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Sitzt, passt, hat Luft


zwiefach - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 28.06.2019

Instrumentenständer, praktisch erprobt


Eine ganze Armada von Instrumentenständern wurde den Studierenden des Studiengangs Volksmusik derHochschule für Musik und Theater in München zu Verfügung gestellt: Die FirmaKönig & Meyer hat Instrumentenständer für Tenor- und Flügelhorn, Posaune, Trompete, Klarinette und Gitarre in die bayerische Hauptstadt geschickt, wo die Konstruktionen auf Herz und Nieren getestet wurden. Eine Sammlung von Erfahrungsberichten.

Leitung des Experiments und Einsammeln der Erfahrungsberichte: Simone Lautenschlager Redaktion: Eva Geiger- Haslbeck

Artikelbild für den Artikel "Sitzt, passt, hat Luft" aus der Ausgabe 4/2019 von zwiefach. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 4/2019

Tenorhornständer: getestet von ...

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... Christian Eiband

Ich habe jetzt einige Wochen den Tenorhornständer von K&M getestet, sowohl beim instrumentalen Einzelunterricht als auch bei Auftritten. Dafür habe ich mein EuphoniumBesson Sovereign BE967 verwendet und den Ständer auch von meinen Schülern mit anderen Bariton- und Tenorhorn-Modellen testen lassen. Schnell war klar: Der Tenorhornständer eignet sich nicht nur für Tenorhörner, sondern auch ideal für ein Euphonium. Ich werde ihn zukünftig auf jeden Fall bei all meinen Euphonium- Auftritten mit dabei haben.

Der Auf- und Abbau desK&M 14920 sowie die Höhenverstellung des Kopfteils funktionieren sehr einfach, unkompliziert und es sind auch alle beweglichen Komponenten sehr leichtgängig.

Durch den massiven Bau ist der Ständer sehr stabil und robust, was ein großer Pluspunkt für die Sicherheit des Instrumentes ist. Es wird eine hohe Fremdeinwirkungskraft benötigt, um die sehr standhafte Konstruktion samt Instrument umzuschmeißen, was auf vielen Bühnen mit regem Fußverkehr um das Instrument herum ein wichtiger Aspekt ist. Auch der

Sitz des Instruments auf dem Ständer ist super, es kann beim Dagegenstoßen auch nicht herunterfallen.

Im Gesamtbild macht er einen sehr stabilen und langlebigen Eindruck, was dem massiven Bau zu verdanken ist. Bei diesem Modell hat man nicht den Eindruck, dass es nach mehrfachem Auf- und Abbauen zu wackeln beginnt und irgendwelche Teile kaputt gehen oder er in sich instabil wird. Es scheint eher so, als sei es fast unkaputtbar und damit auch bei sehr unvorsichtigem Umgang langlebig.

Was auch sehr nützlich sein kann ist die individuelle Einstellung der Höhe für das jeweilige Instrument. Aber hierbei ist zu beachten: Je höher das Instrument, umso leichter kann es umfallen, da die Standbeine nicht mehr so weit auseinander sind.

Durch den robusten Bau ist es natürlich nicht mehr ganz so kompakt und leicht wie die älteren Modelle. Aber man muss sich hierbei entscheiden, ob man lieber etwas Leichtes, Kleines und Kompaktes will, bei dem die Standfestigkeit und Sicherheit des Instruments nicht ganz so gewährleistet sind wie bei diesem Modell und die Konstruktion vielleicht auch nicht so langlebig ist – oder ob man sich lieber für dieses Modell entscheidet, bei dem alle diese Aspekte im Vordergrund stehen. Einen kleinen Nachteil sehe ich auf Bühnen mit wenig Platz, da die Standbeine bei normaler Instrumentenhöhe recht viel Platz um sich herum beanspruchen. Im Gesamtpaket ein sehr gelungener Tenorhornständer.

Flügelhornständer: getestet von Markus Brandmair

Der Flügelhornständer ist insgesamt sehr praktisch und schneidet bei mir sehr gut ab. Ich habe ihn mehrere Wochen bei diversen Proben und Auftritten verwendet und getestet und dabei keine gravierenden Schwächen erkennen können. Auch auf nicht ganz ebenem Untergrund steht der Ständer sicher.

Obwohl das Modell auf den ersten Blick recht filigran wirkt, ist es sehr gut verarbeitet und sehr robust. Ein weiterer Vorteil ist auch die Flexibilität des Ständers. Die Füße halten problemlos das Körpergewicht eines erwachsenen Menschen aus. Zusätzlich dazu ist er sehr leicht, sodass er ohne große Probleme leicht zu allen möglichen Auftritts- und Probenorten zu transportieren ist. Dafür benötigt man nicht einmal zusätzlichen Stauraum, da der Ständer in zusammengeklapptem Zustand einfach ins Flügelhorn gesteckt werden und dadurch im Instrumentenkoffer mittransportiert werden kann.

