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SLOWENIEN UNEC, SOCA UND SAVA: TWO AND A HALF MEN


FliegenFischen - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 02.11.2018

Slowenien? Mit dem Sohn? Und Michael Knoch alias Michi Bones? Es gibt schlechtere Ideen. Und so fuhren zwei Fischer und ein Neunjähriger ganz „gechillt“ in die Herbstferien. Ein bisschen auf Äsche und ein bisschen auf Huchen, das war unser Plan …


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Bildquelle: FliegenFischen, Ausgabe 70/2018

One man hinter der Kamera, One and a half men halten strahlend einen Meter-Huchen, gefangen am ersten Tag. So dürfen Ferien beginnen!


Herbststimmung – und kein anderer Mensch ist am Wasser unterwegs. Wem die Flüsse Sloweniens im Sommer zu überlaufen sind, der sollte sie einmal im Herbst besuchen.


Ich brauche nicht viel zum Fischen, wirklich nicht! Eigentlich. Denn ...

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... irgendwie summiert sich das dann doch. Eine Rute hier, ne Ersatzwathose da – und ruck zuck ist der Wagen voll. Kommt dann noch Michi Bones mit seinen sperrigen Koffern hinzu, in denen er seine Angelutensilien aufbewahrt, oh, dann wird es eng. Michi Bones steht auf alte Sachen mit Geschichte, mit „Spirit“. Schön anzuschauen, aber ungünstig für den Kofferraum eines sportlichen Wagens. Doch irgendwie schafften wir es, alles im Auto zu verstauen und fuhren, voll bis unters Dach, auf die Autobahn. Vorbei an Kärnten und ab durch den Karawankentunnel. Am Nachmittag erreichten wir den Ort Kranj in Slowenien und das Hotel Actum, das direkt in der Altstadt liegt.

Wir hatten Kranj natürlich nicht ohne Grund gewählt, und das wir richtig lagen, bestätigte uns Rok Lustrik am nächsten Tag beim Frühstück im Hotel: „Die Stadt ist ein ganz guter Stützpunkt. Von dort aus erreicht man viele verschiedene Flüsse in einer knappen Stunde Autofahrt!“

Rok, der uns seine Flüsse für die nächsten vier Tage zeigen wollte, ist seit Jahren Guide in Slowenien – und er hat sich mit seiner Angelagentur einen mehr als guten Ruf in der Szene erarbeitet.

Erstes Ziel war der Unec, ein Fluss, den man gestandenen Fischern nicht näher erläutern muss. Den Unec kann man durchaus mit den klassischen Kreideflüssen Englands vergleichen, und dieser Fluss ist ein Phänomen. Auf etwa 10 Kilometern Länge bietet er eine herausfordernde Fischerei, bevor er – einfach so – verschwindet und unterirdisch weiterfließt. Der Unec formt sich aus zwei Flüssen, Rak und Pivka. Sie fliessen unterirdisch zusammen und bilden letztendlich den Unec, der spektakulär aus dem Planina-Höhlensystem ans Tageslicht tritt. Wenn mehr Zeit gewesen wäre, hätten wir uns bestimmt die nah gelegene Höhle von Postojna angesehen, die zu Sloweniens größten Naturattraktionen zählt …

UNEC, EDGAR PITZENBAUER UND DER SIEBENSCHLÄFER
Michi und ich konnten uns am Vormittag von zwei großen Bachforellen im oberen Teil des Unec kaum trennen, bei uns zuhause hatten die Bachforellen schon Schonzeit. Wir versuchten alles, wirklich alles. Gefangen haben wir keinen der Fische. Wir sind schon Helden …

Kleinlaut konzentrierten wir uns nach dieser unerfreulichen Eröffnung auf die Äschen unterhalb der steinernen Brücke. Dort ist übrigens nur die Trockenfliege erlaubt.

