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SIE HÖREN DAS GRAS WACHSEN


Highway - Das Cannabis Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 20.08.2019

ACHTUNG NACHBARN! DER UNAUFFÄLLIGE GROWRAUM


Artikelbild für den Artikel "SIE HÖREN DAS GRAS WACHSEN" aus der Ausgabe 5/2019 von Highway - Das Cannabis Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Highway - Das Cannabis Magazin, Ausgabe 5/2019

Mr. José Grow-Experte


Lärm und laute Geräusche – es gibt kaum jemanden, der ernsthaft darauf steht (Anhänger bestimmter Musikrichtungen, je nach Sichtweise, vielleicht ausgenommen). Lärm kann auch gefährlich sein, ja sogar als Folterinstrument eingesetzt werden. Lärm kann aber auch für harmlose Grower gefährlich werden – und zwar dann, wenn er die Nachbarn oder in diesem Zusammenhang auch gleich die Behörden auf den Plan ruft. Was also tun? Für Ruhe sorgen! Mr. José zeigt in diesem Artikel verschiedene Möglichkeiten auf..

Jeder Grower, der zu Hause unter ...

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... künstlichem Licht anbaut, weiß, dass der Indoor-Anbau eine Menge Lärm verursacht. Dieser Lärm stört nicht nur die Grower selbst, sondern auch ihre Nachbarn, die sich folglich dazu veranlasst fühlen könnten, sich auf die Suche nach der Lärmquelle zu begeben. In diesem Artikel wollen wir auf ein paar Tricks eingehen, mit denen man den Grow- Bereich so leise wie möglich gestalten kann. In jedem Grow-Room findet man gleich mehrere Lärmquellen. Die auffälligste, da lauteste, ist in der Regel die Lüftung, die entweder mehrmals die Stunde angeht oder nonstop läuft. Eine weitere Geräuschquelle kommt in Form automatischer Bewässerungssysteme, die sich periodisch und punktgenau ein- und ausschalten. Ein weniger auffälliges, tieffrequentes Geräusch ist das Brummen, das manchmal von der Beleuchtung verursacht werden kann, insbesondere beim Einsatz preiswerterer elektrischer Vorschaltgeräte. Gehen wir sie doch einmal nacheinander durch und schauen uns an, was man gegen den Krach unternehmen könnte...

Die Belüftung

Bei der Belüftung wird der größte Teil des Schalls vom Ventilator erzeugt. In der Regel befinden sich mehrere Ventilatoren im Grow-Bereich. Meistens sind es mindestens zwei: einer, der die Luft nach außen befördert, und einer, der die Luft im Grow-Room in Bewegung hält. In kleineren Grow-Rooms ist ein Ansaugventilator nicht immer notwendig, wird aber von vielen Growern trotzdem eingesetzt. Deshalb besteht der erste Schritt bei der Absenkung des Lärmpegels im Grow- Room darin, die Ventilatoren leiser zu kriegen. Für das Ein- und Absaugen der Luft werden in der Regel Radialoder Axialventilatoren eingesetzt. Bei der Auswahl eines geeigneten Modells sollte man nach solchen suchen, die die Luft so direkt wie möglich durchlassen und sie nicht durch unnötig viele Hindernisse strömen lassen. Jede Rille, jeder Knick und jedes abstehende Teil erhöht die Lautstärke der Ventilatoren. Axialventilatoren sind in der Regel leiser als radiale Ventilatoren, eignen sich aber im Gegenzug nicht immer, um die Luft über weite Strecken zu bewegen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wahl eines Ventilators mit entsprechender Leistung. Kauft man beispielsweise einen Ventilator, der etwas stärker als nötig ist, kann man ihn mit einer geringeren Leistung betreiben (was allerdings einen Leistungsregler voraussetzt). So ist er genauso effizient wie ein schwächerer Ventilator und dabei wesentlich leiser. Man kann auch direkt einen schalldichten Ventilator kaufen oder einen normalen Ventilator gegen Schall abdichten. Das erreicht man in der Regel, indem man den jeweiligen Ventilator in ein Rohr aus schalldichtem Material steckt (das natürlich weit genug sein muss, damit der Ventilator hineinpasst). Der Ventilator wird im Regelfall an einen Schlauch angeschlossen, ungeachtet der Länge des Schlauchs. Die Art und Weise, wie Luft durch diesen Schlauch strömt, erzeugt ebenfalls Geräusche. Um das zu vermeiden, kann man einen schalldichten Schlauch mit Isolierschicht verwenden. Zudem sollte man versuchen, den Schlauch so gerade wie möglich zu montieren. Jede Biegung erhöht den Geräuschpegel und senkt die Effizienz des Ventilators. Es gibt sogar spezielles Schallschutzequipment, das direkt mit dem Ventilator verbunden werden kann und dann den größten Teil der durch den Luftstrom verursachten Geräusche absorbiert.

