NORWEGEN:

Der norwegische Anbieter LPG Norge befüllt deutsche Gasflaschen. Alternativ sind Gasflaschen des Anbieters AGA nebst Adapter erhältlich. Die AGA-Flaschen lassen sich auch in Finnland und Schweden füllen. Empfohlen: die Mitnahme des Europa-Entnahme- und des Europa-Füll- Sets. Infos: www.lpgnorge.no, www.aga.no

ÖSTERREICH:

Die Gasflaschen in Österreich entsprechen den deutschen grauen Kaufflaschen. Somit lassen sich diese ohne Weiteres tauschen.

POLEN:

Polnische Gasflaschen entsprechen den deutschen. Tausch der grauen Kaufflasche und Befüllen deutscher Gasflaschen allgemein problemlos möglich.

PORTUGAL:

Deutsche Gasflaschen werden nicht getauscht und in aller Regel nicht befüllt. Manche Repsol- und Cespa-Tankstellen bieten Leihgasflaschen an. Empfohlen: die Mitnahme des Europa-Entnahme- und des Europa-Füll-Sets.

SCHWEDEN:

Der Anbieter AGA bietet Gasflaschen an, die sich auch in Finnland und Norwegen befüllen lassen. Mitnahme des Europa- Entnahme-Sets empfohlen. www.aga.se

SCHWEIZ:

Schweizer Gasflaschen sind, abgesehen davon, dass diese zuweilen über kein Überdruckventil verfügen, den deutschen Flaschenventilen ähnlich. Die Gewinde sind identisch. Deutsche Gasflaschen kann der Camper nur selten tauschen, dafür aber Schweizer Gasflaschen mieten.

SLOWENIEN:

Flüssiggasanbieter in Slowenien befüllen in aller Regel auch Gasflaschen deutscher Urlauber. Ein Adapter ist hierzu meist nicht notwendig.

SPANIEN:

Die Versorgung mit Campinggas ist in Spanien problematisch. Ausländische Gasflaschen dürfen in Spanien nicht befüllt werden. Vereinzelt bieten Tankstellen von Repsol und Cespa ihre Gasflaschen zum Mieten an. Diese sind dort auch wieder zurückzugeben. Technische Voraussetzung wegen des umlaufenden Flaschenkragens spanischer Flaschen: Das Reisemobil muss mit einem spanischen Gasregler mit Schlauchtülle sowie Schlauch mit Verbindungsstück mit Stutzen ausgestattet sein. Diese Teile erhält man im Campingbedarf oder im Eisenwarenladen.

TSCHECHIEN:

In Tschechien füllt der Gashandel deutsche Gasflaschen problemlos auf.

TÜRKEI:

In der Türkei bietet die Firma Ipragas Gasflaschen zum Kauf an. Ebenfalls im Angebot von Ipragas: der entsprechende Adapter für den Anschluss an deutsche Gasregler. Infos unter: www.ipragaz.com

UNGARN:

In Ungarn sind die gleichen grauen Gasflaschen gebräuchlich wie in Deutschland. Zwar lassen sich deutsche Flaschen in aller Regel nicht tauschen, dafür aber problemlos und ohne Adapter befüllen.

PROPAN ODER BUTAN ODER WAS?

Handelsübliche 5- oder 11-Kilogramm Gasflaschen sind in Deutschland in aller Regel mit einem Gemisch aus Propangas und Butangas gefüllt. Propan ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas und gehört zu den Kohlenwasserstoffen. Damit Menschen austretendes Propangas als Gefahr wahrnehmen können, ist es mit einem leicht faulig riechenden Geruchsstoff versetzt. Der Vorteil von Propan gegenüber Butan besteht in einem etwas höheren Energiegehalt und seinem Siedepunkt von minus 41,1 Grad Celsius. Somit lässt sich Propangas auch noch bei winterlichen Temperaturen nutzen. Denn für den Betrieb im Reisemobil nutzt man ausschließlich den gasförmigen Teil im oberen Bereich der Gasflasche, die sogenannte Gasphase. Aus diesem Grund müssen Gasflaschen zum Campen während des Betriebs immer aufrecht mit oben befindlichem Flaschenventil stehen. Der Nachteil von Propan ist, dass es sich bei steigender Temperatur stärker ausdehnt als Butan. In einem geschlossenen Behälter bedeutet dies, dass bei steigenden Temperaturen der Innendruck stark ansteigt.
Butan ist ebenfalls ein brennbares, farb- und geruchloses Gas, das ebenfalls mit einem übelriechenden Warn-Duftstoff versehen ist. Wie Propan, ist auch Butan schwerer als Luft, sinkt bei Leckagen also zu Boden. Aus diesem Grund befinden sich die Zwangsentlüftungen im Gasflaschenkasten immer im Boden oder in unmittelbarer Bodennähe - auch dringend empfohlene Gaswarner für Flüssiggas sollten daher unbedingt bodennah montiert sein. Der Energiegehalt von Butangas ist gegenüber Propan geringer. Problematisch ist der recht hohe Siedepunkt von minus 0,5 Grad Celsius: Dies bedeutet, dass reines Butan bei Minustemperaturen das Ausgasen einstellt, sich also nicht zum Wintercamping eignet. Dies sollten Camper beachten, wenn sie etwa in Südeuropa ihre Gasflasche füllen lassen. Dort ist der Butananteil im Gemisch höher als in Deutschland. Der Vorteil von Butan liegt darin, dass es sich bei steigenden Temperaturen weniger stark ausdehnt, der Flascheninnendruck also weniger stark ansteigt.

