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Sicher am Stahlseil


Bergsteiger - Das Tourenmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 09.07.2021

Kaufberatung

Klettersteigsets

Artikelbild für den Artikel "Sicher am Stahlseil" aus der Ausgabe 8/2021 von Bergsteiger - Das Tourenmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

DIE 12 TESTMODELLE IM ÜBERBLICK

AUSTRIALPIN Hydra BLACK DIAMOND Easy Rider CAMP Kinetic Gyro Rewind Pro EDELRID Cable Comfort EDELRID J-Star Comfort PETZL Scorpio Eashook SALEWA Ergo Tex SALEWA Ergo Zip SINGING ROCK Phario 360

SKYLOTEC Rider 3.0

STUBAI Basic 3.0

STUBAI Summit Light Xi1

SO HABEN WIR BEWERTET

Jedes Klettersteigset wurde anhand der Praxistests in den folgenden Kategorien bewertet. 1 Punkt ist dabei der theoretisch schlechteste Wert, 10 Punkte der Maximalwert.

Ein-/Ausbinden

1 Punkt: völlig mühsam und friemelig

10 Punkte: super einfach und simpel Bedienkomfort der Karabiner

1 Punkt: unergonomisch und mühsam

10 Punkte: ergonomisch und sehr einfach Verdrehung der Arme

1 Punkt: neigt massiv zum Verdrehen

10 Punkte: die Arme sind immer perfekt »sortiert« Hängelänge

1 Punkt: sehr langer Arm, nicht in Griffweite

10 Punkte: ultrakurz und immer gut ...

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... erreichbar Sicherheitsdetails

1 Punkt: keine sicherheitsrelevanten Zusatzfunktionen

10 Punkte: zahlreiche sicherheitsrelevante Zusatzfunktionen wie Rastschlaufe, Sicherheitsindikator am Bandfalldämpfer, Blockierfunktion Gewicht

1 Punkt: massiv übergewichtig

10 Punkte: himmlisch leicht

SO HABEN WIR GETESTET

Kletterpartie an Fels und Eisen

Die zwölf Klettersteigsets wurden im Klettersteig Känzele in Bregenz einem realistischen Praxistest unterzogen. Im Rahmen eines Rundkurses wurden die Produkte in allen relevanten Klettersteigsituationen geprüft: Aufstieg in der Vertikalen, Aufstieg in einem Überhang, Abstieg in der Vertikalen, Traversieren in der Horizontalen, Umhängen mit maximaler Spannweite. In einem standardisierten Fragebogen erfassten alle Tester und Testerinnen individuell ihre Testeindrücke. Nach Abschluss der Tests wurde in der Gruppe eine Abschlussdiskussion geführt im Rahmen derer die verschiedenen Klettersteigsets beurteilt und benotet wurden. Jedes Produkt wurde auf einer Präzisionswaage gewogen.

Mehrfaches Materialversagen, eine beachtliche Rückruf-Historie und eine – nicht mehr ganz so – neue Norm: In den letzten zehn Jahren haben Klettersteigsets bei Herstellern, Normprüfern und den Bergsportlern selbst immer wieder für Unruhe gesorgt. Um die aktuellen Standards und Anforderungen an ein Klettersteigset zu verstehen, lohnt sich daher ein Rückblick: Bis vor einigen Jahren gab es auf dem Markt zwei Systeme: Modelle mit einer Reibungsplatte und solche mit Bandfalldämpfer. Erstere werden inzwischen nicht mehr hergestellt. »Das Zusammenspiel aus Verschleiß und Versteifung des Bremsseils und damit höherer Reibung und höheren Fangstoßwerten, bei gleichzeitigem Festigkeitsverlust des Bremsseils durch Gebrauch und Komplettversagen des ganzen Systems führen«, erklärt Julia Janotte von der DAV-Sicherheitsforschung.