Die Bewässerung

Wenn man ein aktives Bewässerungssystem mit einer Pumpe zum Growen verwendet, kann man davon ausgehen, dass es Lärm verursacht. Die Lautstärke des Lärms hängt von der Leistung der Pumpe und der Größe des Grow-Bereichs ab. Der Lärmpegel der Pumpe wird in der Regel mit den Vibrationen des Tanks multipliziert, in dem sie sich befindet. Eine weitere Quelle für unerwünschte Geräusche kann der Strom der Bewässerungsflüssigkeit aus den Kapillaren in die Grow-Behaälter und weiter in die Quell- oder Abwassertanks sein. Hier gilt das gleiche Prinzip wie beim Kauf eines Ventilators: der Lärm kann durch die Wahl eines leiseren, meist teureren Modells reduziert werden. Dafür gibt es keine allgemeine Regel und man muss sich auf die Informationen des Verkäufers verlassen. Indem man verhindert, dass die Pumpe selbst den Boden des Tanks berührt, kann man die Lärmentwicklung auch senken. Dazu kann man die Pumpe beispielsweise so in den Tank einhängen, dass sie knapp über dem Boden schwebt. Eine weitere Methode ist das Abstützen der Pumpe mit etwas Schaumstoff. Das darf jedoch ihren Betrieb nicht beeinträchtigen. Bei den Kapillaren ist es besser, Tröpfchenbewässerung der Druckbewässerung vorzuziehen, um somit die Geräuschentwicklung abzusenken. Für den Fluss der Bewässerungsflüssigkeit in den Abwasser- oder Quelltank ist es am besten, die entsprechenden Schläuche so zu verlegen, dass weder Rauschen noch Tropfgeräusche zu hören sind. Man kann die Pflanzen aber auch ohne Pumpe bewässern. Eine Möglichkeit ist das Gießen per Hand. Das ist völlig lautlos, aber es gibt einige bequemere Alternativen. So nutzen beispielsweise passive Bewässerungssysteme die Schwerkraft oder eine Anhebung der Kapillare und sind dabei zuverlässig und geräuschlos.

Die Beleuchtung

Die letzte Lärmquelle in einem Growroom findet sich bei der Beleuchtung. Diese Geräuschbelästigung ist nicht sehr laut, aber konstant. Das elektrische Vorschaltgerät vibriert leicht und macht tieffrequente Geräusche, die vom menschlichen Ohr als tiefes Brummen wahrgenommen werden. Einige Menschen reagieren besonders empfindlich auf dieses Geräusch. Den meisten Lärm erzeugen preiswerte elektromagnetische Vorschaltgeräte, die für den Betrieb von Natriumdampfund Halogen-Metalldampflampen erforderlich sind. Moderne elektronische Vorschaltgeräte sind praktisch geräuschlos. In jedem Fall kann der Lärm beseitigt werden, indem das Vorschaltgerät auf eine Gummimatte oder ein Anti-Vibrations-Pad aus Gummi gelegt wird. Auch wenn das Vorschaltgerät aufgehängt wird, wird die Anzahl der in den Boden oder die Wände übertragenen Vibrationen deutlich reduziert. Die Lampen selbst können ebenfalls ein wenig Lärm erzeugen. Eine einwandfreie Lampe sollte jedoch weder von Growern noch von deren Nachbarn bemerkt werden. Wenn eine Lampe Rauschen verursacht, sollte sie ausgetauscht werden. Aber auch aktiv gekühlte LED-Module geben ein wenig Rauschen von sich. Sie enthalten Lüfter, die ihr Motherboard kühlen. Am einfachsten ist es natürlich, passiv gekühlte LEDModule zu kaufen, die ohne Lüfter auskommen. Aber die Wahl eines solchen LED-Moduls muss wohlüberlegt sein und man sollte nur ein Modell kaufen, das gut konzipiert ist, sodass die passive Kühlung auch einen einwandfreien Betrieb gewährleistet und keine Überhitzung der Chips zulässt. Das ist zwar ein spannendes Thema, doch das heben wir uns für ein andermal auf. Sicher ist aber, dass beim Einsatz von LEDModulen der Lärm, der von Ventilatoren ausgeht, gesenkt werden kann, einfach weil aufgrund der niedrigeren Temperatur im Grow-Bereich nicht so eine starke Belüftung benötigt wird.