Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 10 Min.

SMARTE SPEAKER: DIE BESTEN IHRER ART


connect - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 08.03.2019
Artikelbild für den Artikel "SMARTE SPEAKER: DIE BESTEN IHRER ART" aus der Ausgabe 4/2019 von connect. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: connect, Ausgabe 4/2019

Das Angebot an smarten Speakern ist inzwischen so vielfältig wie das, was man damit machen kann. Für jeden Nutzungsschwerpunkt gibt es andere Favoriten.


Es ist erst zwei Jahre her, dass Amazon mit dem Echo den ersten smarten Lautsprecher nach Deutschland brachte, ein halbes Jahr später gesellte sich der Google Home dazu. Inzwischen hat allein Amazon mehr als zehn verschiedene Alexa-Geräte im Angebot. Insgesamt sind bereits Dutzende von sprechenden Boxen auf dem Markt, weil immer mehr Hersteller ihre Produkte mit digitalen Sprachassistenten ausrüsten – Tendenz stark steigend.

Gleichzeitig nimmt die ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von connect. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Power-Zwerg. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Power-Zwerg
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Siebte Generation im Quartett. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Siebte Generation im Quartett
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von STARKES STATEMENT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
STARKES STATEMENT
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Steiler Aufstieg. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Steiler Aufstieg
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von LG V40: WER ZU SPÄT KOMMT …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LG V40: WER ZU SPÄT KOMMT …
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von HONOR 10 LITE: Glänzender Zwilling. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HONOR 10 LITE: Glänzender Zwilling
Vorheriger Artikel
Netze, Dienste & Hersteller des Jahres 2019
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel VODAFONE:MIT 5G AUF DER SICHEREN SEITE
aus dieser Ausgabe

... Spezialisierung der intelligenten Boxen zu. Die einen legen ihren Schwerpunkt auf einen besonders dynamischen Klang, andere fungieren auch als Smart-Home-Zentrale. Dazu gesellen sich Modelle mit Display, akkubetriebene Speaker zum Mitnehmen oder Kleinstgeräte für Einsteiger.

Und es bleibt nicht bei vernetzten Lautsprechern. Auch andere technische Gerätschaften – von der Soundbar über den Router bis hin zum vernetzten Auto – werden sich künftig mit Alexa, Google Assistant und teils mit Siri verstehen und auf Zuruf steuern lassen. Wer hat derzeit in den verschiedenen Kategorien die Nase vorn oder schlicht noch keine Konkurrenz? Unser Test liefert die Antwort.

Hör mal, wer da spricht

Vor der Wahl eines bestimmten Produkts steht die Wahl des Sprachassistenten. Einfach ist die Entscheidung nicht.

■ Alexa bietet nach wie vor einen deutlich größeren Funktionsumfang als die Konkurrenz. Für die Plattform existieren Zigtausende von „Skills“, über die sich Geräte, Dienste und Anwendungen auf Zuruf steuern lassen. Denn der Konzern macht es externen Entwicklern sehr leicht, solche Schnittstellen zu erstellen, inzwischen können sich sogar die Endkunden selbst ihre eigenen Skills zusammenbasteln. Vor allem im Smart-Home-Umfeld hat Alexa einen kaum einholbaren Vorsprung. Zudem besitzt Amazons Sprachdienst im Vergleich zum Google Assistant die natürlichere Stimme, auch die Aussprache hat sie besser im Griff.

■ Das größte Pfund des Google Assistant (Home heißt sowohl die hauseigene Hardware als auch die Verwaltungs-App) ist die mächtige Suchmaschine im Hintergrund, die bei Auskünften aller Art die besten Ergebnisse liefert. Und: Viele Anwender kennen den Sprachdienst bereits von ihrem Smartphone – das erleichtert den Einstieg im smarten Zuhause. Google bietet zudem einen einheitlichen Funktionsumfang für smarte Speaker aller Hersteller – das gilt auch für den Multiroom-Betrieb und die Chromecast-Nutzung. Eine Ausnahme bildet der neue Dolmetschermodus, der zunächst auf die Home-Geräte von Google beschränkt ist.

KLANGKÜNSTLER

Wenn der Musikgenuss im Vordergrund steht, haben die Klangexperten von Harman und Sonos die Nase vor Google und Amazon.

Harman Kardon Citation 500

Wem der Citation 500 zu klobig oder schlicht zu teuer ist, der findet im Citation 300 oder im Google Home Max für knapp 400 Euro kompaktere Alternativen, die ebenfalls gut klingen.


