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Sicher, sauber und sogar gesund: Das Potenzial von Browns Gas


raum&zeit thema - epaper ⋅ Ausgabe 39/2019 vom 26.06.2019

Das nach seinem Erfinder Yul Brown genannte Browns Gas ist eine besondere Form von gasförmigem Wasser, bei der Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) getrennt auftreten, was seine Formel HHO zum Ausdruck bringt. Es besitzt eine Reihe merkwürdiger Eigenschaften und kann unter anderem zur Abgasreinigung bei Motoren und sogar für gesundheitliche Zwecke eingesetzt werden.


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Bildquelle: raum&zeit thema, Ausgabe 39/2019

© Andrew Derr/Adobe Stock

Browns Gas (kurz: HHO) ist eine der wenigen Energietechniken, die vollkommen abgasfrei ist. Das erklärt sich einfach durch das Nichtvorhandensein von Kohlenstoff. Schadstoffe entstehen erst gar nicht. Kohlenmonoxid, ...

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Browns Gas (kurz: HHO) ist eine der wenigen Energietechniken, die vollkommen abgasfrei ist. Das erklärt sich einfach durch das Nichtvorhandensein von Kohlenstoff. Schadstoffe entstehen erst gar nicht. Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Kohlenwasserstoffe und ähnliche Reaktionsprodukte aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Erdöl, Kohle, Benzin, Diesel, Erdgas, Holz usw.) sind untrennbar mit Kohlenstoff verbunden, denn fossil heißt immer und ausnahmslos: Kohlenstoff!
Ein weiterer großer Unterschied zu fossilen Energieträgern: HHO verbraucht keinen Luftsauerstoff. Dieser muss ausnahmslos allen fossilen Brennstoffen zugeführt werden. HHO bringt dagegen seinen eigenen Sauerstoff mit und lässt die Atemluft in Ruhe. Kein anderes Gas ist dazu in der Lage. Man kann eine HHO-Flamme zum Beispiel nicht „ersticken“ durch einen Deckel. Sie brennt in einem hermetisch abgeschlossenen Raum und sogar unter Wasser. Eine Technik, die unsere Atemluft schont, sollte Zukunftspotenzial haben.
Dritter großer Unterschied zur bisherigen Technik ist die Eigenschaft, dass HHO eine Gasanwendung ohne Druckbehälter ist. Damit fällt ein wesentlicher Gefahrenpunkt üblicher Gasanwendungen weg. Das Gas wird erzeugt, wenn man es braucht und nie zwischengespeichert. Man könnte es als Gas-On-Demand bezeichnen, Gas-Nach-Bedarf. Keine andere technische Gasanwendung funktioniert auf diese Art und Weise.
Dabei ist HHO ungiftig. Ein Desaster mit Todesfolge wie bei Kohlenmonoxid gibt es bei HHO nicht. Nicht nur kann man es einatmen, die HHO-Flamme kann in geschlossenen Räumen tagelang brennen, ohne die Luft zu vergiften beziehungsweise unbrauchbar zu machen. Butangas-Flammen können das nicht.

Fehlende Initialzündung

Obgleich HHO in diversen Publikationen (s. z. B. raum&zeit Nr. 64 „Technische Revolte mit Implosionsgas?“ von Yul Brown) der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, kam es nicht zur Initialzündung. Nicht einmal der jüngste Diesel-Abgasskandal hat HHO vorangetrieben, obwohl die HHO-Technik den Abgasskandal beenden könnte. Sie ist die einzige Hardware-Aufrüstung, die ein Autofahrer selbst einbauen kann. Außerdem verwendet sie keinen teuren Zusatzstoff, sondern wird mit destilliertem Wasser betrieben. Das gilt für Autos, LKW, BHKW, Schiffe und allem, was sonst noch Feinstaub in die Luft bläst. Es gibt Versuchsergebnisse 1 von professionellen Motorprüfständen, die eine drastische Reduktion gerade der Rußpartikel und der durch den Abgasskandal berühmt gewordenen Stickoxide (NOx) nachweisen. Dennoch kein Boom für die HHO-Technik.
Es könnte daran liegen, dass niemand eine Lösung aus dieser Technik-Nische erwartet. Müssen Innovationen nicht immer von großen Konzernen kommen? Gerade und vornehmlich im Energiesektor? Energielösungen von Mini-Firmen und Garagenbastlern können nicht funktionieren! Denken wir so? Oder so: Wenn durch HHO-Technik der Abgasskandal beendet werden könnte, warum bieten VW, Mercedes, Opel und so weiter dieses nicht an? Das kann nur bedeuten, dass es nicht funktioniert, sonst hätten „die“ doch schon längst was gemacht. So den-ken viele Verbraucher und blockieren sich damit selber. Dabei wäre es möglich, die Energiewende als Massenbewegung anzugehen und nicht auf Lösungen der Konzerne zu warten. HHO hat das Zeug dazu!
Die HHO-Technik ist einfach. Es bedarf keiner Spezialmaterialien wie etwa der hochfeinen Membran für eine Brennstoffzelle. Diese Membran kann niemals in einem Hobby-Keller hergestellt werden. Es wird immer eine darauf spezialisierte Großindustrie als Hersteller nötig sein. Für HHO sind Edelstahlplatten nötig, die zwar auch von der Industrie kommen müssen, aber für die es bei weitem mehr Anbieter gibt als der exklusive Club der Membranhersteller.

