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SEXUALTRIEB: Verrückte: Hormone


Mein Pferd - epaper ⋅ Ausgabe 80/2019 vom 12.07.2019

Wallache, die sichwie Hengste gebären, und Stuten, die andauerndrossig sind: Der Sexualtrieb von Pferden gerät manchmal ganz schön aus den Fugen. Wir erklären, welcheUrsachen hinter diesen Verhalten stecken und was leidgeplagte Pferdebesitzer tun können


Artikelbild für den Artikel "SEXUALTRIEB: Verrückte: Hormone" aus der Ausgabe 80/2019 von Mein Pferd. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein Pferd, Ausgabe 80/2019

Die Rosse ist vor allem hormonell gesteuert. Allerdings hat auch das Tageslicht eine Relevanz


In der Natur ist das Hengstverhalten ein Teil der sozialen Interaktion


Unter dem Begriff Sexualverhalten werden alle Verhaltensmuster zusammengefasst, die durch den Fortpflanzungstrieb der Pferde bestimmt werden. Sexualverhalten ist vorwiegend bei Stuten, ...

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... Hengsten, aber auch nicht selten bei Wallachen zu beobachten. Wallache, die hengstähnliche Eigenschaften haben, zeigen vor allem im Miteinander mit weiblichen Artgenossen auffällige Verhaltensweisen. Sie umkreisen eine Stute oder Stutengruppe und treiben sie gezielt weg, um sie vor anderen Pferden abzuschirmen und sie zu bewachen. Sie überdecken Stellen von Stutenharn mit ihrem eigenen Harn oder setzen Kot auf der Hinterlassenschaft eines männlichen Herdengenossen ab.

Hengstiges Verhalten

Vor allem in der Rosse wird ihr Sexualtrieb geweckt. Dann sind Wallache oft aggressiv gegenüber männlichen Artgenossen und überprüfen mit Hengstverhalten den Stand des Zyklus der Pferdedamen durch Riechen am Körper, am Urin und an den Exkrementen der Angebeteten. Sie verbringen viel Zeit in der Nähe von Stuten und zeigen ihnen gegenüber eine typische Hengsthaltung mit bogenförmigem Hals, hoch getragenem Schweif, Lautäußerungen und viel Imponiergehabe. Nicht selten springen sie auch auf, zum Teil mit ausgeschachtetem und erigiertem Schlauch sowie tatsächlichem Eindringen in die Stute.

Dieses Verhalten ist als Hengst ganz normal. In der Natur lebt er mit einer mehr oder minder großen Stutengruppe zusammen, die er beschützt. Doch in einer gemischten Herde können sexuell aktive Kastraten gefährlich werden – vor allem für weibliche Pferde. Werden sie regelmäßig von hengstigen Wallachen gedeckt, können böse Hufeisenverletzungen, Rücken- und Bissverletzungen sowie Gebärmutterentzündungen die Folge sein.

Zwei mögliche Ursachen

Aber wie kommt es überhaupt zu einem solchen Verhalten? Dafür gibt es laut Experten zwei Ursachen: eine unvollständige Kastration, bei der sich weiterhin Sexualhormone bilden, die das fortbestehende Hengstverhalten auslösen, oder ein psychisch verankertes Hengstverhalten (z. B. durch spätes Legen), das als Teil der sozialen Interaktion ausgelebt wird. Zeigt sich ein Wallach nach einem längeren Zeitraum nach der Kastration noch hengstig, liegt der Verdacht einer fehlerhaften Kastration sehr nahe. In solchen Fällen wurde bei der Operation lediglich ein Teil des Nebenhodens statt des gesamten Nebenhodens und des Hodens entfernt. Ob dies wirklich der Fall ist und der Wallach eventuell als Klopphengst gilt, lässt sich anhand von Tests (siehe Kasten Seite 39) ermitteln.

Wallache, die sehr hengstig sind, duellieren sich mit anderen Wallachen


Vorschnell sollte dem operierenden Tierarzt aber nicht die Schuld gegeben werden, denn das Hengstverhalten verringert sich unterschiedlich schnell. Bei jungen Hengsten sind bereits innerhalb von vier Wochen Unterschiede festzustellen, bei älteren Hengsten braucht es aber manchmal oft mehrere Monaten, bis sich ihr Verhalten tatsächlich verändert.