■ Mit der im vergangenen Herbst vorgestellten Citation-Serie setzt der Audiospezialist Harman neue akustische Maßstäbe im Segment der intelligenten Boxen. Bis auf die geplante Soundbar sind die Google-Assistantbasierten Geräte nun im Handel verfügbar. Der Citation 500 – neben zwei Standlautsprechern Topmodell der Serie – demonstriert seinen Premiumanspruch nicht nur durch je zwei Hoch- und Tieftöner mit satten 200 Watt Leistung, sondern auch durch das anspruchsvolle Design, erlesene Materialien und eine tadellose Verarbeitung. Steuern lässt sich die edle Streamingbox auf Zuruf oder über ein farbiges Touchdisplay auf der Oberseite. Dass dieses geballte Soundpaket seinen Preis hat, versteht sich von selbst. 650 Euro ruft der Hersteller für den Citation 500 auf. Die Einstiegslösung Citation One gibt es bereits für 199 Euro, sie spielt aber klangtechnisch in einer ganz anderen Liga.

Sonos One

Der Sonos One gehört klangtechnisch zum Besten, was die Alexa-Welt zu bieten hat. Außerdem hört er besonders aufmerksam zu.


■ Bei der Entwicklung von Alexa-Geräten für den hauseigenen Sprachdienst ist Amazon sehr umtriebig. Was bis dato fehlt, ist ein smarter Speaker, der auch höheren akustischen Ansprüchen genügt. Diese Lücke füllen Dritthersteller wie der Multiroom-Spezialist Sonos mit dem Modell One. Stereo-Sound gibt es hier zwar nur im Verbund zweier baugleicher Geräte, aber auch solo klingt der One angesichts der kompakten Abmessungen erstaunlich gut – selbst im unteren Frequenzbereich. Leider unterstützt die smarte Box nicht alle Funktionen, die Amazon den hauseigenen Echos spendiert hat. Dafür versteht der One mehrere Sprachen: Dank Airplay-Schnittstelle unterhält sich der Sonos-Lautsprecher via iPhone oder iPad zudem mit Siri und spielt Songs von Apple Music. Und auch die Kommunikation mit dem Google Assistant wird demnächst möglich sein. Das zu realisieren, ist aber offenbar nicht so einfach, denn angekündigt wurde die Funktion bereits für 2018. In diesem Jahr soll sie aber definitiv nachgereicht werden – natürlich auch an alle bereits verkauften Geräte.

VERNETZER

Wenn’s ein bisschen mehr sein darf: Smart-Home-Hubs kommunizieren nicht nur mit dem vernetzten Zuhause – sie übernehmen komplett das Kommando.

Amazon Echo Plus (2. Gen.)

Klingt besser und sieht besser aus: Gegenüber dem Vorgänger sind beim zweiten Echo Plus deutliche Fortschritte erkennbar.


■ Smart-Home-Geräte auf Zuruf steuern kann jeder smarte Lautsprecher – gerade für die Alexa-Plattform existieren dazu unzählige Skills. Dem Echo Plus von Amazon reicht das aber nicht: Ebenso wie das Schwestermodell Echo Show der zweiten Generation dient er zusätzlich als Smart-Home-Hub. Das heißt, er ersetzt das Gateway respektive die Bridge und sorgt so direkt für die Anbindung diverser vernetzter Geräte – sofern sie über den gängigen Zigbee-Standard funken. Und das tun nicht nur die vernetzten Lampen von Philips, Osram und Ikea. Die Einrichtung könnte einfacher nicht sein: Man sagt, „Alexa, finde meine Geräte“, und Alexa findet die Geräte. Ein besonderes Plus des neuen Echo Plus ist das integrierte Thermometer, das für die Heizungssteuerung interessant sein kann.

Apple Homepod

Musikgenuss kombiniert mit bequemer Smart-Home-Steuerung: Für beides steht der Homepod, allerdings nur im Apple-Universum.


■ Der Homepod dient als sprachgesteuerte Schaltzentrale für Homekit-Umgebungen, wobei sich damit vernetzte Heimgeräte auch aus der Ferne dirigieren lassen. Gleichzeitig ist er ein ambitionierter Musikspieler, der klanglich kaum Wünsche offenlässt. Ein kleines Manko, für das der Homepod selbst wenig kann, ist allerdings die eingeschränkte Sprachintelligenz von Siri – in diesem Punkt hat Apple gegenüber Amazon und Google etwas den Anschluss verpasst. Punktabzüge gibt es auch für die mangelnde Kompatibilität, sowohl was die Übertragung (keine Kabelverbindung, kein Bluetooth) als auch die Quellen der Inhalte betrifft. Denn auf Zuruf steuerbar ist nur der hauseigene Streamingdienst Apple Music; zum Einrichten benötigt man zudem zwingend ein iOS-Gerät.

