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Sicherer wohnen: DIE TECHNIK wacht


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 29.01.2020

Opfer eines Einbruchs zu werden, ist kein unabwendbares Schicksal. Wenn mechanische Fensterund Türsicherungen mit cleverer Haustechnik „gemeinsame Sache machen“, können Hausbewohner beruhigter leben.


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Die kompakte Gegensprechanlage mit Videoüberwachung lässt sich über ein Gateway auch in ein Smart-Home- System einbinden. So kommt der Türruf per App auch aufs Smartphone. Siedle


Foto: Hager

Während die Einbruchzahlen laut Polizeilicher Kriminalstatistik bis 2015 kontinuierlich stiegen, sind sie 2018 im dritten Jahr in Folge deutlich gesunken. Diese Entwicklung schreibt die Kripo unter anderem den inzwischen ...

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... verbesserten Sicherungsmaßnahmen rund ums Haus zu. Nach wie vor bilden mechanische Sicherungen wie Fenster und Türen in einbruchhemmender Ausführung sowie Zusatzriegel und -schlösser die unentbehrliche Basis eines guten Einbruchschutzes. Sie setzen Einbrechern einen echten Widerstand entgegen, so dass Einbruchversuche häufiger ergebnislos abgebrochen wurden. Eine Alarmanlage und intelligent vernetzte Gebäudetechnik können diese Grundsicherung jedoch sinnvoll ergänzen.

Das schreckt Langfinger ab

Mit einem stabilen Querriegelschloss lassen sich Wohnungseingangstüren im Nachhinein mechanisch sichern. Abus


Erkennt die Außenkamera dunkle Gestalten, die sich rund ums Haus zu schaffen machen, kann das System sofort einen Alarmruf aufs Smartphone des Besitzers absetzen. Somfy


Intelligente Kameratechnik hat neben dem Einbruchschutz weitere Vorteile. So kann man zum Beispiel über die eingebaute Audioanlage mit dem Paketboten von unterwegs aus einen Ablageort für das lang ersehnte Paket verabreden. Assa Abloy/djd


Hausbesitzer, die eine Alarmanlage nachrüsten, wählen im Allgemeinen ein Funksystem. Magnetkontakte an Fenstern und Außentüren sowie Glasbruch- und Bewegungsmelder in den Räumen melden Störungen per Funk an eine Zentrale, die unauffällig im Haus installiert ist. Scharf geschaltet, setzt diese im Ernstfall ein zuvor festgelegtes Programm in Gang. Sie schaltet die Außensirene ein und/ oder alarmiert über ein Telefonwählgerät den Wohnungsbesitzer, Freunde oder einen Sicherheitsdienst. Häufig ist solch ein System mit Rauchmeldern kombiniert, die im Falle größerer Rauchentwicklung Alarm aus-lösen. Ist die Alarmanlage mit der übrigen Haustechnik vernetzt, sind weitere Szenarien vorstellbar: So etwa könnten zeitgleich die komplette Beleuchtung angehen und/oder offene Rollläden herunterfahren, sobald ein Glasbruchmelder anschlägt. Abläufe wie diese lassen sich auch aktiv durch bloßes Antippen eines Panikschalters gleich neben dem Bett in Gang setzen.

Infos aus erster Hand

Zu allen Maßnahmen rund um den Einbruchschutz informieren die örtlichen Dienststellen der Polizei. Fundierte Empfehlungen und viele Tipps in Sachen Einbruchschutz und Smart Home gibt es auch in der Broschüre „Sicher wohnen“, die kostenlos bei den Polizeidienststellen erhältlich ist oder unter www.k-einbruch.de/medienangebot/detail/1-sicher-wohnen/heruntergeladen werden kann.

Anwesenheit signalisieren

Einbrecher steigen bevorzugt in scheinbar unbewohnte Häuser ein. Durch die Programmierung von Anwesenheitsszenarien kann man in einem Smart Home aus dieser Erkenntnis Nutzen ziehen. Sind die Bewohner außer Haus lässt man die Elektronik die üblichen Tagesabläufe abspielen: Sie fährt morgens die Rollläden hoch und bei Dämmerung herunter. Abends schaltet sie den Fernseher ein und die dabei übliche Beleuchtung. Später geht das Licht in Schlafzimmer und Bad an und nach kurzer Zeit wieder aus – ganz so, als ob Sie zu Hause wären.

Einbrecher steigen bevorzugt in verlassene Häuser ein. Wenn ein Smart-Home-System Beleuchtung und Sonnenschutz zeit- oder sensorgesteuert betätigt, wirkt das Haus auch dann bewohnt, wenn niemand zuhause ist. Theben


Der Funk-Fensterantrieb HomeTec Pro FSA 3550 lässt sich auch von außen per Tastendruck oder Codeeingabe abschließen. Er alarmiert im Falle eines Einbruchversuchs und sichert die Terrassentür auch mechanisch. Abus


Sehen, wer vor der Tür steht

Häufig testen Langfinger durch Klingeln an der Haustür, ob jemand zuhause ist. Ist eine videoüberwachte Türsprechanlage installiert, sehen und hören die Bewohner vor dem Öffnen der Tür, wer Einlass begehrt. Manche Geräte zeichnen das Videosignal auch auf. So kann man im Nachhinein kontrollieren, wer vor der Haustür gestanden hat. Wer die Türstation in seine übers Internet erreichbare Haussteuerung integriert, kann auch von Ferne reagieren: Klingelt es an der Tür, wird der Ton auf das Mobiltelefon übertragen, Sie können mit dem Besucher sprechen und ihm gegebenenfalls sogar aus der Ferne das elektronische Türschloss öffnen. Ein elektronisches Schließsystem macht auch die Haustür vernetzungsfähig. Statt Schlüssel benötigt man nur noch einen Zahlencode, einen Transponder-Chip oder seinen Finger für die biometrische Identifikation. Geht ein Transponder verloren, genügt die Löschung des Codes aus dem Leser. Praktisch: Auch zeitabhängige Zugangsberechtigungen sind leicht zu realisieren, zum Beispiel für Hauspersonal oder Pflegekräfte.

Den Profi machen lassen

Allerdings – die Experten der Polizeilichen Kriminalprävention bewerten die intelligente Haustechnik noch etwas skeptisch. Denn was ist, wenn ein elektronisches Haustürschloss geknackt wird? Auch eine gehackte Webcam ist alles andere als harmlos. Einfallstore schafft man unter Umständen selber, wenn man sein System aus vermeintlich preisgünstigen Komponenten zusammensetzt, warnt der VDE, der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. Planung und Installation sollte man Profis überlassen. Und natürlich die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen beachten – wie in unserem vorherigen Artikel beschrieben.