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SKAGERRAK: Mit dem »Skagerrak« durchs Skagerrak


Kanu Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 13.12.2019

Von links greifen die Wellenkämme nach meinem Kajak, als wollten Sie mir sagen: »Verschwinde hier. Das ist kein Spielplatz für Nussschalen.« »Von wegen«, entgegne ich mit leiser, sehr leiser Stimme. Immerhin bin ich in einem Seekajak unterwegs, dem sein Hersteller den Namen »Skagerrak« verpasst hat. Genau hier will ich austesten, was man dem Boot zutrauen kann, und natürlich auch, ob ich diesem Seegebiet an Dänemarks Nordwestküste gewachsen bin.


Artikelbild für den Artikel "SKAGERRAK: Mit dem »Skagerrak« durchs Skagerrak" aus der Ausgabe 1/2020 von Kanu Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kanu Magazin, Ausgabe 1/2020

Robinson im Norden: ganz allein am langen dänischen Nordsee-Strand.


Manchmal entscheidet das Meer, wo es lang geht. Ich bin den zweiten Tag Richtung Klitmøller ...

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... unterwegs. Die höheren der von Westen anrollenden Wellen dürften die Zwei-Meter-Marke erreicht haben und fangen an, nicht nur an meinem Boot, sondern auch an meinen Nerven zu zerren. Jeder vierten oder fünften Welle stelle ich mich mit einem Gegenangriff, indem ich meinen Bug in die Wasserberge steuere. Dabei entferne ich mich langsam immer weiter vom Ufer. So bleibe ich der Brandungszone fern, die selbst von der Leeseite so aussieht, als ob da noch ein anspruchsvolles Surf-Manöver auf mich wartet. Dann geht alles ganz schnell. Ein Wellenkamm bricht links von mir, eine Wasserwalze krallt sich mein Boot und dreht es wie ein Spielzeug 180 Grad um die Längsachse. Ich gebe klein bei, steige aus und schwimme eine Sekunde später mit einer Hand am Heck im Skagerrak. »Das ist blöd«, denke ich und muss feststellen, dass ich mich besser geschlagen geben sollte als zu versuchen, den Helden zu spielen. Heute entscheidet eindeutig das Meer, wo es lang geht: Richtung Ufer, und zwar schnell. Nach einem Wiedereinstieg versuche ich mich so elegant wie möglich durch die Brandung zu schummeln. Mein Anlande-Manöver hat mit Eleganz so viel zu tun wie ein Tanzbär mit klassischem Ballett. Nach einem zweiten Vollkontakt mit der Nordsee ziehe ich das Kajak auf den Strand und pumpe das Restwasser aus dem Cockpit. »Hier ist Schluss«, rufe ich, dieses Mal mit lauter Stimme, in den Wind.

DREI W’S, AUF DIE ICH LIEBEND GERN VERZICHTEN WÜRDE

Der Wind pfeift und rüttelt an meinem Zelt, als wolle er eine klare Ansage machen, die da lautet: »Heute kommst Du nicht weiter.« Als ich den Kopf durch den geöffneten Reißverschluss stecke, sehe ich weiße Schaumbänder, die in immer wieder kehrenden Serien auf den Strand laufen. »Zu windig zum Paddeln«, klassifiziere ich den Tag und stimme mich auf ein Landprogramm ein, mit dem ich mir die Zeit vertreiben werde: warten, wandern, warten. Das sind die drei W’s, mit denen ich Tage wie diesen üblicherweise verbringe. Noch mal will ich das Skagerrak nicht provozieren, zumal es sich noch nicht beruhigt hat und immer noch aufgeregt wirkt.

Mit gepacktem Rucksack mache ich mich zu Fuß auf den Weg nach Klitmøller. Viel lieber wäre ich auf dem Wasser nach »Cold Hawaii« gepaddelt, wie der vielleicht angesagteste Surfspot Dänemarks auch genannt wird. Für den ungewohnten Fußmarsch ist eine Belohnung fällig. An der Rezeption des Campingplatzes reicht mir eine freundliche Dame Kaffee und Kuchen über den Tresen. Auf der windgeschützten Terrasse gebe ich mich dem Luxus eines zweiten Frühstücks hin und genieße es, an einem richtigen Tisch auf einem richtigen Stuhl zu sitzen und mich der Sonne zu präsentieren. Der Gang nach Klitmøller und der Blick von dort auf die Nordsee wirken ernüchternd. Einige Windsurfer peitschen hart am Wind durch die Brandung. Heute hier mit dem Kajak zu paddeln, wäre keine gute Idee. Gestern sah es wahrscheinlich nicht viel anders aus. Innerlich beruhigt stelle ich fest, dass der Ausgang des gestrigen Tages durchaus etwas Positives hatte. Hier bei Klitmøller hätten die Chancen, heil durchs Skagerrak zu kommen, deutlich schlechter gestanden.

