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SMART-HOME-TECHNIK: Im Lean-BackModus


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.11.2019

Herd abgeschaltet? Haustür abgeschlossen? Heizung abgedreht? Mit smarter Gebäudeautomation hat man sein Zuhause im Griff, jederzeit, auch von unterwegs. Ein optimal geplantes Smart Home soll aber vor allem selber auf sich aufpassen können. Es wird sinnvolle Aktionen selbstständig ausführen, ohne dass die Bewohner eingreifen müssen.


Artikelbild für den Artikel "SMART-HOME-TECHNIK: Im Lean-BackModus" aus der Ausgabe 1/2020 von Unser Haus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Unser Haus, Ausgabe 1/2020

Steuern Sie Ihr Smart Home bequem per Klick – auch vom Sofa oder der Badewanne aus. Aber natürlich auch von unterwegs und jedem Ort der Welt. Das verschafft Bewohnern die perfekte Kontrolle. Busch-Jaeger


Unterhaltungselektronik wird selbstverständlich auch eingebunden ins ...

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... Smart Home. Die neue Generation von Fernsehern ist transparent und wirkt fast wie ein Kunstobjekt. Panasonic


Steuern Sie Markise, Beleuchtung und mehr über die Hausautomation „Connexoon Terrace“ und die dedizierte App, auch aus der Ferne. Somfy


Die smarte Haustechnik steuert beispielsweise die Verschattung im Winter so, dass so lange wie möglich allein die Sonne die Innenräume erwärmen kann. Reichen die solaren Gewinne, fährt sie erst gegen Abend die Rollläden herunter und dreht erst dann die Heizkörperventile auf. Beispiel Klimaregulierung: Die Automation erhöht die Leistung der Lüftungsanlage, sobald sie merkt, dass der CO2-Gehalt der Raumluft steigt. Beispiel Sicherheit für Senioren: Sie leuchtet punktgenau Flure und Wege aus, erkennt, wenn jemand gestürzt ist, sie stellt den Herd ab, wenn sich zu lange niemand mehr um die brodelnden Töpfe gekümmert hat. Oder – siehe oben – wenn die letzte Person das Gebäude verlässt. Beispiel Anwesenheits-und Einbruchschutz: Das System verrät den Bewohnern, wer gerade vor der Tür steht, simuliert zur Urlaubszeit durch möglichst lebensechten Einsatz von Beleuchtung und Multimedia ein volles Haus

Aktoren und Sensoren
Diese Funktionen erfordern neben den üblichen Komponenten auch Rollladenantriebe, Fenster-und Türantriebe, Markisenantriebe, Türsprechanlagen, Schließanlagen und so weiter. Die werden von den Aktoren angesteuert, Schaltern, die ihre Anweisungen von der Steuerintelligenz, der Recheneinheit, bekommen. Die wiederum verarbeitet dazu die Daten der Sensoren, also etwa der Temperaturfühler, Windmesser, Fenster-Kontaktmelder, Bewegungsmelder. Die Steuerintelligenz kann auf die Chips der einzelnen Sensoren und Aktoren verteilt sein, sie kann sich auf einem Mini-Server im Haus befi nden – oder auf einem Server im Internet. Aktoren, Sensoren und Zentrale kommunizieren per Datenkabel, per Stromkabel oder per Funk. Und zwar in mittlerweile zahlreichen „Sprachen“ – den Standards. Offene Standards werden von Geräten vieler verschiedener Anbieter beherrscht, die sich daher leicht in ein und dasselbe System integrieren lassen. Geschlossene (proprietäre) Standards werden nur von Geräten eines Herstellers „gesprochen“.

Eine Kamera liefert ein gestochen scharfes Videobild auf das 3,5 Zoll (8,9 cm) große Display der Innenstation. Hager


Viele Geräte unterscheiden sich durch die Funktechnologie, die sie zur Kommunikation benutzen. Die „homee-Würfel“ können mit Geräten sprechen, die nicht mit derselben Technologie funken. Homee


Gute Nerven
Profi s bevorzugen die draht-beziehungsweise glasfaserbasierte Variante, mit einem eigenen Netz aus Datenkabeln. Sie seien robust und kaum störanfällig, Kommunikation über größere Entfernungen sei kein Problem. Der Neubau ist die beste Gelegenheit, um zusammen mit der Elektroinstallation diese „Nervenbahnen“ einzurichten. Man muss nur vorher festlegen, wo überall Komponenten in die Automation eingebunden werden sollen. Die Verteilerkästen müssen größer ausfallen, sie nehmen zusätzlich die Aktoren auf. In den Wänden sind tiefere Dosen vorzusehen, die Strom-und Datenkabeln Platz bieten müssen. (Auch eine kabelbasierte Anlage ist jedoch noch erweiterbar, mit Leitungen und ebenso mit Funkkomponenten.)

