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Smarte Sicherheit: Aber sicher!


iPhone & iPad Life - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 16.03.2020

Wo Sie früher einen dicken Schlüsselbund und gute Versicherungen benötigten, regiert heute moderne Technologie. Wir haben uns die vielfältigen Möglichkeiten angesehen, mit denen Sie sich in Verbindung mit dem iPhone in allen Lagen absichern.


Artikelbild für den Artikel "Smarte Sicherheit: Aber sicher!" aus der Ausgabe 2/2020 von iPhone & iPad Life. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: iPhone & iPad Life, Ausgabe 2/2020

Der kleine Panic-Button Orbit Protect verschickt bei drohender Gefahr einen Hilferuf sowie Ihren aktuellen Standort.


Das Überwachungssystem von Arlo bietet für jede Gelegenheit die passende Sicherheitskamera.


Kommunizieren wie James Bond mit dem smarten Orii Ring.


Mit jedem neuen iPhone erhalten Sie eine bessere Kamera und auch die eine oder andere optimierte technische ...

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... Fähigkeit. Doch größere Innovationen sind in den kommenden Jahren selbst bei Apples Flaggschiff eher nicht zu erwarten. Anders verhält es sich, wenn wir die sogenannten smarten Produkte mit einbeziehen, die sich mit iPhone und Co. verbinden lassen. Gerade im Bereich der Sicherheit wird das iPhone zu einem sehr mächtigen und vielseitigen Instrument, sobald es mit anderen Geräten zusammenarbeitet.

Wir haben uns eine Übersicht verschafft, in welchen Lebenslagen Sie welche technischen Hilfsmittel in Verbindung mit Apples Hardware absichern können. Neben ein paar erstaunlichen Innovationen sind wir dabei auf die Erkenntnis gestoßen, dass das iPhone nicht nur Besitz, sondern längst auch Leben retten kann. Leib und Leben

Beginnen wir mit dem kleinsten von uns getesteten Sicherheits-Gadget – einem technischen Hilfsmittel, mit dem Sie Ihre Gesundheit oder gar Ihr Leben schützen. Der Orbit Protect (30 Euro) ist ein vom Hersteller als „Panic Button“ tituliertes Accessoire, das Personen Ihrer Wahl benachrichtigt und Ihre geografischen Koordinaten übermittelt, wenn Gefahr droht. Den kleinen Ansteckknopf können Sie nahezu unsichtbar am Körper tragen, an Jacke oder Tasche einhaken und schnell per Knopfdruck aktivieren. Sehr sinnvoll: Drücken Sie ihn einmal, signalisieren Sie, dass Sie wohlbehalten angekommen sind, mit zweifachem Drücken, dass Gefahr droht und betätigen Sie ihn gar dreimal, heißt das für den Empfänger, dass Sie sich in akuter Gefahr befinden und tatsächlich schnell Hilfe benötigen.

Von ähnlicher Größe ist der Orii Ring (100 Euro). Dieser sieht auf den ersten Blick aus wie ein modernes Schmuckstück – wenn auch ein etwas klobiges. Per Knopfdruck verbindet sich der Orii jedoch mit Ihrem iPhone und Sie können mit dem integrierten Mikrofon sowohl Nachrichten senden als auch ein Telefonat führen, ohne dass Ihr Gegenüber dies sofort erkennt. Denn der Ton wird mithilfe der sogenannten Knochenschallleitung übertragen: Sie halten einfach den Ringfinger an den Knochen vor Ihrem Ohr – und schon telefonieren Sie, als würden Sie den Hörer an Ihr Ohr halten, während es für Fremde (und nicht technikaffine Personen) lediglich so aussieht, als würden Sie nachdenken.

Moderne Technik hilft Ihnen aber auch bei gesundheitlichen Problemen – die Sie ohne moderne Technik vielleicht gar nicht hätten. Die bunten Brillen von Barner (ab 60 Euro) schützen Ihre Augen vor dem blauen Licht von Displays, dem wir durchschnittlich neun Stunden pro Tag ausgesetzt sind. Eine spezielle Schutzschicht schont dabei Ihre Augen, sodass Sie stressfreier an Bildschirmen verschiedener Art arbeiten können. Auch Müdigkeit und Kopfschmerzen sollen die Brillen vorbeugen.