Knappe Ressourcen

Bei jeder Technik muss man sich die Frage stellen, ob eine massenweise Verbreitung überhaupt möglich ist aufgrund knapper Ressourcen. Der Verbrauch von Batterien beziehungsweise Akkus ist in den letzten 20 Jahren explodiert, dank Smartphone und vieler batteriebetriebener Geräte, die früher am Stromnetz hingen. Ein weiteres Massenprodukt auf Batteriebasis könnte die Kapazitäten endgültig überfordern. Und was ist mit Magnetmotoren oder sonstigen elektrischen Energieerzeugern? Kupfer ist sowieso schon knapp und verträgt keine millionenfache Verwendung in Freie-Energie-Maschinen. Mit Magneten sieht es sogar noch schlechter aus als mit Kupfer. Alle Stoffe rund um Batterie, Spulen und Magneten werden mit einem maßlosen Aufwand an umweltschädlichen Chemikalien aus der Erde getrieben. Das würde zigfach verstärkt werden, wenn eine Technik auf die-ser Basis die neue Massentechnik zur Energieversorgung wäre.


„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“
Josef Beuys


© Wochian

Die Abgas-Engel AE160P für den Einsatz im Hobby-Bereich, die der Autor (rechts im Bild) selber entwickelt und gebaut hat.


© Wochian

© Wochian

HHO basiert nur auf Wasser, Edelstahl, Plastik und Strom. Es ist daher massentauglich, da keine knappen Ressourcen zum Einsatz kommen. Die Materialien sind auch leicht wieder voneinander zu trennen und könnten ohne großen Aufwand wieder in den Kreislauf gebracht werden (Cradle-to-Cradle Prinzip).
Wer also nicht auf den großen Schritt zur Energiewende durch die Konzerne warten möchte, kann sich ab heute mit HHO beschäftigen. Genau das haben auch schon viele Hobby-Forscher getan. Sie bauen ihre eigenen HHO-Zellen. Dabei werden Edelstahlplatten in geringem Abstand (1–2 Millimeter) zueinander gebracht und mit Strom versorgt. Aus dem zwischen den Platten vorhandenen Wasser entsteht unter Anlegen einer Gleichspannung das Browns Gas, das nachweislich kein Knallgas (Gemisch aus H2 und O2 im Verhältnis 2:1) ist. Vermutlich durch die besondere Anordnung der Edelstahl-Elektroden entsteht ein Gasanteil, der völlig andere physikalische Eigenschaften aufweist als das Knallgasgemisch. HHO ist schwerer und dichter als Knallgas, was mittels Massenspektroskopie nachgewiesen wurde. 2

Die „Killerapplikation“

Mit dem Bau einer Zelle ist aber leider noch nicht viel erreicht. Man produziert Gas. Das reicht aber noch lange nicht. Jetzt müsste das HHO-Gas in einer Anwendung zeigen, was es kann. Genau das fehlt! Ein wenig erinnert das an die Anfangszeit der PCs, die mit dem Betriebssystem DOS daherkamen. Erst Office-Anwendungen wie Word und Excel haben den steilen Aufstieg des PCs bewirkt, nicht DOS. In der Softwareindustrie nennt man das eine „Killerapplikation“. Genau das braucht man für HHO: eine HHO-Killerapplikation.
Auf dieser Annahme basiert das Geschäft der Abgas-Engel, eine der wenigen HHO-Firmen auf dem deutschen Markt. Dort kann man eine HHO-Zelle erwerben, die HHO in vernünftiger Menge erzeugt, damit Versuche und Anwendungen gelingen können. Die Zelle läuft viele Stunden ohne Wärmeprobleme oder Wasserverschmutzung. Dazu waren einige Jahre Entwicklung nötig. Mit der Abgas-Engel-Zelle steht also ein System zur Verfügung, mit dem man sofort an die Verwendung des HHO heran gehen kann.
Man kann das System (im Foto ein Komplettsystem AE160P) fertig montiert kaufen oder Einzelteile bestellen, die man durch günstige Baumarkt-Teile ergänzen muss. Für industrielle Anwendungen steht eine Abgas-Engel-Anlage aus robusterem Material zur Verfügung, die über eine Steuerung verfügt. Damit kann die Industrie-Lösung ohne Aufsicht betrieben werden. So entstehen auch neue Chancen für eine Außendarstellung als umweltbewusstes Unternehmen. Die häufigste HHO-Anwendung ist derzeit die Beimischung zu einem fossilen Verbrennungsprozess mit dem Effekt, dass umweltschädliche Abgase reduziert werden. Dies gelingt mit allen benzin-, diesel- oder gasgetriebenen Motoren. Fast alle mechanischen Motoren sind Ottomotoren, ergo Gasmotoren. Daher ist auch der „Vergaser“ nötig, damit ein Ottomotor die flüssigen Kraftstoffe überhaupt erst verarbeiten kann. Auch wenn der Vergaser heute sehr oft durch Düsen und Einspritzpumpen abgelöst ist, bleibt der Ottomotor dennoch ein Gasmotor und kann daher das HHO-Gas problemlos verarbeiten.