Unec und Äsche, da musste ich immer an „Pitzi“, also Edgar Pitzenbauer, denken. Ein Fliegenfischer, der den Unec und seine Äschen liebte! Als junger Fliegenfischer, da war ich so um die 18, hab’ ich Edgar Pitzenbauer häufig an der Traun getroffen. Ich habe so viele Geschichten vom Unec erzählt bekommen … und ich erhielt von ihm ein kleines Präsent, das er mir an einem Abend in die Hand drückte: Siebenschläferschwänze. Gutes Dubbing-Material, wie mir Edgar Pitzenbauer ausführlich, von einer weiteren Geschichte zum Thema untermalt, erklärte. Von ihm stammte auch die Idee zu den „Ringerln“, die heutzutage ja viele Fliegenfischer zum Verbinden unterschiedlicher Vorfachspitzen verwenden.

Unser Tag am Unec war geprägt von launischen Äschen, spärlichen Insektenschlüpfen und fröhlichen Pferden auf der Koppel am Fluss. Die wurden wir kaum mehr los, so gefreut haben sie sich. Oder war’s Neugier? Egal. Vor allem Simon hat’s gefallen. Der ließ sich von den Pferden fest vereinnahmen, während Bones und ich versuchten, eine der Unec-Äschen an die Trockenfliege zu bekommen. Ein paar kleine und mittlere Äschen fielen auf unsere Fliegen herein, mehr war an diesem Tag nicht drin. So kann’s laufen, selbst am Unec.

AN DER SOCA ERLEBTEN WIR EINE TRAUMHAFTE ÄSCHENFISCHEREI
Per Zufall erfuhren wir, dass die Soca noch für ein paar Tage länger zum Fischen freigegeben war. Diesen Fluss hatten wir vorher nicht auf dem Schirm, doch diese Chance wollten wir nutzen. Wie sich zeigte, kommt das Glück oft unverhofft. Wir kamen in den Genuss einer wirklich außergewöhnlichen Äschenfischerei!

Die Äschen sind, das muss man wissen, durchaus heikel, was Fliegengröße und Vorfach angeht.


Michi Bones und ich mögen breite Flüsse, und wir fühlten uns beim herbstlichen Äschenfischen an der Sava pudelwohl!


Optisch ist die Soca ein Traum, das wissen alle. Ihre türkisblaue Farbe, die weiten Kiesbänke, die Berge … dementsprechend kann es an diesem Fluss schon mal richtig zu geh’n. Kajakfahrer, Fliegenfischer und sonstige Naturhungrige nehmen den Fluss im Frühjahr und Sommer oft kräftig in Beschlag! Ich kann es verstehen …

Jetzt, im Herbst, durften wir die Soca jedoch alleine genießen. Kein Mensch war am Fluss!

Rok sagte: „Ich kenne eine gute Strecke mit Äschen“ und so war es auch. Die Äschen waren da, auch wenn ich mich anfangs echt schwer damit tat, die Fische überhaupt zu sehn, obwohl das Wasser ultraklar war. „Gott, spucken die die Nymphe schnell aus!“, dachte ich nach den ersten versemmelten Anhieben. Ich musste mich auf diese Fischerei erst einmal einstellen und richtig, ich betone richtig, konzentrieren: Fokus voll auf Äsche!

MARJAN FRATNIKS FLIEGE HAT MIR DEN TAG GERETTET
Doch dann klappte es. Die ersten zwei, drei Äschen fingen wir mit ultrakleinen Nymphen, Mini-Knetblei und langen, dünnen Vorfächern. Wenig später fingen wir sogar mit Trockenfliegen, denn kleine Eintagsfliegen taten uns den Gefallen zu schlüpfen, die Äschen wiederum zu steigen und wir hatten – logo – die entsprechenden CDC-Fliegen dabei: die guten, alten, simplen Fratnik-Fliegen!