Ist der Wallach vollständig kastriert und zeigt dennoch Hengstverhalten, kann der Pferdebesitzer davon ausgehen, dass die gezeigten Verhaltensweisen psychisch verankert sind. Das heißt: Das angeborene Sexualverhalten wird nach der Kastration einfach vom Wallach weiterbetrieben. Dies kommt übrigens nicht nur bei Wallachen vor, die vor der Kastration im Deckeinsatz waren. Deshalb sollte jedem klar sein, dass eine korrekt durchgeführte Kastration nicht immer zur einer vollständigen Elimination von Hengstverhalten führt.

Hat ein Wallach regelmäßig oder gar permanent rossige Stuten um sich herum, kann das Hengstverhalten auch wieder aktiviert, stimuliert und sogar antrainiert werden. Letzteres ist der Fall bei Wallachen, die zum Abprobieren von Zuchtstuten verwendet werden, um deren Paarungsbereitschaft zu erkennen.

Räumliche Trennung

Hilft keine Nachfolgeoperation, kann eine hormonelle Behandlung erfolgen (siehe Kasten Seite 39). Lässt sich das unerwünschte Verhalten auch dann nicht abstellen, bleibt nur eine Möglichkeit: die räumliche Trennung von der Herde bzw. den Stuten, um weiteren Schaden zu vermeiden. In einer reinen Wallachgruppe oder zusammen mit einem anderen männlichen Artgenossen ist der hengstige Kastrat meist am besten aufgehoben. Manchmal passt aber auch eine Konstellation mit einer älteren Stute. Mit einer Stute? Ja, denn alte Stuten zeigen mitunter während des ganzen Jahres keine Rosse mehr, weil sich ihre Eierstöcke mit zunehmendem Alter zurückbilden und kaum oder keine Eizellen und Hormone produzieren. So lösen sie auch keinen Sexualtrieb bei hengstigen Wallachen aus.

Apropos Rosse: Das Pendant zu hengstigen Wallachen sind Stuten, die nicht nur beim Hengst, sondern auch bei Wallachen oder sogar anderen Stuten deutliche Anzeichen von Rosse zeigen und dauerrossig sind. Sie sorgen bei Reitern oft für Augenrollen und entnervtes Stöhnen, denn sowohl im Umgang als auch beim Reiten sind sie meist nicht gerade einfach. Dabei sind es in der Regel die Stuten, die bereits ein oder mehrere Fohlen hatten, die deutlich rossen. Sie bleiben häufig mit gespreizten Hinterbeinen stehen, heben den Schweif, legen ihn zur Seite, öffnen und schließen die Schamlippen und setzen ver mehrt Urin und Schleim ab, der vom Licht reflektiert wird und einen blitzenden Schimmer auslöst. „Sie steht, schleimt und blitzt“, heißt es dann im Züchterjargon. Im Umgang sind die Stuten oft nervös und zickig, kitzelig beim Putzen und empfinden den Sattelgurt als besonders unangenehm.

ZU VIEL TESTOSTERON?

In der Rosse ist mit manchen Stuten nicht zu spaßen


Zeigt ein Wallach hengstiges Verhalten, kann durch einen Test ermittelt werden, ob eventuell eine unvollständige Kastration die Ursache dafür ist. Beim sogenannten einfachen Testosterontest wird dem Pferd Blut entnommen und im Labor der Testosteronspiegel analysiert. Dieser liefert einen Grundwert, jedoch keine weiteren Hinweise auf die Werte bei einer Stimulation. Deshalb folgt eine weitere Untersuchung, der HCG-Stimulations-Test. Er wurde ursprünglich für die Feststellung des Kryptorchismus bei Hengsten entwickelt, um Binnenhodigkeit, innen liegende Hoden usw. festzustellen. Da hiermit die Ausschüttung des Sexualhormons Testosteron auf stimulierende Hormone angezeigt wird, eignet er sich aber auch für Wallache, die Hengstverhalten zeigen.