Auch CO2 wird vermindert

Eine eigene Zuführungsleitung für das HHO ist nicht nötig, denn der Motor zieht es einfach mit der Luft ein. Die Energie, die das HHO mit einbringt, ist dabei nicht ausschlaggebend, sondern die Reaktion zwischen HHO und dem fossilen Brennstoff kurz vor der Verbrennung. Fossile Brennstoffe bestehen immer aus langen Molekülketten, die durch das HHO zerkleinert werden. Der so veredelte fossile Brennstoff verbrennt vollständiger, was die Abgase reduziert. Die CO2 -Werte unter HHO-Nutzung sollten eigentlich unverändert bleiben, da ja der Kohlenstoff-Anteil des Sprits durch HHO nicht verringert wird. Dem ist aber merkwürdi-Umgebungsgerweise nicht so. Auch die CO2 -Werte sinken. Dafür fehlt derzeit ein Erklärungsmodell.

Seine wirklichen Stärken kann das HHO erst ausspielen, wenn Reinanwendungen gefunden werden. Hier gibt es auf professionellem Level bislang nur die HHO-Geräte zur Schmuckherstellung und seit jüngerem auch große HHO-Geräte, mit denen Motoren gereinigt werden können (sogenanntesCarbon Cleaning ). Dabei führt man das Gas circa eine Stunde lang einem Motor zu, der im Standgas betrieben wird. Die hartnäckigen Rußablagerungen verschwinden vollständig und der Motor qualmt schon nach dieser kurzen Zeit nicht mehr schwarz aus dem Auspuff. Das spart Kraftstoff, stellt die ursprüngliche Motorleistung wieder her, verlängert die Lebensdauer des Motors erheblich.Carbon Cleaning reinigt ebenso Rußpartikelfilter von viel im Stadtverkehr eingesetzten Fahrzeugen mit sehr geringem Aufwand. Die HHO-Geräte für diesen Zweck können jedoch nicht im Fahrzeug selbst verbaut werden. Dazu gibt es eine kleinere Geräte-Klasse, die zum Beispiel die österreichische Firma HHO Gas Austria 3 seit Jahren anbietet.
Ganz neu im Markt ist der Anbieter Hydrogenproject 4 der sich den gesundheitlichen und leistungssteigernden Aspekten von HHO widmet. Er bietet Behandlungen von Hautkrankheiten, Erschöpfungszuständen, Hörstörungen und Atemwegsinfekten an. Überdies wurde eine ganze Reihe von Sportlern behandelt, denen HHO zu nachweislichen Erfolgen verholfen hat.
Im Folgenden vier lohnenswerte Forschungsgebiete, basierend auf den grundlegenden physikalischen Eigenschaften von HHO.

HHO → Wärme

Die HHO-Flamme ist als Wärmespender nicht geeignet. Sie wird nur circa 160 Grad heiß. Sobald sie auf Me tall trifft, schmilzt sie dennoch alles weg. Man kann sie also nicht auf eine wie auch immer geartete Metall-Konstruktion richten. Es gibt aber einen Effekt, der durch Katalysatoren wie Palladium oder Rhodium hervorgerufen wird. Streicht das HHO-Gas über diese Materialien, fangen sie an zu glühen, ohne dabei zerstört zu werden. Das HHO entzündet sich dabei nicht, bildet also keine Flamme. Die Versuche dazu sind allerdings seit einigen Jahren ins Stocken geraten, als man merkte, dass Palladium und Rhodium bei dem Vorgang in die Luft gelangen. Schwermetalle in der Luft sind mehr als unerwünscht. Die Abgas-Engel haben dieses Manko jetzt durch einen geschlossenen Kreislauf rund um den Katalysator in Angriff genommen. (s. hierzu auch den Artikel „Sind die KAT-Autos Nervengas-Fabriken?“ von Dr. Hans A. Nieper in raum&zeit Nr. 71) Hier gäbe es reichlich Forschungsmöglichkeiten.