Norm- und Grenzwerte

Die aktuell geltende Norm (EN 958:2017) erlaubt nur noch Klettersteigsets mit Bandfalldämpfer. Sie verlängern und dämpfen den Bremsweg durch das Aufreißen eines vernähten oder verwobenen Bandmaterials. Mit der neuen Norm hat sich aber auch bei diesen Modellen einiges verändert. Früher wurde der dynamische Falltest einzig mit einer 80 Kilogramm schweren Stahlmasse durchgeführt. So brauchte es in der Praxis eine gewisse Kraft, bis die Nähte des Bandfalldämpfers aufrissen, um den Bremsweg von 1,2 Metern auszunutzen. Eine Person mit nur 40 Kilogramm Körpergewicht konnte im schlimmsten Fall den Bandfalldämpfer gar nicht auslösen, was durch die abrupte Abbremsung und den enormen Fangstoß auf den Körper lebensgefährlich sein konnte. Seit 2017 wird der Normsturz daher mit 40-und 120-Kilogramm-Gewichten durchgeführt, wobei der Fangstoß maximal 3,5 kN (bei 40 kg) bzw. 6 kN (bei 120 kg) betragen darf. Ein Kilonewton (kN) entspricht der Belastung von 100 Kilogramm. Zusätzlich wurde die Bremslänge des Bandfalldämpfers auf 2,2 Meter verlängert. »Damit deckt die Norm einen größeren Gewichtsunterschied ab – nur bei Personen unter 40 oder über 120 Kilogramm bleibt es kritisch«, sagt Julia Janotte.

Das heutige Normverfahren streckt und entlastet die Arme 50 000 mal.

Mit der neuen Norm ist außerdem ein Zyklustest zum Standard geworden. Nach einem tödlichen Absturz vor zehn Jahren, bei dem beide elastischen Arme gerissen waren, wurden knapp 30 verschiedene Klettersteigsets zurückgerufen – der bisher größte Rückruf der Bergsportgeschichte. »Die Problematik hing mit der Webkonstruktion zusammen: Die elastischen und tragenden Fasern waren direkt miteinander verwoben. Durch die ständige Dehnung und Belastung wurden die tragenden Fasern auf Dauer geschwächt«, sagt Julia Janotte. Das heutige Testverfahren streckt und entlastet die Arme 50 000 mal, was in etwa dem Lebenszyklus eines Klettersteigsets entspricht. Anschließend müssen die Arme noch eine Mindestfestigkeit von 12 kN aufweisen. Darüber hinaus wird der Bandfalldämpfer auch im nassen Zustand geprüft: »Ein weiterer Unfall zeigte nämlich, dass Nässe die Festigkeit des Bandfalldämpfers beeinträchtigt«, erklärt die Sicherheitsexpertin. »Die meisten Hersteller verarbeiten deswegen Polyester oder Dyneema-Polyester-Gemische, bei denen die Wasseraufnahme der Fasern geringer ist.« Und generell gilt natürlich: Sobald ein Bandfalldämpfer aufgerissen ist, ist er unwiederbringlich zerstört – das Klettersteigset muss dann ersetzt werden.

BLOCKIERUNGEN UND STÜRZE

Unfallursachen im Klettersteig und deren Folgen

»Aufgrund des oft stufigen Geländes sind Stürze im Klettersteig fast immer mit sehr hoher Verletzungsgefahr verbunden. Häufig sind Rumpfverletzungen, Rippenbrüche oder andere Luxationen von Extremitäten«, sagt Julia Janotte von der DAV-Sicherheitsforschung. Laut der aktuellen Unfallstatistik des DAV (2019) passieren die meisten Unfälle in Klettersteigen der Schwierigkeit C/D. Ein Drittel der Unfälle sind Stürze, über die Hälfte Blockierungen, in denen Klettersteiggeher beispielsweise durch Wetterumschwung oder falsche Selbsteinschätzung nicht mehr weiterkönnen. Derselbe Trend zeigt sich in Österreich: »Betrachtet man die Unfallursachen am Klettersteig unter allen Verunfallten – also Verletzte, Unverletzte und Tote im Zehnjahresmittel – sind etwa 40

Prozent der Notfälle auf Erschöpfung zurückzuführen. Bei etwa 15 Prozent war die Unfallursache Sturz, Stolpern und Ausgleiten. Mehr als die Hälfte der Verunfallten wird unverletzt geborgen«, so Judith Zauner vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit.

Zusammengefasst reduzieren Klettersteigsets der aktuellen Norm die Sturzbelastung, insbesondere bei leichten Personen. Was aber keineswegs heißt, dass ein Sturz im Klettersteig leichtfertig riskiert werden sollte. Ein Klettersteigset ist eine Notfallausrüstung. Es soll – wie ein Airbag im Auto – im Notfall Leben retten.