BEGLEITER

Wer einen smarten Speaker zum Mitnehmen sucht, hat keine große Auswahl. Für beide großen Plattformen gibt es aber ausgezeichnete mobile Boxen.

Libratone Zipp 2

Der Zipp 2 hat einen kleinen Bruder, der noch kompakter daherkommt und rund 40 Euro weniger kostet. Klanglich muss man beim Zipp Mini 2 aber natürlich Abstriche machen.


■ Von einem mobiltauglichen Lautsprecher erwartet man neben einer ordentlichen Akkulaufzeit, dass er nicht nur Cloud-Dienste anzapft, sondern auch Schnittstellen für lokal gespeicherte Musik mitbringt. Beides ist beim Zipp 2 der Fall: Unterwegs hält der smarte Speaker von Libratone bis zu zwölf Stunden ohne Steckdose durch, verbinden lässt er sich per WLAN, Bluetooth, Klinkenkabel oder USB-Stick. Doch der Zipp 2 macht nicht nur unterwegs eine gute Figur. Als stationäre Box kann er ebenfalls fast auf ganzer Linie überzeugen. Das gilt auch für die Ausstattung: So kann man den Zipp 2 dank Airplay-Unterstützung nicht nur mit Spotify und Co verbinden, sondern zudem mit Apple Music. Außerdem lassen sich bis zu zehn Exemplare der Produktfamilie zu einem Multiroom-Verbund koppeln. Last not least verfügt der stylishe Däne mit der wechselbaren Hülle über einen Favoritenspeicher. Leichte Abstriche gibt es lediglich, weil der Alexa-Speaker nicht die volle Funktionalität von Amazons hauseigenen Echo-Geräten mitbringt.

JBL Link 20

Den satten Stereosound, den der mobile Link produziert, traut man ihm angesichts seines kompakten Gehäuses nicht von vornherein zu.


■ Wer unterwegs Musik streamen und mit dem Google Assistant sprechen möchte, findet im Link 20 von JBL einen höchst gelungenen Kompromiss aus Kompaktheit und Soundqualität, auch wenn er klangtechnisch mit dem Libratone Zipp 2 nicht ganz mithalten kann. Dafür ist die stereotaugliche Box der Harman-Tochter aber noch mobiltauglicher, weil deutlich leichter und vor allem wasserdicht nach dem IPX7-Standard – man kann sie also problemlos unterm Wasserhahn reinigen, schlechtes Wetter macht ihr ebenfalls nichts aus. Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit zehn Stunden angegeben – ein Wert, der zumindest bei ausgeschaltetem WLAN und moderater Lautstärke in der Praxis locker übertroffen wird. Lokal gespeicherte Musik kann man über Bluetooth abspielen, die Bedienung am Gerät selbst erfolgt über physische Tasten. Wie alle intelligenten Lautsprecher, die über die Google-Plattform kommunizieren, ist auch der JBL-Speaker uneingeschränkt multiroomfähig und lässt sich beliebig zu Gruppen zusammenschließen. Übrigens: Zur Modellserie gehört neben zwei stationären Speakern auch ein noch kompakteres Gerät. Der Link 10 wiegt nur 700 Gramm – transportabler geht es kaum.

ENTERTAINER

Ein Display erweitert zweifellos den Erlebnis- und Nutzwert eines smarten Speakers. Bislang ist das mangels Konkurrenz eine Domäne von Alexa.

Amazon Echo Show (2. Gen.)

Beim neuen Echo Show hat Amazon viel richtig gemacht: Er sieht schöner aus, klingt besser und kann mehr als der Vorgänger.


