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SMARTE SPEAKER: VERNETZE ENTERT AINER


Check Das Testmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 10.07.2019

Das Angebot an smarten Speakern ist inzwischen so vielfältig wie die Dinge, die man damit machen kann. Für jeden Nutzungsschwerpunkt gibt es andere Favoriten.


Artikelbild für den Artikel "SMARTE SPEAKER: VERNETZE ENTERT AINER" aus der Ausgabe 1/2019 von Check Das Testmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Check Das Testmagazin, Ausgabe 1/2019

Es ist erst zwei Jahre her, dass Amazon mit dem Echo den ersten smarten Lautsprecher nach Deutschland brachte, ein halbes Jahr später gesellte sich der Google Home dazu. Inzwischen hat allein Amazon mehr als zehn verschiedene Alexa-Geräte im Angebot. Insgesamt sind bereits Dutzende von sprechenden Boxen auf dem Markt, weil immer mehr Hersteller ihre Produkte mit digitalen Sprachassistenten ausrüsten – Tendenz stark steigend.

Gleichzeitig nimmt die ...

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... Spezialisierung der intelligenten Boxen zu. Die einen legen ihren Schwerpunkt auf einen besonders dynamischen Klang, andere fungieren auch als Smart-Home-Zentrale. Dazu gesellen sich Modelle mit Display, akkubetriebene Speaker zum Mitnehmen oder Kleinstgeräte für Einsteiger.

Und es bleibt nicht bei vernetzten Lautsprechern. Auch andere technische Gerätschaften – von der Soundbar über den Router bis hin zum vernetzten Auto – werden sich künftig mit Alexa, Google Assistant und teils mit Siri verstehen und auf Zuruf steuern lassen. Wer hat derzeit in den verschiedenen Kategorien die Nase vorn oder schlicht noch keine Konkurrenz? Unser Test liefert die Antwort.

Hör mal, wer da spricht

Vor der Wahl eines bestimmten Produkts steht die Wahl des Sprachassistenten. Einfach ist die Entscheidung nicht.

Alexa

•Alexa bietet nach wie vor einen deutlich größeren Funktionsumfang als die Konkurrenz. Für die Plattform existieren Zigtausende von „Skills“, über die sich Geräte, Dienste und Anwendungen auf Zuruf steuern lassen. Denn der Konzern macht es externen Entwicklern sehr leicht, solche Schnittstellen zu erstellen, inzwischen können sich sogar die Endkunden selbst ihre eigenen Skills zusammenbasteln. Vor allem im Smart-Home-Umfeld hat Alexa einen kaum einholbaren Vorsprung. Zudem besitzt Amazons Sprachdienst im Vergleich zum Google Assistant die natürlichere Stimme, auch die Aussprache hat sie besser im Griff

Google Home

Das größte Pfund des Google Assistant (Home heißt sowohl die hauseigene Hardware als auch die Verwaltungs-App) ist die mächtige Suchmaschine im Hintergrund, die bei Auskünften aller Art die besten Ergebnisse liefert. Und: Viele Anwender kennen den Sprachdienst bereits von ihrem Smartphone – das erleichtert den Einstieg im smarten Zuhause. Google bietet zudem einen einheitlichen Funktionsumfang für smarte Speaker aller Hersteller – das gilt auch für den Multiroom-Betrieb und die Chromecast-Nutzung. Eine Ausnahme bildet der neue Dolmetschermodus, der zunächst auf die Home-Geräte von Google beschränkt ist.

KLANGKÜNSTLER

Harman Kardon Citation 500

Mit der im vergangenen Herbst vorgestellten Citation-Serie setzt der Audiospezialist Harman neue akustische Maßstäbe im Segment der intelligenten Boxen. Bis auf die geplante Soundbar sind die Google-Assistant-basierten Geräte nun im Handel verfügbar. Der Citation 500 – neben zwei Standlautsprechern Topmodell der Serie – demonstriert seinen Premiumanspruch nicht nur durch je zwei Hoch- und Tieftöner mit satten 200 Watt Leistung, sondern auch durch das anspruchsvolle Design, erlesene Materialien und eine tadellose Verarbeitung. Steuern lässt sich die edle Streamingbox auf Zuruf oder über ein farbiges Touchdisplay auf der Oberseite. Dass dieses geballte Soundpaket seinen Preis hat, versteht sich von selbst. 650 Euro ruft der Hersteller für den Citation 500 auf. Die Einstiegslösung Citation One gibt es bereits für 199 Euro, sie spielt aber klangtechnisch in einer ganz anderen Liga.

