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SMART & SICHER


Computer Bild eHome - epaper ⋅ Ausgabe 2/2018 vom 12.10.2018

Samsungs vielseitigesSMARTTHINGS-SYSTEM gibt’s jetzt auch in Deutschland. Vodafone bietet es unter dem NamenV-HOME an – und eHOME hat’s getestet.


Artikelbild für den Artikel "SMART & SICHER" aus der Ausgabe 2/2018 von Computer Bild eHome. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild eHome, Ausgabe 2/2018

WOHN ZIMMER TEST SMARTHOMEKOMPLETTSYSTEM

Noch nie was von „Smart-Things“ gehört? Das hat seinen Grund, bislang war das Smarthome-System in Deutschland gar nicht erhältlich. Und jetzt begegnet es Käufern unter anderem Namen. Hersteller Samsung – seit 2014 im Besitz von SmartThings – arbeitet hierzulande mit Vodafone zusammen. Der Mobilfunkexperte bietet die Haussteuerung exklusiv in seinen Shops an – online wie offline. Passend zum Vodafone-Sortiment heißt ...

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... sie dort V-Home.

Paket mit Zusatznutzen

eHOME hat das Startpaket getestet. Es kostet rund 340 Euro und enthält neben der Funkzentrale des Systems, SmartThings-Hub genannt, einen batteriebetriebenen Tür-/Fensterkontakt, Videokamera und Alarmsirene. Mit anderen Worten: die Grundausstattung zum Überwachen einer Wohnung.

Der Begriff „V-Home“ steht aber nicht nur für Geräte. Vodafone verbindet eigene Dienstleistungen damit. So gehört zur Kamera automatisch ein Videospeicher in der Cloud. Er archiviert die Aufnahmen 14 Tage lang – oder bis die verfügbare Kapazität von 10 Gigabyte erschöpft ist.

Löst das System Alarm aus, erhalten die Bewohner oder andere Kontaktpersonen einen Telefonanruf von Vodafone. So können sie zu Hau-se nach dem Rechten sehen, und niemand überhört den Alarm.

Starterpaket: Es enthält Tür-/Fensterkontakt, Alarmsirene, Innenkamera und den Hub.


Funkzentrale: Der Hub steuert die Geräte, ein LAN-Kabel verbindet ihn mit dem Router.


V-Home: Die App von Vodafone verwaltet das Service-Konto und die Kontaktadressen.


SmartThings: Die Samsung-App ist für die Bedienung des Systems im Alltag zuständig.


VIDEO-AUFNAHMEN IN DER CLOUD

Die Extras sind Teil eines Abos, das 9,99 Euro im Monat kostet. Es wird bei der Aktivierung des Startpakets automatisch mit abgeschlossen. Wie im Mobilfunkgeschäft gebräuchlich, hat der Vertrag eine Laufzeit von zwei Jahren. Danach verlängert er sich automatisch von Monat zu Monat. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Tage.

Und noch eine Gepflogenheit hat Vodafone aus der Handy-Welt mitgebracht: Kunden des Unternehmens können den Gerätepreis abstottern. Statt 339,90 Euro bezahlen sie einmalig 99,90 Euro und dann 10 Euro im Monat über die Laufzeit von zwei Jahren. Hinzu kommen 9,99 Euro monatlich für den Speicher- und Anrufservice. Macht unterm Strich 579,66 Euro. Immerhin: Während der Einführungsphase gibt’s die ersten drei Monate V-Home-Service kostenlos.

Die Preise im Vergleich

550 Euro und mehr für den Einstieg in ein smartes Zuhause – das klingt nicht nach Schnäppchen, aber die Inklusivleistungen des V-Home-Pakets kosten anderswo auch Geld:

• Logitech: 14 Tage Kameraspeicher kosten 4 Euro im Monat.

• Smartfrog: sieben Tage Rückschau gibt’s für 5,95 Euro.

• Egardia: Wer Kontrollanrufe im Alarmfall braucht, bezahlt mit diesem System (ab 300 Euro) jeden Monat 8,95 Euro.

• Somfy Protect: Hier summieren sich die Kosten in zwei Jahren auf mehr als 800 Euro. Dafür schickt dann allerdings der abonnierte Axa-Sicherheitsdienst einen Mitarbeiter vorbei, der persönlich nach dem Rechten sieht.