Eingeweht. Dänemarks nördlichster Punkt zwischen den Meeren. Die See, glatt wie ein Spiegel. Surf-Spot Klitmøller. Dünen-Wanderung. Neuer Tag, neues Glück (von o.l. nach u.r).

WIEDER WASSER UNTER’M HINTERN

Ab und zu muss man Geduldsproben bestehen. Auch der vierte Reisetag war ein windbedingter Land-Tag, an dem mein Boot als Zeltwindschutz platziert einem Sandgebläse statt dem Nordseewasser ausgesetzt war. Gleich zu Anfang zwei Tage Zwangspause machen zu müssen, lässt bei mir Ungeduld und Paddelwut aufkommen. Um so stärker fällt mein Stimmungshoch aus, als ich am nächsten Morgen weder Wind noch Brandung höre. Das Skagerrak schmollt nicht mehr und zeigt sich mit Ententeich-Bedingungen versöhnlich. »Weiter geht’s«, begrüße ich den sonnigen Tag und mache einen Kopfstand vor meinem Zelt, um Endorphine abzublasen. Mein Barometer zeigt Lufthochdruck. Nur wenige Wolken treiben am homogen blauen Himmel. Die Dünengräser bewegen sich kaum noch, und plötzlich wirkt die Landschaft ganz anders. Sie strahlt Ruhe aus, kitzelt die Seele und liegt da wie ein fein gewebter Teppich, auf dem man sich gern niederlässt. Trotzdem zieht es mich ins Boot. Schon kurz nach acht Uhr bekommen die Paddel- blätter Salzwasser zu fassen. Ich habe wieder Wasser unter’m Hintern, was sich verdammt gut anfühlt.

Schon nach der ersten halben Stunde landet die Paddeljacke unter meinen Knien. Die Sonne ballert mir auf den Pelz, was bei nur einer Windstärke kaum auszuhalten ist.

Klitmøller und Hanstholm liegen zum Abend achteraus. Auf einem steinigen Strand baue ich mein Zelt auf und widme mich anschließend der überfälligen Energiezufuhr, die mit einer Portion Pasta, Thunfisch und Pesto reichlicher als üblich ausfällt. Der Windfinder kündigt für morgen ähnliche Bedingungen an.

Wie im Rausch geht es weiter Richtung Skagen. Nach einem Start bei Windstille schiebt mich der Wind jetzt mit drei Beaufort an Blokhus vorbei. Der breite Strand wird zur Autobahn, deren Ende nicht abzusehen ist. Die Dänen und Touristen mögen es offenbar, mit ihren Autos am Strand entlang zu cruisen. Ich will gar nicht daran denken, was hier im Sommer los sein muss. Ganz ohne Räder geht es auch bei mir nicht. Ich bin froh, meinen Bootswagen dabei zu haben. Ohne das Teil würde sich der Bootstransport von der Wasserkante bis zu den Dünen oft schwierig gestalten.

Ein Sonnenuntergang der Extraklasse lässt den Abendhimmel über dem Horizont in den schönsten Orangetönen leuchten. So muss das Abendkino laufen. Diesen Film würde ich gern noch einige Male sehen und habe keinerlei Bedenken, dass er mir irgendwann zum Halse heraus hängen könnte.

NATIONALPARK THY

Sandbewegungen prägen die Dünenlandschaft an Jütlands Westküste, die zu großen Teilen zum Nationalpark Thy gehört. Der Nationalpark reicht von Agger Tange am Limfjord bis Hanstholm. 24.370 Hektar umfasst die Gesamtfläche des 2008 eingeweihten Parks. Die Gletscherbewegungen der letzten Eiszeit und eine nachfolgende Landhebung haben die Landschaft von Thy modelliert. Sand, der von Wind und Strömung abgetragen oder angelagert wurde, sorgte und sorgt für den Feinschliff des dänischen Naturjuwels Thy. Hinter den Stränden findet man unterschiedliche Landschaften, die von Dünen über Küstenheiden bis zu Wäldern und Seen reichen. Sogar Wildreservate mit Rothirschbeständen gibt es, von zahlreichen Wasservogelarten ganz abgesehen. Um Schiffbrüchige zu retten, legte man vor vielen Jahren einen Rettungsweg an. Heute wird dieser Weg von Wanderern genutzt, die die alte Rettungsstation Lyngby sogar zum Übernachten ansteuern können.