Wem der Citation 500 zu klobig oder schlicht zu teuer ist, der findet im Citation 300 oder im Google Home Max für knapp 400 Euro kompaktere Alternativen, die ebenfalls gut klingen.


Preis (UVP):649 Euro
Sprachdienst:Google Assistant

+ herausragende Klangeigenschaften
+ erstklassige Verarbeitung
+ Stereowiedergabe
+ herstellerübergreifender Multiroom-Betrieb
+ Steuerung am Gerät über Farb-Touchscreen
-keine Kabelanschlüsse
-hoher Preis

432 Punktesehr gut

Wenn der Musikgenuss im Vordergrund steht, haben die Klangexperten von Harman und Sonos die Nase vor Google und Amazon.

Sonos One

Bei der Entwicklung von Alexa-Geräten für den hauseigenen Sprachdienst ist Amazon sehr umtriebig. Was bis dato fehlt, ist ein smarter Speaker, der auch höheren akustischen Ansprüchen genügt. Diese Lücke füllen Dritthersteller wie der Multiroom-Spezialist Sonos mit dem Modell One. Stereo-Sound gibt es hier zwar nur im Verbund zweier baugleicher Geräte, aber auch solo klingt der One angesichts der kompakten Abmessungen erstaunlich gut – selbst im unteren Frequenzbereich. Leider unterstützt die smarte Box nicht alle Funktionen, die Amazon den hauseigenen Echos spendiert hat. Dafür versteht der One mehrere Sprachen: Dank Airplay-Schnittstelle unterhält sich der Sonos-Lautsprecher via iPhone oder iPad zudem mit Siri und spielt Songs von Apple Music. Und auch die Kommunikation mit dem Google Assistant wird demnächst möglich sein. Das zu realisieren, ist aber offenbar nicht so einfach, denn angekündigt wurde die Funktion bereits für 2018. Seit Juni diesen Jahres ist sie aber verfügbar – natürlich auch für alle bereits verkauften Geräte.

Der Sonos One gehört klangtechnisch zum Besten, was die Alexa-Welt zu bieten hat. Außerdem hört er besonders aufmerksam zu.


Preis (UVP):229 Euro
Sprachdienst:Alexa, Google

Assistant

+ sehr gute Soundqualität
+ hochwertige Verarbeitung
+ koppelbar mit anderen Sonos-Geräten (z.B. Surround-Set)
+ Unterstützung verschiedenster Streamingdienste
+ Google-Assistant-Support
-Stereokopplung nur mit baugleichen Geräten
-etwas unübersichtliche App
-keine Bluetooth-Schnittstelle

419 punkteGut

VERNETZER

Klingt besser und sieht besser aus: Gegenüber dem Vorgänger sind beim zweiten Echo Plus deutliche Fortschritte erkennbar.


Amazon Echo Plus (2. Gen.)

•Smart-Home-Geräte auf Zuruf steuern kann jeder smarte Lautsprecher – gerade für die Alexa-Plattform existieren dazu unzählige Skills. Dem Echo Plus von Amazon reicht das aber nicht: Ebenso wie das Schwestermodell Echo Show der zweiten Generation dient er zusätzlich als Smart-Home-Hub. Das heißt, er ersetzt das Gateway respektive die Bridge und sorgt so direkt für die Anbindung diverser vernetzter Geräte – sofern sie über den gängigen Zigbee-Standard funken. Und das tun nicht nur die vernetzten Lampen von Philips, Osram und Ikea. Die Einrichtung könnte einfacher nicht sein: Man sagt, „Alexa, finde meine Geräte“, und Alexa findet die Geräte. Ein besonderes Plus des neuen Echo Plus ist das integrierte Thermometer, das für die Heizungssteuerung interessant sein kann.