V-Home löst nur Alarm aus, bietet aber einen entscheidenden Vorteil: Das Funksystem ist mit Lampen, Thermostaten, Lautsprechern und mehr zu einer Haussteuerung erweiterbar. Samsungs SmartThings-Plattform macht’s möglich.

Erste Schritte mit V-Home

Vodafone-Kunden fällt der Einstieg besonders leicht: Das V-Home-Abo wird einfach über ihren Mobilfunkvertrag abrechnet. Außerdem gehen Abrufe der Kameraufnahmen nicht zu Lasten des Datenvolumens – ein Bonus, der sich beim Roaming im Ausland bezahlt machen kann. Immerhin haben die gespeicherten Videos eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln.

Trotzdem steht das V-Home-System auch Kunden anderer Netzbetreiber offen, sie müssen nur eine Kreditkarte als Zahlungsmittel hinterlegen. Ungewöhnlich: Die fürs Einrichten zuständige App „V by Vodafone“ verlangt von Neukunden, die Vorder- und Rückseite ihres Personalausweises zu fotografieren. Laut Anbieter liegt das am standardisierten Registrierungsverfahren, das Vodafone für alle seine „V“-Produkte verwendet.

Ist der Account angelegt, geht’s mit der Zentrale weiter. Ein QRCode auf der Verpackung fügt sie dem Konto hinzu, Abfotografieren mit der Smartphone-Kamera genügt. Danach fragt die App nach den Rufnummern von bis zu sechs Notfallkontakten. Es müssen Handynummern sein, weil Vodafone davon ausgeht, dass die Teilnehmer mobil am besten zu erreichen sind. Kontakte nur mit Festnetzanschluss scheiden also aus.

WOHN ZIMMER TEST SMARTHOMEKOMPLETTSYSTEM

Einrichtung per App

Die Vodafone-App hat nun im Wesentlichen ihren Zweck erfüllt, alle weiteren Einstellungen finden in der SmartThings-App von Samsung statt. Dafür ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse nötig, falls der Nutzer noch kein Samsung-Konto besitzt – etwa von der Online-Anmeldung auf einem Smartphone oder Smart-TV des Herstellers.

Die Installation beginnt mit dem Anschluss des Hub an den Router. Obwohl die Funkzentrale Smart-Things WiFi heißt und eigentlich per WLAN funken kann, stellt ein LAN-Kabel die Verbindung her. Das Wi-Fi-Modul ist im Starterkit von Vodafone deaktiviert. Da der Hub zwei Buchsen hat, geht aber kein LAN-Anschluss verloren. Die Zentrale stellt den Port, den sie am Router belegt, also selbst wieder anderen Geräten zur Verfügung. Auf den Hub folgen nacheinander Videokamera, Türkontakt und Sirene. Dass die Geräte unterschiedliche Funkstandards wie Zigbee oder WLAN verwenden, braucht den Nutzer nicht zu kümmern, die App regelt das für ihn. Sie richtet auch gleich drei Betriebszustände für das Alarmsystem ein: abwesend, anwesend und deaktiviert.

Diese Voreinstellungen erscheinen später im sogenannten V-Home-Monitor auf der Startseite der Samsung-App (siehe Seite 37). Nutzer schalten auf Wunsch die ganze Anlage scharf oder aktivieren nur bestimmte Sensoren, um etwa Türen oder Fenster zu überwachen. So können sich Bewohner frei im Haus bewegen, während die Außenhülle geschützt ist.

Im Modus „Abwesend“ gibt es zusätzlich die Option „V-Home-Alarm-Assistent“. Ist sie aktiviert, Löst ein Sensor Alarm aus, schickt die Smarthome-Zentrale eine Push-Mitteilung und zusätzlich eine SMS an die hinterlegte Handy-Nummer1 . Der Fingertipp auf die Nachricht führt direkt zur SmartThings-App. Sie zeigt die Uhrzeit und den Namen des Sensors an2 . Über „Details“ ist die aktuelle Videoaufnahme abrufbar.3 Folgt keine Reaktion des Nutzers, ruft Vodafone die Handynummer an4 . Aktuell läuft dabei noch eine Bandansage, ab Herbst sollen Call-Center-Mitarbeiter in der Leitung sein.1 2 3 4 tritt bei einem Zwischenfall das Vodafone-Callcenter in Aktion und ruft die gespeicherten Telefonnummern an (siehe Kasten unten). Während des Tests kam dabei noch eine Ansage vom Band. Ab Herbst sollen aber echte Mitarbeiter am Apparat sein, die den Notfallkontakten Tipps geben und zum Beispiel die Rufnummer der zuständigen Polizeiwache ermitteln. Dann können auch Freunde oder Nachbarn unter den Angerufenen sein, die selbst keine SmartThings-App nutzen – und folglich nicht sehen, was zu Hause vor sich geht.

