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SMARTPHONE STATT GELDBEUTEL


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 02.09.2022

DIGITALE BRIEFTASCHE

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Wenn die Brieftasche aus allen Nähten platzt, ist nicht immer ein dicker Stapel Bares der Grund dafür – wenigstens nicht ausschließlich. Die meisten von uns tragen ein mühsam herangezüchtetes Sammelsurium an Karten mit sich. Für den Einkauf im Supermarkt benötigen wir natürlich die EC-Karte, eine Payback-Karte darf ebenfalls nicht fehlen, und Kundenkarten sorgen schließlich dafür, dass unsere Treue auch belohnt wird. Damit das Platzangebot der Brieftasche künftig nicht mit dem der Einkaufstasche konkurrieren muss, gibt es clevere Apps, die die Brieftasche kurzerhand digitalisieren und ins Smartphone verlagern – und das ganz ohne Übergewicht.

DieAuswahl ist groß. Von Wallets, die ihrem Namen gerecht werden und bestrebt sind, das gesamte Portemonnaie zu ersetzen, über Kundenkarten-Apps, die Ausweis-App bis hin zu Payment-Lösungen, die sogar das Bezahlen mit der Smartwatch möglich ...

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... machen, ist der Markt vielfältig. Darum geben wir Ihnen einen Überblick und zeigen, wann Sie Ihre Geldbörse daheim lassen können, wenn Sie das Smartphone dabei haben – und wann nicht.

Die Wallets der großen Drei

Eine eigene Wallet im Angebot zu haben, gehört mittlerweile zum guten Ton der Technologiegiganten. Wer zuvor auf eine reine Payment-Lösung gesetzt hat, hat in den vergangenen Monaten nachgerüstet und nun das Komplettpaket in Form einer Wallet für das Smartphone im Gepäck beziehungsweise in seinem App-Store. So gibt es die digitale Brieftasche von Google, Apple und Samsung. Darin finden unter anderem Tickets, Coupons, Kundenkarten oder Bordkarten ein digitales Plätzchen. Neben den Apps der drei großen Anbieter gibt es noch weitere Apps in den Stores, die ebenfalls Wallet-Funktionen versprechen – wir wollen uns aber auf die drei genannten konzentrieren, denn schon allein aus dem Sicherheitsaspekt heraus empfiehlt sich der sorgsame Umgang mit den eigenen Daten.

Die erste Frage, nämlich die nach der passenden Wallet, beantwortet das Betriebssystem Ihres Smartphones. Ob sie von Apple oder Google sein soll, steht somit gar nicht groß zur Debatte. Wer also mit einem Android-basierten Samsung-Galaxy-Smartphone unterwegs ist, das hard- und softwareseitig alle Voraussetzungen erfüllt, kann sich zwischen der Wallet von Google und der von Samsung entscheiden.

Sowohl bei Google als auch bei Samsung verwandelten sich bereits bestehendeApps in eine Wallet. Wer zum Beispiel die entsprechendeApp bisher schon zum Bezahlen genutzt hat, hatte beim nächsten Update die Gelegenheit, in die Wallet zu wechseln. Updates sind hier ein wichtiges Schlagwort, auch oder vor allem in puncto Sicherheit.

Denn die zählt wohl zu den Hauptgründen, die Nutzer davon abhalten, zum Beispiel die Bankdaten fröhlich in das Smartphone zu tippen. Doch tatsächlich ist das Bezahlen mit dem Smartphone laut Experten sicherer als mit einer funkfähigen Plastikkarte – sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Und zu denen gehören regelmäßige Updates. Die Apps sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Der Vorteil beim Bezahlen per App liegt vor allem darin, dass die Bankdaten verschlüsselt übertragen werden. Das heißt: Selbst wenn sie abgegriffen würden, gäbe es damit nicht viel anzufangen. Darüber hinaus ist die Übertragung via NFC (Near Field Communication) eine vergleichsweise sichere Technologie. Das spricht also auch für die Pay-Apps der Banken und Sparkassen oder eben Garmin und Fitbit. Hinzu kommt noch, dass die Smartphones zuvor entsperrt werden müssen und sich die Nutzung nach einem Diebstahl oder Verlust abriegeln lässt. Neben der Bezahlfunktion haben die Wallets noch mehr Features, die sie als Brieftaschenersatz qualifizieren. Bordkarten für den nächsten Flug nach Mallorca, Treuepunkte von der Tankstelle oder dem Lieblingsbäcker, Konzerttickets, sogar Autoschlüssel (falls der Hersteller

Google Wallet

WALLETS

Im Juli 2022 verwandelt sich Google Pay in Google Wallet. Damit soll klar werden: Diese App kann nicht nur zum Bezahlen verwendet werden, sondern bietet noch viele weitere Funktionen.