HHO → Kraftmaschinen

Der Ottomotor und fossile Brennstoffe sind wie füreinander gemacht. Nicht nur dient der Sprit als Brennstoff, er kühlt den Motor auch und schmiert ihn dabei sogar noch. Beide Funktionen kann das HHO nicht leisten. Tendenziell ist eine Kolbenmaschine, bei der Metall auf Metall schleift, für HHO eher ungeeignet. Vor allem wenn man die Implosion einsetzen möchte, zu der das HHO in der Lage ist. Die Implosion verläuft ganz anders als die Explosion. Sie zeigt keine Flammenfront. Es entsteht also keine Verbrennung mit Aussendung von Licht. Außerdem ist das Geräusch der Implosion wesentlich leiser und unspektakulärer als das der Explosion. Der Reaktionsraum, in dem die Implosion ausgeführt wurde, enthält danach ein fast perfektes Vakuum, auf das die Kräfte der Umgebungs Meluft wirken. Diesen großen Druckunterschied könnte man für eine Arbeitsmaschine nutzen, die nach einem anderen Prinzip arbeitet als die Kolbenmaschinen. Ein weiterer Ansatz ist das Wirkungsprinzip einer Turbine. Die vordere Hälfte der Turbine dient nur dazu, die Luft für die Verbrennung anzusaugen und zu verdichten. Diesen Teil könnte man sich mit einer HHO-Turbine sparen, denn das HHO bringt seinen eigenen Sauerstoff mit und kann auf die aufwändige Luftzufuhr verzichten. Der Aufbau einer derartigen Turbine sollte also wesentlich einfacher sein.

HHO → Strom

Eine bereits genutzte Technik ist „Power-to-Gas“. Versuche einer HHO-Hobbyforschergruppe rund um Arnd Koslowski 5 hat gezeigt, dass HHO auch bei 100 bar stabil bleibt und sich nicht selbst entzündet. 6 Es ist also komprimierbar und benötigt für diese Kompression noch nicht einmal eine Pumpe. Wenn die HHO-Zelle entsprechend ausgelegt ist, kann sie enormen Druck erzeugen ohne bewegliche Teile. Überall wo der Strom nur unregelmäßig (wie bei Wind und Sonne) entsteht, könnte man ihn in HHO wandeln, zwischenspeichern und bei Bedarf mit viel höherer Effizienz wieder in Strom wandeln.

HHO → Gesundheit

Diese Anwendungsseite von HHO ist in Deutschland sehr wenig zu finden. Es gäbe hier reichlich Forschungsmöglichkeiten. Menschen mit Hautkrankheiten oder Atemwegsproblemen, denen durch die gängigen medizinischen Maßnahmen nicht geholfen werden kann, wären ideale Hobbyforscher in eigener Sache. Das HHO ist ungiftig und kann nichts verätzen. Eine Anwendung, wie auch immer die aussehen soll, kann jeder selbst in Gang bringen und anderen mitteilen, ob und wie es gewirkt hat. Das wäre der Prototyp der Massenbewegung durch HHO. Das muss kein Traum bleiben, wenn jeder selbst etwas tut.

Fußnoten

1 www.scienceDirect.com
2 https://coldreaction.net /hydrinossind-real.html undwww.naturalphilosophy.org /pdf/abstracts/ abstracts_5440.pdf
3 www.hhogas.at
4 www.hydrogenproject.in
5 www.minotech.de
6 www.youtube.com / watch?v=4xBdlyU5Xek

Der Autor

Hans-Jürgen Wochian, Jahrgang 1962, Studium Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum mit Abschluss Dipl.-Ing., beschäftigt sich seit 2011 hauptberuflich mit der Erforschung von Browns Gas HHO im Rahmen seiner Firma Abgas-Engel (www.abgas-engel.de). Seit der Gründung des Vereins zur Förderung der Informations-Energetik 2015 ist er in dessen Vorstand. Aus den komplexen Zusammenhängen der Neuen Physik und der zu Grunde liegenden Informations-Energetik einfache Darstellungen herauszulösen, ist seine Hauptaufgabe, die er dank langer Erfahrung im Industriegütermarketing erfüllt. Kontakt: kontakt2019@abgas-engel.de