Vertrauenspersonen lassen sich über einen QR-Code in der Smart-Things-App einladen. Sie scannen den Schachbrettcode mit ihrem Android- oder iOS-Gerät und erhalten damit Zugriff auf das System. So können zum Beispiel Familienmitglieder einen Alarm beenden, wenn der Hauptkontakt gerade nicht erreichbar sein sollte.

Das Alarmsystem im Alltag

V-Home löste im Test zuverlässig Alarm aus. Die Bildqualität der Kamera ist sehr gut, ihre Infrarot-LEDs leuchten das Blickfeld im Dunkeln mehrere Meter weit aus.

Frank-Oliver Grün eHOME-Autor


„Die SmartThings-Plattform erweitert das V-Home-Paket um viele nützliche Funktionen.“


Um seine Aufgabe zu erfüllen, muss das System konstant mit dem Internet verbunden sein. Zwar kommunizieren einige Geräte wie der Türkontakt direkt per Funk mit dem Hub und benötigen keine Online-Verbindung. Ohne Internet verlieren aber auch sie ihre Alarmfunktion. Die Benachrichtigung per App oder Telefon fällt dann ohnehin aus, weil die Zentrale keine Verbindung „nach draußen“ mehr hat. Mit dieser Einschränkung steht SmartThings nicht alleine da. Auch andere Lösungen von Herstellern wie Devolo, Gigaset oder der Deutschen Telekom arbeiten so. Sie sind abhängig vom Internet und daher kein vollwertiger Ersatz für eine Profi-Alarmanlage mit Akku-Notversorgung und Sabotageschutz.

DAS PASSIERT BEI EINEM ALARM

Der V-Home-Service von Vodafone verständigt Bewohner oder Vertrauenspersonen per Telefonanruf

Löst ein Sensor Alarm aus, schickt die Smarthome-Zentrale eine Push-Mitteilung und zusätzlich eine SMS an die hinterlegte Handy-Nummer1 . Der Fingertipp auf die Nachricht führt direkt zur SmartThings-App. Sie zeigt die Uhrzeit und den Namen des Sensors an2 . Über „Details“ ist die aktuelle Videoaufnahme abrufbar.3 Folgt keine Reaktion des Nutzers, ruft Vodafone die Handynummer an4 . Aktuell läuft dabei noch eine Bandansage, ab Herbst sollen Call-Center-Mitarbeiter in der Leitung sein.

Solche VdS-zertifizierten Systeme kosten jedoch ein Vielfaches und können trotzdem nur Einbrecher bei der Arbeit stören. Die Kombi von Samsung und Vodafone setzt früher an. Im besten Fall verhindert sie, dass Kriminelle das Haus überhaupt ins Visier nehmen. Der Trick heißt Anwesenheitssimulation: Automatisch schaltende Lampen lassen ein Gebäude bewohnt aussehen, auch wenn die Familie gerade verreist ist. Zufällige Musik oder ein laufender Fernseher am Abend perfektionieren den Effekt.

Mit Licht und Ton erweiterbar

Die SmartThings-Plattform eignet sich gut für solche Simulationen, weil sie andere Produkte für ihre Zwecke einspannen kann. Es sind bereits Hue-Lampen von Philips in der Wohnung installiert? Dann schaltet V-Home im Alarmfall das Licht ein. WLAN-Lautsprecher von Bose oder Sonos geben zu Hause den Ton an? Dann spielen sie ein täuschend echtes Hundegebell ab, wenn der Türkontakt eine verdächtige Erschütterung registriert.