Zu ihnen gehört die Integration von Kunden- und Geschenkkarten. Hier sind bereits viele Anbieter hinterlegt, darunter DeutschlandCard, Media Markt, DHL, Douglas, der Hagebaumarkt und viele weitere deutsche Unternehmen. Per QR- oder Strichcode werden die Karten eingelesen und digitalisiert.

Weiterhin können Flugtickets in die Wallet übertragen und aus der Brieftasche aussortiert werden. In diesem Fall informiert die Wallet auch über Verspätungen etc. Theoretisch soll es auch einen Platz für Fahrkarten geben – derzeit kann man hier jedoch noch kein deutsches Verkehrsunternehmen auswählen.

Viel Zukunftsmusik liegt auch in er Luft, wenn es um eine geplante Integration von Personalausweis und Führerschein in der Google Wallet geht. Zudem soll es möglich sein, bestimmte BMW-Modelle per NFC mit dem Smartphone zu öffnen. Damit landet dann sogar der Autoschlüssel in der Wallet.

Dennoch ist die Bezahl-Funktion aktuell wohl das wichtigste Feature der App. Es lassen sich dazu nicht nur Kredit- und Debitkarten hinzufügen, auch ein Paypal-Account kann zum kontaktlosen Bezahlen mit dem Smartphone genutzt werden.

Apple Wallet

WALLETS

Die Apple Wallet bewahrt verschiedenste Karten und Unterlagen für den Nutzer auf, darunter Mitgliedskarten, Kundenkarten sowie Tickets für Kinobesuche, Flüge oder Konzerte.

Mit der Bezahlfunktion Apple Pay lässt sich sowohl kontaktlos mit dem iPhone oder der Apple Watch bezahlen sowie online shoppen. Dazu werden in der Apple Wallet Kredit- bzw. Debitkarten hinterlegt. Aber auch Girokonten lassen sich dem Apple-Account hinzufügen. Zahlreiche Banken unterstützen den Dienst.

Doch natürlich befindet sich in unserem Portemonnaie nicht nur Geld. Schauen wir also weiter, denn auch Kunden- und Bonuskarten lassen sich in die Wallet von Apple einbinden. Das funktioniert meist, indem die entsprechenden Services via E-Mail in die Wallet importiert werden. Dabei hilft der „Hinzufügen zu Apple Wallet“-Button, der erst gar keine Missverständnisse aufkommen lässt.

Der ÖPNV ist als Schaltfläche in der App ebenfalls schon vorgesehen, doch ebenso wie bei den anderen Wallets suchen wir deutsche Anbieter hier im Moment noch vergebens.

Zur Nutzung der Wallet gibt es auch bei Apple einen praktischen Short-Cut, der die Anwendung mit einem doppelten Drücken auf die Seitentaste des iPhones öffnet. Dann muss das iPhone noch entsperrt werden – sicher ist sicher – und die Apple Wallet kann in Aktion treten.

Samsung Wallet

WALLETS

Die Samsung Wallet startet, wie auch ihr Google-Pendant, nicht aus dem Nichts, sondern umfasst die Services des Bezahldiensts Samsung Pay sowie die Passwortverwaltung Samsung Pass.

Der Bezahldienst von Samsung lässt sich überall dort nutzen, wo kontaktlose Zahlungen mit VISA möglich sind. Dazu schließt der Nutzer ein Konto bei der Solarisbank ab, dem Samsung-Pay-Partner. Ist das erledigt, kann er auch mit einer kompatiblen Galaxy Watch kontaktlos bezahlen.

Außer den Kundenkarten und Mitgliedsinformationen von ADAC, Payback und Co. lässt sich auch ein digitaler Impfnachweis einbinden. Das funktioniert mit der

Samsung Wallet sogar schon heute. Ein wenig ins Hintertreffen gerät sie jedoch in Bezug auf Bordkarten. Wer nicht gerade mit Korean Air unterwegs ist, hat leider Pech gehabt.