Preis (UVP):150 Euro
Sprachdienst:Alexa

+Smart-Home-Hub-Funktion (Gateway) für Zigbee-Geräte per Sprachsteuerung
+ Audio-Ein- und -Ausgang
+ Kopplungsmöglichkeit mit Subwoofer Echo Sub
+ ausgewogener Klang
+ integriertes Thermometer
-Multiroom-Funktion nur im Verbund mit anderen Echo-Geräten

401 PUNKTESEHR GUT

Wenn’s ein bisschen mehr sein darf: Smart-Home-Hubs kommunizieren nicht nur mit dem vernetzten Zuhause – sie übernehmen komplett das Kommando.

Apple Homepod

•Der Homepod dient als sprachgesteuerte Schaltzentrale für Homekit-Umgebungen, wobei sich damit vernetzte Heimgeräte auch aus der Ferne dirigieren lassen. Gleichzeitig ist er ein ambitionierter Musikspieler, der klanglich kaum Wünsche offenlässt. Ein kleines Manko, für das der Homepod selbst wenig kann, ist allerdings die eingeschränkte Sprachintelligenz von Siri – in diesem Punkt hat Apple gegenüber Amazon und Google etwas den Anschluss verpasst. Punktabzüge gibt es auch für die mangelnde Kompatibilität, sowohl was die Übertragung (keine Kabelverbindung, kein Bluetooth) als auch die Quellen der Inhalte betrifft. Denn auf Zuruf steuerbar ist nur der hauseigene Streamingdienst Apple Music; zum Einrichten benötigt man zudem zwingend ein iOS-Gerät.

Musikgenuss kombiniert mit bequemer Smart-Home-Steuerung: Für beides steht der Homepod, allerdings nur im Apple-Universum.


Preis (UVP):350 Euro
Sprachdienst:Siri

+ intuitiv bedienbarer Smart-Home-Hub mit Remote-Zugriff
+ hervorragende Klangqualität (vor allem im Bassbereich)
+ sehr gute Verarbeitung
+ einfache App-Steuerung
-nur mit iOS-Geräten nutzbar
-Sprachsteuerung nur für Appleeigene Streamingdienste
-mäßige Sprachintelligenz

386 PUNKTEGUT

BEGLEITER

Der Zipp 2 hat einen kleinen Bruder, der noch kompakter daherkommt und rund 40 Euro weniger kostet. Klanglich muss man beim Zipp Mini 2 aber natürlich Abstriche machen.

Libratone Zipp 2

Von einem mobiltauglichen Lautsprecher erwartet man neben einer ordentlichen Akkulaufzeit, dass er nicht nur Cloud-Dienste anzapft, sondern auch Schnittstellen für lokal gespeicherte Musik mitbringt. Beides ist beim Zipp 2 der Fall: Unterwegs hält der smart e Speaker von Libratone bis zu zwölf Stunden ohne Steckdose durch, verbinden lässt er sich per WLAN, Bluetooth, Klinkenkabel oder USBStick. Doch der Zipp 2 macht nicht nur unterwegs eine gute Figur. Als stationäre Box kann er ebenfalls fast auf ganzer Linie überzeugen. Das gilt auch für die Ausstattung: So kann man den Zipp 2 dank Airplay-Unterstützung nicht nur mit Spotify und Co verbinden, sondern zudem mit Apple Music. Außerdem lassen sich bis zu zehn Exemplare der Produktfamilie zu einem Multiroom-Verbund koppeln. Last but not least verfügt der stylishe Däne mit der wechselbaren Hülle über einen Favoritenspeicher. Leichte Abstriche gibt es lediglich, weil der Alexa-Speaker nicht die volle Funktionalität von Amazons hauseigenen Echo-Geräten mitbringt.

Der Zipp 2 hat einen kleinen Bruder, der noch kompakter daherkommt und rund 40 Euro weniger kostet. Klanglich muss man beim Zipp Mini 2 aber natürlich Abstriche machen.


Preis (UVP):299 Euro
Sprachdienst:Alexa

+ klarer, ausgewogener Klang
+ große Auswahl an Streamingdiensten
+ vielfältige Anschlussoptionen
+ Favoritenspeicher
+ wechselbare Stoffhülle
+ bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit
-keine Stereo-Wiedergabe
-etwas umständliche Ersteinrichtung (Libratone-App)

436 PUNKTESEHR GUT

Wer einen smarten Speaker zum Mitnehmen sucht, hat keine große Auswahl. Für beide großen Plattformen gibt es aber ausgezeichnete mobile Boxen.

