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SERVUS SOMMERREISE: DAS SCHÖNE LIEGT SO NAH


Servus in Bayern - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 28.05.2020

Mit dem Radl durchs Altmühltal, mit dem Rucksack hinauf zur Hörndlwand, barfuß über Passaus Innpromenade oder kopfüber in den moorgrünen Geroldsee. Wir entdecken unsere Heimat neu.


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@@Karwendelgebirge. Weich gebettet zwischen Buckelwiesen und Wäldern liegt der Geroldsee in Krün bei Mittenwald. In den alten Heuschobern lagern die Bauern ihre Wiesmahd.


FOTO: HUBER IMAGES/MARK ROBERTZ

Manche Leute behaupten ja, das Schönste an einer Fernreise – also jener Augenblick, in dem sich das größte Glücksgefühl einstellt – sei der Moment, wenn man wieder daheim ist.

Ist an dieser Erkenntnis auch nur ein Fünkchen wahr, ...

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... erwartet uns alle ein großartiger Sommer. Lauter Tage, randvoll mit besten Momenten: Wir machen Urlaub im eigenen Land. Noch dazu in der beliebtesten Ferienregion des Landes. Mehr als 39 Millionen Gäste zieht es jährlich nach Bayern, 79 Prozent davon sind Deutsche. Warum die alle kommen? Weil es bei uns so schön ist. Hohe Berge, grüne Täler, blitzblaue Seen, dunkle Wälder, wilde Flüsse, kleine Weiher und weite Flure – Bayerns landschaftlicher Reichtum ist überwältigend. Sogar in Oberbayern – die Region zwischen München und den Alpen ist touristisch sicher am besten erschlossen – finden sich immer noch stille Wanderwege, einsame Bankerl, romantische Bergseen.

VORSTUFE ZUM PARADIES

Flacher, aber nicht weniger einzigartig geht es im Rest von Altbayern, in der Oberpfalz und Niederbayern, zu. Dort bildet der Bayerische Wald „das grüne Dach Europas“ und zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Šumava das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Vor den Toren des Nationalparks lässt sich die prächtige alte Bischofsstadt Passau bestaunen. Und donauaufwärts, an der Walhalla vorbei, gelangt man ins schöne Altmühltal. An Flussufern entlang lässt es sich bis hinauf ins schöne Frankenland radeln. Ein Blick über die weiß-blaue Landesgrenze zeigt: Auch im Odenwald, im Schwarzwald oder im Kleinwalsertal gibt’s schöne Fleckerl.

Und im Allgäu? Da werden ohnedies seit jeher Träume war. Sogar der „Kini“ hat sich im Land der duftenden Bergwiesen seinen kühnsten Traum verwirklicht. Wie meinte einst ein Landesvater so schön? Bayern ist die Vorstufe zum Paradies. Wir haben einen Sommer lang Zeit, dies neu zu entdecken.

CHIEMGAUER ALPEN

So markant wie die Hörndlwand (1.684 m) zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl ist so schnell kein anderer Gipfel. Wie ein loser Zahn ragt der Fels aus Wettersteinkalk in den Chiemgauer Himmel (links). Selbst weniger routinierte Wanderer können den Berg im Landkreis Traunstein bezwingen.

Der türkisblaue Förchensee (oben) liegt wildromantisch umringt von Wäldern. Das Wasser des Quellsees ist spiegelglatt und glasklar.

Man muss ein schönes Rindvieh sein, wenn man bei dieser himmlischen Aussicht nur stur vor sich hin grast. Das üppige Weidegebiet (rechts) liegt im Drei-Seen-Land der östlichen Chiemgauer Alpen.

BERCHTESGADENER LAND

Still ist es rund um die kleine Bootshütte am Nordufer, die Felsgipfel spiegeln sich im Wasser. So schön wie hier am Obersee kann es am Königssee gar nicht sein. Die beiden sind Brüder. In grauer Vorzeit lagen die zwei fjordartigen Bergseen vereint. Seit 1978 gehören sie zum Nationalpark Berchtesgaden, Deutschlands einzigem Alpen-Nationalpark.

Seesaibling und Seeforelle tummeln sich in dem geschützten Gewässer des Obersees. Im Hintergrund: die Röthwand. Die Gipfel der Teufelshörner liegen versteckt in den Wolken.

KLEINWALSERTAL

Eigentlich gehört es ja zu Österreich. Wenn unsere Nachbarn aber derzeit in ihr Tal wollen, müssen sie eine eintägige Wanderung über den Gemstelpass in Kauf nehmen. Vom bayerischen Oberstdorf jedoch sind es nur ein paar geschmeidige Kurven, und man ist mittendrin im schönen Vorarlberg.