Sehen, wenn der Postmann klingelt: mit der Video-Türklingel von Ring.


Haus und Hof

Ihr eigenes Heim (und sich selbst gleich mit) sichern Sie mit verschiedenen, leicht zu installierenden Kamerasystemen ab. Die Video-Türklingel Ring (200 Euro) verfügt über eine Kamera, die das Erscheinen jedes Neuankömmlings an Ihrer Haustür auf eine App auf Ihrem iPhone überträgt. Möchten Sie der Person nicht persönlich begegnen, können Sie mittels der App mit ihr kommunizieren. Das per Akku betriebene Gerät alarmiert Sie, sobald es Bewegungen an Ihrer Tür erkennt. Anpassbare Bewegungssensoren, Infrarot-Nachtsicht und eine Liveansicht mit Video-on-Demand-Funktion sichern Ihre Wohnung zusätzlich ab.

Was die Überwachung der verschiedenen Räume Ihrer Wohnung angeht, haben wir uns aus dem reichhaltigen Angebot der smarten Sicherheitskameras die Modelle zweier Hersteller herausgegriffen. Die Firma Arlo bietet mit dem Pro-3-System (ab 560 Euro) ein interessantes Gesamtpaket an, das mit einem Smart-Hub sowie zwei Kameras geliefert wird – weitere Kameras sind optional. Die Bündelung der Fähigkeiten machen dabei den Unterschied zur Konkurrenz aus. Die Bildqualität ist mit einer 2K-Auflösung und alternativ sogar in 4K außergewöhnlich gut. Auch das Sichtfeld von 160 Grad ist ungewohnt weit. Der Smart Hub wiederum erhöht die Reichweite des WLANs, verbessert die Akkulaufzeit und sorgt für eine sichere Netzwerkanbindung. Die Pro-3-Kameras eignen sich für den Innen- und den Außeneinsatz.

Entspannt kochen: Die Sicherheitsleiste Safera schaltet bei Rauchentwicklung den Herd a


Sicherheitskameras von Yi.


Hightech im Gepäck: Die Kofferserie von Plevo ist mit Touch ID und GPS-Tracking ausgerüstet.


Günstiger, aber ebenfalls leistungsstark, sind die Kameras von Yi. Die Home Camera 3 (50 Euro) besticht durch ihre Kompaktheit und Beweglichkeit. Dank eines Scharniers direkt über dem Fuß können Sie die Kamera in die unmöglichsten, aber womöglich für Sie wichtigen Positionen bringen. Die Linse selbst ist lediglich ein runder Knopf am oberen Ende einer kreditkartengroßen und sehr dünnen Halterung und damit perfekt geeignet, um das Gerät unauffällig im Raum zu postieren.

Benötigen Sie das größtmögliche Sichtfeld, sollten Sie die Kami Indoor Camera Y32 von Yi (90 Euro) in Betracht ziehen. Neben der umfassenden Raumsicht erhalten Sie hier eine Perso-Entspannt kochen: Die Sicherheitsleiste Safera schaltet bei Rauchentwicklung den Herd ab. Hightech im Gepäck: Die Kofferserie von Plevo ist mit Touch ID und GPS-Tracking ausgerüstet. Sicherheitskameras von Yi. nenerkennung und Bewegungsverfolgung und können spezielle Überwachungszonen festlegen