Die Samsung Wallet kann nur auf kompatiblen Galaxy Smartphones oder Smartwatches verwendet werden. Auf dem Phone hat Samsung dafür Schnellstarter integriert, die die Bedienung komfortabler machen. So lässt sich die App durch Hochwischen öffnen, mittels doppeltem Betätigen der Seitentaste oder eben auf herkömmlichem Weg über das App-Icon.

Um Zugriff auf die Samsung Wallet zu erhalten, müssen sich die Nutzer mit ihren biometrischen Daten anmelden.

Garmin Pay

PAY-APPS

Ganz locker aus dem Handgelenk erfolgt das mobile Bezahlen mit Garmin Pay. In die Smartwatch integriert, ermöglicht der Bezahldienst das kontaktlose Begleichen offener Beträge via NFC. Da sich die Garmin-Smartwatches besonders an Sportler richten, ist es natürlich doppelt praktisch, kein störendes Smartphone oder gar eine herkömmliche Geldbörse dabei haben zu müssen. Ein Ticket in der Bahn oder ein Erfrischungsgetränk nach der Joggingrunde werden einfach per Watch bezahlt.

Bevor sich das Geld kontaktlos auf den Weg zu seinem neuen Besitzer macht, muss der Nutzer der Smartwatch einen Sicherheitscode eingeben, um Langfingern keine Chance zu lassen.

Garmin Pay lässt die Nutzung mehrerer Bankkarten zu, die jeweilige Karte wird vor dem Bezahlen einfach auf dem Display ausgewählt. Die Einrichtung der gewünschten Kredit- oder Debitkarte nimmt der Nutzer in der Garmin App auf dem Smartphone vor. Dort werden alle notwendigen Daten hinterlegt und an die Smartwatch weitergegeben.

Nicht alle Garmin-Wearables sind zum hauseigenen Bezahldienst kompatibel, aber die Auswahl wächst stetig. 62 Modelle stehen momentan auf der Liste der unterstützten Geräte. Der namhafteste Supporter aus dem deutschen Bankensektor ist die Commerzbank, die Garmin Pay mit Visa und Mastercard ermöglicht.

AusweisApp 2

AUSWEIS-APP

Die AusweisApp 2 des BMI gilt als ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Bürokratie in Deutschland. Der Weg ist das Ziel – so verhält es sich wohl auch hier. Die App lässt sich sowohl mit einem NFC-fähigen Smartphone als auch mit einem Laptop oder Tablet nutzen. In Kombination mit letzteren beiden Geräteklassen ist jedoch ein Kartenlesegerät nötig, um den Ausweis einzubinden – mit dem Smartphone ist das nicht der Fall.

Um die App nutzen zu können, ist ein Personalausweis nötig, der über die Onlineausweisfunktion verfügt. Um ihn einzubinden, verlangt die App eine sechsstellige PIN, die Sie im besten Fall in Ihren Unterlagen zum Personalausweis finden. Alternativ können Sie sie online neu beantragen und bekommen sie zugesandt. Danach ist die Einrichtung flott erledigt.

Von nun an können Sie sich mit der App online ausweisen und sich Besuche in diversen Behörden ersparen. Dazu ermöglicht die AusweisApp 2 den verschlüsselten Datenaustausch zwischen Ausweis und Onlinedienst.

Die Anbieterliste der App führt momentan 98 Partner auf – sie ist aber nach eigenen Angaben unvollständig. Fest steht jedoch, dass eine Auskunft beim Kraftfahrt-Bundesamt mithilfe der App aus der Ferne möglich ist, ebenso kann man die AusweisApp 2 für Erledigungen beim Bundesamt für Arbeit sowie für verschiedene Services der Telekom einsetzen.

Fitbit Pay

PAY-APPS

Ein weiterer fitter Bezahldienst ist der Service Fitbit Pay. Er ist verfügbar auf den Fitbit-Modellen Sense, Versa 3, Versa 2, Versa, Ionic, Charge 3 Special Edition, Charge 4 und Charge 5. Damit kommen nicht nur Nutzer einer Smartwatch in den Genuss des kontaktlosen Bezahlens, sondern auch alle, die einen Tracker aus dem Hause Fitbit tragen.