CAMPINGGAZ - KLEINE FLASCHEN ALS GROSSER RETTER?

Fast jeder kennt sie - die kleinen blauen Gasflaschen von Campinggaz. Ihren hohen Bekanntheitsgrad verdanken sie zum einen ihrer charakteristischen Farbe, zum anderen dem Umstand, dass man diese Flaschen im Campingfachhandel, aber eben auch im Baumarkt, teilweise sogar in der Camping- oder Sportabteilung im Kaufhaus findet. Aufgrund ihres vergleichsweise hohen Preises und ihrer geringen Füllmenge kommen sie eher als Retter in der Not in Frage, doch gerade, wenn sich der Urlaub dem Ende neigt, ist es es oft wesentlich sinnvoller, eine Campinggazflasche zu kaufen als eine ausländische Gasflasche, die man in Deutschland später weder tauschen noch füllen lassen kann. Wichtig: Campinggazflaschen enthalten reines Butan, eignen sich also nicht bei Minusgraden. Zwei passende Behälter hat Campinggaz im Angebot: das Modell R904 mit 1,8 Kilogramm Butan und das Modell R 907 mit 2,8 Kilogramm. Beide Gasflaschen verfügen an ihrer Oberseite über ein Kugelventil mit Innengewinde. R 904 kostet gefüllt rund 78 Euro, R 907 gefüllt rund 88 Euro. Die Füllung schlägt danach mit je rund 30 bis 35 Euro zu Buche.

Die blauen Butangasflaschen von Campinggaz lassen sich mit einem Einschraubventil an den Gasregler des Reisemobils anschließen.


ALUGAS - LEICHTE ALTERNATIVE?

Im Reisemobil zählt oft jedes Kilogramm - sei es, dass die Zuladung begrenzt ist oder sei es, dass Rückenprobleme den Camper plagen. Herkömmliche Gasflaschen bestehen aus Stahl. So bringt es eine leere Elf-Kilo-Gasflasche auf zehn bis zwölf Kilogramm und gefüllt auf rund 22 bis 24 Kilogramm. Eine leichte Alternative hierzu sind die Gasflaschen von Alugas, erhältlich als Elf-Kilogramm- Flasche und als Sechs-Kilogramm-Flasche. Die Elf-Kilogramm-Flasche wiegt leer bei nahezu identischen Abmessungen zu ihrem Stahl-Pendant lediglich 5,4 Kilogramm. Grund hierfür ist, dass Alugas für seine Behälter Aluminium statt Stahl verwendet. Diese Gasflaschen erfüllen alle gesetzlichen Vorgaben an Stabilität und Haltbarkeit, bewähren sich beim Caravaning seit Jahren. Zudem verspricht der Hersteller dank des verwendeten Materials eine wesentlich geringere Neigung zu Korrosion. Anfängliche Skepsis, insbesondere bei Füllbetrieben im Ausland, hat sich mittlerweile weitgehend gelegt. Zudem bietet Alugas auf seiner Internetseite eine Suchfunktion an, mit welcher der Camper in Deutschland und im Ausland den nächsten Tausch- oder Füllbetrieb findet: https://umkreissuche.alugas.de/ Eine Elf-Kilogramm-Gasflasche von Alugas kostet je nach Anbieter rund 150 Euro plus Füllung, die Sechs-Kilogramm-Gasflasche kostet etwa 140 Euro plus Füllung. Die Preise für eine Füllung entsprechen in der Regel denen für herkömmliche Gasflaschen (elf Kilogramm Gas: rund 20 Euro). Ebenfalls im Alugas-Angebot: fest im Reisemobil zu installierende Tank-Gasflaschen.

www.alugas.de

Sie sieht fast aus wie die normale schwere Stahl- Gasflasche, besteht aber aus leichtem Aluminium: die Gasflasche von Alugas, hier in der Elf-Kilogramm- Variante mit einer Eigenmasse von nur 5,4 Kilogramm.