NEUE WOCHE, NEUE WÄSCHE

Da es bis Løkken nicht weit ist, will ich dort meinen Frühstückshunger etwas stilvoller stillen. An der Seebrücke bleibt das Kajak am Strand zurück. Ich mache mich auf die Suche nach einer Bagerie (Bäcker). Ein Einheimischer weist mir den Weg zum Ort meiner Fressgier. Dort – eine ganz neue Erfahrung beim Bäcker – muss ich eine Nummer ziehen. Schon 15 Minuten später, als ich am Tisch meine Croissants in den Kaffee dippe, weiß ich, dass die Nummern Sinn machen. Die Schlange beim Bäcker, dem letzten seiner Art in Løkken, wird immer länger. Der Spar-Markt liegt nur einen Steinwurf vom Bäcker entfernt. Da meine Vorräte zur Neige gehen, ist Nachschub holen angesagt. Mit vollem Rucksack stehe ich eine halbe Stunde später wieder vor meinem Kajak, verstaue die Einkäufe und rufe Løkken ein letztes Ahoi zu, als ich die Spritzdecke um den Süllrand ziehe.

Einer der bekanntesten dänischen Leuchttürme taucht vor meinem Bug auf. Knud Fyr heißt das Bauwerk, das 1900 eingeweiht und 1968 außer Betrieb genommen wurde. Der etwa 15 Kilometer lange Küstenabschnitt zwischen Løkken und Lønstrup reicht bis zu 100 Meter über den Meeresspiegel. Wind und Erosion führten dazu, dass der Abstand zwischen Nordsee und Steilküste immer weiter schrumpfte. Flugsand bildet die obere Schicht dieses Steilküstenabschnitts. Rubjerg Knude soll die höchste Wanderdüne Europas sein. Sie hat den Leuchtturm Knud Fyr schon mal zu weiten Teilen unter sich begraben. Heute ist er auch vom Meer aus wieder sichtbar. 2019 wurder der Leuchtturm in einer aufwändigen Aktion auf einer Rollenbahn 70 Meter landeinwärts versetzt. Ich belasse es dabei, mir Knud Fyr von der Seeseite anzusehen, da ein Erklimmen der steilen Küste von hier schwierig bis unmöglich erscheint.

Hinter Hirtshals geht die erste Woche meiner Rund-Jütland-Tour zu Ende. Ich freue mich auf einen Höhepunkt, den ich mir auf solchen Touren im Sieben-Tage-Rhythmus gönne: neues T-Shirt und neue Unterhose. Die frischen Sachen nach einer improvisierten 1,5 Liter-Süßwasserdusche aus der Cola-Flasche verleihen mir ein ganz neues Körpergefühl.

SKAGEN – DAS KLEINE NORDKAP

Langsam wird mir das gute Wetter unheimlich. Wieder kaum Wind, wieder knallt die Sonne, und wieder sind am stahlblauen Himmel nur kleine Wölkchen zu sehen, die sich in der Ferne verflüchtigen. Die flachen Dünen hinter dem breiten, weißen Strand scheinen im hellen Licht, als würden sie sich tief abducken wollen. Wider Erwarten gestaltet sich die Paddeletappe zwischen Hirtshals und Skagen wie ein Kinderspiel auf glattem Wasser.

Mein Kompass und das GPS-Gerät verraten mir, dass ich den nördlichsten Punkt Dänemarks erreicht habe (Grönland bleibt jetzt mal außen vor). Weit draußen verliert die Silhouette eines Kreuzfahrtschiffs immer mehr an Kontur und verdeutlicht die Weite, die sich hinter dem Horizont auftut. Direkt vor mir wird die Nordsee zur Ostsee und weist mir damit den Weg nach Hause. Um Skagen als Meilenstein meiner Reise die gebührende Wertschätzung einzuräumen, beschließe ich, genau hier mein Nachtlager zu errichten. Das Risiko, bei einem Windrichtungswechsel nasse Füße zu bekommen, gehe ich ganz bewusst ein, da nicht der kleinste Hauch eines Wetterumschwungs zu erkennen ist.

Wenige Kilometer weiter werden Touristen per Traktor und Anhänger zu einer Landzunge chauffiert, die ihnen als Nordspitze Dänemarks angepriesen wird. Mich erinnert die Situation an das Nordkap, das bekanntlich ebenso wenig Norwegens nördliches Ende markiert wie der schmale Streifen Land zu meiner Rechten für die Nordkante Dänemarks steht. Wen kümmert es schon, dass ich dem Nordpol einen halben Kilometer näher stehe. Der schönste Nebeneffekt ist, dass ich es ganz allein genießen kann, die Nordmarke unseres Nachbarlands in Beschlag genommen zu haben. »Da bin ich«, sage ich zu meiner auf dem Stativ montierten Kamera, als ich mein persönliches Erinnerungsfoto schieße und meinem Kajak, dem »Skagerrak«, bestätige, dass es sich gut geschlagen hat im Skagerrak, auch wenn nach dem zweiten Tag keine ernst zu nehmende Prüfung mehr zu bestehen war.