Die Einrichtung der Fitbit-Pay-Funktion erfolgt auch hier über die entsprechende Smartphone-App. Darin werden alle nötigen Informationen zur Kredit- und Debitkarte hinterlegt. Sie befinden sich also nicht direkt im Speicher des Wearables – ein beruhigendes Gefühl.

Wie bei den Garmin Wearables erfolgt bei Fitbit die Kommunikation beim Bezahlen ebenfalls kontaktlos und sicher über NFC. Das zahlfreudige Wearable wird dazu einfach an die entsprechende Stelle des Terminals gehalten. Zur Validierung des Bezahlvorgangs kann der User einen vierstelligen Code festlegen. Das erfolgreiche Bezahlen bestätigt Fitbit Pay mit einer Vibration und der Anzeige des gerade bezahlten Betrags auf dem Display.

Die Commerzbank gehört auch bei Fitbit Pay zu den bekanntesten deutschen Bank-Supportern des Bezahldienstes. Ebenfalls interessant ist die hauseigne Kreditkarte: Fitbit bietet selbst eine Visa Card an, die den Payment-Dienst logischerweise unterstützt. Dafür sind dann zwei Euro pro Monat zu bezahlen.

das unterstützt) und Impfnachweis nehmen manche Wallets mit offenen Armen auf.

Mobiles Bezahlen

PAY-APPS

Die Mobiles-Bezahlen-App der Sparkasse steht in unserer Übersicht stellvertretend für zahlreiche Banken-Apps, wie es sie unter anderem auch von den Volksbanken gibt.

Vorab sei gesagt: Android-User haben die Qual der Wahl, was die Bezahl-Apps betrifft. Bei Apple läuft nichts ohne Apple Pay. Hier lassen sich aber verschiedene Banken-Services wie die der Volksbank einbinden. Doch im Android-Universum fragt man sich: Wieso eine dritte App benutzen, wenn die Hausbank doch schon eine in den App Store gelegt hat. So eben unter anderem die Mobiles-Bezahlen-App der Sparkasse. Ihr Funktionsumfang hält genau, was der Name verspricht – nicht mehr und nicht weniger. Die App wird mit dem Girokonto und auf Wunsch auch mit der Kreditkarte verknüpft, und schon kann es losgehen. Selbstverständlich nicht, bevor wir den passenden Finger auf den Sensor des Smartphones gelegt haben, um die App zu entsperren und ungewolltes Bezahlen zu verhindern.

In der App kann dann einfach die gewünschte Karte ausgewählt werden, um damit zu bezahlen. Die letzten Transaktionen sind in der Übersicht aufgelistet. Auf Wunsch lassen sich ein Ton und eine Vibration aktivieren, nachdem eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen wurde. So wissen Nutzer gleich, ob die Bezahlung mit dem Smartphone erfolgreich war.

Doch zwei wichtige Sachen in unserer Geldbörse fehlen noch: der Ausweis und der Führerschein. Zumindest in Deutschland ist für sie noch kein Platz in der Wallet vorhanden. Müssen wir also weiterhin das Portemonnaie dabei haben? Jein.

Ganz offiziell: die AusweisApp

Um genau zu sein: Die Ausweis-App 2 soll den Perso ersetzen. Sie ermöglicht es, Anträge digital zu stellen, für die normalerweise die persönliche Anwesenheit in der Behörde nötig ist. Das hilft zum Beispiel beim BAföG-Antrag, bei der Datev-Übertragung oder im Bürgerportal. Es geht also hauptsächlich darum, sich online auszuweisen. Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Dokument: dem Führer-

VirtualCards

KUNDENKARTEN-APPS

VirtualCards ist eine Kundenkarten-App, die offensichtlich nicht für den deutschen Markt vorbereitet ist. Sie bietet zwar ebenfalls die Möglichkeit, Kundenkarten und Treueprogramme zu hinterlegen, aber die vorgeschlagenen Geschäfte sind zur deutschen Einkaufslandschaft nicht kompatibel. Trotzdem lassen kann man Kundenkarten hinfügen und in der Applikation verwalten.

Wer auf Angebote und Gutscheine hofft, die in den Reitern der App angekündigt werden, wird in Deutschland ebenfalls nicht fündig. Auch hier zeigt sich, dass die App wohl auf einen anderen Markt ausgerichtet ist. Zudem werden Rückmeldungen in der App nicht in deutscher

Sprache angezeigt, obwohl diese als Standard ausgewählt ist.