Die Einstellungen dafür sind in der App bereits angelegt. Sie tauchen als Option im Einrichtungsassistenten des V-Home-Monitors auf. Hier kann der Nutzer festlegen, welche Lampen sich einschalten sollen und in welcher Farbe. Als Soundeffekt stehen neben Hundegebell noch weitere Klänge wie Feueralarm, Türglocke oder das Laserschwert aus Star Wars zur Wahl.

Dafür muss der Nutzer die externen Systeme zuvor mit der Smart-Things-Zentrale verbinden. Das geschieht einmal mehr übers Internet: Beim Hinzufügen von Philips Hue, Bose SoundTouch & Co.gibt der Heimvernetzer die Online-Zugangsdaten des jeweiligen Systems in die SmartThings-App ein.

Nach vielen Seiten offen

Auf diese Weise lassen sich noch mehr Produkte aus dem Internet der Dinge (IoT) mit SmartThings verbinden. So arbeitet der Hub mit Amazon Alexa und dem Google Assistant zusammen. Auch die Kooperation mit Arlo-Kameras von Netgear, der Video-Türklingel von Ring sowie Honeywell-Thermostaten klappt (siehe Seite 40). In den USA oder Großbritannien, wo es SmartThings schon länger gibt, ist die Liste noch umfangreicher – das lässt auf den weiteren Ausbau auch hierzulande hoffen.

Übersicht: Verbundene Geräte erscheinen mit Betriebszustand in der SmartThings-App.


Kontrolle: Der Multi-Sensor erkennt Erschütterungen und die Öffnung von Tür oder Fenster.


Lärm: Die SmartThings-Sirene alarmiert mit 85-Dezibel-Pfeifton und einer blinkenden LED.


WOHN ZIMMER TEST SMARTHOMEKOMPLETTSYSTEM

Hinzu kommen Sensoren und Regler, mit denen der Samsung-Hub direkt per Funk kommuniziert. Denn neben IoT-Geräten, die übers Datennetzwerk angebunden sind, bezieht SmartThings auch ZWave- und Zigbee-Komponenten in die Steuerung mit ein.

Das können batteriebetriebene Sensoren wie der Türkontakt aus dem V-Home-Paket oder drahtlose Wasser- und Bewegungsmelder sein. Zwischenstecker für Elektrogeräte oder Rauchsensoren gehören ebenso dazu wie Lampen und Sirenen. Teilweise stehen mehrere Anbieter zur Wahl. So steuert das System zum Beispiel Zigbee-Leuchtmittel von Ikea, Innr, Osram und Sengled. Zwei Erweiterungspakete bietet Vodafone selbst an (siehe Kasten Seite 39). Das Automation Kit enthält Lampe und Steckdose plus Bewegungssensor. Im Detection Kit sind Wasser- und Rauchmelder enthalten.

Da der Hub die nötige Funktechnik bereits an Bord hat, genügt es, die Produkte im Einrichtungsassistenten der SmartThings-App auszuwählen. Sie landen nach der Installation im Menü „Geräte“ und warten dort auf ihren Einsatz.

Regeln und Szenarien

Für die Automatisierung spielt es keine Rolle, welchen Weg ein Gerät bei der Installation genommen hat. Z-Wave- und Zigbee stehen gleichberechtigt neben Netzwerk-Lösungen wie Philips Hue oder Sonos. So kann eine Abendszene zum Beispiel Lampen verschiedener Hersteller enthalten und obendrein Steckdosen schalten.

Bedienelemente in der SmartThings-App steuern zum Beispiel Hue-Lampen1 oder SoundTouch-Lautsprecher von Bose2 . Sie beschränken sich dabei auf die nötigsten Funktionen.

PARTNER VON SMARTTHINGS

Das Samsung-System arbeitet auch mit Geräten anderer Hersteller zusammen. Manche werden mit Z-Wave- oder Zigbee-Funk direkt am Hub angemeldet. Andere kommunizieren über das Heimnetzwerk mit der Zentrale.

HEIZUNG

Heizkörperregler von Danfoss (siehe Bild) bekommen ihre Steuerbefehle direkt per Z-Wave. Honeywell-Thermostate sind übers Internet angebunden.

LICHT

Der Hub steuert ein Philips-Hue-System (siehe Bild) genauso wie Zigbee-Leuchtmittel von Ikea, Innr, Osram und Sengled – oder WLAN-Lampen von Lifx.