Mein frühes »Einchecken« am kleinen Nordkap erlaubt mir einen langen Strandspaziergang im Licht der Abendsonne. Die letzten Sonnenstrahlen lassen feine Strukturen wie Miniaturskulpturen wirken. Sie lassen die Wellen im Sand der Dünen und die Spuren kleiner, krabbelnder Strandbesucher so kontrastreich erscheinen, dass der Gang entlang des Ufers zu einem besonderen, fast schon meditativen Naturerlebnis wird, das sich dem unaufmerksamen Besucher entziehen würde.

220 Nordsee-Kilometer liegen seit dem Start vor acht Tagen in Thyborøn am Limfjord in meinem Kielwasser. Ab morgen wird es mit der Nordkoordinate wieder bergab gehen. Wenn alles läuft wie geplant, werde ich in zwei Wochen zurück in Flensburg sein und dort den ersten Part meiner Runde um Dänemark beenden. Teil zwei wird folgen, aber das ist eine ganz andere Geschichte

INFO MIT DEM SEEKAJAK IM SKAGERRAK

GEWÄSSER: Das Skagerrak an Dänemarks Nordseeküste gehört sicher nicht zu den »Einstiegs«-Gewässern für Seekajak-Anfänger. Wer hier paddeln möchte, muss auf frischen Wind und größere Wellen inklusive anspruchsvoller Brandung gefasst sein. Dass es auch deutlich ruhiger geht, beweist unsere Reportage. Wetter beobachten, das richtige Zeitfenster finden und einen Plan B parat haben – das sind entscheidende Kriterien, die in die Planung einer Skagerrak-Tour einbezogen werden müssen.

BESTE REISEZEIT: Im Sommer ist es am wärmsten. Wenn Temperatur und Windvorhersage zu Erwartungen und Können des Paddlers passen, kann natürlich auch außerhalb dieses Zeitfensters gepaddelt werden.

HINKOMMEN: Ein guter Startplatz ist der vom Autor gewählte Sportboothafen in Thyborøn (N 56° 41.322’ O 8° 13.318’) am Ausgang des Limfjords in die Nordsee. Der Hafen ist etwa 280 Auto-Kilometer von Flensburg entfernt. Ebenfalls denkbar für Tourstart oder -ende sind Klitmøller, Blockhus, Løkken, Lønstrup oder der Strand südlich des Hafens von Skagen.

FÄHIGKEITEN, AUSRÜSTUNG: Reichlich Seekajak-Erfahrungen und eine geeignete Ausrüstung sind unbedingt ratsam. Sich physisch und mental im Boot sicher zu fühlen, ist Voraussetzung. Ausdauerndes Paddeln hilft, ggf. erforderliche Surf-Landgänge zu minimieren. Ein Bootswagen ist unbedingt empfehlenswert.

KARTEN, NAVIGATION: In hiesigen Buchhandlungen oder vor Ort kann man verschiedene Karten erwerben, die als Übersicht brauchbar sind. Der Autor hat aus Google Earth generierte Karten genutzt. Alle Karten wurden per Grafik-Software im A3-Format erstellt, ausgedruckt und laminiert. Die Navigation damit funktionierte zusammen mit Kompass und GPS ohne Probleme.

EINKAUFEN, TRINKWASSER: Unterwegs findet man mehrere Einkaufsmöglichkeiten, zum Beispiel in Klitmøller, Blockhus, Løkken, Lønstrup oder Hirtshals. Die Trinkwasser-Versorgung ist einfach. Zur Not sollte das an jedem besetzten Ferienhaus möglich sein. Proviant für etwa fünf Tage und acht bis zehn Liter Trinkwasser dabei zu haben, ist völlig ausreichend.

ÜBERNACHTUNGEN/ZELTEN: Wild zelten ist offiziell nicht erlaubt, biwakieren ohne Zelt schon. Seekajakfahrer dürfen hoffen, dass Zeltübernachtungen geduldet werden. Dies einzufordern ist allerdings nicht empfehlenswert. Eine Tour außerhalb der Hochsaison sollte sich daher übernachtungstechnisch einfacher gestalten. Offizielle Campingplätze liegen meist etwas entfernt vom Ufer. Ohne Bootswagen wird es schwierig, sie zu erreichen.

INFOS IM INTERNET: www.visitdenmark.de www.visitnordjylland.de de.nationalparkthy.dk www.klitmoeller.de https://sdfekort.dk/spatialmap? (gute Seite für Kartenerstellung im pdf-Format) www.udinaturen.dk (Übernachtungsplätze in Dänemark)