■ Der überarbeitete Echo Show ist eindeutig das Highlight in Amazons Speaker-Riege. Der hochauflösende 10-Zoll-Bildschirm erweitert den Nutzwert von Alexa deutlich. Dank Display beantwortet die Sprachassistentin Befehle nicht nur akustisch – Nachrichten, Wetterbericht oder Kalender werden auch visualisiert. Zudem gibt es diverse Zusatz-Skills mit erweiterten Darstellungsmöglichkeiten, etwa Kochrezepte mit optisch unterfütterten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Selbst Videotelefonie ist möglich. Und der Klang, den die seitlich abstrahlenden Stereolautsprecher produzieren, toppt alle Echo-Kollegen. Der kräftige Bass lässt sich auf Wunsch per Equalizer reduzieren. Zudem fungiert der runderneuerte Echo Show nun auch als Smart-Home-Hub für Zigbee-kompatible Geräte.

Amazon Echo Spot

Der kugelige Echo Spot kann viel mehr als ein normaler Radiowecker – kostet aber auch deutlich mehr.


Der kleine Bruder des Echo Show kombiniert die Vorteile eines Displays mit kompakten Abmessungen, lässt sich also auch auf dem Nachttisch oder neben dem Fernseher aufstellen. Der kreisrunde, nur 2,5 Zoll große Bildschirm reduziert den Komfort der optischen Darstellung allerdings deutlich. Größtes Manko des Echo Spot ist jedoch sein schlichter Sound: Der nach hinten abstrahlende 36-mm-Lautsprecher klingt blechern, Bässe finden praktisch gar nicht statt. Immerhin kann man den smarten Radiowecker per Kabel oder Bluetooth mit vernünftigen Lautsprechern koppeln und so den Musikgenuss verbessern. Dank der integrierten Kamera lassen sich auch Videotelefonate führen, wobei das eigene Bild lediglich in VGA-Auflösung übertragen wird und so etwas pixelig wirkt.

MINIMALISTEN

Da Google und Amazon an der Hardware nichts verdienen müssen,
können sie ihre Sprachzwerge extrem günstig unters Volk bringen.

Amazon Echo Dot (3. Gen.)

Nach dem Modellwechsel macht Amazons kleinster Lautsprecher nicht nur optisch eine ganz gute Figur.


■ Wer sich Alexa ohne nennenswerten Kostenaufwand ins Haus holen möchte, kann bedenkenlos zum neuen Echo Dot greifen. Die dritte Generation des smarten Winzlings sieht nicht nur moderner aus als sein Vorgänger, er klingt auch deutlich besser. Wobei der Formfaktor dem Akustikerlebnis natürlich zwangsläufig enge Grenzen setzt. Der Sound lässt sich aber leicht verbessern, indem man den Dot via Bluetooth oder Klinkenkabel mit einem hochwertigeren Lautsprecher oder mit der häuslichen Stereoanlage koppelt. Ebenfalls veredeln lässt sich die Beschallung im Zusammenspiel mit dem Bassverstärker Echo Sub, den Amazon ergänzend im Angebot hat. Rein hardwareseitig gewinnt der kleinste Echo-Vertreter das Duell gegen Googles Home Mini jedenfalls relativ deutlich.

Google Home Mini

Der Google Home Mini ist zwar vergleichsweise spartanisch ausgestattet, bietet aber einen günstigen Einstieg in die Welt der digitalen Sprachassistenten.


■ Im Gegensatz zum Echo Dot, der gegenüber der ursprünglichen Version deutlich aufgefrischt wurde, erscheint der seit dem Marktstart unveränderte Google Home Mini inzwischen etwas angestaubt. Optisch kann er zwar nach wie vor mithalten – in Sachen Sound, Ausstattung und Bedienung ist Amazons kleinster smarter Speaker aber vorbeigezogen. Der Home Mini lässt sich weder per Kabelanschluss mit klangstärkeren Boxen verbinden (das funktioniert nur per Bluetooth über die Home-App) noch zu einem Stereoverbund koppeln. Und hinter das Geheimnis der Touchsteuerung am Gerät zu gelangen, erfordert zunächst einen Blick in die Bedienungsanleitung. Das entscheidende Kriterium gerade in der untersten Preiskategorie ist allerdings der verwendete Sprachdienst. Wer lieber mit dem digitalen Assistenten von Google spricht, weil er allgemeine Auskünfte und Kontextfragen in der Regel besser beantwortet als Alexa oder weil er Chromecast und herstellerübergreifendes Multirooming unterstützt, dürfte dann doch automatisch zum smarten Klein-Lautsprecher des Suchmaschinenriesen greifen.

EXOTEN

Sprachassistenten stecken längst nicht mehr nur in smarten Speakern. Neben der einen oder anderen Soundbar hört auch ein WLAN-Mesh-Satellit auf Alexa.