Den satten Stereosound, den der mobile Link produziert, traut man ihm angesichts seines kompakten Gehäuses nicht von vornherein zu.


JBL Link 20

•Wer unterwegs Musik streamen und mit dem Google Assistant sprechen möchte, findet im Link 20 von JBL einen höchst gelungenen Kompromiss aus Kompaktheit und Soundqualität, auch wenn er klangtechnisch mit dem Libratone Zipp 2 nicht ganz mithalten kann. Dafür ist die stereotaugliche Box der Harman-Tochter aber noch mobiltauglicher, weil deutlich leichter und vor allem wasserdicht nach dem IPX7-Standard – man kann sie also problemlos unterm Wasserhahn reinigen, schlechtes Wetter macht ihr ebenfalls nichts aus. Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit zehn Stunden angegeben – ein Wert, der zumindest bei ausgeschaltetem WLAN und moderater Lautstärke in der Praxis locker übertroffen wird. Lokal gespeicherte Musik kann man über Bluetooth abspielen, die Bedienung am Gerät selbst erfolgt über physische Tasten. Wie alle intelligenten Lautsprecher, die über die Google-Plattform kommunizieren, ist auch der JBL-Speaker uneingeschränkt multiroom-fähig und lässt sich beliebig zu Gruppen zusammenschließen. Übrigens: Zur Modellserie gehört neben zwei stationären Speakern auch ein noch kompakteres Gerät. Der Link 10 wiegt nur 700 Gramm – transportabler geht es kaum.

Preis (UVP):199 Euro
Sprachdienst:Google Assistant

+ kompakte Abmessungen, relativ geringes Gewicht
+ kräftiger Klang mit Stereowiedergabe
+ sehr gute Verarbeitung
+ Akkulaufzeit ca. 10 Stunden
+ wasserdicht nach UPX7
-keine physischen Schnittstellen

418 PUNKTEGUT

ENTERTAINER

Beim neuen Echo Show hat Amazon viel richtig gemacht: Er sieht schöner aus, klingt besser und kann mehr als der Vorgänger.


Amazon Echo Show (2. Gen.)

Der überarbeitete Echo Show ist eindeutig das Highlight in Amazons Speaker-Riege. Der hochauflösende 10-Zoll-Bildschirm erweitert den Nutzwert von Alexa deutlich. Dank Display beantwortet die Sprachassistentin Befehle nicht nur akustisch – Nachrichten, Wetterbericht oder Kalender werden auch visualisiert. Zudem gibt es diverse Zusatz-Skills mit erweiterten Darstellungsmöglichkeiten, etwa Kochrezepte mit optisch unterfütterten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Selbst Videotelefonie ist möglich. Und der Klang, den die seitlich abstrahlenden Stereolautsprecher produzieren, toppt alle Echo-Kollegen. Der kräftige Bass lässt sich auf Wunsch per Equalizer reduzieren. Zudem fungiert der runderneuerte Echo Show nun auch als Smart-Home-Hub für Zigbee-kompatible Geräte.

Preis (UVP):230 Euro
Sprachdienst:Alexa

+ 10-Zoll-HD-Display
+ 5-Megapixel-Kamera
+ kräftiger Stereoklang
+ komfortable Einrichtung und Bedienung über Touchscreen
+ Videotelefonie (auch per Skype)
+ integriertes Smart-Home-Hub
-keine Kabelanschlüsse (außer Ethernet)
-Multiroom-Funktion nur im Verbund mit anderen Echo-Geräten

433 PUNKTESEHR GUT

Ein Display erweitert den Erlebnis- und Nutzwert eines smarten Speakers. Hier hat Amazon inzwischen drei Modelle im Portfolio. Der neue Echo Show 5 (s. Seite 10) kam für den Test leider zu spät.