Ausstattung und Überprüfung

Der Auf bau eines Klettersteigsets ist abgenähten Bandschlinge wird das Set per Ankerstich im Anseilring des Klettergurts befestigt. Es folgt das Herz des Sets, der Bandfalldämpfer, ehe sich das Set Y-förmig in die beiden Lastenarme verzweigt. Dabei sind elastische Arme mittlerweile zum Standard geworden: »Sie sind kürzer und so vom Handling leichter«, fügt Julia Janotte hinzu. Unser Test zeigte: Je kürzer die so genannte Hängelänge ist, desto besser und sicherer ist das Handling, insbesondere in vertikal verlaufenden Steigen. Bei den Klettersteigkarabinern gibt die Norm Modelle mit automatischer Verschlusssicherung vor. »Zudem müssen sie fest am Klettersteigset verbunden sein, sodass ein Austausch durch den Anwender nicht möglich ist.« Spielraum gibt es hingegen bei Form, Öffnung und Größe. Und gerade hier zeigten sich im Praxistest große Unterschiede in der Handhabung. Ist die Öffnungsweite des Karabiners groß und die Griffposition ergonomisch so geformt, dass die Finger beim Einhängen nicht im Weg sind, erleichtert dies das Umhängen enorm und erhöht damit die Sicherheit. Gerade für Kinder oder Personen mit kleinen Händen sind Karabiner mit Ballen-Daumen-Öffnung zu empfehlen. Ein feines Feature, das ein Klettersteigset bedienfreundlicher macht, ist ein Drehgelenk zwischen Einbindeschlaufe und Lastarmen. Es verhindert ein Verdrehen der Arme beim Umhängen sehr effektiv.

Sicherheit zuerst

Wann ein Klettersteigset ausgedient hat, ist in der Gebrauchsanweisung des Herstellers nachzulesen. Wichtig ist, auf Verschleißpuren zu achten, etwa aufgepelztes Material oder funktionsbeeinträchtigte Karabiner. Außerdem sollte ein Klettersteigset stets im Fachhandel gekauft werden: »Auf keinen Fall Gebrauchtware und Achtung vor Internet«, warnt die Expertin. Deswegen ist es wichtig auf die CE-Kennzeichnung zu achten. Auch im Fachhandel lohnt sich ein genaues Hinschauen: Das Herstellungsdatum sollte möglichst aktuell sein, damit das Set lange im eigenen Gebrauch sein kann.

Innovationen und Zubehör

Mit dem Boom des Klettersteiggehens hat sich das Material im letzten Jahrzehnt immens weiterentwickelt. Gleichzeitig bieten Hersteller immer mehr Zusatzausrüstung oder spezielle Produkte für mehr Sicherheit an: Skylotec hat beispielsweise mit dem von uns getesteten Rider 3.0 ein Set mit einer Stahlseilklemme im Angebot, die wie eine automatische Rücklaufsperre funktioniert: »Die mitlaufende Klemme wird ins Drahtseil eingehängt und läuft nach vorne mit. Bei einem Sturz blockiert die Rücklaufsperre und verhindert so, dass der Kletterer bis zur letzten Zwischensicherung zurückfällt«, erklärt Anne Leidenfrost von Skylotec: »Dadurch verkürzt sich die Sturzstrecke deutlich und der Fangstoß wird geringer.« ◀

Alle getesteten Gurte bitte umblättern

AUSTRIALPIN

Hydra

• Dämpfergröße: groß

• Hängelänge: 70 cm

• Reichweite: 106 cm

• Spannweite: 150 cm

• Karabineröffnung: 31 mm

• Gewicht: 762 g

• Made in: Österreich

• Preis: 154,90 €

• Info: www.austrialpin.at

Fazit Der Ferrata.Bloc, ein dritter Arm, der wie eine Steigklemme funktioniert, kann einen Sturz verhindern, wenn einem die Kraft ausgeht – vorausgesetzt, man reagiert früh genug und kann ihn rechtzeitig platzieren. Beim Bedienkomfort bilden die Karabiner ihrer Ergonomie wegen aber das Ende des Testfelds. Gut gefallen haben hingegen die Plastikabdeckungen, dank derer die Karabiner fast lautlos über die Stahlseile gleiten.

BLACK DIAMOND

Easy Rider

• Dämpfergröße: mittel

• Hängelänge: 67 cm

• Reichweite: 98 cm

• Spannweite: 143 cm

• Karabineröffnung: 28 mm

• Gewicht: 564 g

• Made in: USA

• Preis: 139,95 €

• Info: www.blackdiamondequipment.com

Fazit Weder eklatante Schwächen noch ausgeprägte Stärken. »Sehr solides Mittelmaß« bezeichnet dieses Set am besten. Vom Einbinden bis zum Handling, von der Hängelänge bis zu Reich- und Spannweite, und von den Sicherheitsdetails (z.B. Sicherheitsindikator und Hängeschleife) bis zum Gewicht erfüllt es alle Anforderungen, ohne dabei in einer Disziplin zu brillieren. Black Diamond hat seine Hausaufgaben gemacht – nicht mehr und nicht weniger.