Dünner Körper aus Bindeseide und eine CDC Feder darüber gelegt, fertig. Etwas raffinierter, wenn man so sagen kann, werden die Fliegen, wenn man die Feder nach Hakenschenkel-Länge abmisst, am Öhr mit den Spitzen nach vorne einbindet und das hintere Büschel großzügig abschneidet. Diese bildet damit ein Wiederlager und eine Stütze für den Flügel, den man anschließend einfach nach hinten klappt und mit dem Faden abbindet. Macht sich auch auf einem gebogenen Haken gut.

Dass wir ausgerechnet mit der F-Fliege fingen, passte im doppelten Sinne. Denn Marjan Fratnik kam aus Slowenien, wurde stolze 93 Jahre alt und war einer der ersten Fliegenbinder, der bei uns die CDC-Fliegen bekannt machte.

In zwei Stunden fingen wir ein paar wirkliche Traumäschen. Soca-Äschen, echte Adriatische Äschen, alle jenseits der 40er Marke und die ein oder andere über der 45er Marke.

Ein toller Tag, den wir am Abend mit einem Steak und einer – oder waren’s zwei – Flaschen Rotwein im Restaurant des Hotels gebührend feierten. Tolle Küche übrigens, lokal eingekauft, lokal zubereitet und lokal gegessen. Dass wir den nächsten Tag wieder gebührend feiern würden, konnten wir nicht ahnen

Guide Rok, Simon und eine wirklich schöne Adriatische Äsche, wie sie in den von uns besuchten Gewässern vorkommt.


EIN METER-HUCHEN, GLEICH AM ERSTEN TAG
Der nächste Tag stand unter dem Motto „Huchen“, und das Motto des Tages wollten wir an der Sora umsetzen. Die Sora ist ein Zufluss der Sava und nur eine relativ kurze Autofahrt von Kranj entfernt. Unterhalb der Stadt Skofia Loka zogen wir, mit Blick auf das Schloss Loka, mit unseren 8er und 9er Ruten und beschwerten Streamern los. Am ersten Pool tat sich nichts, doch bereits am zweiten Pool sahen wir sofort, was die Sora so an Huchen beherbergt!
Als die Sonne etwas durchbrach, konnten wir drei schöne Fische, alle in der Meterklasse, im dunklen Wasser ausmachen! Allerdings habe ich noch nie einen Huchen, den ich so klar sehen konnte, auch gefangen …

Egal! Notfalls wird Junior eben Huckepack ans andere Ufer getragen.


»Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser …«


Wir probierten es trotzdem, wurden aber in meiner These bestätigt – auch als Bones einen Pool weiter dann zuschlug und einen Huchen hakte, den wir zuvor nicht gesehen hatten! Bones hakte den Huchen übrigens just in dem Augenblick, als es die Sonne geschafft hatte, durch die Wolken zu brechen.

Nachdem Bones ja zu den absoluten Huchen-Spezies in München zählt, drillte er den Fisch konzentriert, aber beherzt. Nach etwa fünf Minuten konnten wir einen tollen Fisch mit gut einem Meter Länge landen, 104 cm, um genau zu sein.

Rok lief sofort los, um seine Unterwasserkamera aus dem Auto zu holen. Kaum zurück, rannte er gleich noch einmal, nachdem er feststellen musste, dass in der Kamera keine Speicherkarte drin war. Und er rannte noch ein drittes und letztes Mal, als er bemerkte, dass er die falsche Speicherkarte aus dem Auto geholt hatte. Schließlich hatte er dann endlich alles beieinander, um dann auf einem flachen Stein auszurutschen und eine ordentliche Portion Sora-Wasser in die Wathose zu bekommen.

Gott sei Dank war mein Arm dazwischen – ohne Kamera – und so endete das Bad relativ glimpflich. Es blieb quasi bei einer gescheiten Kelle Wasser in der Hose.

Michi Knoch alias „Bones“ ist nicht nur ein angenehmer Reisebegleiter, er ist auch ein gestandener Huchen-Fischer – und hat hier auch schon wieder das richtige „Werkzeug“ in der Hand.