STECKDOSEN

Außer den eigenen SmartThings-Plugs schaltet die Zentrale auch Zigbee-Steckdosen von Osram sowie Z-Wave-Zwischenstecker von Fibaro (siehe Bild).

KAMERAS

Ergänzung zur Samsung-Kamera aus dem Vodafone-Startpaket: Arlo-Modelle von Netgear (siehe Bild) lassen sich am SmartThings-Hub ebenfalls anmelden.

RAUCHMELDER

Kohlenmonoxid- und Rauchsensoren von Fibaro (siehe Bild) warnen bei Gefahr. Wie Modelle von Thermoptek alarmieren sie den Hub mit Z-Wave-Funk.

LAUTSPRECHER

Das Multiroom-System SoundTouch von Bose (siehe Bild) ist mit SmartThings kompatibel. WLAN-Lautsprecher von Sonos funktionieren aber auch.

SAMSUNG-GERÄTE

Die SmartThings-Plattform soll in Zukunft alle möglichen Samsung-Produkte verbinden und steuern. Mit ihren Flaggschiff-Modellen für Küche und Haushalt fangen die Koreaner schon mal an.

Laut Hersteller sind fast alle Samsung-Hausgeräte mit WLAN-Verbindung kompatibel zu Smart-Things – darunter etwa der Doppel-Backofen Dual Cook Flex WiFi (um 1200 Euro)1 . Die Produkte erscheinen mit ihrem Netzwerk-Anschluss auch ohne Hub auf Samsung-TVs der neuesten Generation. Eine Smart-Things-App ist darauf schon vorinstalliert2 . Mit ihrer Hilfe lässt sich zum Beispiel am Fernseher der Betriebszustand des Backofens kontrollieren, das Bild der Kühlschrankkamera abrufen oder nachschauen, wie weit der Waschtrockner WD88003 (um 2150 Euro) mit seinem Programm ist. Die SmartThings-App auf einem Smartphone kann Geräte von unterwegs aus starten. Eine Sonderrolle spielen Kühlschränke mit Familiy-Hub (ab etwa 3000 Euro)4 . Ihr Bildschirm ersetzt das Smartphone oder Tablet in der Küche. Er zeigt etwa das Bild einer Video-Türklingel von Ring oder Babykamera von Netgear – künftig sogar auf Zuruf, wenn Samsungs Sprachassistentin Bixby endlich Deutsch gelernt hat.

Es dauert nur etwas, bis alle Leuchtmittel in Farbe und Helligkeit aufeinander abgestimmt sind, die Regler in der SmartThings-App bieten dafür nur eingeschränkte Funktionen. Ist die Szene erst mal angelegt, geht’s aber umso schneller. Ein Tastendruck oder Alexa-Befehl genügt, um die gewünschte Lichtstimmung aufzurufen. Mit Hilfe von Regeln kann das automatisch geschehen. Es stehen Timer, die Ortungsdienste des Smartphones oder andere Geräte als Auslöser zur Verfügung. So zieht zum Beispiel das Einschalten einer Lampe weitere Aktionen nach sich.

Intelligente Steuerung

Praktisch: Der Status des V-Home-Monitors kann ebenfalls als Auslöser dienen. Dann schaltet ein Wechsel von „Anwesend“ auf „Abwesend“ nicht nur die Alarmsensoren scharf. Er löscht auch gleichzeitig an vernetzten Lampen das Licht, stoppt die Musikwiedergabe und drosselt die Heizung – sofern kompatible Thermostate installiert sind.

Vieles von dem, was SmartThings einmal können soll, zeichnet sich gerade erst ab (siehe oben), manches wirkt noch etwas unfertig. So ließ die Übersetzung einiger App-Texte im Test zu wünschen übrig. Solche Kleinigkeiten sollten Update s aber beheben. Das System selbst gehört schon jetzt zu den vielseitigsten auf dem Markt.

FAZIT

V-Home und SmartThings ergänzen sich perfekt. Die Kombination aus Startpaket und Abo ist kein Schnäppchen, aber ihr Geld wert – besonders für Vodafone-Kunden. Wer feststellt, dass er den V-Home-Service nicht braucht, kann das System nach Vertragsende kostenlos weiternutzen.