Ein kleiner Lichtblick ist die Einkaufslisten-Funktion der App. Diese ermöglicht es immerhin, die benötigten Produkte aufzulisten und im Geschäft entsprechend abzuhaken, aber das können natürlich Einkaufs-Apps wie die App bring deutlich besser.

Kurzum: Für eine Nutzung im deutschsprachigen Raum ist die App keine Empfehlung. Sie erkennt weder Angebote in der Nähe noch kann sie das Einkaufsverhalten entsprechend verbessern. Das Hinzufügen und Verwenden der Kundenkarten funktioniert mit anderen Apps besser, und auch die Möglichkeit zum Sparen beim Einkauf ist hier nicht gegeben.

schein. Auch dafür gab es große Digitalisierungspläne. Die entsprechende App war fertig und stand im September 2021 im App-Store zum Download bereit. Genau: stand. Nach wenigen Tagen war es aus mit dem Führerschein im Smartphone. Vor allem Überlastung und Sicherheitsbedenken waren der Grund für den Stopp doch. Nun heißt es warten, vielleicht kommt sie ja wieder, die digitale Führerschein-App.

Stocard

KUNDENKARTEN-APPS

Die Stocard-App verwaltet alle Kundenkarten in einer App. Viele Unternehmen sind darin bereits hinterlegt. Mit der App können die Kundendaten direkt von der physischen Karte abgescannt und importiert werden. Kleinere Händler lassen sich manuell einpflegen. Mithilfe der App gehen Nutzern keine Bonuspunkte oder Treueaktionen mehr durch die Lappen.

Darüber hinaus kann die App Geschenkgutscheine aufbewahren – die verschwinden schließlich gern auf Nimmerwiedersehen in der Schublade und sind selten zur Hand, wenn man sie einlösen will. Weiterhin besteht mit Stocard die Möglichkeit, Geschenkgutscheine zu einem ermäßigten Preis zu kaufen.

Die Stocard-App kennt die aktuellen Angebote und bereitet sie in einem separaten Menüpunkt auf. Zudem gibt es auf der Startseite eine an Instagram-Stories erinnernde Aufbereitung von Werbung, die auf Wunsch mit Produktvorschlägen zum Kaufen inspiriert. Aktivieren Nutzer den Kartenassistenten, erkennt die App, wenn er sich in einem hinterlegten Geschäft befindet.

Stocard ist in den App Stores von Google, Apple und Huawei zu finden. In anderen Ländern enthält die App, die sich dem Unternehmen Klarna angeschlossen hat, auch eine eigene Bezahlfunktion, in Deutschland ist das jedoch noch nicht der Fall. Allerdings lässt sie sich in Apple Pay einbinden.

Zum Sammeln und Kaufen

„Sammeln Sie Punkte?“ Diese oft gestellte Frage an deutschen Kassen löst oftmals die hektische Suche nach der richtigen Kundenkarte aus. Die Schlange wird immer länger, die wartenden Mitshopper werden ungeduldig. Mit cleveren Apps lässt sich diese unangenehme Situation umgehen. Diese bündeln die Informationen der Kundenkarten im

Mobile Pocket

KUNDENKARTEN-APPS

Die App Mobile Pocket ist eine klassische Kundenkarten-App. Doch außer der Möglichkeit, Kundenkarten zu integrieren und an Bonusprogrammen zu partizipieren hat sie außerdem noch die Bezahlfunktion des Anbieters Bluecode an Bord, der sich auf das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone spezialisiert hat.

Neben den Kundenkarten liefert Mobile Pocket Informationen über aktuelle Angebote und Rabatte. Außerdem bietet die App die Möglichkeit, direkt aus der Anwendung neue Kundenkarten zu bestellen bzw. sich für Bonusprogramme zu registrieren.

Der Mobile-Pocket-Account wird über die gewählte Methode – zum Beispiel E-Mail, Facebook, Google oder Apple – synchronisiert und gesichert. Sofern die physischen Kundenkarten also einmal verloren gehen, sind sie immerhin digital noch vorhanden und können auf das neue Smartphone portiert werden. Man kann sie via QR- oder Barcode hinzufügen oder manuell in die App eintragen.

Um die App vor unbefugten Zugriffen zu schützen, lässt sich eine Code-Sperre aktivieren. Wenn die Bezahlfunktion zum Einsatz kommt, ist das natürlich auch durchaus sinnvoll.