CAMP

Kinetic Gyro Rewind Pro

• Dämpfergröße: mittel

• Hängelänge: 73 cm

• Reichweite: 113 cm

• Spannweite: 153 cm

• Karabineröffnung: 29 mm

• Gewicht: 662 g

• Made in: Italien

• Preis: 139,95 €

• Info: www.camp.it

Fazit

Drehgelenk, Karabiner-Handling Hängelänge, Gewicht Dank großzügiger Einbindeschlaufe und mittelgroßem Bandfalldämpfer erfolgt das Ein- und Ausbinden einfach und schnell. Der Nachteil:

Der Dämpfer hängt sehr tief. Auch die Hängelänge ist ungünstig. Der Bedienkomfort der Karabiner lässt hingegen wenig zu wünschen übrig. Das Herzstück des Sets ist allerdings das Drehgelenk, das hervorragend funktioniert, sodass die Arme immer perfekt ausgerichtet sind.

TESTSIEGER

ALLROUND

EDELRID

Cable Comfort

• Dämpfergröße: klein

• Hängelänge: 70 cm

• Reichweite: 109 cm

• Spannweite: 152 cm

• Karabineröffnung: 35 mm

• Gewicht: 572 g

• Made in: Deutschland

• Preis: 109 €

• Info: www.edelrid.de

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

Karabiner-Handling, Drehgelenk, körpernaher & kompakter Dämpfer

Fazit

Hängelänge Der Bandfalldämpfer ist extrem kompakt und leicht gebaut – entsprechend einfach ist das Ein- und Ausbinden. Die Bauweise erlaubt es, die Einbindeschleife kurz zu halten, sodass der Dämpfer beim Steigen kaum stört. Die Karabiner liegen sehr gut in der Hand. Mit der größten Karabineröffnung im Feld war das Einklinken in jeder Lage ein Kinderspiel. Auch das Drehgelenk funktioniert sehr gut.

EDELRID

J-Star Comfort

• Dämpfergröße:

• Hängelänge: 48 cm

• Reichweite: 84 cm

• Spannweite: 150 cm

• Karabineröffnung: 35 mm

• Gewicht: 1162 g

• Made in: Deutschland

• Preis: 169,95 €

• Info: www.edelrid.de

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

Hängelänge, Karabiner-Handling, Drehgelenk, kein Einbinden

Fazit

Klettergurt und Klettersteigset in einem. Das hat den Vorteil, dass das Ein-/Ausbinden entfällt und auch die Hängelänge hervorragend ist. Ist allerdings nach einem Sturz der in die Beinschlaufen integrierte Bandfalldämpfer aktiviert, landet beim Kombiset alles im Mülleimer. Die Beinschlaufen sind im Vergleich zu einem klassischen Klettergurt relativ starr, was den Tragekomfort etwas einschränkt.

PETZL

Scorpio Eashook

• Dämpfergröße: klein

• Hängelänge: 61 cm

• Reichweite: 96 cm

• Spannweite: 151 cm

• Karabineröffnung: 32 mm

• Gewicht: 508 g

• Made in: Frankreich

• Preis: 129,95 €

• Info: www.petzl.com

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

Fazit

Der Bandfalldämpfer ist extrem kompakt und leicht. Dank der sehr kurzen Einbindeschleife stört er beim Steigen kaum. Für die Ergonomie und den Sicherungsmechanismus gibt es beim Bedienkomfort Abzüge. Das Drehgelenk verhindert das Verdrehen der Arme, läuft unter Zug allerdings etwas weniger leicht. Punkten kann das Set mit niedrigem Gewicht und geringer Hängelänge, dank der die Karabiner auchin der Vertikalen gut erreichbar sind.

SALEWA

Ergo Tex

• Dämpfergröße: groß

• Hängelänge: 69 cm

• Reichweite: 117 cm

• Spannweite: 160 cm

• Karabineröffnung: 28 mm

• Gewicht: 596 g

• Made in: EU

• Preis: 130 €

• Info: www.salewa.com

Fazit Dank elastischer Einbindeschlaufe und mittelgroßem Bandfalldämpfer erfolgt das Ein- und Ausbinden einfach und schnell. Der Bedienkomfort der Karabiner ist dank der großen Öffnung und guter Ergonomie sehr gut. Laut Hersteller können sich die Karabiner bei Biegebelastung verformen, wodurch das Bruchrisiko reduziert wird. Das Drehgelenk funktioniert sehr gut, weshalb das Set kaum zum Verdrehen neigt.