Der Aufbau klappt innerhalb von wenigen Sekunden. Dazu sind lediglich ein paar Drehbewegungen notwendig, sodass man die Füße des Ständers ein oder ausklappen kann. Aufgrund der fünf Standbeine steht das Flügelhorn sehr stabil und wackelt kein bisschen, sodass man insgesamt von einem sehr gelungenen Produkt sprechen kann.

Trompetenständer: getestet von Lukas Bruckmeyer

DerTrumpet-Stand 15213 von K&M ist ein Meisterwerk der Standfestigkeit. Mit fünf einklappbaren Füßen, die anschließend im Korpus verstaut und zugedreht werden können, ist er stabiler als die Dreifuß-Variante, aber dennoch nicht größer. An sich ist er sehr handlich und kann einfach im Schallbecher der jeweiligen Trompete verstaut werden. Sollte man dies allerdings, um Kratzer oder Schäden zu verhindern, vermeiden wollen, muss man den Ständer in einem Extrafach, einer zusätzlichen Notentasche oder ähnlichem verstauen. Man könnte dem allerdings Abhilfe verschaffen, in dem man den Korpus komplett mit Weichgummi überzieht, wie es ja an der Spitze bereits der Fall ist. Somit ist die Gefahr, seinen Schallbecher zu beschädigen wesentlich geringer. Aufgeschraubt, die Füße ausgeklappt und wieder hineingeschraubt – dieser Ablauf sollte bei jedem geübten Instrumentalisten nicht länger als 10 Sekunden dauern. Lediglich auf das Gewinde sollte man etwas aufpassen. Einmal überdreht, kann es nicht mehr repariert werden, da das Plastik einfach kaputt ist.

Alles in allem ist der Trompetenhalter ein super Produkt für alle Instrumentalisten, an dem quasi kein Weg vorbei führt.

Klarinettenständer: getestet von Matthias Pürner

Der Klarinettenständer von K&M kommt sehr kompakt und leicht daher. Mit einer Gesamthöhe von 13 cm und einem Gewicht von ca. 150 g ist er vor allem eines: der ideale Reisebegleiter. Der Ständer besteht aus einem Kegel und dem dazugehörigen, einschraubbaren Standelement mit fünf Füßen. Klappt man die Füße ein, lässt sich das Standelement problemlos im Kegel verstauen, der wiederum in den Schalltrichter der Klarinette passt. Somit kann der Ständer äußerst platzsparend zusammen mit dem Instrument im Koffer transportiert werden. Der Kegel und das Gewinde zum Zusammenschrauben sind aus Kunststoff gefertigt, die Standfüße aus Zinkdruckguss. Beides wirkt sehr solide verarbeitet und stabil.

Also nichts wie los! »Testgebiete« waren der Klarinettenunterricht und das Wirtshaus. Der Aufbau geht blitzschnell: Standelement und Kegel werden zusammengeschraubt und schon ist der Klarinettenständer einsatzbereit. Der Kegel fügt sich nahtlos in den Schalltrichter der Klarinette und man hat das Gefühl, dass das Instrument relativ sicher auf dem Ständer steht. Trotz des vergleichsweise geringen Aufstellmaßes von nicht mal 20 cm kompensiert der Ständer ein erstaunliches Maß an Schwankung und Wackeln des Instruments bis hin zu kleinen »Anremplern«. Natürlich kann der Ständer das Instrument aber nicht vollständig vor dem Umfallen bewahren. Ein deutlicher Schubser bringt die Klarinette (wie bei jedem anderen Ständer auch) zu Fall. Massivere Modelle bieten sicherlich mehr Standfestigkeit und Sicherheit, schneiden dann im Hinblick auf Gewicht und Abmessung aber deutlich schlechter ab. Hier wurde in meinen Augen ein guter Kompromiss zwischen kompakter Abmessung und Stabilität gefunden. Der Klarinettenständer überzeugt im Praxiseinsatz also vor allem durch den kompakten Aufbau und seine Leichtigkeit. Dafür steht er verhältnismäßig sehr stabil. In einer einigermaßen geschützten Ecke kann man seine Klarinette damit guten Gewissens auch im Wirtshaus abstellen – an belebteren Orten sollte man sein Instrument aber nicht vollständig aus den Augen lassen.

Posaunenständer: getestet von Michael Weissensteiner

Getestet wurde mit meiner Ventilposaune, Spezialanfertigung Marke »Michael Schnell« – und zwar unter verschiedenen Bedingungen: Beim heimischen Üben als auch bei einem Konzert in Semriach, Steiermark, und einem Gig imGasthaus Steirereck am Pogusch , Steiermark.

Die Transportfähigkeit des Posaunenständers ist besonders hervorzuheben. Er ist im Vergleich zu anderen sehr klein und nicht sperrig – dadurch passt er auch in Posaunentaschen und ist ohne Hülle in der Hand gut zu transportieren.

