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SHK eG und Garant Bad + Haus mit breiter Brust


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KüchenNews - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 01.06.2022

70 Aussteller zeigten ihre Produkte im Schuppen 52 am Hamburger Hafen und suchten das direkte Gespräch mit den Kunden. Diese waren in großer Zahl in die Hansestadt gereist. Insgesamt 350 Handwerksunternehmen aus den beiden Kooperationen hatten sich zur ZEV-Messe sowie den – getrennt abgehaltenen – Generalversammlungen der Verbünde angemeldet.

„Wir hatten zum 31. 12. 2021 993 Mitglieder“, sagt der Vorstandsvorsitzende der SHK eG Sven Mischel im Gespräch mit unserer Redaktion. Und er geht davon aus, dass die Gruppe in diesem Jahr das Eintausendste Mitglied begrüßen kann. Über die Zentralregulierung der SHK eG werde ein Umsatz der Mitglieder in Höhe von rund 300 Mio. Euro abgewickelt, nennt Mischel eine weitere Kennzahl.

Der gesamte Außenumsatz der ZEV-Mitglieder habe einen Warenwert von etwa drei Milliarden Euro, macht der Vorstandsvorsitzende die Stärke der Einkaufsgesellschaft deutlich.

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Bildquelle: KüchenNews, Ausgabe 9/2022

Der Vorstandsvorsitzende der SHK eG Sven Mischel (li.) und Finanzvorstand Thorsten Renk: Dieses Jahr mehr als 1.000 Mitglieder

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... guten Zahlen kann auch Garant Bad + Haus aufwarten, wie Geschäftsführer Marc Schulte erläutert. 850 Mitglieder zählt die Verbundgruppe. Das Umsatzwachstum im vergangenen Jahr habe 8,5 Prozent betragen.

Im ersten Quartal dieses Jahres sei Garant Bad + Haus um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Schulte rechnet jedoch damit, dass die nächsten Quartale wegen der Lieferprobleme und Coronafällen in Betrieben schwächer ausfallen.

450 Handwerksunternehmen unter den Mitgliedern haben laut Schulte eine eigene Ausstellung. „Das sind auch die Handwerker, die hierher kommen“, so der Geschäftsführer. „Sie haben eine hohe Affinität zu Zweistuflern und sehen die Eigenmarken des Großhandels kritisch“, fügt er hinzu.

Wichtig für diese Handwerker sei der direkte Draht zu den Herstellern.

Der Markt ist da, das Personal fehlt

Die Unternehmen ihrerseits nutzen die Plattform im Hamburger Hafen, um nach langer Corona-Pause die Kontakte zum Handwerk wieder zu intensivieren. Und das Umfeld für beide ist derzeit gut, wie etwa Thomas Niemann von Hautec, Badburg-Hau, berichtet. „Der Markt ist da“, betont der Vertriebsleiter des Wärmepumpenherstellers der ersten Stunde. „Und wir sind bereit, die Wärmewende zu begleiten“, fügt er hinzu. Hautec habe eine neue Wärmepumpe auf den Markt gebracht. Die Produktionskapazitäten wurden erhöht und es gebe nur kurze Lieferzeiten. Auch sei zusätzliches Personal eingestellt worden. Seitens der Endverbraucher seien die Voraussetzungen für die Wärmewende gut. „Die Endkunden haben sich informiert und wollen investieren, um von Öl und Gas wegzukommen“, ist Thomas Niemann überzeugt.

SHK eG geht digital

Die SHK eG will eine Verkaufsplattform für ihre Mitglieder aufbauen. Vorstand Sven Mischel begründete dies mit massiven Verschiebungen im Markt. Auf der Plattform werde es einen Shop und einen Marktplatz geben. Die Ware komme dann über einen Großhandel. Die Flächendeckung ist bei der Handwerkerkooperation nach den Worten Mischels gegeben.

Zwar ist Richter + Frenzel nicht mehr Kooperationspartner, dafür aber wurde Holter hinzugewonnen. Auch Reisser liefere für die SHK-Mitglieder. Und schließlich gebe es eine Zusammenarbeit mit dem Zentrallager von Nordwest.

Personalengpässe sieht Niemann als größtes Problem der Branche. „Das Thema Berufsausbildung muss wieder interessanter werden“, meint er. Dabei seien die Innungen gefordert. Skeptisch ist er, dass die Ziele der Politik bei der Installation von Wärmepumpen erreicht werden, „weil der Faktor Mensch fehlt“. Dass das Thema den Handwerksbetrieben ebenfalls auf den Nägeln brennt, zeigt sich beim Branchentalk im Schuppen 52. Bis auf den letzten Platz ist der Zuschauerraum gefüllt, als es um Ausbildung und Personalgewinnung geht.