Amazon Echo Spot

•Der kleine Bruder des Echo Show kombiniert die Vorteile eines Displays mit kompakten Abmessungen, lässt sich also auch auf dem Nachttisch oder neben dem Fernseher aufstellen. Der kreisrunde, nur 2,5 Zoll große Bildschirm reduziert den Komfort der optischen Darstellung allerdings deutlich. Größtes Manko des Echo Spot ist jedoch sein schlichter Sound: Der nach hinten abstrahlende 36-mm-Lautsprecher klingt blechern, Bässe finden praktisch gar nicht statt. Immerhin kann man den smarten Radiowecker per Kabel oder Bluetooth mit vernünftigen Lautsprechern koppeln und so den Musikgenuss verbessern. Dank der integrierten Kamera lassen sich auch Videotelefonate führen, wobei das eigene Bild lediglich in VGA-Auflösung übertragen wird und so etwas pixelig wirkt.

Der kugelige Echo Spot kann viel mehr als ein normaler Radiowecker – kostet aber auch deutlich mehr.


Preis (UVP):130 Euro
Sprachdienst:Alexa

+ runder 2,5-Zoll-Bildschirm
+ Webcam (VGA-Auflösung)
+ komfortable Einrichtung und Bedienung über Touchscreen
+ Nacht-und „Nicht stören“-Modus
+ Videotelefonie (auch per Skype)
-schwache Klangqualität
-begrenzter Nutzwert der optischen Darstellung
-relativ hoher Preis

353 PUNKTEBEFRIEDIGEND

MINIMALISTEN

Nach dem Modellwechsel macht Amazons kleinster Lautsprecher nicht nur optisch eine recht gute Figur.


Amazon Echo Dot (3. Gen.)

•Wer sich Alexa ohne nennenswerten Kostenaufwand ins Haus holen möchte, kann bedenkenlos zum neuen Echo Dot greifen. Die dritte Generation des smarten Winzlings sieht nicht nur moderner aus als sein Vorgänger, er klingt auch deutlich besser. Wobei der Formfaktor dem Akustikerlebnis natürlich zwangsläufig enge Grenzen setzt. Der Sound lässt sich aber leicht verbessern, indem man den Dot via Bluetooth oder Klinkenkabel mit einem hochwertigeren Lautsprecher oder mit der häuslichen Stereoanlage koppelt. Ebenfalls veredeln lässt sich die Beschallung im Zusammenspiel mit dem Bassverstärker Echo Sub, den Amazon ergänzend im Angebot hat. Rein hardwareseitig gewinnt der kleinste Echo-Vertreter das Duell gegen Googles Home Mini jedenfalls relativ deutlich.

Preis (UVP):60 Euro
Sprachdienst:Alexa

+ gute Verarbeitung
+ bidirektionale Bluetooth-Schnittstelle und AUX-Anschluss
+ kombinierbar mit Subwoofer (Echo Sub)
+ Stereoverbund möglich
+ sehr günstiger Preis
-Schwächen im unteren Frequenzbereich (bauartbedingt)
-Multiroom-Funktion nur im Verbund

361 PUNKTEBEFRIEDIGEND

Da Google und Amazon an der Hardware nichts verdienen müssen, können sie ihre Sprachzwerge extrem günstig unters Volk bringen.

Der Google Home Mini ist zwar vergleichsweise spartanisch ausgestattet, bietet aber einen günstigen Einstieg in die Welt der digitalen Sprachassistenten.


Google Home Mini

•Im Gegensatz zum Echo Dot, der gegenüber der ursprünglichen Version deutlich aufgefrischt wurde, erscheint der seit dem Marktstart unveränderte Google Home Mini inzwischen etwas angestaubt. Optisch kann er zwar nach wie vor mithalten – in Sachen Sound, Ausstattung und Bedienung ist Amazons kleinster smarter Speaker aber vorbeigezogen. Der Home Mini lässt sich weder per Kabelanschluss mit klangstärkeren Boxen verbinden (das funktioniert nur per Bluetooth über die Home-App) noch zu einem Stereoverbund koppeln. Und hinter das Geheimnis der Touchsteuerung am Gerät zu gelangen, erfordert zunächst einen Blick in die Bedienungsanleitung. Das entscheidende Kriterium gerade in der untersten Preiskategorie ist allerdings der verwendete Sprachdienst. Wer lieber mit dem digitalen Assistenten von Google spricht, weil er allgemeine Auskünfte und Kontextfragen in der Regel besser beantwortet als Alexa oder weil er Chromecast und herstellerübergreifendes Multirooming unterstützt, dürfte dann doch automatisch zum smarten Klein-Lautsprecher des Suchmaschinenriesen greifen.