Illustration: getty/Serhii Brovko

Im Haus halten
Internet-Verbindungen für den Zugriff von außen durch die Nutzer müssen schon mit Rücksicht auf den Datenschutz ordentlich abgesichert werden. Von Cloud-only-Lösungen, die ihre Anweisungen ausschließlich aus dem Web bekommen, raten Experten nicht grundsätzlich ab, sehen sie aber aus demselben Grund kritisch. Und aus einem weiteren: Wird die Verbindung unterbrochen, ist die Haustechnik plötzlich dumm. Oder, schlimmer noch, nicht mehr nutzbar. Mit einem lokalen System dagegen, mit der Recheneinheit innerhalb der vier Wände, behalten die Hausbewohner die Kontrolle. red

Der Smart Speaker ist ein Lautsprecher für zu Hause, der durch seine hohe Klangqualität überrascht und zwei intelligente Sprachassistenten bietet – entweder „Hallo Magenta“ oder „Alexa“, die Bewohner haben die Wahl. Telekom


Illustration: getty/soulcld

Mit Ihrer Stimme können Komponenten wie Licht, Rollläden oder die Heizung ganz einfach per Sprache bedient werden.
Rademacher


Ein Teil der Technik hinter dem Smart Home mit freier Zuordnung der Funktionen: Schalter/ Taster, Dimmen, Jalousie, Wertgeber, Sequenzen, Temperatur messen, LED steuern. Theben


LED-Leuchten „theLeda D“ mit integriertem Bewegungsmelder zur automatischen und energieeffi zienten Beleuchtungssteuerung im Außenbereich. Theben


KOSTEN, PLANUNG & DATENSICHERHEIT

Kosten:
abhängig vom jew. Umfang: funkbasierte Systeme (Standards: z. B. En-Ocean, ZigBee, Z-Wave, Bluetooth) ab ca. 2.000 Euro; kabelbasierte Systeme (Standards: z. B. KNX, LCN) ab ca. 8.000 Euro

Planung:
durch einen Systemintegrator, der die aktuell gewünschten Funktionen berücksichtigt sowie weitere Optionen für die Zukunft, z. B. AAL (Ambient Assisted Living, gezielte Unterstützung für Senioren, um selbstbestimmtes Wohnen zu erleichtern); Wahl der eingebundenen Technik: neben Heizung, Verschattung, Alarmanlage evtl. auch Waschmaschine, Küchengeräte, Gartentechnik (Beleuchtung, Bewässerung) usw.; Vereinbarung des Ausstattungswertes der Automation mit dem ausführenden Fachbetrieb, nach RAL-RG 678: 1plus (Vorbereitung für Gebäudesystemtechnik), 2plus (mind. 1 Funktionsbereich) oder 3plus (mind. 2 Funktionsbereiche); ggf. Leerrohre einziehen für spätere Erweiterung

Datensicherheit:
System aus einer Hand planen und installieren lassen; bei Anbindung ans Internet den Router nach den aktuellen Sicherheitsanforderungen konfi gurieren, regelmäßig Sicherheits-Updates durchführen, Firewalls für Smartphone, Tablet und PC nutzen, voreingestelltes Passwort durch eigenes ersetzen, keine Billig-Komponenten integrieren (die z.T. keine Sicherheits-Updates erlauben); Sprachsteuerung, Sprachassistenten: möglichst lokale, dezentrale Assistenten verwenden, webbasierte Assistenten nur bei Bedarf einschalten, Befehlsfunktion durch PIN-Code oder Passwort sichern, regelmäßig die vom Diensteanbieter gespeicherten, persönlichen Daten checken; Gütesiegel für Smart-Home-Systeme: „VDE Informationssicherheit geprüft“, vergeben vom VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. – www.vde.de)

Komfortabel und übersichtlich: Bewohner benötigen nicht mehr unzählige Apps, sondern nur noch „domovea“, die alle Funktionen in einer App abbildet. Hager