UNTERDRÜCKUNG DES SEXUALTRIEBS

Ist das Ergebnis des Hormontests positiv, ist es möglich, eine Hormonbehandlung zur Unterdrückung des Sexualtriebs zu veranlassen. Hierbei wird ein oral wirksames synthetisches Hormon (Gestagen) eingesetzt, das eigentlich das Wachstum und die Reifung der Follikel bei Stuten unterstützt. Es hemmt aber auch nachweislich das hengstige Verhaltensmuster.

Kratzbürstige Stuten

Im Kontakt mit anderen Pferden sind sie ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Das Begrüßungsritual, zu dem das gegenseitige Beschnuppern sowie Quietschen und Schlagen mit den Vorderbeinen gehören, kann bei ihnen stark ausgeprägt sein. Für den Pferdebesitzer heißt es dann: Nicht in der Reichweite der Vorderbeine stehen, wenn eine rossige Stute ein anderes Pferd begrüßt. Gerade in solchen Situationen setzen sie zudem vermehrt Urin und Schleim ab. Wer danach nicht die ganze Stallgasse säubern möchte, sollte Abstand zu anderen Pferden halten. Nicht zu vergessen ist das Fernhalten von Hengsten. Rossige Stuten lösen oft ein starkes Sexualverhalten bei ihnen aus. Ein Hengst könnte versuchen, zur rossigen Stute zu gelangen und dabei Menschen und andere Pferde gefährden.

Auch beim Reiten ist Rücksicht auf hormongesteuerte Pferdedamen zu nehmen. Schenkelhilfen erinnern sie entfernt an das Klammern eines aufspringenden Hengstes. Je nach Rossezeitpunkt und individueller Sensibilität reagiert jede Stute anders darauf. Manche klemmen auf den Schenkeldruck, andere sind sehr empfindlich oder werden sogar aggressiv, und wieder andere reagieren deutlich verhaltener auf diese reiterliche Hilfe als sonst. Oft zeigen sie sich auch unkonzentriert und schnell ablenk bar im Training. Die Zickigkeit der Stute ist in der Rossezeit, auch wenn es dem Reiter vielleicht anders lieber wäre, sogar gut. Sie verhindert nämlich, dass sie noch einmal vom Hengst gedeckt wird.

UNTERDRÜCKUNG DER ROSSE

Rossige Stuten sind häufig nervös und zickig


HOMÖOPATHISCHE MITTEL: Bei leichten hormonellen Störungen kann ein Therapieversuch mit homöopathischen Mitteln unternommen werden. Hier ist oft Mönchspfeffer die erste Wahl. Er soll die Rosse bei der Stute unterdrücken und wird über das Futter oder direkt ins Maul gegeben.

HORMONBEHANDLUNG: Durch die Gabe verschiedenster Hormone kann die Dauerrosse verhindert werden. Hier gibt es in der Regel drei Vorgehensweisen. Möglichkeit 1: Der Stute wird durch ein Hormon eine Trächtigkeit vorgegaukelt, damit sie nicht wieder rossig wird. Möglichkeit 2: Die Hormongabe veranlasst die Stute zur Bildung von Antikörpern gegen die eigenen Geschlechtshormone, die somit auf die Eierstöcke und den sexuellen Zyklus keinen Einfluss mehr haben können. Möglichkeit 3: Es wird ein Überschuss an Geschlechtshormonen verabreicht, welche eine verminderte Reaktion der Eierstöcke bewirken. Die Stute wird daher nicht rossig.

CHIRURGISCHE MASSNAHME: Sind die Probleme im Zusammenhang mit der Rosse chronisch oder haben sich bereits Zysten oder Tumore an den Eierstöcken gebildet, können auch chirurgische Maßnahmen notwendig werden. Eine Follikelzyste kann z. B. punktiert werden. Dabei wird mit einer Nadel in die Zyste gepikst und die Flüssigkeit im Follikel abgesaugt. Tumore lassen sich operativ entfernen und damit die Dauerrosse beenden. Dieser Eingriff ist aber endgültig.