Preis (UVP):59 Euro
Sprachdienst:Google Assistant

+ gute Verarbeitung
+ herstellerübergreifender Multiroom-Betrieb
+ präzise Spracherkennung
+ Dolmetschermodus für 25 Sprachen
+ sehr günstiger Preis
-mäßige Klangqualität
-keine Kabelanschlüsse
-wenig intuitive Touchbedienunge

336 PUNKTEBEFRIEDIGEND

EXOTEN

Die Sonos Beam spuckt auch ohne Subwoofer recht satte Bässe aus. Die Sprachwiedergabe kann ebenfalls überzeugen.


Sonos Beam

•Die Kombination aus Soundbar, WLAN-Speaker und Sprachassistent ist so naheliegend, dass man sich nur wundern kann, warum es erst wenige solcher Produkte gibt, die zudem alle Alexa unterstützen (entsprechende Geräte für den Google Assistant sollen demnächst folgen). Ein Pionier auf diesem Gebiet ist der Multiroom-Spezialist Sonos. Die Soundbar Beam bietet im Prinzip alles, was die smarte Box Sonos One auch leistet – und noch ein bisschen mehr. So kann man damit dank HDMIARC-Verbindung etwa auf Zuruf den Fernseher ein- und ausschalten. Um auch Video-Streamingdienste per Sprache zu steuern, braucht man Fire TV. Trotz Verzicht auf einen Subwoofer klingt die Beam ausgezeichnet, zudem lässt sich der Sound im Verbund mit weiteren Sonos-Geräten veredeln.

Preis (UVP):450 Euro
Sprachdienst:Alexa, Google

Assistant

+ sehr guter Klang
+ hochwertiges Design
+ koppelbar mit anderen Sonos-Geräten (z.B. Surround-Set)
+Anschlüsse für LAN und HDMIARC, HDMI-Toslink-Adapter
+ Unterstützung verschiedenster Streamingdienste
-etwas unübersichtliche App
-keine Bluetooth-Schnittstelle

429 PUNKTESEHR GUT

Sprachassis stecken längst nicht mehr nur in smarten Speakern.

Neben der einen oder anderen Soundbar hört auch ein WLAN-Mesh-Satellit auf Alexa.

Der Orbi Voice ist ein echtes Multitalent: Er vergrößert das WLAN, vernetzt LAN-Geräte, spielt Musik und steuert das Smart Home.


Netgear Orbi Voice

•Die Idee ist clever: Statt den Satelliten eines WLAN-Mesh-Systems einfach vor sich hinfunkend ins Regal zu stellen, packt man einen Lautsprecher hinein, der mit Alexa spricht, und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe. Das dachte sich der Netzwerkspezialist Netgear und entwickelte in Zusammenarbeit mit den Soundexperten von Harman den Orbi Voice. Verkauft wird dieser im Verbund mit dem Orbi Router RBR50, als Erweiterung bestehender Mesh-Systeme ist er auch einzeln erhältlich. In der Praxis funktioniert das Ganze einwandfrei, die Einrichtung ist recht schnell erledigt. Ein paar Einschränkungen gibt es jedoch: Multiroom, Stereo oder Bluetooth sind für den Orbi Voice Fremdwörter. Der Sound ist okay, dürfte aber gern noch etwas kräftiger und raumfüllender sein.

Preis (UVP):330 Euro
Sprachdienst:Alexa

+ Kombination aus WLAN-Mesh-Satellit und smartem Speaker
+ sehr gute Verarbeitung
+ einfache Konfiguration, Verwaltung und Bedienung
+ Touchfeld mit Status-LED-Ring
+ ordentlicher Klang
-keine lokale Musikwiedergabe
-kein Stereo- und Multiroom-Betrieb

359 PUNKTEBEFRIEDIGEND

TESTERGEBNISSE