Rund um die Orte Riezlern, Hirschegg (unten), Mittelberg und Baad ist das Leben beschaulich. Da läuft einem vielleicht Jodok Fritz mit seiner Ziegenherde über den Weg, ein Bauer aus Leidenschaft wie seine Vorfahren (oben). Allerorts sprudeln kristallklare Gebirgswässer wie der Bärguntbach (links).

ALLGÄUER ALPEN

Wie das Tüpferl auf dem i liegt der blaugrüne Seealpsee (links) mittendrin im Hochgebirge. Rund 400 Gipfel kann man bei schönem Wetter hier auf dem Panoramaweg am Zeigersattel zählen. Murmeltiere, Gämsen, sogar seltene Steinadler lassen sich gelegentlich auf den Hängen rund um den über 40 Meter tiefen See blicken.

Die Allgäuer Alpen sind jedenfalls ein Paradies für alle Wanderfreunde: Am spektakulären Höhenweg vom Prinz-Luitpold-Haus zur Kemptner Hütte kommt man an der Wildenfeldhütte auf 1.692 Meter Höhe vorbei (unten).

Als Stärkung für müde Bergsteiger immer empfehlenswert: die berühmten Allgäuer Kässpatzen (oben).

FOTOS: BODO MERTOGLU

PASSAU

Was für eine prachtvolle Stadt! Der Forschungsreisende Alexander von Humboldt zählte sie Anfang des 19. Jahrhunderts zu den sieben schönsten Städten der Welt. Die zweitausend Jahre alte Bischofsstadt am Zusammenfluss von Donau, Ilz und Inn gilt als bayerisches Venedig (unten).

Die Höllgasse (links) liegt nah am Rathaus. Kleine Ateliers, Galerien und Lokale verstecken sich in dem engen Gässchen. Die Veste Oberhaus (oben) auf dem Georgsberg über der schwimmenden Altstadt ist 800 Jahre alt und mit 65.000 Quadratmetern Fläche eine der größten Burganlagen Europas.

ALTMÜHLTAL

So ruhig, still und leise wie die Altmühl fließt kein anderer Fluss. Kleine Dörfer und Ortschaften liegen am Ufer des gelassenen Flüsschens, das in Mittelfranken entspringt und im niederbayerischen Kelheim mündet.

An einem Altarm der Altmühl liegt der malerische Markt Essing. Tausend Jahre alt ist der mittelalterliche Ort, der sich eng an den großen Jurafelsen schmiegt.

Auf der Speisekarte fränkischer Wirtshäuser allgegenwärtig: Saure Zipfel und geräucherte Bratwürste mit Sauerkraut (rechts).

Bis heute ziehen rund zwanzig Schäfer mit ihren Herden durchs Altmühltal. Josef Schober (oben) ist einer davon.

SCHWARZWALD

Ja, auch unser Nachbarland Baden-Württemberg hat schöne Gegenden: Gengenbach im Kinzigtal zum Beispiel. Voller Fachwerkhäuser, alter Türme und kleiner Tore ist das Städtchen inmitten von Weinbergen.

In den kleinen Weingütern rund um Gengenbach gedeihen Riesling sowie Grau-, Weiß- und Spätburgunder.

ODENWALD

Um kein anderes Mittelgebirge in Deutschland ranken sich so viele Mythen und Sagen wie um den Odenwald (oben). Die Nibelungen, so heißt es, sollen hier gejagt haben. Zudem soll so manche Räuberbande in den undurchdringlichen Wäldern ihr Unwesen getrieben haben.

Aber auch sanfte Hügel und Streuobstwiesen wie hier in Reichelsheim (unten) im Odenwaldkreis sind typisch für das dünn besiedelte südhessische Hügelland. Nicht weit vom Gemeindegebiet liegt die weiß-blaue Landesgrenze.

ALLGÄU

FOTO: HUBER IMAGES/REINHARD SCHMID

Der Magie des Märchenschlosses kann man sich tatsächlich nur schwer entziehen, wie es da oben auf dem Felsen hoch über Hohenschwangau thront. Fast unwirklich wirkt das Wahrzeichen Deutschlands. Wegen seiner einzigartigen Architektur bezeichnen manche Schloss Neuschwanstein als achtes Weltwunder.

Auch ohne königlichen Prachtbau kann sich die Region rund um Alpsee und Schwansee sehen lassen. Die schroffen Bergwände im Hintergrund gehören zu den Ammergauer Alpen.


FOTOS: RUHPOLDING TOURISMUS GMBH/ANDREAS PLENK

FOTO: MAURITIUS IMAGES/STEVE SIMON

FOTOS: BERNHARD HUBER

FOTOS: SCHAPOWALOW/REINHARD SCHMID, FLORIAN BACHMEIER, TOURISMUS OBERSTDORF/EREN KARAMAN

FOTOS: FLORIAN BACHMEIER

FOTOS: TOBIAS GERBER, SEBASTIAN GABRIEL