Das Handling ist gut, wobei eventuell Rillen in der Höheneinstellung für den Trichter von Vorteil wären, um optimale Einstellungen schneller finden zu können. Die Vorrichtung zum Aufstellen des Dreibeines lässt sich schwer betätigen. Ansonsten ist der Ständer in Kürze (ca. 15 Sekunden) aufgebaut. Der Ständer ist ziemlich schwer, was sich jedoch positiv auf die Standfestigkeit auswirkt, das würde ich daher nicht ändern. Leichtere Versionen würden ein größeres Dreibein benötigen, was eine sperrigere Form zur Folge hätte.

Die Ästhetik des Ständers ist ebenfalls hervorzuheben. Die einfache, schwarze Lackierung wirkt edel und nicht zu aufdringlich. Durch die kleine Form passt er auf jede Bühne und lässt sich auch in kleineren Räumlichkeiten vorteilhaft positionieren.

Gitarrenständer: getestet von Veronika Schulz

Der GitarrenständerHeli 2 von K&M ist leicht zu bedienen und schnell aufgestellt. Den mittleren Verbindungssteg kann man durch drücken oder ziehen gut auf die Größe seiner Gitarre anpassen. Sobald die beiden Bügel einrasten, steht der Ständer stabil da. Beim Hineinstellen der Gitarre sollte man darauf achten, dass diese gerade darin steht. Dann kann sie auch, falls jemand leicht daran stoßen sollte, nicht herausfallen.

Die umlaufende Gummierung schützt vor Beschädigungen des Instruments.

Durch das relativ geringe Gewicht kann man den Gitarrenständer gut transportieren und auch beispielsweise zu Auftritten mitnehmen. Wenn man ihn zusammenklappt, ist er sehr flach und passt problemlos in einen Korb oder eine größere Tasche, oder man trägt ihn einfach in der Hand. Das Zusammenklappen erfolgt durch leichtes Drücken an die beiden Bügel. Man muss darauf achten, dass die größtmögliche Breite eingestellt wird, denn nur dann rasten die Bügel wieder ein. Auch zum Aufbewahren ist er platzsparend.

Ich habe den Ständer vor allem zu Hause getestet. Meine Gitarre hat gut hineingepasst und ist auch bei mehrmaligem leichten Dagegentreten noch nicht umgefallen. Auch die Kindergitarre hat nach Verstellen der Breite gut darin gehalten. Außerdem habe ich ihn zweimal transportiert, dies war ohne Probleme möglich. In meine Handtasche hat er natürlich nicht gepasst, aber ich konnte ihn gut einfach in der Hand tragen oder in meinem Korb mitnehmen.

Die zwei Plektrenhalter in den Ecken sind sicher praktisch, ich jedoch brauche diese nicht unbedingt, da ich selten mit Plektrum spiele.

Grundsätzlich ist ein Gitarrenständer für zu Hause und auch für Auftritte praktisch, so kann man sein Instrument einfach hineinstellen und muss es nicht irgendwo auf einen Tisch oder auf den Boden legen oder es irgendwo dagegen lehnen, wo es lange nicht so stabil und ungefährlich aufgehoben ist.

Ich finde diesen Instrumentenhalter von König & Meyer insgesamt gut, preislich in Ordnung und auch optisch überzeugend und würde ihn weiterempfehlen.

Gitarrenständer: getestet von Caroline Fritz

Auch ich durfte den GitarrenständerHeli 2 von K&M testen. Bereits zu Beginn fiel mir auf, dass dieser sehr platzsparend verstaut werden kann. Auch die Montage ist sehr einfach, da der Gitarrenständer nur auseinander gezogen werden und auf die passende Breite eingestellt werden muss. Trotzdem macht er einen sehr stabilen Eindruck.

Des Weiteren gefällt mir sehr gut, dass es vier verschiedene Stufen gibt, um die Breite der Auflagefläche zu variieren. So kann das Produkt zum Beispiel auch für kleinere Schülergitarren verwendet werden. Für normale Konzertgitarren ist die breiteste Stufe empfehlenswert, sonst steht das Instrument etwas wackelig.

Die Auflageflächen sind ausreichend gummiert, wodurch die Gitarre gut vor Kratzern geschützt wird. Auch der Punkt, an dem die Gitarre hinten aufliegt ist entsprechend geschützt.

Ein kleines nettes Extra sind die zwei Plektren und die im Gitarrenständer integrierten Halter dafür.

Getestet habe ich den Gitarrenständer ausschließlich in meiner Wohnung, um meine Gitarre stets griffbereit zu haben. Alles in Allem gefällt mir der Gitarrenständer sehr gut. Er sieht dezent aus, nimmt wenig Platz ein und erfüllt seinen Zweck. Zum Mitnehmen ist das Produkt sehr gut geeignet, da es handlich und mit 0,95 kg Gewicht sehr leicht ist. Allerdings würde ich persönlich ihn wahrscheinlich nicht zu Auftritten mitnehmen, da die Gitarre in diesem Modell doch nach vorn herauskippen könnte, wenn jemand von hinten dagegen stößt.

Weitere Infos und Produkte: www.k-m.de