Für den Innenbereich Ihres Hauses gibt es zahlreiche Kamerasysteme, die Sie mit iPhone, iPad oder MacBook verbinden und auf die Sie von nahezu überall auf der Welt zugreifen können. Doch was ist mit Orten wie dem Keller eines Mietshauses, einem Gartenhaus oder Schuppen außerhalb der WLAN-Reichweite? Selbst Repeater greifen hier oft sprichwörtlich zu kurz. Die Arlo-Go-Kamera (ab 270 Euro) funktioniert jenseits vom WLAN mit dem LTE-Netz. Der Vorteil: Sie können die wetterfeste und mit 130-Grad-Blickwinkel sowie Akku ausgestattete Kamera vollständig kabellos an nahezu jedem Ort platzieren. Um die Videoüberwachung in HD-Qualität abzurufen, benötigen Sie jedoch eine Mobilfunkverbindung. In die Arlo-Go müssen Sie dafür eine SIM-Karte stecken. Ein SD-Kartenslot, um Aufzeichnungen zu speichern, ist ebenfalls vorhanden. In Zusammenarbeit mit Vodafone bietet Arlo ein Angebot, bei dem Sie für 350 Euro neben der Kamera die SIM-Karte gleich mitgeliefert bekommen. Anschließend zahlen Sie fünf Euro pro Monat für den Cloudservice.

Wie fokussiert Sie Ihr Hab und Gut sichern können, beweist Safera (350 Euro). Das vom gleichnamigen Unternehmen als Herdwächter apostrophierte Gerät bringen Sie über Ihrem Herd an, verbinden es mit selbigem und verhindern so Herdbrände, die als Hauptursache für Hausbrände gelten. Fortan können Sie Ihr Essen auf dem iPhone überwachen und werden alarmiert, sobald etwas anbrennt oder eine ungewöhnliche Rauchentwicklung austritt. Droht ein Brand, schaltet Safera Ihren Herd sogar automatisch aus.

Hier und da

Auf Reisen ist das Abhandenkommen von Gepäck ein immer wiederkehrendes Problem. Der Hersteller Plevo sichert Ihr Gepäck mit der eigenen Kofferserie auf verschiedene Arten. Die robusten Modelle Runner (460 Euro), Infinite (550 Euro) und Up (600 Euro) bieten zuvorderst eine Reißverschluss-Sicherung, die Sie mit der Gesichtserkennung auf Ihrem iPhone und einer Bluetooth-Verbindung, mit Touch ID oder einem Morsecode öffnen. Ein Diebstahlalarm ist ebenso integriert. Und mit dem eingebauten GPS-Tracking können Sie Ihren Koffer mühe- los verfolgen und müssen nicht mehr raten, wo er abgeblieben sein könnte. Und schließlich sichern Ihnen die Plevo-Koffer auch noch eine erweiterte Laufleistung für Ihre Apple-Geräte: Direkt unter dem Griff ist ein herausnehmbarer Akku verbaut, der sowohl über zwei USB-A- als auch einen Micro-USB sowie einen USB-C-Eingang verfügt. Weitere Annehmlichkeiten sind einfach zu ersetzende, abnehmbare Räder und eine eingebaute digitale Waage, damit Sie am Flughafen nicht etwa extra bezahlen müssen.

Im Rucksack Pix sind LEDs verbaut


Eine eigentlich niedliche, aber beizeiten sehr nützliche Idee liefert die noch junge Firma Pix. Deren gleichnamiger Rucksack (260 Euro) verbindet sich mit Ihrem iPhone und einer zugehörigen App und kann großformatig auf der Rückseite auf einer integrierten LED-Fläche Signale anzeigen. Neben vielen spielerischen Motiven können Sie hier auch Stoppzeichen, Abbiegepfeile oder ein Warnsignal anzeigen lassen, wenn Ihr Auto liegen geblieben ist.

Fingerschlüssel

Betrachtet man die Entwicklungen auf dem Markt der Sicherheitsprodukte, ist man geneigt, den Schwanengesang auf den Schlüssel anzustimmen. Über eine neue Art von Schlüssel verfügt nahezu jeder: Es ist der eigene Finger. Abus bietet mit dem Touch 56/60 (40 Euro) ein Vorhängeschloss mit Fingerabdrucksensor, der problemlos und zuverlässig funktioniert. Schneller öffnen Sie ein solches Schloss mit keinem Schlüssel der Welt.