Rosse hängt vom Tageslicht ab

Das typische Begrüßungsritual von Stuten besteht aus Schnuppern, Quietschen und Schlagen mit dem Vorderhuf


Doch was versteht man eigentlich genau unter der Rosse? Es ist der Zeitraum, in dem die Stute paarungs- und empfängnisbereit ist und der Eisprung naht. Die Rosse wird durch Hormone ausgelöst, die von Follikeln im Eierstock produziert werden. Gegen Ende der Rosse erfolgt der Eisprung. Dabei wird eine Eizelle aus dem ausgereiften Follikel freigesetzt und wandert in die Gebärmutter. Nach dem Eisprung bildet sich auf dem Eierstock ein sogenannter Gelbkörper. Er bildet das Hormon Progesteron, das bei der Aufrechterhaltung der Trächtigkeit eine wichtige Rolle spielt. Wird die Stute nicht tragend, so setzt die Gebärmutter das Hormon Prostaglandin frei. Es führt zum Abbau des Gelbkörpers auf dem Eierstock und macht so den Weg für den nächsten Eisprung und die nächste Rosse frei.

Auch wenn dieser Vorgang vor allem hormonell gesteuert ist, wird er auch durch einen Außenreiz beeinflusst: das Tageslicht. Wenn die Tage im Frühjahr länger werden und viel Tageslicht herrscht, beginnt die Rosse, die circa alle drei Wochen für etwa fünf bis zehn Tage andauert. Sie ist zunächst oft noch unregelmäßig. In der Hauptrossezeit zwischen April und Juni sind die Rossen dann regelmäßiger, ab August lassen sie wieder nach. Kaltes und regnerisches Wetter kann zu einem verspäteten Einsetzen der Rosse führen. Wäh rend der Herbst- und Wintermonate ruht der Zyklus ganz. Denn die Tage werden aufgrund der verringerten Menge an Tageslicht wieder kürzer und die Nächte länger.

Rossepause im Winter

Hengste besitzen häufig einen hormonell bedingten muskulösen Hals


Diese Rossepause ist von der Natur wirklich clever eingerichtet worden. So kommen Fohlen nach etwa elf Monaten Trächtigkeit immer zur Weidesaison auf die Welt, in der die Stuten energiereiches Futter finden, um ausreichend Milch zu bilden. So haben ihre Zöglinge die Chance, sich bis zu den harten Wintermonaten bestens zu entwickeln. Ein Fohlen, das im Winter auf die Welt kommen würde, hätte in der Natur praktisch keine Überlebenschance und wäre zum Tode verurteilt.

Dennoch rossen einige Stuten auch im Herbst und Winter. Die Ursache liegt hier oft in der Haltungsform des Pferdes, denn in Wildpferde-Herden ist das Problem der Dauerrosse nicht bekannt. Schuld ist meist das künstliche Licht, das in vielen Reitställen ständig und bis in die späten Abendstunden angeschaltet ist. Es simuliert das Tageslicht. Abhilfe schafft hier eine Veränderung der Haltungsform.

Eine weitere Möglichkeit ist, wie bei hengstigen Wallachen auch, eine Unterdrückung der Rosse mittels Hormongabe (siehe Kasten Seite 39). Doch Vorsicht: Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Tier zu überfordern, also ihm Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes nicht gewachsen ist. Diesen Passus sieht die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz auch dann gegeben, wenn Hormonbehandlungen einen leistungsmindernden körperlichen Zustand verdecken, wie z.B. bei der Rosse.

Bevor Pferdebesitzer also zu dieser letzten Möglichkeit greifen, sollten sie vorher abklären, ob ihre Stute nicht eventuell ein organisches Problem hat. Eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, Zysten oder Tumore der Eierstöcke können nämlich ebenfalls eine Dauerrosse auslösen. Ein tumorös entarteter Eierstock kann manchmal sogar männliche Hormone produzieren, wodurch die Stute Hengstverhalten zeigt.

Die Hauptrossezeit von Stuten sind die Monate April bis Juni


TYPISCHE ROSSESYMPTOME

häufiges Stehenbleiben mit gespreizten Hinterbeinen

Schweifheben und „Blitzen“ mit den Schamlippen

vermehrte Urin- und Schleimabgabe

nervös, gereizt, zickig

unkonzentriert und leicht ablenkbar

kitzelig und berührungsempfindlich beim Putzen

plötzlich auftretender Sattelzwang

veränderte Reaktion auf die Schenkelhilfe

reges Interesse an Artgenossen


Fotos: www.slawik.com