SALEWA

Ergo Zip

• Dämpfergröße: mittel

• Hängelänge: 44 cm

• Reichweite: 120 cm

• Spannweite: 165 cm

• Karabineröffnung: 28 mm

• Gewicht: 680 g

• Made in: EU

• Preis: 160 €

• Info: www.salewa.com

Fazit Dank elastischer Einbindeschlaufe und mittelgroßem Bandfalldämpfer erfolgt das Ein- und Ausbinden einfach und schnell. Der Bedienkomfort der Karabiner ist dank der großen Öffnung und guter Ergonomie sehr gut. Der einzigartige Aufrollmechanismus für die Arme funktioniert tadellos. Mit der kürzesten Hängelänge aller getesteten Sets kann es vor allem in vertikalen Passagen punkten.

SINGING ROCK

PHARIO 360

• Dämpfergröße: mittel

• Hängelänge: 69 cm

• Reichweite: 105 cm

• Spannweite: 150 cm

• Karabineröffnung: 32 mm

• Gewicht: 588 g

• Made in: Tschechien

• Preis: 119 €

• Info: www.singingrock.com

Fazit Dank der großzügigen Einbindeschlaufe und dem mittelgroßen Bandfalldämpfer erfolgt das Einund Ausbinden einfach und schnell. Nachteil: Der Dämpfer hängt sehr tief und wurde beim Steigen als störend empfunden. Praktisch ist das kleine Sichtfenster für den Sicherheitsindikator. Der Bedienkomfort der Karabiner ist dank der großen Öffnung sehr gut.

TESTSIEGER

SICHERHEIT

SKYLOTEC

Rider 3.0

• Dämpfergröße: mittel

• Hängelänge: 68 cm

• Reichweite: 102 cm

• Spannweite: 162 cm

• Karabineröffnung: 31 mm

• Gewicht: 848 g

• Made in: Deutschland

• Preis: 273,75 €

• Info: www.skylotec.com

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

hohe Sicherheit, einfache Bedienung

Fazit

Die mitlaufende Stahlseilklemme kann die potentielle Sturzstrecke stark verkürzen oder gar auf ein Minimum reduzieren. Das Sicherheitsplus zahlt sich insbesondere in vertikalen Passagen aus, in denen man sich zum Ausruhen jederzeit in das Klettersteigset hängen kann.

Weil der Arm mit der Klemme immer fixiert ist, ist das Set auch immer »sortiert«. Der Bedienkomfort von Karabiner und Klemme ist gut.

STUBAI

Basic 3.0

• Dämpfergröße: groß

• Hängelänge: 72 cm

• Reichweite: 114 cm

• Spannweite: 165 cm

• Karabineröffnung: 24 mm

• Gewicht: 534 g

• Made in: Österreich

• Preis: 79,95 €

• Info: www.stubai-sports.com

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

Preis, Gewicht, Arme in zwei Farben

Hängelänge, Bedienkomfort Karabiner

Fazit

Das Set kommt zum sehr attraktiven Preis. Dank der großzügigen Einbindeschlaufe erfolgt das Einund Ausbinden trotz des großen Bandfalldämpers einfach und schnell. Der Dämpfer hängt tief, weshalb das Set hinsichtlich Hängelänge am Ende des Testfelds steht – ein Nachteil, den man insbesondere in vertikalen Passagen zu spüren bekommt.

STUBAI

Summit Light Xi1

• Dämpfergröße: groß

• Hängelänge: 72 cm

• Reichweite: 114 cm

• Spannweite: 165 cm

• Karabineröffnung: 29 mm

• Gewicht: 534 g

• Made in: Österreich

• Preis: 119,95 €

• Info: www.stubai-sports.com

Bewertung

Ein-/Ausbinden Karabiner Verdrehung Arme Hängelänge Sicherheitsdetails Gewicht

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Vor- und Nachteile

Karabiner-Handling, Gewicht, Arme in zwei Farbene

Fazit

Hängelänge

Dank der großzügigen Einbindeschlaufe erfolgt das Ein- und Ausbinden trotz des großen Bandfalldämpers einfach und schnell. Der Dämpfer hängt tief, weshalb das Set hinsichtlich Hängelänge am Ende des Testfelds steht – ein Nachteil, den man insbesondere in vertikalen Passagen zu spüren bekommt.

Bestnoten holt sich das Set für den Bedienkomfort der Karabiner.