ADAPTER HELFEN

Euro-Füll-Set und Euro-Entnahme-Set machen Campern im Ausland das Leben leichter. Nebenstehendes Foto zeigt das "Euro-Set D Professional", das der Zubehörspezialist Frankana für 30,95 Euro in seinem Katalog anbietet. Der Koffer enthält alles, was man zum Anschluss eines deutschen Druckreglers mit Anschluss G12 an die in Europa gebräuchlichen Gasflaschen benötigt. Ebenfalls Bestandteil dieses Sets: das passende Werkzeug mit drei Wechseleinsätzen. Das "Euro-Set D Professional" passt auf Gasflaschen folgender Länder: Italien, Schweiz, Griechenland, Österreich, Slowenien, England, Finnland, Island, Norwegen, Portugal, Schweden, Belgien, Frankreich, Irland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Serbien, Slowakei, Spanien und Tschechien. Auch erhältlich bei Frankana: das herkömmliche Euro-Entnahme-Set "Euroset D" mit den gleichen vier Adaptern, jedoch ohne Werkzeug und Koffer für 21,50 Euro sowie das Euro-Füll-Set "Euro-Füll-Set D" mit vier Adaptern zum Befüllen einer deutschen Gasflasche im Ausland für ebenfalls 21,50 Euro. www.frankana.de

Fotos: Frankana, Alugas, Truma

WENIGER PROBLEME MIT DER GASANLAGE: EIN GASFILTER HILFT

Flüssiggas ist nicht komplett sauber. Es enthält stets Verunreinigungen. Winzige, ölige Bestandteile, sogenannte Aerosole, die durch den Gasstrom aus den Gasflaschen mitgerissen werden, verschmutzen Regler und Ventile und setzen diesen längerfristig zu. Im Extremfall fallen Bauteile wie Heizung, Herd oder Kühlschrank aus. Die Lösung für dieses Dilemma verspricht ein effektiver Filter der Gasexperten von Truma aus Putzbrunn.
erklärt: Er wird zwischen Gasflasche und Gasdruckregler montiert und hält Gasdruckregelanlagen, Ventile und Rohre sauber. Bei Verwendung von zwei Gasflaschen müssen demnach zwei Filter ins Fahrzeug.
Wo simple Papierfilter versagen, saugt der Truma-Filter 99 Prozent der öligen Aerosole aus dem Gas. Ein Nachteil, aber leider nicht zu vermeiden: Die Filtereinheit verschmutzt mit der Zeit. Bei älteren Filtern informiert eine Sättigungsanzeige, wann der Reisemobilist die damals verwendete Kartusche wechseln sollte. Clevere Camper führen daher immer eine Ersatzkartusche im Fahrzeug mit (Kosten: knapp 10 Euro). Wann und wie schnell dieser Wechsel erfolgen sollte, hängt maßgeblich von den Verunreinigungen im Gas ab.
Bei den Filtern der neuesten Generation lässt sich der Filtereinsatz (Pad) völlig problemlos, ganz ohne Werkzeug, tauschen. Bei diesen Filtern empfiehlt Truma bei jedem Flaschenwechsel parallel auch gleich das Filterpad zu erneuern. Ein Zehnerpack kostet rund 15 Euro, ein Zweier- Set der aktuellen Truma-Gasfilter schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Clevere Rechner erkennen: Der Wechsel von den alten Filtern auf die neuen, schwarzen Filter amortisiert sich recht schnell, die kleinen Wechselpads verursachen zudem sehr viel weniger Müll.
Übrigens: Der Truma-Filter ist für alle Arten von Flüssiggas (Butan/Propan) geeignet, auch für Autogas.

ALT: Eine Sättigungsanzeige informiert, wenn eine verbrauchte Filterkartusche zu ersetzen ist.

NEU: Beim aktuell erhältlichen Gasfilter von Truma tauscht der Camper statt einer Kartusche das Filterpad aus. Hierfür ist kein Werkzeug erforderlich.

WARUM GRAVIMETRISCH BEFÜLLEN?

Herkömmliche Gasflaschen werden ausschließlich gravimetrisch, also nach Gewicht befüllt. Nur so ist sichergestellt, dass eine Gasflasche, die beim Befüllen nicht vollständig leer ist, nicht überfüllt wird. Beim Füllvorgang steht die Gasflasche daher auf einer Waage. Im Inneren des Behälters bleibt dann ein sogenanntes Expansionsvolumen, welches das Gas bei steigenden Temperaturen einnimmt. Das Expansionsvolumen, auch Gaspolster genannt, verhindert, dass der Druck in der Flasche einen unzulässig hohen Wert erreicht. Lebensgefährlich und damit strengstens verboten ist es, eine normale Gasflasche mit einem Adapter an einer Autogastankstelle zu befüllen, auch wenn das Gas das gleiche ist. Denn Zapfsäulen einer Gastankstelle füllen eben nicht gravimetrisch, sondern volumetrisch nach Litern. Einzige Ausnahme gilt für sogenannte Tankflaschen, die über einen automatischen Füllstopp verfügen und somit sicherstellen, dass im Flascheninnern das so immens wichtige Expansionsvolumen erhalten bleibt.

Bloß nicht! Gasflaschen während des Betriebs niemals kippen. Denn dann gelangt flüssiges Propan/ Butan in das Leitungssystem des Reisemobils. Dieses ist aber auf Gas ausgelegt.


Überm flüssigen Teil des Gemischs (Flüssigphase) befindet sich die Gasphase. Diese dient auch als Gaspolster oder Expansionsvolumen, das einen zu starken Druckanstieg verhindert.


Fotos: shutterstock - Skamai; Campinggaz; Piontek