Das Design ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Die App erfüllt ihren Zweck und bietet Mehrwert. Mobile Pocket ist für Android und iOS kostenlos im jeweiligen App Store verfügbar.

Smartphone. Die entsprechende Karte kann dann meist mittels eines QR-Codes eingelesen werden. Daraufhin werden Coupons aktiviert und Punkte gesammelt. Einzelne App-Anbieter wie zum Beispiel Payback oder Mobile Pocket integrieren außerdem die Möglichkeit, ein Zahlungsmittel zu hinterlegen. Doch auch die Discounter haben längst vernommen, was das digitale Stündchen geschlagen hat und bieten Apps an, die Sonderangebote, Coupons oder Treuepunkte verwalten. Lidl liefert mit der Lidl Pay-Funktion außerdem die Möglichkeit dazu, mit der App zu bezahlen. Und damit sind wir wieder bei unserer ursprünglichen Frage: Kann das Smartphone die Brieftasche ersetzen? In Teilen. Das Bezahlen per App ist sicher und bequem, Ausweis und Führerschein lassen sich dagegen noch etwas bitten.

Corinna Ingenhaag

Payback

KUNDENKARTEN-APPS

Payback ist wahrscheinlich das bekannteste Treue- und Bonus-Tool und hat natürlich auch eine passende App dafür in petto. Hier braucht man keine Karten einzubinden, der Payback-Account schlägt die Coupon-, Rabatt- und Punkteschlacht vollkommen selbstständig.

Die App funktioniert intuitiv, der Button zum Aufrufen des Barcodes, der beim Bezahlen eingescannt werden muss, um die Punkte auf das Konto zu befördern, ist stets gut erreichbar.

Mit einem Blick erfahren wir, wie es um den aktuellen Punktestand bestellt ist und welche Prämien wir dafür abräumen können. Auch eine Übersicht über die aktuelle Coupon-Auswahl zeigt die App. Diese können je nach Bedarf aktiviert und genutzt werden – online und offline. Auf die Frage, wo das am besten passieren soll, hat die App auch eine Antwort parat und schlägt kooperierende Geschäfte und Online-Shops vor.

Das Bezahlen funktioniert an der Kasse sowohl mit eingelösten Payback-Punkten als auch mit dem hauseigenen Zahlungsdienst Pay. Dieser kann mit vielen Giro-, Kredit- oder Debitkarten verknüpft werden und ermöglicht es, beim Punktesammeln an der Supermarktkasse auch gleich zu bezahlen. Nicht unpraktisch.

Wer ohnehin Treuepunkte sammelt, ist mit der Payback-App gut beraten, der Payment Service ist ein schönes Zusatzfeature.

Lidl Plus

KUNDENKARTEN-APPS

Aldi, Rewe, Netto, Penny, Kaufland oder Lidl – die meisten Discounter und Supermärkte bieten inzwischen eine eigene App an. Hier gibt es jedoch weit mehr zu entdecken als die aktuellen Angebote. So lassen sich Coupons freischalten und Treuepunkte einheimsen und im Fall von Lidl Plus sogar bezahlen.

So ist es möglich, in der Lidl Plus App das gewünschte Zahlungsmittel zu hinterlegen und entsprechend an der Kasse drei Fliegen mit einer App zu schlagen, denn neben dem Bezahlen und dem Einlösen von Coupons spart Lidl mit der App den Ausdruck des Kassenbons. Der landet in den meisten Fällen ohnehin in der nächsten Mülltonne – und sollte er doch einmal gebraucht werden, ist er meistens nicht mehr auffindbar. Darum ist der digitale Kassenbon eine nachhaltige und clevere Lösung der Lidl-Plus-App. Die Abrechnung des Einkaufs erfolgt per Lastschrift.

Wer in der Lidl-Plus-App seine Filiale hinterlegt, findet in der App nicht nur Infos zu den aktuellen Öffnungszeiten, sondern auch Empfehlungen, wann besonders wenig Betrieb in der Filiale und ein entspannter Einkauf zu erwarten sind. Weiterhin bietet Lidl Plus Zugriff auf Partnervorteile, den Online-Shop, Einkaufsempfehlungen und Rezepte.

Damit die genannten Vorteile an der Kasse Anwendung finden können, wird die digitale Lidl-Plus-Karte aus der App eingescannt.