Zufrieden mit dem Verkauf auf der ZEV-Messe ist auch die perma-trade Wassertechnik. Key Account Manager Tim Wurster erklärt, dass das Unternehmen aus Leonberg schon vor Jahren entschieden habe, keine klassischen Messen mehr zu besuchen.

Der Zweistufler sucht stattdessen den Kontakt bei Veranstaltungen wie der ZEV-Messe und lädt Kunden zu sich nach Baden-Württemberg ein. permatrade profitiert nach den Worten Wursters vom Boom beim Heizungstausch. „Wir haben ein neues Gerät für die Wasseraufbereitung bei Wärmepumpen entwickelt“, erläutert er.

Bildlich macht Wurster die Bedeutung des guten Wassers im Heizungskreislauf deutlich: „Wasser für die Heizung ist wie Blut für den Menschen.“ Zwar gebe es keine gesetzliche Regelung für die Qualität des Heizungswassers. „Aber die VDI-Richtlinie ist der Stand der Technik.“

Über eine Auszeichnung als „SHK-Lieferantenpartner Gold“ freuen sich Diedrich’s CREATIV-Bad und mauersberger. „Das war eine schöne Überraschung“, meint Dr. Marcus Diedrich, geschäftsführender Gesellschafter von CREATIV-Bad. Und auch für Falko Mauersberger kam die Urkunde überraschend. Dem Geschäftsführer des Wannenherstellers aus Gelenau im Erzgebirge macht es Spaß, wieder viele Menschen zu treffen. Diese direkten Weitergaben von Informationen seien eben interessanter als die digitale Kommunikation. Falko Mauersberger ist überzeugt, dass sich das Messebesuchsverhalten nach Corona ändern wird: „Die Installateure entscheiden sich bewusster, zu welcher Messe sie gehen.“ Die Manufaktur für Badtechnik hat nach den Worten ihres Chefs in den vergangenen beiden Jahren stets liefern können. Es habe keinen Produktionsstillstand gegeben. „Wir hatten immer Material, obwohl die Beschaffung für uns nicht leicht war“, berichtet Mauersberger. Mit viel Aufwand habe man die Probleme jedoch gelöst. In die Zukunft blickt Falko Mauersberger etwas skeptisch: „Die derzeitige Unsicherheit ist Gift.“

Jens Terbeck, Verkaufsleiter bei Badea Badmöbel, ist ebenfalls mit dem Verlauf der ZEV-Messe zufrieden. Er habe viele gute Gespräche geführt. „Hier sind Handwerker, die nicht nur für ihren Betrieb arbeiten, sondern auch am Betrieb“, lobt er die Installateure.

Irritationen über drei Mitgliedschaften

Obwohl es bereits die zweite ZEV-Messe ist, gibt es bei einigen Ausstellern leichte Irritationen über das System der Lieferantenpartner. Denn einige sind bei der SHK eG, andere bei Garant Bad + Haus und wieder andere bei beiden Verbundgruppen gelistet.

Warum sie sich nun auch noch bei der ZEV listen lassen sollen, erschließt sich so manchem nicht, zumal dies neue Kosten verursacht. Marc Schulte erläutert gegenüber unserer Redaktion: „Der Urgedanke der ZEV ist die Verbundgruppe für Verbundgruppen – und eine weitere Konzentration unserer Mitglieder auf die bevorzugten Lieferanten über die beiden Verbundgruppen hinweg. Die Lieferanten bekommen den Zugang zu weiteren Mitgliedern.“ Aber ganz wichtig sei:

Der ZEV Lieferant habe Synergieeffekte und bespiele beispielsweise mit einer Messe zwei Verbände an einem Termin. „Es gibt ZEV-Veranstaltungen, die natürlich in der letzten Ausbaustufe der ZEV exklusiv den ZEV-

Lieferanten vorbehalten sind“, blickt Schulte nach vorn. Es gehe in der Summe um die Fokussierung auf bewährte Kundengruppen – und umgekehrt der Kundengruppen auf Lieferanten. Synergien würden durch bessere und effizientere Marktbearbeitung erreicht. Die Kosten des Ganzen seien niedrig, weil die beiden Verbundgruppen ja ihre Kapazitäten einspielen. „Wir bauen keinen Apparat auf“, versichert der Geschäftsleiter von Garant Bad + Haus. Zugleich verweist er auf die hohe Transparenz. Jeder Lieferant könne den Erfolg der Konzentration (Umsatzplus) und Synergie (Kostenminus) nachvollziehen.

Leider seien die Verbundgruppen Pandemie-bedingt noch nicht bei der Endausbaustufe der ZEV angelangt. „Weitere Leistungen – Konzentration und Synergien – werden folgen“, kündigt Marc Schulte an. ■