DAS REINSTE CHAOS UND DIE FISCHER-DEMENZ
Drei g’standene Fischer im Chaos. Tja, auch in Slowenien sind Huchen nicht alltäglich. Doch jetzt war ja alles gut. Bones und Simon hielten den Fisch, ich fotografierte und alle waren begeistert.
Doch schon kurz darauf folgte das nächste Speicherkarten-Desaster. Als ich mittags meine Compact Flash-Karten suchte, waren sie weg! „Papa, ich war’s nicht!“ Simon kommentierte die Sachlage vorsichtshalber gleich mal ganz klar, denn mein verzweifelter Blick verhieß wohl nichts Gutes. Die Speicherkarten waren wie vom Erdboden verschwunden, so sehr ich auch suchte …

Glücklicherweise tauchte mittags Michi Bones Freundin Karo am Fluss auf, um uns zu besuchen. Karo spendierte uns nicht nur halbe Hendl, Bier und Cola, sie löste auch das Rätsel um die verschwundenen Speicherkarten. Sie nahm meinen Fotorucksack, tastete und suchte und zauberte schließlich das kleine Schächtelchen mit den Karten aus dem letzten Eck hervor, in das ich die Karten wohl geschoben hatte. Man, war ich erleichtert!

„Siehst du, Papa, du warst es!“ Das blieb mir nicht erspart. Ich spülte die Aufregung mit einem großen Schluck Bier herunter, der jetzt gleich doppelt so gut schmeckte.

Ein weiterer klarer Fall von „Fischer-Demenz“ erwischte uns wenige Stunden später. Michi Bones blickte beim Abendessen fragend in die Runde und meinte: „Herrschaft, wo ist denn eigentlich meine Rute!“ Die hatten wir bei dem ganzen Kuddel-Muddel am Ufer stehen lassen. Doch jetzt, in stockfinsterer Nacht, noch einmal loszufahren, um am Ufer eine Rute zu suchen – keine gute Idee …

Two and a half Men auf dem Rückweg nach einem erlebnisreichen Tag am Wasser …


WINZIGE FLIEGEN AN HAUCHFEINEN VORFÄCHERN
Beim Frühstück hörten wir dann gespannt Bones Geschichte, wie er durch den düsteren Morgennebel der Sora geschlichen war, vorbei am Wohnwagen, in dem zwei echt finstere Gestalten schliefen, samt zweier scharfer Hunde, die uns am Vortag einen ganz schönen Schrecken eingejagt hatten. Ein paar „Ohhhs und Ahhhs“ bekam er von uns und Karo, Bones Freundin, meinte nur: „Bist narrisch, Du Depp, was da alles passier’n hätt’ können!“ Doch er fand seine Angel, die einsam und verlassen an einem Baum lehnte. Bones genoss sichlich den kleinen Sieg über sich selbst, während ich erstaunt war, dass er überhaupt so früh aus dem Bett gekommen war …

Die Rute war also wieder da, und der Morgen stand wieder ganz im Zeichen von Huchen und Äsche, diesmal an der Sava, dem größten Fluss Sloweniens. Erstgenannter ließ sich, bis auf einen kleinen Nachläufer, an diesem Tag nicht blicken. Zweitgenannte fingen in den warmen Mittagsstunden zu steigen an. Wir konnten unser Glück also auf die hübschen Sava-Äschen versuchen, die jedoch waren echt wählerisch und so kam es, dass unsere Vorfächer immer dünner und die Fliegen immer kleiner wurden.

Irgendwann waren die Fliegen und Vorfächer nur noch „ein Hauch von Nichts“.