Sonos Beam

Die Sonos Beam spuckt auch ohne Subwoofer recht satte Bässe aus. Die Sprachwiedergabe kann ebenfalls überzeugen.


■ Die Kombination aus Soundbar, WLAN-Speaker und Sprachassistent ist so naheliegend, dass man sich nur wundern kann, warum es erst wenige solcher Produkte gibt, die zudem alle Alexa unterstützen (entsprechende Geräte für den Google Assistant sollen demnächst folgen). Ein Pionier auf diesem Gebiet ist der Multiroom-Spezialist Sonos. Die Soundbar Beam bietet im Prinzip alles, was die smarte Box Sonos One auch leistet – und noch ein bisschen mehr. So kann man damit dank HDMI-ARC-Verbindung etwa auf Zuruf den Fernseher ein- und ausschalten. Um auch Video-Streamingdienste per Sprache zu steuern, braucht man Fire TV. Trotz Verzicht auf einen Subwoofer klingt die Beam ausgezeichnet, zudem lässt sich der Sound im Verbund mit weiteren Sonos-Geräten veredeln.

Netgear Orbi Voice

Der Orbi Voice ist ein echtes Multitalent: Er vergrößert das WLAN, vernetzt LAN-Geräte, spielt Musik und steuert das Smart Home.


■ Die Idee ist clever: Statt den Satelliten eines WLAN-Mesh-Systems einfach vor sich hinfunkend ins Regal zu stellen, packt man einen Lautsprecher hinein, der mit Alexa spricht, und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe. Das dachte sich der Netzwerkspezialist Netgear und entwickelte in Zusammenarbeit mit den Soundexperten von Harman den Orbi Voice. Verkauft wird dieser im Verbund mit dem Orbi Router RBR50, als Erweiterung bestehender Mesh-Systeme ist er auch einzeln erhältlich. In der Praxis funktioniert das Ganze einwandfrei, die Einrichtung ist recht schnell erledigt. Ein paar Einschränkungen gibt es jedoch: Multiroom, Stereo oder Bluetooth sind für den Orbi Voice Fremdwörter. Der Sound ist okay, dürfte aber gern noch etwas kräftiger und raumfüllender sein.

Was kommt als Nächstes?

Immer mehr elektronische Geräte abseits des klassischen WLAN-Lautsprechers kommunizieren über Alexa oder den Google Assistant. Hier ist eine kleine Auswahl der angekündigten oder seit Kurzem verfügbaren smarten Devices:

LG SL10YG, SL9YG und SL8YG

In Kürze gibt es endlich auch Soundbars mit Google-Assistant-Unterstützung. Gleich drei solcher Geräte hat LG zu Jahresbeginn in Las Vegas vorgestellt und damit den CES Innovation Award eingeheimst. Zu Preisen und Verkaufsstart hüllten sich die Koreaner noch in Schweigen.

Google Home Hub

In den USA bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, warten wir hierzulande nach wie vor auf den ersten Google-Speaker mit Display. Wann er bei uns verfügbar sein wird, ist leider noch nicht absehbar

Huawei AI Cube

Die auf der letzten IFA vorgestellte Kombination aus smartem Speaker und LTE-Router kann man inzwischen im Onlineshop von O2 bestellen, wahlweise mit dem Vertragstarif my Data oder ohne.

Lenovo Smart Tab

Dank Dockingstation wird das Android-Tablet zum smarten Alexa-Speaker mit Display. Lenovos Antwort auf den Echo Show wurde bereits veröffentlicht, konnte wegen Lieferproblemen des Herstellers aber nicht mehr in diesem Test berücksichtigt werden.

Fazit

Rainer Müller, Redakteur


Auf die Frage, welchen smarten Speaker wir denn empfehlen können, gibt es zunächst nur die Antwort „Es kommt darauf an“. Pauschale Kauftipps sind schwierig – zu vielseitig sind die Geräte, zu unterschiedlich die Anforderungen der Nutzer. Das beginnt bereits beim bevorzugten Musikdienst: Nur wer über Spotify oder Deezer streamt, hat die volle Auswahl – abgesehen vom Spezialfall Homepod. Schraubt man die Anforderungen höher, etwa weil ein Smart-Home-Gateway oder ein Display vorhanden sein soll, wird es schon übersichtlicher. Und erleichtert die Antwort. Empfehlen können wir alle hier getesteten Produkte: entweder weil sie in ihrer Spezialdisziplin zu den Besten gehören oder weil es (noch) keine anderen gibt.