Auch Türschlösser selbst werden immer öfter mit der Technik ausgestattet. Erste Modelle wie das Ultraloq U-Bolt Pro oder das Olalock i3 sind zwar noch nicht weltweit erhältlich, die Verfügbarkeit dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein. Das i3 ist besonders interessant, da es neben einem für Unwissende versteckt verbauten Fingerabdruck-Knopf auch noch eine (ebenfalls auf den ersten Blick unsichtbare) Code-Paneele bietet, mithilfe der Sie sich mit einem Zahlencode Eintritt verschaffen können.

In unseren Breitengraden käuflich zu erwerben ist Verbatims Fingerprint Secure Hard Drive (ab 150 Euro). Zu den Inhalten auf der kompakten, durch Ihren Fingerabdruck gesicherten externen Festplatte, haben nur Sie selbst Zugriff. Sollten Sie also die Festplatte verlieren oder wird sie geklaut, hat der Dieb Pech gehabt: Eine Kombination aus 256-Bit-AES-Hardwareverschlüsselung und biometrischer Technologie verhindert jeglichen Missbrauch.

Ob Haustür, Vorhängeschloss oder externe Festplatte – hier ist Ihr Finger der Schlüssel.


Sicher auf dem Fahrrad

Sehen und gesehen werden mit den extrem hellen Fahrradlichtern von Seesense.


Helm mit Rücklicht: der Cosmo.


Fahrradfahrer profitieren in besonderer Weise von der Zusammenarbeit von iPhone und Gadgets von Drittanbietern. Die britische Firma Seesense hat mit den Icon 2 (150 Euro) jüngst leicht zu montierende Fahrradlichter auf den Markt gebracht, die mit 300 respektive 400 Lumen bis zu drei Kilometer weit strahlen. Zusätzlich können Sie die Lichter personalisieren und nach eigenem Gusto einstellen und blinken lassen. An Kreuzungen und bei entgegenkommenden Lichtern werden die Lampen automatisch heller, ebenso jedes Mal, wenn Sie bremsen. Sollten Sie mit den Icon-2- Lichtern einen Unfall haben, wird automatisch ein Notfallkontakt alarmiert. Wird Ihr Fahrrad entwendet, erhalten Sie eine entsprechende Meldung auf Ihrem iPhone.

Mehr oder minder dieselben Fähigkeiten besitzen die Fahrradhelme mit ansteckbarem Licht von Cosmo (ab 99 Euro). Der französische Hersteller hat sich mit seinen Modellen sogar dem – zumindest für Männer – wohl größten Hindernis auf dem Weg zum schützenden Helm angenommen: dem Coolness-Faktor. Vor allem der Cosmo Urban sieht extrem lässig aus. Das am Hinterkopf angesteckte Licht korrespondiert mit einer zugehörigen App, aber auch mit einer am Lenker angebrachten Fernbedienung, mit der Sie unter anderem, ohne mit dem Arm zu wedeln, deutlich signalisieren, dass Sie abbiegen möchten.

Fahrradschlösser, mit denen Sie Ihr Rad einfach nur abschließen, waren gestern. Die moderne Variante nennt sich Smart X 770A und kommt von Abus (190 Euro). Zwar ist das Bügelschloss weder besonders günstig, noch mit seinen zwei Kilogramm federleicht. Dafür können Sie Ihren Drahtesel kaum besser schützen. Der gehärtete 13-Millimeter Vierkant-Parabolbügel verfügt über ein Schließsystem mit Bluetooth-Funktion, was bedeutet, dass Sie das Schloss ohne Schlüssel, dafür aber mit Ihrem iPhone, öffnen können. Integriert ist zudem ein Alarm, der mit über einhundert Dezibel auch den hartnäckigsten Dieb in die Flucht schlagen und Beobachter alarmieren sollte. Netter Nebeneffekt: In der komplementären App können Sie per Standortspeicherung erkennen, wo Sie Ihr Rad abgestellt haben.