Doch das war es, was die Äschen wollten. Sie nahmen unsere Fliegen, vorausgesetzt, sie kamen in der perfekten Drift. Wie gesagt, die Äschen waren heikel und Massenfänge gelangen uns, trotz eines intensiven Schlupfs, nicht. Dennoch waren Bones und ich in unserem Element! Ein großer, breiter und schöner Fluss mit vielen Rinnen, Rieseln und großen Steinen, dazwischen immer wieder zarte, feine Ringe steigender Äschen an der Oberfläche – was will man mehr?

NACH SLOWENIEN IST ES JA KEINE WELTREISE
Okay, einen Huchen vielleicht. Ich habe ja schon vorweggenommen, dass an diesem Tag mit Mr. Hucho nix lief. Viele Stellen an der Sava jedoch rochen, ja schrien, förmlich nach Huchen und selbstverständlich versuchten wir es in der Dämmerung nochmals an einigen verdächtigen Plätzen. Ohne Erfolg. Ich denke aber, dass ein guter Huchen in vier Tagen auch reicht. Oder anders ausgedrückt … ein echter Glücksfall war.

Unsere kleine Herbstreise nach Slowenien beendeten wir mit einem Grand Finale im kleinen Restaurant des Hotels Actum. Simon durfte das feine Rinderfilet, das uns im Ganzen auf einem Holzbrett serviert wurde, unter der Anleitung des jung-dynamischen Obers mit dem großen Messer schneiden und uns servieren.

Mit den Worten „Jetzt wars auch schon wurscht“ bestellten Bones und ich noch ne feine Käseplatte, samt feiner Flasche Rotwein nach.

Und Simon strahlte, als wir nach dem Essen nachts noch durch die dunklen Gassen der prächtigen Altstadt zogen, für einen Neunjährigen ein echtes Highlight.

Ein toller Tag, ein toller Abend, tolle Ferien – und manchmal frage ich mich, warum ich das nicht öfters mache.

Von München aus ist es ja keine Weltreise, und Slowenien hat ja noch so viel mehr zu bieten …

Informationen

Anreise: Mit dem Auto über die Tauernautobahn einfach geradeaus und durch den Karawankentunnel nach Slowenien. Sloweniens Hauptstadt Ljubljana ist auch mit dem Flugzeug gut zu erreichen, und Mietwagen stehen am Flughafen ausreichend zur Verfügung.

Fischbestand: Marmorata, Bachforellen, Regenbogenforellen, Äschen und Huchen.

Ausrüstung: Für Äsche und Forelle reicht eine Rute der Klasse 3 bis 5 (je nach Jahreszeit, Wasserstand und Gewässergröße) mit einer Schwimmschnur aus. Als Fliegen reichen „die üblichen Verdächtigen“, also Pheasant Tail, Flohkrebs, kleine Mücken-Imitationen, Klinkhamer und CDC’s. Wer mit dem Streamer fischt, sollte zur 6er oder 7er Rute greifen, kopfbeschwerte Koppen-Imitationen fangen besonders gut. Beim Huchen geht man am besten auf die Schnurklassen 8 bis 10. Rok schwört bei Huchenstreamern eher auf unauffällige, einfache Streamer mit relativ wenig Glitzer.

Unterkunft: Das kleine, feine Boutique-Hotel „Actum“ in Kranj mit seiner herzlichen Hotelchefin ist perfekt für eine gelungene Reise.

Infos und Buchung:
www.actum-hotel.com

Guiding und Angelkarten:
Slowenien bietet eine so große Bandbreite an verschiedenen Gewässern, dass es nicht einfach ist, den kompletten Überblick zu behalten, auch was das Reservieren von Tageskarten betrifft. Ein Guide ist daher Gold wert! Bones und ich waren bei Rok in besten Händen. Wir haben viel gelernt, uns ausgetauscht und gefachsimpelt. Wenn Sie einen Kurztrip oder eine Reise nach Slowenien planen, nehmen Sie Kontakt mit Rok auf.
Rok Lustrik
Tel.: +386 31 478 654
E-Mail: rok@lustrik.com
www.lustrik.com


Foto: T. Wölfle